Produktbild: Die Zeit der Verluste

Die Zeit der Verluste

11

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9929

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.11.2023

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

2198 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446297708

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

9929

Erscheinungsdatum

20.11.2023

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

2198 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446297708

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  • Kaffeekanna

    aus NRW

    5/5

    21.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Die Zeit der Verluste“ ist keinesfalls verlorene Lebenszeit

    Mit Aufschlagen von Daniel Schreibers Buch werden wir Lerser*innen nach Venedig mitgenommen, dabei verarbeitet Daniel Schreiber schreibend seinen Trauerprozess um seinen Vater. Er stellt wie auf einer Gefankenreise Bezüge zur Psychologie, Literatur, Kunst und der auf ewig verfallenden Lagunenstadt her. Auf den ersten Seiten fand ich mich in Sheila Hetis Blattmetapher aus „Pure Color“ wieder - ein Buch, das mir selbst auf Reisen in einer Geschichten umwobenen Buchhandlung in San Francisco ins Auge gesprungen ist. Damals betrat ich auf meiner Fahrradtour von Buchhandlung zu Buchhandlungen mit unzähligen Kaffeestopps zum Lesen eine völlig andere Welt des Trauerns. Auch Daniel Schreiber blickt über den Verlust seines Vaters hinaus - der Trauer um Freundschaften, der Trauer im Alltag, der Tradition von Trauer, der Kultur von Trauer, … bis zum Archiv verlorener Erfahrungen. Er schreibt über die Sprachlosigkeit von Trauer zwischen Trauerschweigen und Trauerglocken, dem kommunikativen Pragmatismus, den Preis der Trauerabwehr in Taubheit, das Immunisieren gegen die eigene Trauer, das Gefühl des Verlorenseins in der venezianischen Architektur, darüber, dass mensch verloren geht, um sich selbst wieder zu finden und vieles mehr bzw. Meer. „Die Zeit der Verluste“ ist keinesfalls verlorene Lebenszeit, sondern ein Gedankenprozess, der sogar Appetit macht! Ich würde nur zu gern mit Pistaziencreme gefüllte Fritelle im winterlichen Venedig probieren.

  • Bewertung

    5/5

    12.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Poesie der Trauer

    Nichts gehört zum Menschsein so grundlegend dazu wie die Erfahrung von Verlusten und die damit einhergehende Trauer. Wie lässt sich also mit diesem Schicksal umgehen? Ausgehend von dem persönlichen Verlust seines Vaters ergründet Schreiber diese conditio humana über seine eigenen Erfahrungen hinaus und sucht nach Möglichkeiten des Umgangs, des Verarbeitens. Doch kann dieser Prozess je vollkommen abgeschlossen werden? Ein einfühlsames, kluges, poetisch leises und auch hoffnungsvolles Buch, gerade im Hinblick auf die Unvermeidbarkeit von Verlusten.

  • MarieOn

    5/5

    20.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Daniel Schreiber hat sich in mein Herz geschrieben

    Daniel Schreiber erwacht in seinem Gästezimmer des Palazzo, schaut durch das kleine Fenster auf den Rio de San Polo und empfindet tiefe Trauer. Der Tod seines Vaters verstärkt die vielen anderen Verluste, die er in den vergangenen Jahren erlebt hat. Ich möchte niemanden überfordern, auch wenn das bedeutet, mit dem tatsächlichen Ausmaß meiner Gefühle hinter dem Berg zu halten. Ließe ich ihnen freien Lauf, würden sie jede Form sozialer Verträglichkeit sprengen. S. 28 Daniel Schreiber ist in einem winterlichen Venedig, während er diese Worte schreibt. Welche Stadt, als diese, dem Tod geweihte, könnte besser als Kulisse dienen, als Venedig? Möglicherweise gehört es einfach zum Wesen der Stadt, dass sie einen dazu zwingt, die Kontrolle abzugeben und zuzulassen, dass man sich selbst immer mal wieder abhanden kommt. S. 47 Er gibt sich dem Bestreben hin, seine eigene Trauer zu finden und zu begreifen, als auch die kollektive Unsicherheit, die auf den subapokalyptischen Zuständen fußt, und ebenso zu Traurigkeit führt. Er versucht die Chronologie unserer kollektiven Verluste zu rekonstruieren. Die Ära der Stabilität, sei spätestens seit der Pandemie, der russischen Bedrohung und den Auswirkungen des Klimawandels vorbei. All diese Kipppunkte, langsamer werdender Systeme, sprengen die Grenzen unserer Resilienz, der Fähigkeit, Krisen oder Katastrophen, ohne größere Beeinträchtigungen zu überstehen. Daniel Schreiber geht den Gründen unserer Vulnerabilität auf den Grund, deckt die Abwehrmechanismen auf, die verhindern, dass wir ins Mitgefühl gehen und findet Lösungsansätze, wie wir gesund durch diese Zeit der Verluste kommen, und doch auch Freude empfinden können. Unser Gefüht psychischer Intaktheit können wir nur dann zurückerlangen, wenn wir anzunehmen lernen, dass es Dinge im Leben gibt, die wir nicht reparieren, nicht wiedergutmachen, nicht besser oder rückgängig machen können. S. 107 Fazit: Daniel Schreiber hat sich in mein Herz geschrieben. Es ist ein so ungemein wichtiges Buch in diesen Zeiten der Endzeitprophezeihungen, die uns verunsichern und niederdrücken. In denen viele Menschen die Augen verschließen und den Kopf in den Sand stecken, weil sie mit der Vielzahl der Ereignisse überfordert sind und eben auch keine Lösung haben. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, war mir nicht so klar, dass mein Schmerz und meine Hilflosigkeit gegenüber des ganzen Leids, nicht nur meiner ist, sondern, dass andere genauso empfinden. Insofern ist es ein verbindendes Buch, aber es kann noch mehr. Daniel Schreiber gibt uns die Möglichkeit, zu erkennen, wie wir unsere Trauer verarbeiten, die Hoheit über Taubheit und Gefühlslosigkeit behalten, und dennoch oder gerade deswegen, ein lebenswertes Leben führen können, das uns aus der Erstarrung hinausführt.

