Vor drei Monaten fuhr Cambry siebzig Meilen zu einer abgelegenen Brücke und stürzte sich in den Tod. Das behauptet zumindest der Polizist, der sie gefunden hat. Cambrys Zwillingsschwester Lena hat da ihre Zweifel. Was verschweigt der Beamte? Soll es tatsächlich nur Zufall sein, dass er Cambry noch kurz vor ihrem Tod angehalten hat? Mit dem Auto ihrer toten Schwester macht sich Lena auf den Weg zur Brücke, um die Wahrheit herauszufinden. Die Reise wird für sie zum Kampf um ihr eigenes Überleben.
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Spannend, beklemmend, emotional
Recensio aus Datteln am 18.09.2024
Bewertungsnummer: 2295751
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Lena fällt aus allen Wolken, als man ihr mitteilt, dass ihre Zwillingsschwester Cambry sich von einer Brücke in den Tod gestürzt haben soll. Sie macht sich mit Cambrys Auto auf den Weg zum Tatort, um Antworten zu finden. Corporal Raycevic hat die Leiche gefunden und direkt auf Selbstmord geschlossen. Doch Lena kann das einfach nicht glauben. Zuletzt hatte sie wenig Kontakt zu ihrer Schwester, aber sie spürt einfach, dass Cambry unter anderen Umständen zu Tode kam. Doch je näher Lena der Wahrheit kommt, umso mehr bringt sie sich selbst in Gefahr…
Lena ist eine wundervolle und einzigartige Protagonistin. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich war begeistert von ihrer Entschlossenheit. Blut ist dicker als Wasser, das spürt man hier deutlich. Denn obwohl die beiden nicht richtig in Kontakt standen, kann man Lenas Gefühle für ihre Zwillingsschwester nachempfinden. Die Rolle des Corporal war mir lange Zeit ein Rätsel. Ich war hin- und hergerissen, ob er es nun gut mit Lena meint oder nicht. Seine Person war mir eher suspekt und ich konnte nicht wirklich eine Verbindung zu ihm aufbauen.
Der Schreibstil des Autors ist gewohnt flüssig und packend. Ich mag seine verworrenen Storys total gern und fand auch diese hier sehr gelungen. Man sollte aber tatsächlich voll bei der Sache sein, denn sonst kann man schnell den Überblick verlieren. Die Story lebt von überraschenden Wendungen und Cliffhangern, mit denen Adams die Spannung konstant oben hält und seine Leser an die Handlung fesselt. Ich habe es geliebt, dass man bis kurz vor Schluss nicht wirklich weiß, was tatsächlich passiert ist. Und als ich dachte, das wäre nun das Ende, kam Adams im Epilog mit einer weiteren Überraschung ums Eck. Genial!
Fazit: Seit „No Exit“ bin ich treuer Fan von Taylor Adams, sodass auch dieses Buch ein Must-read für mich war. In diesem Werk legt er nochmal eine Schippe drauf und hat mich damit voll begeistert. Wer sich mal wieder richtig fesseln lassen will, ist hiermit bestens bedient!
Was geschah mit Cambry?
Bücherwelten am 03.09.2024
Bewertungsnummer: 2282805
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt
Lena sucht den Ort auf, an dem ihre Zwillingsschwester Cambry sich das Leben genommen haben soll. Hierfür trifft sie sich mit dem Mann, den sie für einen Mörder hält, Officer Raymond Raycevic. Er behauptet, Cambry wegen Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten zu haben und 24 Stunden später hat er ihre Leiche gefunden. Cambry ist von einer 60 Meter hohen in den Tod gesprungen. Die Brücke ist in der Gegend allgemein als Selbstmordbrücke bekannt. Aber Cambry war im Gegensatz zu Lena immer eine mutige und taffe junge Frau, niemals hätte sie sich selbst umgebracht. Die Zwillingsschwestern haben sich schon lange nicht mehr gesehen und hatten kaum Kontakt miteinander, aber trotzdem möchte Lena den Tod ihrer Schwester aufklären. Und somit begibt sie sich auf eine ungewisse Reise zu einem Ort, der sehr viele ungeahnte Gefahren birgt und für Lena im Verlauf der Reise selbst ein Spiel auf Leben und Tod wird.
