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Tochter einer leuchtenden Stadt Roman | Vier Frauenschicksale, für immer miteinander verwoben durch die Liebe zur Heimat

61

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.06.2024

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,4/11,9/3,7 cm

Gewicht

352 g

Farbe

Messing / Schwarz

Originaltitel

Emanet Zaman

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06931-9

Beschreibung

Rezension

«Wie Elif Shafak oder Isabell Allende erzählt Suman von großen Umbrüchen und großen Gefühlen - großartig!» ("emotion")
«Defne Suman lässt das verlorene Smyrna und seine multikulturelle Bevölkerung auferstehen. Mit Sprachgewandtheit und geheimnisvollen Protagonistinnen fesselt sie die Leserschaft (...).» ("Belletristik Couch")
«Defne Suman blättert ein prächtiges Panorama dieser Zeit und ihrer Menschen auf in "Tochter einer leuchtenden Stadt". Mal ist ihr Ton poetisch-sinnlich, dann wieder schmerzhaft klar. Die Sehnsucht nach der kosmopolitischen Stadt Smyrna schwingt dabei immer mit.» ("Weser-Kurier")
«Ein Roman, der Mut macht.» ("Alles für die Frau")
»Ein Buch um Liebe, Vertrauen, Selbstverwirklichung auf der Suche nach Frieden und Glück.« ("Eschborner Stadtmagazin")
«Ein Buch um Liebe, Vertrauen, Selbstverwirklichung auf der Suche nach Frieden und Glück.» ("Eschborner Stadtmagazin")
»Defne Suman ist eine wahre Geschichtenerzählerin. Sie erzählt, wie Liebe, Emotionen und Identitäten ein Leben lang von den sozio-politischen Ereignissen beeinflusst werden.« ("Cumhuriyet Newspaper")
»Voll sinnlicher Beschreibungen und verwobener Erzählstränge: Ein dichter und üppiger historischer Roman, der den Alltag im Osmanischen Reich beleuchtet.« ("Foreword")
»Defne Suman erweckt eine der schönsten kosmopolitischen Städte wieder zum Leben, indem sie den Verstummten eine Stimme, ihren Geschichten eine Melodie gibt.« ("PEN UK")
»Sumans Geschichte handelt im Kern von den kleinen Leuten, deren Alltag sich in der Stadt abspielt, die sich und ihre Heimat lieben.« ("Asymptote Journal, Asymptote Journal")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.06.2024

