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Fuminori Nakamura

1. Die Flucht

Die Flucht

Gesprochen von
8
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Nils Andre Brünnig

Spieldauer

14 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

40

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Luise Steggewentz

Sprache

Deutsch

EAN

9783257695601

Beschreibung

Rezension

»Fuminori Nakamura ist der preisgekrönteste japanische Jungschriftsteller. Er schreibt magische, unterkühlte Romane. Fuminori Nakamura ist Hochliteratur. Das nächste große Literaturding nach Haruki Murakami. Das Tokioter Wunderkind.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Nils Andre Brünnig

Spieldauer

14 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

40

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Luise Steggewentz

Sprache

Deutsch

EAN

9783257695601

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  • Bewertung

    5/5

    28.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandios

    Ein ‚richtiges Buch‘ ! Fumimori Nakamura ist für mich der neue Haruki Murakami. Tolle schreibweise, sehr tiefsinnige, spannende Geschichte und nebenbei interessantes über die Kriegszeit Japan. Kein schnick schnack, sondern was zum lesen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    09.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vielleicht Nakamuras Herzensprojekt?

    Kenji Yamamine kommt in den Besitz der legendären Teufelstrompete des Komponisten Suzuki. Ihr wird die Macht zugeschrieben, Menschen zu begeistern und zu fanatisieren. Bei Recherchen auf den Philippinen trifft Kenji die junge Anh. Sie verlieben sich, Anh folgt ihm nach Tokio, wo sie gewaltsam stirbt. Neben der Trauer um Anh wird Kenji von einer rätselhaften religiösen Sekte verfolgt, die die Trompete für ihre Zwecke nutzen will. Was Kenji jetzt noch bleibt, ist, das Rätsel der Trompete zu lösen und sich mit der Welt in Liebe zu versöhnen. (Verlagsbeschreibung) Ansrengend aber lohnenswert ist die Lektüre dieses fast 600 Seiten starken Romans des Japaners Fuminori Nakamura. Vordergründig geht es um eine ominöse Trompete, die während des Zweiten Weltkriegs einen Teil der japanischen Armee zum Erfolg gegen die Aliierten geführt haben soll. Mal als “Instrument des Teufels” bezeichnet, mal als “Instrument Gottes” wird ihr jedenfalls eine magische Wirkung zugeschrieben, und nachdem sie als verschollen galt, nun aber wieder aufgetaucht ist, wird von vielen Seiten her Jagd auf sie gemacht. Und damit auf den Journalisten Kenji Yamamine, der irgendwie in den Besitz der Trompete gelangte.   “Die Wahrscheinlichkeit, dass du in einer Woche noch lebst, beträgt (…) Vier Prozent.” (S. 12)   Tatsächlich erweist es sich jedoch bald, dass die Geschichte um die Teufelstrompete nur der lose Aufhänger für diesen überaus komplexen Roman ist, ein Gerüst, in das erschlagend viele Themen hineingewebt wurden. Themen unterschiedlichster Art, jedes für sich interessant, aber in der Vielfalt und den oftmals essayhaften Einschüben stellenweise fast überfordernd. Kein gefäliger Roman ist dies, kein Text, der den Gute-Welt-Glauben bedient - sondern einer, der den Finger in die zahllosen Wunden legt, sei es nun der Rechtsruck in Japan, die Sinnlosigkeit von Krieg, die üblen Manchenschaften in der Vergangenheit wie die jahrhundertelange unbarmherzige Christenverfolgung, die Japan nur zu gerne unter den Teppich kehrt, die verdrehte und verfälschte Darstellung historischer Ereignisse, Fremdenfeindlichkeit, eine immer geringere Meinungsfreiheit u.v.m. Dabei ist vieles gar nicht nur ein japanisches Phänomen, etliche der dargestellten Probleme sind durchaus globaler Natur - mich hat der Roman vielfach ins Grübeln gebracht. Neben der unglaublichen Konstruktion des Romans hat mich die Wahnsinnsrecherche des Autors sehr beeindruckt. Zu so vielen Themen derart vielseitig informiert und belesen zu sein: Hut ab. Nach dem Lesen war ich seltsam zufrieden, diesen Roman “bewältigt” zu haben. Sicher auch, weil die Anstrengung nun ein Ende hatte. Aber eben auch, weil ich diesen Roman als etwas sehr Besonderes empfinde und eine Zeitlang darin eintauchen konnte. Nakamura hat die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte und vielschichte Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen - vieles, was ich schwer erklärbar finde, wird hier plausibel und logisch dargelegt. Dazu präsentiert er wohlgefeilte Sätze, kein Wort wirkt hier fehl am Platz. Dieser Roman lässt sich keinesfalls in eine Schublade stecken, etwas Vergleichbares habe ich bislang noch nicht gelesen. Ein gemischtes Chaos aus Gruselgeschichte, Krimi, Gesellschaftskritik, philosophischen Anklängen, Liebesgeschichte, Sachbuch - und all das gespickt mit magischem Realismus bis hin zu kafkaesken Elementen. Wie ein roter Faden zieht sich jedoch die Frage hindurch: Wer will ich eigentlich sein und was halte ich dafür aus? Jedenfalls ist dem Roman anzumerken, wie engagiert Nakamura hier geschrieben hat, wie wichtig ihm die angesprochenenThemen sind. Ein Herzensprojekt? Der Eindruck drängt sich auf. Wer sich auf die herausfordernde und durchaus auch unbequeme Lektüre einlässt, der wird belohnt mit einem ungeschminkten Blick auf Japan und seine Vergangenheit, aber eben auch über den Tellerrand hinaus. Selten habe ich mehr gelernt durch einen Roman und selten bin ich dabei so sehr ins Grübeln gekommen. Beeindruckend!   © Parden