Meine Meinung
Da ich schon die ersten beiden Bücher von Taylor Adams geliebt habe war für mich klar, dass ich auch "Die Brücke" unbedingt lesen muss. Und genau so wie "No Exit" ist dieses Buch wohl so eine Geschichte, die man entweder liebt oder hasst. Denn hier hat er mal wieder was sehr Verworrenes, Außergewöhnliches und sehr Actionhaltiges verfasst.
Zu Beginn wird direkt Spannung aufgebaut, denn man möchte wissen, was geschah nun wirklich mit Cambry. War es Selbstmord oder doch Mord? Hierbei springt das Buch immer wieder in verschiedene Perspektiven und wenn man nicht aufmerksam liest, kann man schon mal durcheinander kommen und den Faden verlieren. Einmal erzählt Lena die Geschichte den Lesern auf ihrem Blog, dann wird "normal" geschrieben, so als würde Lena ein Buch über die Geschehnisse schreiben. In anderen Leseabschnitten wird dann über den Polizisten Raycevic geschrieben oder auch über Cambry, wie sie die Situation vor ihrem Tod erlebt hat. Das alles ist meistens ins Leseabschnitte unterteilt und nicht in Kapitel, was eben manchmal etwas verwirrend ist. Und diese Leseabschnitte enden oft mit Cliffhanger, was das ganze fast durchgehend spannend hält.
Die Protagonisten erinnern oft an die Helden in übertriebenen Actionfilmen, genauso wie dann auch das Buch voller Action und oft etwas übertriebenen Handlungen ist. Aber genau das hat mir so gut hier gefallen und das macht das Buch eben auch aus. Ich fand die Geschichte super durchdacht und sehr gut geschrieben. Der Schreibstil des Autors lässt es auch hier wieder zu schnell und flüssig zu lesen. Zwischendurch hatte ich ab und zu mal das Gefühl, dass er die Seiten mit etwas zu vielen belanglosen Gedanken der Hauptprotagonisten füllt, aber das gibt sich dann auch schnell wieder. Außerdem gibt es immer wieder überraschende Wendungen, die diese Geschichte aufregend halten.
Fazit
Also für mich ist "Die Brücke" ein ähnliches Buch wie "No Exit" von Taylor Adams. Zwar Inhaltlich total unterschiedlich, aber er bleibt seinem Stil treu. Es ist voll gepackt mit Action, Übertreibungen und starken Hauptprotagonistinnen, die vielleicht hier da mal etwas übertrieben taff wirken. Warum mir das Buch dann trotzdem so gut gefallen hat? Es ist voll gepackt mit Cliffhangern, das macht es fast durchgehend spannend und unheimlich fesselnd. Außerdem ist es teilweise so verworren aufgebaut, dass ständig Überraschungen auf den Leser warten. Fast bis zum Ende weiß man nicht, was nun wirklich passiert ist. Und selbst im Epilog erwartet den Leser noch eine Überraschung. Also es ist definitiv ein Buch, das man aufmerksam lesen muss und nicht mal so nebenbei mitnimmt. Als Leser wird man diese Geschichte lieben oder hassen, ich glaube, dazwischen gibt es nichts. Ich habe mich hier richtig gut unterhalten gefühlt und könnte mir auch dieses Buch gut als Film vorstellen. Für die, die es nicht wissen, "No Exit" wurde sehr gut verfilmt, das zweite Buch von Taylor Adams "No Mercy" so viel ich weiß nicht, dass war meiner Meinung nach aber auch das am wenigsten gute Buch von ihm. Also, von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung, aber nur, wenn ihr auf leicht übertriebene Thriller mit viel Action steht.
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