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,4/11,9/3,7 cm

Gewicht

352 g

Farbe

Messing / Schwarz

Originaltitel

Emanet Zaman

Übersetzt von

Gerhard Meier

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06931-9

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

Farbenfroh, prächtig und so traurig

Bewertung am 05.06.2023

Bewertungsnummer: 1955182

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ist dieses Cover nicht einfach wunderschön!? Durch dieses Cover bin ich überhaupt erst auf das Buch neugierig geworden. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, habe ich erst einmal kurz überlegt, ob ich noch ein Buch zu dem Untergang der Stadt Smyrna (heute Izmir) lesen möchte, denn die Geschichte war mir durch einen Roman, einigen Kapiteln in anderen Romanen und einem Sachbuch durchaus geläufig. Aber dann lockte es mich doch – gerade auch aus dem Grund, dass die Autorin Defne Suman in der Türkei geboren wurde. Bevor ich meine Eindrücke zu diesem Roman nun mit Ihnen teile, muss ich gestehen, dass ich froh war, bereits viel über das Thema zu wissen. Denn wer noch nie etwas vom Untergang Smyrnas gehört oder gelesen hat, kann von diesem Roman durchaus überfordert werden. Defne Suman erzählt ihre Geschichte nicht stringent, sondern springt in der Zeit hin und her. Leider wird dabei weder von ihr noch vom Verlag erwähnt, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Und es dauert auch einige Zeit, bis man die unterschiedlichen Protagonisten des Romans richtig zuordnen kann. Es gibt zwar am Ende des Buches ein Personenregister und auch Glossar der Fremdwörter, die im Buch verwendet werden, aber man hat beim Lesen eigentlich nicht die Lust, immer wieder hin- und her zu blättern. Dementsprechend kann ich auch diejenigen Leser:innen verstehen, die dem Buch nur 2-4 Sterne gegeben haben. Zur Beruhigung kann ich allerdings sagen, dass ich das Glossar mit den griechischen, türkischen und französischen Wörtern und Redewendungen gar nicht verwendet habe, da ich den Text immer so verstanden habe, dass die Übersetzung eigentlich gleich im Anschluss kam, wie z.B. „“Ena koritsi, ena koritsi, Eleni! Du hast ein Mädchen zur Welt gebracht!“. Doch auch trotz dieser gerechtfertigten Kritikpunkte ich fand den Roman wundervoll und mochte ihn zum Ende gar nicht mehr aus der Hand legen! Das Buch beginnt im September 1905. Die Ich-Erzählerin kommt zur Welt. Und an demselben Tag kommt Avinash Pillai, ein indischer Absolvent der Oxford University und Spion Großbritanniens, erstmals nach Smyrna. Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wer die Ich-Erzählerin ist, und warum die Ankunft Avinash Pillais für die Geschichte so wichtig sein wird. Sie erzählt von ihrer Mutter, aber auch dieser Name fällt zu dem Zeitpunkt noch nicht. Im zweiten Kapitel erfahren wir dann, dass die Ich-Erzählerin heute Scheherazade genannt wird. Wie erfahren aber auch gleich, dass dies offensichtlich nicht ihr Geburtsname ist und sie ein Geheimnis umgibt. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Erinnerung. Inzwischen ist sie fast 100 Jahre alt. Wer ist Scheherazade? Und was hat es mit den drei Familien, die im Klappentext erwähnt werden, auf sich? Nach und nach bekommen wir eine Ahnung. Aber letztendlich erfahren wir wirklich erst am Schluss, wer Scheherazade tatsächlich ist. In der Zwischenzeit erfahren wir allerdings viel über das Leben in der Stadt Smyrna, die zu ihrer Blütezeit bis 1919 oder aber auch 1922 einzigartig war. In dieser Stadt lebten Türken, Griechen, Armenier, Juden und Levantiner (Menschen, deren Familienursprung nach Frankreich zurückreicht) friedlich nebeneinander und tolerierten jeweils den Glauben der anderen. Doch dann zerfiel das Osmanische Reich und zeitgleich versuchte Griechenland ein neues Großgriechenland zu erschaffen. