Produktbild: Gegenlicht

Gegenlicht Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

3618 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Übersetzt von

Elina Kritzokat

Sprache

Deutsch

EAN

9783608122985

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

16.03.2024

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

3618 KB

Auflage

1. Auflage 2024

Übersetzt von

Elina Kritzokat

Sprache

Deutsch

EAN

9783608122985

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  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    14.08.2025

    eBook (ePUB 3)

    «Ich stehe in einem Zimmer, das mich betrogen hat"

    Pirkko ist weder in sich, noch in der Schule oder in ihrer Familie zuhause, sie mäandert hin und her, ohne den Ort und die Menschen zu finden, bei und mit denen sie sein kann. Schriftstellerin möchte sie werden und pflegt in der Schule einen eigenen Stil, auch im Umgang mit den Lehrpersonen, denen sie Spitznamen gibt. Nach dem Abitur entflieht sie ihrer parteitreuen Familie in Helsinki und wird an ein Kinderheim der Heilsarmee in Münsingen vermittelt, wo sie Kinder betreut. Den Erwartungen der «Kapitänin» entspricht sie allerdings nicht, und einiges an den Erziehungsmethoden gefällt ihr nicht, schwärmt sie doch von Summerhill. (Der Roman spielt Ende der 60er Jahre). Der Schreibstil ist eigenwillig und wechselt zwischen der dritten und der ersten Person. Abschnitte enden oft mit einem «und» - um dann mit einem anderen Thema oder gar in einer anderen Zeit weiterzugehen. Mal ist sie in Helsinki, mal in Münsingen, auch zeitlich springt sie hin und her. Insgesamt ist ihre Suche nach Identität und Anerkennung aber interessant und eindrücklich zu lesen, die Sprache ist originell und hintergründig. «Meine Gedanken prallen an meine vier Wände und an weitere Gedanken. Und sind diese Gedanken auch unberechenbar und ständig in Bewegung, es sind meine. Es sind Spiegelungen von Spiegelungen». (234). «Ich stehe in einem Zimmer, das mich betrogen hat. Ich stehe da wie in einer Bahnhofshalle und warte zwischen fremden Menschen auf einen Zug, dessen Ankunft ich fürchte». (236) «Ich sehe sie im Gegenlicht (…) Sie steht auf der anderen Seite, wartet auf mich. (…) Sie wartet beharrlich auf mich. Ich bin nicht sicher, ob ich ihr begegnen will». (253)

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    11.08.2024

    eBook (ePUB 3)

    Ein kritisch-humorvoller Blick zurück

    Pirkko ist 19 Jahre jung und hat Träume. Gerade hat sie ihr Abitur gemacht und will die Welt sehen, v. a. ihr Traumland Schweiz. Und da macht sie ihre ersten Gegenlicht-Erfahrungen: die Schweiz mag durchaus ein Gegenentwurf zu Finnland sein, aber ein Traumland ist sie nicht. Frauen dürfen hier nicht wählen, die Schulbücher erzählen dummes Zeug über die Finnen, und den Nationalstolz der Schweizer empfindet sie als arrogant. Auch ihr Lebenstraum muss ein scharfes Gegenlicht aushalten. Sehr humorvoll erzählt Pirkko Saisio von ihrem Traum, ein Schweizer Waisenhaus in idyllischer Lage zu leiten, wo sie von den lieben Kindern abgöttisch verehrt wird. Die Wirklichkeit sieht anders aus: das Haus, in dem sie ein Praktikum ableistet, ist alles andere als ein idyllischer Ort, sondern geprägt von Konkurrenzdenken, Egoismus und oft lieblosem Umgang mit den Kindern. Die radikale Ernüchterung führt dazu, dass sie sich von ihrem romantischen Ideal einer umschwärmten Waisenhausmutter verabschiedet und ihre eigentliche Stärke entdeckt: das Beobachten von Menschen und das Schreiben über Menschen. Und dann fällt ein so wunderbarer Satz über ihre Erkenntnis: „denn ihre Welt, das hat sie noch immer nicht erkannt, besteht aus Menschen, spinnennetzfeinen Fäden: raschen Blicken; […] unausgesprochenen Worten und ausweichenden oder nachgebenden Gesten; endlosem Rätselraten und tastenden Interpretationen.“ Das ist nur ein Beispiel für ein „Gegenlicht“, dem die junge Pirkko ausgesetzt ist. Ihre Jugend wird quasi durchzuckt von Gegenlichtern: ihre Hinwendung zur Religion, ihr Interesse für Literatur und Kunst in einem Elternhaus, in dem lediglich die Werke von Stalin und Lenin im Regal stehen, die zögernde Entdeckung ihrer sexuellen Identität und schließlich der Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Das alles erzählt Pirkko Saisio mit einer Leichtigkeit und Ehrlichkeit, die den Mief der 50er und 60er im kommunistisch orientierten Finnland noch deutlicher hervortreten lassen. Immer wieder springt sie zwischen den Zeitebenen hin und her und wechselt von der Ich-Erzählung zum reflektierten, beobachtenden Sie-Erzählen. Damit schafft sie eine Distanz zwischen ihren beiden Ichs, dem der Jetzt-Zeit und ihrer Situation als bekannteste Autorin Finnlands, und dem Ich der erzählten Zeit ihrer Jugend. Ein witziger Kunstgriff gelingt ihr, wenn ihre beiden Ichs in einen kurzen Dialog eintreten. Sie betrachtet sich selber und ihre kommunistische kleinbürgerliche Familie mit einem scharfen Blick, aber vor allem einen wunderbar leichten und menschenfreundlichen Humor. Und das alles in assoziativen Splittern, die jede Chronologie aufbricht bzw. erst im Nachhinein deutlich werden lässt. Großes Lese-Vergnügen!