  • Bewertung

    5/5

    06.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Endlich: Das neue Buch von Daniel Schreiber!

    Und gleich über so bewegende und persönliche Themen wie Verlust, Trauer und Vergänglichkeit. Während seines Aufenthaltes in Venedig denkt Schreiber an den Tod seines Vaters und Bruders zurück, siniert über die Vergänglichkeit im ganz Allgemeinen und zieht Schlüsse auf die Welt in der wir heute Leben, geprägt von Zerfall und Verlusten aller Art. Typisch für seinen Schreib- und Erzählstil, ist auch dieser Roman ein langer Essay mit teils zusammenhängenden Beobachtungen und Gedankengängen, wie auch blitzartige, einschneidende Erinnerungen aus der Vergangenheit. Ein ebenso nachdenklich, trauriges wie auch tröstliches und wichtiges Buch. Ganz große Empfehlung!

  • ins_lebenlesen

    aus Schleswig-Holstein

    5/5

    30.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Es gibt wenig menschlichere…

    „Es gibt wenig menschlichere Regungen als die Traurigkeit der Trauer, doch sie zuzulassen, sie zu akzeptieren und sie zum Ausdruck zu bringen, erforderte an jenem Tag mehr Mut, als ich aufbringen konnte.“ S. 83 Im Gespräch, dem ich am Sonntag in Hamburg mit Daniel Schreiber lauschen durfte, sucht er auf die Frage, ob man Trauer trainieren könne wie einen Muskel nach einem anderen Bild. Er fühle da keinen Muskel, sondern er sähe unseren Körper als ein dehnbares Gefäß, das sich im Laufe des Lebens mit immer mehr Verlusten füllen und wachsen würde. Wie gern versuchen wir Trauer auszublenden, uns abzulenken, auszuweichen, so schnell wie möglich wieder zum Alltag überzugehen. Doch Trauer ist nichts, das man irgendwann, nach Wochen, Monaten oder einem Jahr abschließen kann. Trauer wird uns immer wieder ergreifen. Jeder neue Verlust, sei es der eines geliebten Menschen – wie in seinem Fall der des Vaters -, eines Lebenstraums oder eines kollektiven Gutes, bringt uns wieder in Verbindung mit der Summe unserer Verluste. Bestenfalls lernen wir das zu akzeptieren. „Trauer ist immer eine Erfahrung von Endgültigkeit. Vielleicht liegt darin neben dem Schmerz auch eine merkwürde Form von Trost: mit Tod und Vergänglichkeit lässt sich nicht verhandeln.“ S. 32 Daniel Schreiber wählt für seine Betrachtung die Form des Persönlichen Essays. Er verbindet autobiografische Erfahrungen und einen Tag im nebelverhangenen Venedig fließend mit wissenschaftlichen, philosophischen, psychologischen Erkenntnissen und Gedanken über Kunst und Malerei und schafft einen Resonanzkörper, der unweigerlich eigene Erinnerungen zum Schwingen bringt, eigenes Reflektieren in Gang setzt und einen Bogen schlägt zum kollektiven Umgang mit Verlusten von Sicherheiten und Gewissheiten. Wir begleiten ihn auf einem Streifzug durch Venedig, durch die schon seit Jahrhunderten totgesagte Stadt, die es doch schafft, sich immer wieder zu erneuern, deren morsche Pfähle immer wieder ausgetauscht werden, die immer neue Wege findet, dem Untergang zu trotzen. Wir mäandern mit ihm über Brücken, Kanäle, durch Museen, über den alten evangelischen Friedhof, durch die Werke von Freud, Derrida, Didion, Barthes und vieler anderer, genießen die kulinarischen und kulturellen Köstlichkeiten der Stadt und bekommen der Trauer auch immer wieder Freude und Hoffnung entgegengesetzt. „Ich kann nicht glauben, wie schön, wie unglaubliche schön diese Welt, in der wir leben, sein kann, und wünsche mir, wenigstens die Fähigkeit, das zu sehen, nie zu verlieren.“ S. 42 Ich könnte Daniel Schreiber ewig zuhören, sowohl seinem geschriebenen als auch seinem gesprochenen Wort. Wie er da mit einer wahnsinnig feinfühligen Präsenz auf der Bühne sitzt, mit seiner sanften Stimme, überlegte kluge und immer stimmige Worte aus sich herauswringt, ist es undenkbar, Autor und Werk zu trennen. Er verkörpert, was er schreibt, und schreibt, was er verkörpert, und bleibt gleichzeitig auf einer analytischen Metaebene. Seine Worte berühren und schwingen nach. Die Seiten meines Buches kleben voller Zettel, viele Zeilen tragen Unterstreichungen. Ich könnte nicht anders enden als mit den Worten von Fatma Aydemir: „Wer ein Buch von Daniel Schreiber liest, blickt danach anders aufs eigene Leben.“ In wenigen Tagen wird übrigens auch das von ihm eingesprochene Hörbuch erscheinen, ich empfehle von Herzen ihm zuzuhören.

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