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    20.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ausgefeilte Komposition;…

    Eine ausgefeilte Komposition; Ab dem ersten Satz besticht dieses Buch durch seine gehobene Sprache und ausgefeilten Satzbau. Ein Buch, das die Bezeichnung Literatur wirklich verdient. Die Handlung ist sehr komplex und am Ende wird erst richtig klar, wie ausgefeilt und durchdacht die Charaktere und die Handlung komponiert sind. Konstruiert will ich nicht sagen, da alles sehr fein ist. Es mischen sich Liebesgeschichten mit vielen historischen Details zu Japan, Vietnam und den Beziehungen asiatischer Staaten untereinander mit Politischem ebenso wie mit starken, kritischen Gesellschaftsanalysen, u.a. von Christenverfolgung in Japan bis zu Social Media Kritik. Dazu kommt noch ein schwer einzuordnendes fantastisches Element, welches der Autor im Nachwort erklärt, da es bis dahin noch kein Kritiker aufgegriffen oder verstanden hatte. Für das Verständnis der Erzählung ist das nicht relevant, aber es geht in die Richtung meiner Kritik. Die zweite Hälfte ist wirklich fesselnd, da sich die einzelnen Geschichten langsam verbinden. Zu Beginn ist es aber sehr schwer zu erkennen, was die einzelnen Erzählsegmente miteinander zu tun haben, weshalb sie für mich etwas kürzer und eindeutiger hätten sein dürfen. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab und vergebe 4,5 Sterne für diese interessante Lektüre. Nachdem ich jetzt verstanden habe, wie der Autor arbeitet, werde ich bei dem nächsten Buch, das ich von ihm lese, noch aufmerksamer auf die Details und die Gesamtkomposition achten.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    20.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ausgefeilte Komposition

    Ab dem ersten Satz besticht dieses Buch durch seine gehobene Sprache und ausgefeilten Satzbau. Ein Buch, das die Bezeichnung Literatur wirklich verdient. Die Handlung ist sehr komplex und am Ende wird erst richtig klar, wie ausgefeilt und durchdacht die Charaktere und die Handlung komponiert sind. Konstruiert will ich nicht sagen, da alles sehr fein ist. Es mischen sich Liebesgeschichten mit vielen historischen Details zu Japan, Vietnam und den Beziehungen asiatischer Staaten untereinander mit Politischem ebenso wie mit starken, kritischen Gesellschaftsanalysen, u.a. von Christenverfolgung in Japan bis zu Social Media Kritik. Dazu kommt noch ein schwer einzuordnendes fantastisches Element, welches der Autor im Nachwort erklärt, da es bis dahin noch kein Kritiker aufgegriffen oder verstanden hatte. Für das Verständnis der Erzählung ist das nicht relevant, aber es geht in die Richtung meiner Kritik. Die zweite Hälfte ist wirklich fesselnd, da sich die einzelnen Geschichten langsam verbinden. Zu Beginn ist es aber sehr schwer zu erkennen, was die einzelnen Erzählsegmente miteinander zu tun haben, weshalb sie für mich etwas kürzer und eindeutiger hätten sein dürfen. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab und vergebe 4,5 Sterne für diese interessante Lektüre. Nachdem ich jetzt verstanden habe, wie der Autor arbeitet, werde ich bei dem nächsten Buch, das ich von ihm lese, noch aufmerksamer auf die Details und die Gesamtkomposition achten.

