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Mutternichts

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2024

Verlag

Otto Müller Verlag GmbH

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

19/12,1/2 cm

Gewicht

254 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7013-1314-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2024

Verlag

Otto Müller Verlag GmbH

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

19/12,1/2 cm

Gewicht

254 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7013-1314-3

Herstelleradresse

Otto Müller Verlag GmbH
Ernest-Thun-Straße 11
5020 Salzburg
AT
info@omvs.at

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  • Bewertung

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührendes Buch

    Christine Vescolis Roman Mutternichts ist ein intensives literarisches Debüt über eine Kindheit im Schatten emotionaler Vernachlässigung. Die Ich-Erzählerin erinnert sich an eine Mutter, die körperlich anwesend, aber seelisch abwesend war – eine Frau, die weder sprach noch liebte, sondern das Kind mit Kälte und Gleichgültigkeit zurückließ. Dieses „Nichts“ wird zur zentralen Metapher des Romans: das Mutternichts. In kurzen, fragmentarischen Textpassagen, die oft nur wenige Zeilen umfassen, tastet sich die Erzählerin durch ihre Erinnerungen. Die Sprache ist karg, präzise und poetisch – jede Sentimentalität wird vermieden. Vescoli schafft es, das emotionale Vakuum literarisch erfahrbar zu machen. Der Schmerz ist dabei nicht laut, sondern still und eindringlich. Der Roman verzichtet auf psychologische Deutungen oder klare Erzählstrukturen. Stattdessen begegnet man einer radikalen Subjektivität, die das Fehlen von Liebe und Zuwendung ungeschönt zeigt. Dabei geht es nicht nur um das Kindsein, sondern auch um die bleibenden Spuren im Erwachsenenleben: die Schwierigkeit, Beziehungen zu führen, Nähe zuzulassen, sich selbst zu verstehen. Mutternichts ist kein leichter, aber ein eindrucksvoller Roman über familiäre Leere, Sprachlosigkeit und die Suche nach Identität. Vescoli gelingt ein sprachlich starkes Porträt einer Erfahrung, über die selten gesprochen wird. Ein schmaler Band, der lange nachwirkt.

  • Lavendelgarten

    aus Berlin

    5/5

    21.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutters Geheimnis

    Der Roman "Mutternichts" befasst sich mit einem Thema aus dunkler Vergangenheit. Die Tochter versucht nach dem Tod der Mutter das Geheimnis ihres Schweigens um die Kindheit zu ergründen. Es lag zeitlebens wie ein waberndes und nicht zu durchdringenden Nichts um die Mutter. In kraftvoller und sehr besonderer Sprache erzählt die Autorin ihre Kindheit. Eine Zeit, die viel härter und karger war, als es sich die Tochter vorzustellen vermochte. Die Mutter schwieg ihr Leben lang über diese Zeit, die Tochter traute sich nicht zu fragen, weil sie ahnte, keine Antworten zu erhalten. Obwohl das Buch recht wenige Seiten hat, sind sie doch eindringlich geschrieben und ziehen den Lesenden in den Bann. Wenn man sich auf die ungewöhnlich dichte Sprache der Autorin einlässt, spürt man trotz Melancholie die Schönheit der Erzählung. Ein Buch zum mehrmals lesen!

  • Alexandros

    aus Erde

    5/5

    21.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch wie eine Melodie…

    Ein Buch wie eine Melodie Dieses kleine Buch ist eine sprachliche Offenbarung. Jedem einzelnen Wort merkt man an, dass es nicht zufällig gesetzt ist. Eine melancholische Sprachmelodie zieht sich durch alle Zeilen, Absätze, Seiten bis zum letzten Punkt. Worum geht es? Im Grunde um nichts. Um das im Titel genannte "Mutternichts". Das Unausgesprochene, Ungesagte der toten Mutter der Autorin Christine Vescoli, an der sie sich nun abarbeitet, zu ergründen versucht, worin wohl die Seele, das Leiden im Leben der Mutter bestand. Zum Ende ihres Lebens gab es immer mehr dieser schweigenden Momente, nach denen die Mutter dann doch einen Satz oder nur ein Versatzstück sagte, das die Tochter aufhorchen ließ. Ließ sie etwas durchblicken? Wollte sie doch endlich etwas sagen von dem, was ihr auf der Brust drückte? Wollte sie, dass die Tochter endlich einmal fragte? Wie war das damals für dich, als du weggeschickt wurdest? Weshalb hast du laut Gedichte rezitiert, wenn du allein warst? Was hat dir die Arbeit als Kind, als Dirn am fremden Hof bedeutet? Weg von der eigenen Familie zu sein? Scheinbar nicht gewollt zu sein? Doch im Leben haben Mutter und Tochter nie so gesprochen. Nun ist es zu spät, und Christine Vescoli versucht mit diesem Buch - ja, was eigentlich? Für mich beschreibt sie ihre Mutter mit ganz viel zärtlicher Liebe, fragt sie, versucht selbst zu antworten und setzt ihr somit nicht unbedingt ein Denkmal, entreißt sie jedoch den Klauen des Vergessens. Und das ist wohl das schönste Geschenk, das sie ihr machen kann. Fazit: Am außen schmucklosen Buch könnte man leicht vorbeigehen. Doch im Inneren entfaltet sich eine sprachliche Wucht, die von viel Liebe zeugt. Ein wunderbares Buch.

