Der Rosengarten
Rosa, der Krieg und das Niemandsland. Ein historisch versiert erzählter Jugendroman über die Emanzipation einer jungen Frau in Wien zur Zeit des Ersten Weltkriegs
Herbst 1916 – gefühlt ist die ganze Welt im Krieg. Die jugendliche Rosa hat in dieser schweren Zeit zusätzlich noch einen eigenen Kampf zu bewältigen. Denn nach dem tödlichen Arbeitsunfall ihres Vaters wird sie zur Vollwaise und muss daher ins Heim. Keine schöne Erfahrung im kriegsgebeutelten Wien. Als ihr angeboten wird, als „Kostkind“ zu einer alten Frau zu ziehen, ergreift sie daher die Chance, auch wenn dort das Leben nur unwesentlich besser ist. Denn die alte Wirtshauswitwe ist verhärmt, streng und hart. Aber immerhin gibt es dort genug zu essen – was Rosa in ein moralisches Dilemma bringt. Sollten in diesen knappen Zeiten doch Lebensmittel und sonstige Materialien gerecht unter der Bevölkerung aufgeteilt werden. Was eigentlich Gesetz ist, scheint allerdings niemanden zu interessieren, wenn man nur genug Geld hat.
Verraten kann Rosa die alte Frau jedoch auch nicht, denn ins Waisenhaus will sie auf keinen Fall zurück. So findet sie ihre eigenen Wege, um ihr Gewissen zu erleichtern. Und sie findet einen seelischen Zufluchtsort – das alte benachbarte und nun verlassene Gasthaus der Frau, den „Rosengarten“. Hier findet sie nicht nur Ruhe, sondern eines Tages auch den verletzten Simon. Einen Deserteur von der Isonzo-Front …
Ein historisch versiert erzählter Jugendroman über eine junge, starke Frau im Ersten Weltkrieg auf ihrem Weg zu Emanzipation und Selbstbestimmung sowie über einen Alltag voller Knappheit und Mangel.
„Bist du jetzt zufrieden?“, fragte Simon. „Ja“, sagte Rosa. „Jetzt ist alles dort, wo es sein soll.“
Auszeichnungen:
IBBY Honour List 2026 in der Kategorie "Author"
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2025
Empfehlungsliste Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2025
Die BESTEN 7 des Deutschlandfunks im Monat Februar 2024
Wiener Kinder- und Jugendbuchpreis 2024
2018 Kinder- & Jugendbuchpreis des Landes Steiermark für das Manuskript „Der Rosengarten“
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Lesenswert
Nicole aus Nürnberg am 30.06.2024
Bewertungsnummer: 2233614
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung zum Jugendbuch:
Der Rosengarten
Rosa, der Krieg und das Niemandsland
Inhalt in meinen Worten:
Rosa erlebt etwas trauriges, erst starb ihre Mutter dann ihr Vater, daraus ergab sich, das Rosa in das Kinderheim musste, zu der Zeit wo Rosa Kind war ist es aber nicht so einfach in einem Kinderheim und die Kinder werden versucht irgendwo anders untergebracht zu werden, dabei kommt Rosa zu einer alten harschen Frau, die Rosa eher als Dienstmagd, anstatt eines Kindes zu betrachten, doch tatsächlich ist das auch ein klein bisschen Glück für Rosa, denn sie lernt jemanden besonderen kennen und wird in dieser Geschichte von einem Kind zu einer erwachsenen Frau. Was sie so alles zu erzählen hat, hat zum Teil wirklich stattgefunden und dennoch ist es eine fiktive Geschichte, die sich lohnt gelesen zu werden.
Wie ich das Gelesene empfand:
Rosa tat mir anfangs unglaublich leid mit ihren Schicksalsschlägen und was sie so erlebte, dabei ist es zeitgleich ein Gewinn für Rosa, denn sie lernt einen Menschen kennen, der den Krieg satt hat, der ihr einerseits die Hilfe gibt, damit Rosa gestärkt durch die Zeit geht, in der sie steckt, andererseits hilft Rosa ihm, denn es ging ihm eine ganze Zeitlang nicht gut. Daraus wurde eine ganz besondere Freundschaft.
Der erste Weltkrieg:
Was ich gut finde, wie das Thema erster Weltkrieg hier thematisiert wurde und wie Rosa sich in der Geschichte entwickelte, das die Orte wo sie unterwegs ist, auch so stattgefunden haben, das die Armut und auch das Verbrechen vom ersten Weltkrieg aufgezeigt wurde und das am Ende irgendwie dennoch Hoffnung herrscht, das Rosa den Mut hat, sich gegen jemanden zu stellen, und gleichzeitig einen solch starken Freund an ihrer Seite wissen darf. Es ist eine Geschichte, die mehr bietet als nur das Thema erster Weltkrieg, der übrigens aus der Sicht von Österreich geschrieben wurde, es ist ein Wandelbuch, eine Geschichte die aufzeigt wie hart das Schicksal mit Menschen umgeht und wohin sich Verbitterung wandeln kann, das Geld manchmal fiese Arten von Menschen zeigt und das es Menschen gab, die den armen Menschen stets zur Seite gestanden haben. Es zeigt zeitgleich auf, wie schlimm Krankheiten damals waren und zeigt einen ordentlichen Kontrast zu heute.
Rosa:
Ein Mädchen das anfangs zart und zerbrechlich wirkte, dann recht schnell in ihrer neuen Rolle Fuß fassen musste und dabei über sich selbst hinaus gewachsen ist und eine sehr starke, mutige, und wissende junge Frau wurde. Es ist eine Geschichte die zeigt, wohin Liebe egal in welcher Form Blüten tragen kann und dabei Hoffnung und Mut schenkt, es ist auch eine Geschichte, die Hoffnungen schenkt auf ein Leben nach dem Verlust, einem Leben nach dem Zerrbruch.
Spannung:
Ich fand die Geschichte sehr bewegend und spannend und wollte mit Rosa gern ihre Geschichte erleben, gerade weil sie sich so entwickelte wie sie es tat, sie gab nicht auf, und hatte immer wieder den richtigen Riecher dafür was sie tun muss, wer mir am Ende leid tat war die Frau, bei der Rosa zwei Jahre leben musste, denn auch ihre Geschichte ist für das Herz schwer, denn eigentlich war das Leben zu dieser Frau auch echt hart. Aber hier gab es zeitgleich ein Zitat vom Arzt, warum werden manche armen Menschen so viel besser statt schwächer, als es diese alte Dame tat. Eine Frage die sich jeder der dieses Buch gelesen hat, gern stellen darf, werden wir bitter oder besser?
Bewertung:
Ich gebe dieser Geschichte fünf Sterne. Sie hat mich bewegt, hat mir eine Welt gezeigt die schon 100 Jahre vergangen ist und wohin manche Entscheidungen hinführen können. Es ist eine Geschichte die Mut schenkt, und Rosa als tolles Vorbild zeichnet.
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