  • seitenmusik

    3/5

    11.04.2024

    eBook (ePUB 3)

    Zwischen Poesie und Klischee: Eine Reise durch das Erwachsenwerden in "Gegenlicht".

    "Ich muss warten, bis die Geschichte sich von selbst zu Ende schreibt. Ich muss daran glauben, dass mein Leben zu einer Geschichte wird und meine Partnerlosigkeit in etwas Sinnvolles mündet. Ich muss glauben, dass mein Leben zu einer Geschichte wird. Und daran glaube ich." - Buchzitat S. 136 In "Gegenlicht" von Pirkko Saisio begibt sich eine junge Frau auf die Suche nach Liebe und Anerkennung in der Schweiz, nur um festzustellen, dass ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit sie eher einschränkt als befreit. Die Autorin Pirkko Saisio, eine herausragende Stimme der finnischen Literatur, nimmt uns mit auf eine poetische Reise durch das Erwachsenwerden und die Suche nach Identität. Die Geschichte dreht sich um eine Abiturientin, die im Jahr 1968 Helsinki verlässt, um in der Schweiz ein neues Leben zu beginnen. Trotz ihrer Träume und Hoffnungen stellt sie schnell fest, dass die Realität anders ist als erwartet. Zurückgeworfen in die Enge ihrer Vergangenheit, kämpft sie darum, ihren Platz in der Welt zu finden und sich von den Erwartungen anderer zu befreien. Meine Meinung zu "Gegenlicht" ist zwiespältig. Während die Erzählung einige wunderbar erzählte Momente und tiefe Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonistin bietet, hatte ich Schwierigkeiten, mich mit dem Schreibstil (Prosa) anzufreunden. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist aber gut gelungen und die romantisierte Darstellung der Schweiz und der Waisenhaus-Erfahrung wirkten auf mich realistisch. Und es war faszinierend, die Protagonistin auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten und zu sehen, wie sie sich gegen die Erwartungen anderer behauptet. Insgesamt würde ich "Gegenlicht" mit 3 von 5 Sternen bewerten. Es ist ein Buch, das mit poetischer Sprache und tiefen Einblicken in die menschliche Natur glänzt, aber gleichzeitig durch seinen ungewöhnlichen Schreibstil Leserinnen und Leser abschrecken könnte. Dennoch lohnt es sich, sich auf die Reise der Protagonistin einzulassen und ihre Entwicklung mitzuerleben. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.

  • Sascha Malz

    aus Niedersachsen

    5/5

    04.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Coming of Age der besonderen Klasse