  • Sascha Malz

    aus Niedersachsen

    4/5

    14.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    EIN KRIMI ODER EIN HISTORISCHER ROMAN? ICH GLAUBE: BEIDES!

    Dieser im Diogenes-Verlag am 20.03.2024 erschienene Roman ist der erste, den ich von Fuminori Nakamura gelesen habe. Übersetzt von Luise Steggewentz - 496 Seiten. Kenji Yamamine - ein Journalist und Kritiker - wird zu Beginn der Geschichte bedroht und verfolgt, weil er im Besitz der sogenannten Teufelstrompete ist. Verschieden Mächte - eine religiöse Sekte, ein Mann namens B. und die Regierung - verfolgen ihn und versuchen auf unterschiedliche Art und Weise an die Trompete zu kommen. Eine schöne Frau bietet sich ihm an, B. droht ihm mit Folter oder qualvollem Tod. Er entkommt jedoch und reist Zwecks Recherchen auf die Philipinen; dort trifft er die junge Anh und verliebt sich in sie. Zurück in Japan dauert es nicht lang und Anh meldet sich bei ihm; sie ist als Sprachschülerin nach Japan gekommen, muss sich die horrende Gebühr dieser Schule jedoch als Hostess verdienen (da ihr keine andere lukrative Arbeit gestattet ist). Kenji kauft sie frei und beide werden ein Liebespaar - sie beschließen, zu heiraten. Anh und Kenji bzw. ihre Ahnen haben - ohne dass die beiden es geahnt hätten - eine gemeinsame Vergangenheit. Doch Anh stirbt bei gewaltsamen Ausschreitungen während einer Demonstration durchbringen Schubser. Kenji ist der Verzweiflung nah und macht sich - auch getrieben durch die Flucht vor seinen Verfolgern - auf, um die Geheimnisse der Trompete aufzudecken. Er findet Aufzeichnungen des Trompeters Suzuki, in denen dieser seine Erlebnisse mit der Trompete an der Front des zweiten Weltkrieges schildert. Diese Aufzeichnungen beginnen noch in Japan und schildern die Liebe Suzukis zu einer jungen Frau; später erzählen sie von der Gewalt an der Front, geprägt auch von Massenvergewaltigungen von Frauen an den Orten der Kämpfe durch japanische Soldaten. Weiter möchte ich hier nicht vorgreifen. Der Autor schafft es meisterlich, die Handlungsstränge eines Krimis mit denen einer (oder eigentlich zweier) Liebesgeschichte(n) zu verknüpfen und mit historischen Daten zu unterfüttern. Hinzu kommt die Selbstanalyse des Trompeters, wodurch die Story nochmals auf ein nächsthöheres Niveau gehoben wird. Als Leser erfährt man etwas über die japanische Geschichte, was - zumindest mir - bisher nicht so geläufig war. So war ich erstaunt, von der sehr grausamen Christenverfolgung in Japan zu lesen. Zudem zeigt es schonungslos auf, welche Fremdenfeindlichkeit in Japan noch lange herrschte. Sprachlich lässt der Autor einen weitestgehend durch die Seiten fliegen, auch wenn man sich manchmal schon einlassen muss auf die Sprünge in Zeit und Perspektive. Teilweise tatsächlich ein ganz wenig zu lang in der Wortgewalt - und der Epilog bzw. das Ende haben mich doch ein ganz klein wenig verwirrt. Wie auch immer. Ein Buch, welches ich jedem empfehlen möchte, der moderne japanische Literatur mag. Wer also Haruki Murakami oder Kenzaburo Oe mag, der ist hier gut bedient. Oder auch Kazuo Ishiguro - wenn dieser auch in England aufgewachsen ist, beherrscht er eine ähnlich literarische Magie. Von mir 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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