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Griechen und den Türken. Auch wenn im Klappentext von drei Familien die Rede ist, bestimmen zwei Familien den Großteil der Handlung. Die dritte wird erst zum Ende richtig wichtig. Die drei Familien sind: - Die Lamarcks – eine französischstämmige Familie Besonders Edith ist für die Handlung sehr wichtig – ein ungewöhnliche Frau, die wenig auf Konventionen gibt - Die Yagcioglus – eine griechische Familie Der Vater Akis hat einen Krämerladen, seine Frau Katina kümmert sich um die Kinder, wobei die Söhne nur am Rande erwähnt werden. Sie sind früh ums Leben gekommen. Panayota, die Tochter, ist eine Nachzüglerin und der Augenstern der Familie Panayotas Freundinnen und Freunde werden für die weitere Handlung ebenfalls noch wichtig - Die Rahmis – eine türkische Familie Durch diese drei Familie wird eigentlich auch gleich sehr deutlich, wie Smyrna gesellschaftlich aufgestellt ist. Es gibt die reiche Oberschicht, zu denen die französisch- und englischstämmigen Familien gehören. Sie wohnen in den schönsten Stadtteilen und haben ihre Bediensteten. Die Familien mit einem griechischen Ursprung (viele waren noch niemals in ihrem Leben in Griechenland) sind die Mittelschicht. Sie haben viele kleine Geschäfte und Handwerksbetriebe. Die Türken sind die ärmsten Bewohner der Stadt. Viele von ihnen arbeiten als Dienstboten bei den Levantinern. Im Laufe der Geschichte erfahren wir viel über das Leben der Levantiner, aber den Hauptteil der Geschichte nimmt das Leben Panayotas ein. Eine junge Frau, die in der Zeit von 1919 bis 1922 ihre erste Liebe erlebt und erwachsen werden muss. Defne Suman erzählt die Geschichte so, dass man meint die Farben und Gerüche dieser kleinasiatischen Stadt tatsächlich zu sehen und zu riechen. Mich hat diese Geschichte begeistert und ich habe mit Panayota, aber auch mit Edith mitgefiebert. Nach und nach hatte ich meine Vermutungen, wie alles zusammenhängt. Aber die Auflösung erfolgt tatsächlich erst am Ende der Geschichte. Ich finde, es lohnt sich durchzuhalten! Wer zu diesem Thema noch andere Bücher lesen möchte, um die Hintergründe besser zu verstehen, dem empfehle ich diese beiden: - Lutz C. Kleveman „Smyrna in Flammen“ (Aufbau Verlag, 978-3-351-03459-7, 2022, EUR 24,00) Dies ist ein sehr gut gemachtes und gut lesbares Sachbuch zu dem Thema - Lydia Conradi „Das Haus der Granatäpfel“ (Pendo Verlag, 9783492978040, 2017, EUR 10,99, nur noch als e-book erhältlich) Ein spannender Roman um eine levantinische Familie und ihre Dienstboten. Letztes Jahr hat sich der Untergang Smyrnas zum 100. Mal gejährt. Und leider ist es ein Thema, über das bei uns kaum jemand etwas weiß. Dabei finde ich, dass es ein sehr wichtiges Thema ist, um die Querelen, die bis heute zwischen den Griechen und den Türken herrschen, besser zu verstehen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass dieser Roman von einer gebürtigen Istanbulerin geschrieben wurde. Ich hatte bei der Lektüre des Romans nie das Gefühl, dass sie parteiisch ist. Allerdings hätte ich mir noch ein Nachwort von ihr gewünscht. Das fehlt leider komplett. Ein großer, farbenfroher Roman über eine Stadt, die leider 1922 im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen aufgegangen ist. Dementsprechend ist der deutsche Titel „Tochter einer leuchtenden Stadt“ leider auch ein zweideutiger Titel. Die Stadt war einmal ein strahlendes Juwel in Kleinasien. Und als sie in Flammen aufging, war sie wieder eine „strahlende“ Stadt, denn das Feuer war auch in großer Entfernung sichtbar. Dabei sind ca. 50.000 bis 100.000 Menschen unter schlimmsten Umständen ums Leben gekommen.