    Pirkko Saisio „Gegenlicht“ - Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat - Klett Cotta 2024 - 254 Seiten Nach „Das rote Buch der Abschiede“, welches chronologisch seine Geschichte nach dem vorliegenden erzählt, war „Gegenlicht“ der zweite autofiktionale Roman der Autorin. Man schreibt 1968, als die neunzehnjährige Protagonistin die Schule beendet und sich aus dem beengtem Elternhaus in die weite Welt begeben möchte. So reist sie von Finnland in die Schweiz, wo sie - wie Julie Andrews in „Meine Lieder - meine Träume“ - von Kindern angebetet werden möchte (ohne selbst welche zu gebären). Somit tritt sie eine Stelle in einem Schweizer Waisenhaus an. „Sie will auch angebetet werden. Ohne es sich einzugestehen, aber durchaus berechtigt geht sie davon aus, bei schutzbedürftigen Waisenkindern auf besonders selige Anbetung zu stoßen.“ Die Geschichte schwankt nun immer zwischen den Erlebnissen in der Schweiz und der Kindheit der Protagonistin. In der Schweiz erlebt sie einen Kulturschock, da die Schweiz und ihre Bewohner, sich doch von Finnland und den dortigen Menschen unterscheiden; die Schweizer wiederum haben eine feste Meinung von den Finnen und ihren Gepflogenheiten. Sie ist von den Umgang der Erzieherinnen mit den Waisenkinder recht irritiert. „Und die Tanten geben den Kindern Ohrfeigen, binden Zweijährige stundenlang aufs Töpfchen…Ich hasse die Kinderbetreuerinnen, die beten und fromme Gesangbuchlieder singen, aber im nächsten Moment Babys und Kleinkinder schlagen, weil sie nach dem Wickeln gleich wieder in die Windeln gemacht haben.“ Und doch stellt sie fest, dass die Kinder, die nachts weinen, tagsüber wieder lachen. Dagegen angehen, dazu fehlt ihr die Kraft und der Mut; zudem hat sie in ihrer Erziehung ein gewisses Gehorsam gelernt. Die Geschichten ihrer Kindheit, ihre Schulzeit, ihre (häufig stillen) Auseinandersetzungen mit den Lehrern, den Freundinnen, ihrem sozialistischem und sehr patriarchalischem Vater und der - von Haushalt und Mann überforderten - Mutter, werden in einer sehr dichten Sprache geschildert. Hier trifft es Hannah Lühmann (Welt am Sonntag) sehr schön. Sie schildert das Buch als heiter, lenbensverliebt, leichtfüßig, sprunghaft, herb. Ich würde dem noch „angenehm ironisch“ hinzufügen wollen. Und das Schöne an der ganzen Geschichte ist, dass sich hier jeder Erwachsene rückblickend wieder erkennen kann. Die Probleme eines Schülers, einer Schülerin. Der Lehrer der angebetet und gleichzeitig gehasst wird. Die beste Freundin, die plötzlich ganz andere Ansichten hat. Die neue, ältere, viel coolere Freundin, die ganz anders lebt, als man selbst; Die revolutionäre Lektüre liest und ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse in die Schule trägt (und damit durchaus scheitert). Der Großvater, der in dem Zimmer lebt, das „eigentlich meins sein sollte“. Die Eltern, die nicht so leben und miteinander umgehen, wie man es erwartet - die sich dann aber wieder einig sind, wenn es um das Kind geht. All dies schildert die Autorin in einem wahren Pageturner. Etwas gewöhnungsbedürftig (aber das kannte ich bereits aus dem ersten Buch) ist der Wechsel, der Sprung, nicht nur in der Zeit, sondern auch von der dritten in die erste Person. Hat man dies aber angenommen, so macht es die Erzählung noch einmal spannender, da die Protagonistin aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet wird; damit werden bestimmte Zusammenhänge bereits vorweg genommen um damit die geschilderten Geschehnisse klarer und logischer werden. Wieder ein tolles Buch der Autorin - es vereint eine Coming of Age Geschichte mit einer Geschichte von Befreiung und weiblicher Selbstbestimmung, mit der Liebe zur Heimat und Familie. Dabei wird aufgezeigt, dass diese Liebe und Sehnsucht erst klar wird, wenn man bereit ist, auch über den Tellerrand zu schauen - und dann etwas in die heimatliche Suppe zu schippen, was dort vorher noch nicht vorhanden war; sich gleichzeitig befreien, die eigenen Werte aber nicht vergessen und durch neue, fremde Werte ergänzen, darauf kommt es an. „Aber der Sommer, der gerade beginnt, und die zweiunddreißig Sommer, die mich von ihr trennen und sie von mir, diese Sommer sind meine.“ Ich freue mich schon auf den nächsten Band DAS KLEINSTE GEMEINSAME VIELFACHE, welches im Herbst erscheint. Von mir eine ganz große Empfehlung für alle, die schon Das rote Buch der Abschiede mochten die Spaß haben an einer tollen Sprache die gern lesen Von mir 5/5 Sternen.

  • Jürg K.

    5/5

    03.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrücklich, interessant und spannend

    Die Protagonistin in dieser Geschichte schliesst die Schule in Finnland 1968 mit neunzehn Jahren ab. Sie reist in die Schweiz mit dem Vorsatz die Enge ihres Elternhauses und alles damit Verbundene hinter sich zu lassen. Sie hat viele Träume, Pläne und ist hungrig nach Liebe. Das Land entpuppt sich nicht als Paradies, das Waisenhaus, in dem sie arbeiten will, wirft sie zurück auf ihre Jugend in Finnland. Dieses Buch handelt vom Erwachsenwerden. Die Schilderung, mit der die Autorin diesen Prozess beschreibt, ist einzigartig. Die Protagonistin stammt aus einer sozialistischen Familie. In der Geschichte erfährt der Leser einmal aus den Erlebnissen aus dem Waisenhaus und danach von ihr zu Hause. Diese Abwechslung macht das Lesen sehr spannend. Es ist imposant als Leser mitzuverfolgen wie sie das Erwachsen werden meistert. Dieses Buch kann ich sehr empfehlen.

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Bewertungen (6)

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