"Familie", wispert er. "Das ist auch nur ein Wort mit sieben Buchstaben."Mika weiß nicht, was es bedeutet, eine richtige Familie zu haben. Seine Eltern sind gefangen in ihrer Sucht und kümmern sich kaum um ihn. Die Hoffnung, dass sich etwas ändert, stirbt endgültig, als er eines Tages selbst mit Drogen erwischt wird. Das Jugendamt schickt Mika gegen seinen Willen fort: raus aus der Stadt, auf einen Bauernhof zu einer perfekt scheinenden Pflegefamilie. Er hat so gar keinen Bock darauf, heile Welt zu spielen, aber nach und nach bringt vor allem Joanna seine harte Mauer zum Bröckeln. Und während Mika lernt, wieder zu hoffen, tut er alles, um sein Herz nicht zu verlieren ...Ein gefühlvoller Roman über die Vielseitigkeit der FamilieIn ihrem neuen Jugendroman für Hörer*innen ab 14 Jahren geht SPIEGEL-Bestsellerautorin Ava Reed einfühlsam auf schwierige Themen wie Drogensucht, Gewalt und Ausgrenzung ein und zeigt auf, dass Familie so viel mehr ist als nur ein Wort mit sieben Buchstaben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
SarahWants2Read
5/5
02.03.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Nur ein Wort mit sieben Buchstaben
Worum geht es?: Mika weiß nicht, was es bedeutet, eine richtige Familie zu haben. Seine Eltern sind gefangen in ihrer Sucht und kümmern sich kaum um ihn. Die Hoffnung, dass sich etwas ändert, stirbt endgültig, als er eines Tages selbst mit Drogen erwischt wird. Das Jugendamt schickt Mika gegen seinen Willen fort: raus aus der Stadt, auf einen Bauernhof zu einer perfekt scheinenden Pflegefamilie. Er hat so gar keinen Bock darauf, heile Welt zu spielen, aber nach und nach bringt vor allem Joanna seine harte Mauer zum Bröckeln. Und während Mika lernt, wieder zu hoffen, tut er alles, um sein Herz nicht zu verlieren…
Das Cover: Das Buchcover ist einfach wunderschön. Die Farbgebung ist sehr harmonisch und dieses Blumenmuster ist eine Augenweide. Ganz toll!
Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Größtenteils erzählt Mika seine Geschichte, ab und zu sind auch Kapitel von Jo mit eingebaut. Der Schreibstil hat mich begeistert. Schon allein der Prolog war so emotional. Ich war direkt gefesselt und wollte mehr wissen. Der Schreibstil ist sehr leicht und die Kapitel sehr kurz, dennoch ist es sehr emotional und braucht für dieses Buch wirklich starke Nerven. Ich bewundere Ava Reed dafür, dass sie es schafft Jugendbuch eine Tiefe zu schaffen und man auch als älteren Leser nicht gelangweilt ist. Das Ende (so fies es auch ist) ist der perfekte Abschluss eines großartigen Buchs. Es zeigt, dass manche Geschichte auch so gut genug sind, ohne das 100% Happy End zu haben.
Die Hauptfiguren: Mika ist ein Junge, welcher in schwierigen Verhältnissen großgeworden ist. Sein Vater hat krankheitsbedingt seinen Job verloren und dies hat ihn in eine Kriese gestürzt. Alkohol und Drogen waren dann der ständige Begleiter seiner Eltern und sein Vater hat auch vor körperlicher Gewalt keinen Rückzieher gemacht. Mika möchte aus diesem Kreis ausbrechen, aber er kommt gegen seinen Vater nicht an und auf seine Mutter kann er auch nicht zählen. Durch einen unglücklichen Zwischenfall fliegt seine familiäre Situation auf und so landet er bei Joannas Familie. Er fühlt sich unwohl und kann mit so viel Herzenswärme nicht umgehen. Er zieht sich in sein Schneckenhaus zurück und hat immer das Gefühl diese Herzlichkeit nicht verdient zu haben. Mika lernt mit der Zeit der Familie rund um Joanna zu vertrauen und Nähe zuzulassen. Schließlich entwickelt er Gefühle für Joanna die er nicht so einordnen kann. Sie ist ja schließlich seine Pflegeschwester. Ich habe Mika geliebt. Er ist ein willensstarker Junge und ich konnte sein Gefühlschaos verstanden. Ich habe mit ihm gelitten, mit ihm geweint und mich für ihr gefreut. Er hat eine tolle Entwicklung durchgemacht.