  • Dominik Alexander

    5/5

    16.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch wie eine Melodie

    Dieses kleine Buch ist eine sprachliche Offenbarung. Jedem einzelnen Wort merkt man an, dass es nicht zufällig gesetzt ist. Eine melancholische Sprachmelodie zieht sich durch alle Zeilen, Absätze, Seiten bis zum letzten Punkt. Worum geht es? Im Grunde um nichts. Um das im Titel genannte "Mutternichts". Das Unausgesprochene, Ungesagte der toten Mutter der Autorin Christine Vescoli, an der sie sich nun abarbeitet, zu ergründen versucht, worin wohl die Seele, das Leiden im Leben der Mutter bestand. Zum Ende ihres Lebens gab es immer mehr dieser schweigenden Momente, nach denen die Mutter dann doch einen Satz oder nur ein Versatzstück sagte, das die Tochter aufhorchen ließ. Ließ sie etwas durchblicken? Wollte sie doch endlich etwas sagen von dem, was ihr auf der Brust drückte? Wollte sie, dass die Tochter endlich einmal fragte? Wie war das damals für dich, als du weggeschickt wurdest? Weshalb hast du laut Gedichte rezitiert, wenn du allein warst? Was hat dir die Arbeit als Kind, als Dirn am fremden Hof bedeutet? Weg von der eigenen Familie zu sein? Scheinbar nicht gewollt zu sein? Doch im Leben haben Mutter und Tochter nie so gesprochen. Nun ist es zu spät, und Christine Vescoli versucht mit diesem Buch - ja, was eigentlich? Für mich beschreibt sie ihre Mutter mit ganz viel zärtlicher Liebe, fragt sie, versucht selbst zu antworten und setzt ihr somit nicht unbedingt ein Denkmal, entreißt sie jedoch den Klauen des Vergessens. Und das ist wohl das schönste Geschenk, das sie ihr machen kann. Fazit: Am außen schmucklosen Buch könnte man leicht vorbeigehen. Doch im Inneren entfaltet sich eine sprachliche Wucht, die von viel Liebe zeugt. Ein wunderbares Buch.

  • caro_phie

    5/5

    12.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise, poetische Suche nach der Mutter im Nichts

    Es ist ein Schweigen, in das sich die Mutter immer wieder hüllt. Ein Schweigen, in dem sie versinkt und erst nach einigen Stunden wieder auftaucht. Eine zweite Realität, in der für die Tochter kein Raum ist. Dann stirbt die Mutter und lässt die Tochter zurück - mit einem Nichts. Was weiß sie wirklich über ihre Mutter und was wird nun auf ewig in Vergessenheit geraten? Mühsam reist die Tochter zurück in die Vergangenheit, verhakt sich in den wenigen Details, die sie aus der Kindheit ihrer Mutter kennt, versucht diese zu verknüpfen, zu füllen mit Leben, eine Geschichte zu entspinnen - die Geschichte ihrer Mutter. In leiser, poetischer Sprache fängt Christine Vescoli diese Suche nach der Mutter im Nichts ein. Es sind wunderschöne, bildhafte Sätze, die sie aneinanderreiht, miteinander verwebt. Jeder Satz besonders und dadurch für mich leider in seiner Gesamtheit etwas überfordernd, die Bilder, die sie entwirft zu rasch aufeinanderfolgend. Ein Buch, was ich daher empfehlen würde in kleinen Stücken zu lesen, um jeden Satz auf sich wirken lassen zu können. Denn dann verspricht das Buch ein sehr besonderes Leseerlebnis.

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