Farbenfroh, prächtig und so traurig

Bewertung am 05.06.2023
Bewertungsnummer: 1955182
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ist dieses Cover nicht einfach wunderschön!? Durch dieses Cover bin ich überhaupt erst auf das Buch neugierig geworden. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, habe ich erst einmal kurz überlegt, ob ich noch ein Buch zu dem Untergang der Stadt Smyrna (heute Izmir) lesen möchte, denn die Geschichte war mir durch einen Roman, einigen Kapiteln in anderen Romanen und einem Sachbuch durchaus geläufig. Aber dann lockte es mich doch – gerade auch aus dem Grund, dass die Autorin Defne Suman in der Türkei geboren wurde. Bevor ich meine Eindrücke zu diesem Roman nun mit Ihnen teile, muss ich gestehen, dass ich froh war, bereits viel über das Thema zu wissen. Denn wer noch nie etwas vom Untergang Smyrnas gehört oder gelesen hat, kann von diesem Roman durchaus überfordert werden. Defne Suman erzählt ihre Geschichte nicht stringent, sondern springt in der Zeit hin und her. Leider wird dabei weder von ihr noch vom Verlag erwähnt, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Und es dauert auch einige Zeit, bis man die unterschiedlichen Protagonisten des Romans richtig zuordnen kann. Es gibt zwar am Ende des Buches ein Personenregister und auch Glossar der Fremdwörter, die im Buch verwendet werden, aber man hat beim Lesen eigentlich nicht die Lust, immer wieder hin- und her zu blättern. Dementsprechend kann ich auch diejenigen Leser:innen verstehen, die dem Buch nur 2-4 Sterne gegeben haben. Zur Beruhigung kann ich allerdings sagen, dass ich das Glossar mit den griechischen, türkischen und französischen Wörtern und Redewendungen gar nicht verwendet habe, da ich den Text immer so verstanden habe, dass die Übersetzung eigentlich gleich im Anschluss kam, wie z.B. „“Ena koritsi, ena koritsi, Eleni! Du hast ein Mädchen zur Welt gebracht!“. Doch auch trotz dieser gerechtfertigten Kritikpunkte ich fand den Roman wundervoll und mochte ihn zum Ende gar nicht mehr aus der Hand legen! Das Buch beginnt im September 1905. Die Ich-Erzählerin kommt zur Welt. Und an demselben Tag kommt Avinash Pillai, ein indischer Absolvent der Oxford University und Spion Großbritanniens, erstmals nach Smyrna. Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wer die Ich-Erzählerin ist, und warum die Ankunft Avinash Pillais für die Geschichte so wichtig sein wird. Sie erzählt von ihrer Mutter, aber auch dieser Name fällt zu dem Zeitpunkt noch nicht. Im zweiten Kapitel erfahren wir dann, dass die Ich-Erzählerin heute Scheherazade genannt wird. Wie erfahren aber auch gleich, dass dies offensichtlich nicht ihr Geburtsname ist und sie ein Geheimnis umgibt. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Erinnerung. Inzwischen ist sie fast 100 Jahre alt. Wer ist Scheherazade? Und was hat es mit den drei Familien, die im Klappentext erwähnt werden, auf sich? Nach und nach bekommen wir eine Ahnung. Aber letztendlich erfahren wir wirklich erst am Schluss, wer Scheherazade tatsächlich ist. In der Zwischenzeit erfahren wir allerdings viel über das Leben in der Stadt Smyrna, die zu ihrer Blütezeit bis 1919 oder aber auch 1922 einzigartig war. In dieser Stadt lebten Türken, Griechen, Armenier, Juden und Levantiner (Menschen, deren Familienursprung nach Frankreich zurückreicht) friedlich nebeneinander und tolerierten jeweils den Glauben der anderen. Doch dann zerfiel das Osmanische Reich und zeitgleich versuchte Griechenland ein neues Großgriechenland zu erschaffen. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Griechen und den Türken. Auch wenn im Klappentext von drei Familien die Rede ist, bestimmen zwei Familien den Großteil der Handlung. Die dritte wird erst zum Ende richtig wichtig. Die drei Familien sind: - Die Lamarcks – eine französischstämmige Familie Besonders Edith ist für die Handlung sehr wichtig – ein ungewöhnliche Frau, die wenig auf Konventionen gibt - Die Yagcioglus – eine griechische Familie Der Vater Akis hat einen Krämerladen, seine Frau Katina kümmert sich um die Kinder, wobei die Söhne nur am Rande erwähnt werden. Sie sind früh ums Leben gekommen. Panayota, die Tochter, ist eine Nachzüglerin und der Augenstern der Familie Panayotas Freundinnen und Freunde werden für die weitere Handlung ebenfalls noch wichtig - Die Rahmis – eine türkische Familie Durch diese drei Familie wird eigentlich auch gleich sehr deutlich, wie Smyrna gesellschaftlich aufgestellt ist. Es gibt die reiche Oberschicht, zu denen die französisch- und englischstämmigen Familien gehören. Sie wohnen in den schönsten Stadtteilen und haben ihre Bediensteten. Die Familien mit einem griechischen Ursprung (viele waren noch niemals in ihrem Leben in Griechenland) sind die Mittelschicht. Sie haben viele kleine Geschäfte und Handwerksbetriebe. Die Türken sind die ärmsten Bewohner der Stadt. Viele von ihnen arbeiten als Dienstboten bei den Levantinern. Im Laufe der Geschichte erfahren wir viel über das Leben der Levantiner, aber den Hauptteil der Geschichte nimmt das Leben Panayotas ein. Eine junge Frau, die in der Zeit von 1919 bis 1922 ihre erste Liebe erlebt und erwachsen werden muss. Defne Suman erzählt die Geschichte so, dass man meint die Farben und Gerüche dieser kleinasiatischen Stadt tatsächlich zu sehen und zu riechen. Mich hat diese Geschichte begeistert und ich habe mit Panayota, aber auch mit Edith mitgefiebert. Nach und nach hatte ich meine Vermutungen, wie alles zusammenhängt. Aber die Auflösung erfolgt tatsächlich erst am Ende der Geschichte. Ich finde, es lohnt sich durchzuhalten! Wer zu diesem Thema noch andere Bücher lesen möchte, um die Hintergründe besser zu verstehen, dem empfehle ich diese beiden: - Lutz C. Kleveman „Smyrna in Flammen“ (Aufbau Verlag, 978-3-351-03459-7, 2022, EUR 24,00) Dies ist ein sehr gut gemachtes und gut lesbares Sachbuch zu dem Thema - Lydia Conradi „Das Haus der Granatäpfel“ (Pendo Verlag, 9783492978040, 2017, EUR 10,99, nur noch als e-book erhältlich) Ein spannender Roman um eine levantinische Familie und ihre Dienstboten. Letztes Jahr hat sich der Untergang Smyrnas zum 100. Mal gejährt. Und leider ist es ein Thema, über das bei uns kaum jemand etwas weiß. Dabei finde ich, dass es ein sehr wichtiges Thema ist, um die Querelen, die bis heute zwischen den Griechen und den Türken herrschen, besser zu verstehen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass dieser Roman von einer gebürtigen Istanbulerin geschrieben wurde. Ich hatte bei der Lektüre des Romans nie das Gefühl, dass sie parteiisch ist. Allerdings hätte ich mir noch ein Nachwort von ihr gewünscht. Das fehlt leider komplett. Ein großer, farbenfroher Roman über eine Stadt, die leider 1922 im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen aufgegangen ist. Dementsprechend ist der deutsche Titel „Tochter einer leuchtenden Stadt“ leider auch ein zweideutiger Titel. Die Stadt war einmal ein strahlendes Juwel in Kleinasien. Und als sie in Flammen aufging, war sie wieder eine „strahlende“ Stadt, denn das Feuer war auch in großer Entfernung sichtbar. Dabei sind ca. 50.000 bis 100.000 Menschen unter schlimmsten Umständen ums Leben gekommen.