Joanna ist ein Mädchen, welche in jungen Jahren adoptiert wurden ist. Sie ist gewohnt in einer großen Familie zu leben und bringt sich gerne mit ein. Joanna ist sozusagen das Mädchen für alles und freut sich, dass Familienzuwachs kommt. Sie ist sehr schnell von Mika angetan und möchte hinter seine Fassade blicken. Sie kann anfangs schlecht zu ihm durchdringen. Die Mauern die er gezogen hat einfach zu dick. Jo war mir von Anfang an sympathisch. Ich war überrascht, wie reif sie für ihr Alter ist und wie viel Verantwortung sie zeigt. Sie kann jedoch schlecht Hilfe annehmen und Mika hilft ihr dabei.
Endfazit: Ich habe dieses Buch geliebt. Es ist sehr emotional, aber hat mich gefesselt. Ava Reed hat hier die perfekte Mischung zwischen Drama und Harmonie geschaffen. Es wird kein Tabu ausgelassen, aber auch nicht übertrieben dargestellt. Beide Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich werden die Familie jetzt schon vermissen. Eine großartige Geschichte.
Das Buch erhält von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.
Bewertung
5/5
22.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Herzzerreißend
Ich liebe einfach Ava Reeds Bücher. Habe schon die komplette Whitestone Hospital Reihe gelesen und bin immer wieder begeistert. Traurig, dass dieses so lange auf dem SUB lag.
Ihr Schreibstil ist lebendig und gefühlvoll. Man wird direkt reingeworfen in das Geschehen bzw. das Leben des 17 jährigen Mika was immer mehr den Bach runtergeht, wie düster es sein kann gefangen zu sein in der leiblichen Familie. Es ist anfangs ein wenig kühl gehalten, mehr sachlich erzählt. Man merkt aber trotzdem, was das ganze mit seiner Psyche macht. Dass er dann mit den Drogen erwischt wurde und zu Joanna und den anderen Pflegekindern kommt ist das Beste, was ihm passieren konnte. Ava lässt einen spüren wie sehr er auftaut, sich den anderen öffnet und wie er selber merkt: Das Leben kann anders sein. Er verspürt Liebe, Zuneigung, Verbundenheit. Und ihm wird auf die schönste Weise gezeigt, dass Familie einfach viel mehr ist als bloß ein Wort mit sieben Buchstaben.
Unglaublich herzzerreißend, regt zum Nachdenken an, aber das kennt man einfach von Ava's Büchern
Anika F./Nikas Lesewahnsinn
aus Kronshagen
5/5
10.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Nur ein Wort mit sieben Buchstaben
Die Bücher von Ava Reed hauen mich einfach alle um. Egal welches ich in die Hand nehme, ich bin absolut begeistert und kann mich gar nicht losreißen. Auch hier habe ich einige Taschentücher beim lesen gebraucht. Warum? Weil ich mich so sehr in Mika hineinversetzen konnte. Dieses Wort mit sieben Buchstaben ist etwas ganz wertvolles, was nicht jeder im Leben besitzt oder vllt besitzt, aber es nicht herzlich, liebevoll und geborgen ist.
Es handelt sich hier um ein Jugendbuch mit einer Altersangabe ab 14 Jahre. Dies finde ich absolut passend. Es wird sehr einfühlsam auf Themen wie Gewalt, Drogen und Ausgrenzung eingegangen. Dies sind wahrlich schwierige Themen, die aber altersentsprechend wirklich mit viel Fingerspitzengefühl angegangen werden.
Mikas Eltern sind süchtig und kümmern sich kaum um ihn. Wie es wohl jedes Kind machen würde, versucht er dies zu vertuschen vor anderen. Doch als er mit Drogen erwischt wird, rückt er endlich mit der Sprache raus. Selbstverständlich holt das Jugendamt Mika aus seiner Familiensiuation heraus, um ihn zu schützen. Doch für Mika bricht eine Welt zusammen. Er hinterfragt sein ganzes Leben, alle Situationen und ist schwer mit seiner emotionalen und psychischen Situation am kämpfen.
Mika wird vom Jugendamt bei einer Pflegefamilie untergebracht, die einfach nur grandios und herzerwärmend ist. Wirklich jedes Mitglied habe ich in meine Herz geschlossen. Jeder wird hier genommen wie er ist, egal mit welchen Besonderheiten und Zielen. Kommunikation, das Miteinander und das begegnen auf Augenhöhe hat einen extremen Wert hier. Mika hat aber überhaupt kein Bock auf alles, doch er bekommt die Zeit die er braucht. Er macht vieles falsch oder ignoriert Regeln. Mika rebelliert. Ist es ihm zu verübeln?
Doch Joanna gibt nicht auf und dringt immer mehr zu ihm durch. Sie will ihm versuchen zu helfen und ihn in die Familie zu integrieren. Joanna möchte ihm zeigen, was Familie bedeutet. Dieses Wort mit sieben Buchstaben, was für Mika einfach nur ein Wort ist. Doch nach und nach muss er merken, das stimmt nicht.
Eine kleine Unaufmerksamkeit von Mika könnte alles erreichte plötzlich zerstören. Wieviel bedeutet nun das Wörtchen Familie und was ist diese bereit nun für ihn zu tun?
