Der Begriff der Religion bei Hegel Ist er vernünftig und hat er heute noch eine Relevanz?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
06.11.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346963482
Das Verständnis über Religion - und was damit inhaltlich zu verbinden war - hat sich im Laufe der Zeit erheblich gewandelt. Vor allem, nachdem sich das Alleinstellungsmerkmal der Religion - mit der Offenbarung Gottes, also der Enthüllung göttlicher Wahrheiten bzw. eines göttlichen Willens (wenn auch durchaus unterschiedlich in den einzelnen Religionen) - zur Welterklärung im 18. Jahrhundert verflüchtigte, entstand die Religionsphilosophie mit neuen Denkansätzen. Den faszinierendsten Ansatz legte Hegel vor, der die Religion in sein System der Entwicklung des Geistes einordnet; die Religion ist dabei der letzte - und der zentrale - Baustein, in dem das Denken zu sich selbst findet, quasi die Selbsterkenntnis des Menschen. Im Mittelpunkt steht also die Vernunft. Diese Konzeption steht im Gegensatz zu allen anderen traditionellen Erklärungsmodellen.
Somit steht im Zentrum dieser Hauptseminararbeit, den Begriff der Religion bei Hegel zu verstehen, ihn in seiner Entwicklung nachvollziehen zu können und zu sehen, ob er theoretischer Natur ist oder direkte Wirkung beim Menschen entfalten kann; und sich letztlich die Frage zu stellen, was davon heute noch relevant sein könnte - also beileibe keine rein akademische Frage. Wie ist nun das Vorgehen angesichts des komplexen Themas, das auch durch die Hegelsche Diktion und Quellenlage nicht einfach zu verstehen ist?1 Nötig ist zuerst eine minimale Hinführung über die Religionsdiskussion zu Hegels Zeit und über sein Konzept des Geistes als Basis für seine Religionsphilosophie. Dann wendet sich Fokus auf die Definition seines Religionsbegriffs; diesen definiert er zunächst im Allgemeinen, als eine Form des Absoluten Geistes, frägt dann zur Konkretisierung, welches Wissen ich von Gott haben kann und wie dies aussieht und letztlich, wie im - im Kultus - die Vereinigung des Göttlichen mit und in mir gelingt. Natürlich hat Hegels Begriff auch Schwächen; dies und die Frage, was wir heute mit Hegels Fragestellung und Sicht anfangen können, runden diese Arbeit ab. Als Grundlage werden einschlägige Quellen, Originale und Kommentierungen benutzt, die um eigene Gedanken erweitert werden.
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