Spannend aber auch entsetzend

Ramona Fröse aus Hagen am 04.06.2023

Bewertungsnummer: 1954679

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn man nur das Cover sieht würde mit so seiner Geschichte nicht rechnen. Das Buch handelt um 3 Familien die miteinander verbunden sind auch wenn eine Familie davon nicht mal etwas ahnt. Am besten gefallen haben mir die Abschnitte in denen es um Edith ging. Edith war eine eigensinnige Frau die immer macht was sie will. Das macht sie aber auch sehr sympathisch. Edith hält ihre Tochter für Tod ohne zu wissen das sie ihr in Smyrna oft genug über den Weg gelaufen ist. Dieses Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben worden. Entsetzlich was in Smyrna, heute Izmir, passiert ist. Viele Teile werden sehr detailliert beschreiben. Man kann vor dem inneren Auge sehen was wärend des Krieges und des Feuers passiert ist. Schön finde ich, dass das Mädchen am Ende seine stimme wieder gefunden hat. 3 der Personen in diesem Buch hat es so tatsächlich gegeben.

Spannend aber auch entsetzend

Ramona Fröse aus Hagen am 04.06.2023
Bewertungsnummer: 1954679
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn man nur das Cover sieht würde mit so seiner Geschichte nicht rechnen. Das Buch handelt um 3 Familien die miteinander verbunden sind auch wenn eine Familie davon nicht mal etwas ahnt. Am besten gefallen haben mir die Abschnitte in denen es um Edith ging. Edith war eine eigensinnige Frau die immer macht was sie will. Das macht sie aber auch sehr sympathisch. Edith hält ihre Tochter für Tod ohne zu wissen das sie ihr in Smyrna oft genug über den Weg gelaufen ist. Dieses Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben worden. Entsetzlich was in Smyrna, heute Izmir, passiert ist. Viele Teile werden sehr detailliert beschreiben. Man kann vor dem inneren Auge sehen was wärend des Krieges und des Feuers passiert ist. Schön finde ich, dass das Mädchen am Ende seine stimme wieder gefunden hat. 3 der Personen in diesem Buch hat es so tatsächlich gegeben.

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Tochter einer leuchtenden Stadt

von Defne Suman

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