Ava Reed hat für mich hier eine ganz besondere Story erschaffen. Familie ist eben nicht nur ein Wort mit sieben Buchstaben, sondern es sollte ein wichtiger Bestandteil im Leben eines jeden sein. Doch leider, leider ist dem nicht überall so. Doch die Autorin schafft es, durch ihre einfühlsame und emotionale Schreibweise den gebrochenen Mika genau das zu zeigen. Das Familie ein Ort sein soll, wohin man immer zurück kommen kann und wo man Geborgenheit, Liebe und Verständnis erfährt.
Auch wenn vllt die eigene Familie einem das nicht geben kann, dann gibt es Menschen, die es einem dennoch ermöglichen wollen.
Ich konnte mich sehr gut in Mika hineinversetzen, was mir das Lesen manchmal nicht leicht gemacht hat. Mal eine Umarmung als Kind, mal ein paar nette, lobende oder aufbauende Worte, ein wenig Unterstützung. All das sollte nichts sein, wofür ein Kind kämpfen muss. Mit einem oder wie in Mikas Fall zwei Elternteilen, die einer Sucht verfallen sind, ist es kein einfaches Zusammenleben. Auch wenn es für Mika schwer ist am Anfang, dass er in dieser wundervollen Pflegefamilie untergekommen ist, so ist es in meinen Augen, das beste was ihm passieren konnte.
Ein für mich sehr empfehlenswertes Buch, was man gelesen haben muss!
Elisabeth
5/5
02.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Nur ein Wort mit sieben Buchstaben
Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es ist modern, ansprechend und mit schönen Farben gestaltet.
Den Schreibstil von Ava Reed finde ich sehr angenehm, leicht und flüssig. Normalerweise rauschen die Seiten nur so an mir vorbei. Das war bei diesem Buch etwas anders.
Allerdings lag das nicht an an dem Schreibstil, sondern am Thema.
Es hat mich sehr beschäftigt, mitgenommen und betroffen gemacht. Zwischendurch brauchte ich immer mal kurze Pausen um das zu "verarbeiten".
Aber genau das fand ich auch das Positive daran. Oft liest man Bücher, genießt die Lesezeit und 3 Wochen später, ist das Buch oder der Inhalt nicht mehr präsent im Kopf.
Das wird mir mit diesem Buch nicht passieren. Als zweifache Mutter war es eine sehr bittere Kost, da man sich solche Dinge weder vorstellen möchte, noch wünscht man das irgendeinem Menschen, vorallem keinem Kind!
Ob das Buch für einen Jugendlichen das Richtige ist, vermute ich eher nicht. Ich fände es als Buch für Erwachsene besser.
Mir hat Mikas Perspektive sehr gefallen. Da man einen Blick in sein Inneres werfen konnte. Schön fand ich auch, dass es keine Wunderheilung am Ende des Buches gab. Sondern ein offenes Ende.
Dass es oft bei Mika einen Schritt vor, zwei zurück gab, fand ich sehr realistisch. Ich habe bei seinen Sprüngen in die Vergangenheit sehr mitfühlen können und fand das sehr berührend geschrieben.
Jo fand ich sooo grandios! Eine wundervolle, liebenswerten, mitfühlende junge Frau, die sooo toll mit ihren Geschwistern umgeht und sich Stück für Stück in Mikas Herz schmuggelt.
Die ganze Familie hat mir wahnsinnig gut gefallen! So kenne ich das aus meiner und vielen anderen Familien. Und das trotzdem als nicht leibliche Familie war sehr beeindruckend, ich denke, dass viele Pflegeeltern so sind, man aber das Positive einfach nicht so mitbekommt, wie das Negative.
Kati war am Beeindruckendsten für mich! So ein starkes Mädchen! ♡
Dieses Buch ist zwar mit sehr schwierigen Themen kein Buch für zwischendurch, aber wer gerne ein Buch liest zum Mitfühlen und drüber nachdenken, kommt nicht um dieses Buch rum.
Vielen Dank für diese Geschichte auch an Netgalley und den loewe Verlag.
Bewertung
5/5
10.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Schmerzhaft, emotional und berührend
„Familie ist nur ein Wort mit sieben Buchstaben, aber ein verdammt schönes, wenn man das Richtige daraus macht“
(Seite 316)
Schmerzhaft und emotional. Eindringlich und so realistisch beschreibt Ava Reed das Leben von Mika, in einer Familie mit Alkohol-& Drogenabhängigen Eltern, wo der Vater auch noch gewalttätig ist. Eine Kindheit/Jugend die niemand haben sollte. Mir hat beim lesen das Herz geblutet, so intensiv waren die Beschreibungen.
Eine Geschichte mit vielen schweren Themen, aber auch Hoffnung und Hilfe, die mich sehr berührt hat.
Trust-Fight-Hope
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