Kinder und Jugendliche mit Lesestörungen, Rechtschreibstörungen und / oder Rechenstörungen merken, dass sie mit anderen nicht so leicht mithalten können. Sie fragen sich: "Bin ich weniger schlau?". Manche Eltern zweifeln: "Sind die Fehler Absicht?" Dieser Tischaufsteller mit Spiralbindung hilft Fachkräften, empathisch zu antworten. Eine beispielhafte Geschichte thematisiert u. a. Prävalenz, Diagnostik, Ätiologie, Komorbiditäten und Zukunftsaussichten. Klient:innen betrachten die Illustration auf der Vorderseite, während Fachkräfte die Infos auf der Rückseite vermitteln und Kinder mit Fragen einbeziehen. Ein ausführliches Online-Manual liefert Hintergrundwissen.Eine tolle Praxishilfe zur Psychoedukation, Diagnostik und Beratung bei Lernstörungen wie Dyskalkulie und Legasthenie, für Kinder und Jugendliche von 6-14 Jahren!
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Koblenz
4/5
21.04.2024
Buch (Spiralbindung)
Besonders geeignet für die Erklärung für betroffenen Kinder
Rezension „Legasthenie und Dyskalkulie“ von Griepenburg, Schuchardt und Mähler,
Reinhardt Verlag, ISBN: 9783497032518
Spiralbindung "Tischaufsteller", 31 Seiten
Der Tischaufsteller in Spiralbindung mit dem Titel "Legasthenie und Dyskalkulie - Erste Informationen zu Lernstörungen für Kinder und Eltern" ist ganz neu und in erster Auflage im Reinhardt Verlag erschienen. Das Format macht neugierig, da es sich nicht um ein Buch im engeren Sinne handelt, sondern an einen Tischkalender erinnert.
In der Einleitung erläutern die Autoren in der "Handreichung zum Gebrauch" näher den Gedanken, den Tischaufsteller zur Psychoeduaktion einzusetzen und benennen im Weiteren die Zielgruppe - insbesondere Kinder von ca. 6 bis 14 Jahren. Ebenso werden kuirz relevante Begrifflichkeiten dargestellt.
Ab Seite 5 beginnt dann der eigentliche "Arbeitsinhalt". Ein Musterklient "Kim" führt durch die gesamte Struktur und hilft kindgerecht die Störungsbilder und die damit verbundenen Fragen und Begriffe zu erklären. Dabei gibt es jeweils eine dem Kind/Klienten zugewandt Seite mit einer Frage oder einer Überschrift, anhand derer das Kind aufgefordert wird, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dies fördert den gegenseitigen Austausch und bezieht das Kind in den Prozess der Psychoedukation mit ein. Neben Definition und Häufigkeit wird auch darauf Bezug genommen, wie die Störungsbilder diagnostiziert werden können, was Kernsymptome sind und wie derzeit die Entstehung der Beeinträchtigungen erklärt wird.
Im Weiteren werden Hilfe und Unterstützungsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Schule, als auch für die Eltern aufgezeigt.
Der erste Eindruck, das Material sei eher rudimentär und wenig aussagekräftig ändert sich deutlich in dem Moment, in dem man den Tischaufsteller in der Psychoedukation im Einzel- oder Gruppensetting beginnt einzusetzen. Erst beim aktiven Gebrauch wird deutlich, wie gut die Inhalte für das Kind vermittelt werden. Auch für Lehrkräfte, die der Klasse Störungsbilder von einzelnen Schülern verdeutlichen wollen könnte sich die Anschaffung lohnen.
Und bei genauem Hinsehen, sagt der Untertitel genau das, wofür der Tischaufsteller gedacht und sehr gut geeignet ist. "Erste Informationen...".
Wer ein Lehrbuch oder vertiefende Informationen sucht sollte die Suche an anderer Stelle fortsetzen. Wer aber genau diese ersten, kindgerechten Informationen vermitteln will liegt hier auf den Punkt richtig.
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