Produktbild: Arnes Nachlaß
Band 14

Arnes Nachlaß »Glaubst du, daß wir Freunde werden können?« — Hamburger Ausgabe Bd. 14

1

62,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.07.2024

Herausgeber

Günter Berg + weitere

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

20,2/13,2/2,7 cm

Gewicht

451 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-40604-7

Beschreibung

Rezension

»Was Lenz in diesem Bändchen erzählt, gehört zum Anrührendsten, das deutsche Autoren in diesem Jahrzehnt geschrieben haben.« ("Focus")
»Das sensible Seelenbild eines einsamen Knaben, das zugleich das Drama des begabten Kindes in sich birgt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Die nur in zarten Andeutungen sich bewegende Schilderung der unerwiderten Neigung Arnes zu Wiebke, der Schwester des Erzählers, gehört zu den unvergesslichen Momenten dieses bewegenden Romans. « ("DIE ZEIT")
»Ach, Arne! Wer, wenn nicht ich, soll nun deine Geschichte erzählen?« ("Ravi Unger")
»Entfaltet eine melancholische, emotionale und leise daherkommende Atmosphäre.« ("Instagram @lustaufbruch")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.07.2024

Herausgeber

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

344

Maße (L/B/H)

20,2/13,2/2,7 cm

Gewicht

451 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-40604-7

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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„Ein Werk, das Zustimmung verdient; meine hat es.“

Bewertung aus Bamberg am 06.10.2024

Bewertungsnummer: 2309928

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Nehmt ihn wie einen Bruder auf und stellt ihm keine Fragen, irgendwann wird er schon von selbst sprechen wollen.« Eines Abends – ein langer Monat des Wartens war verstrichen –, beginnt Hans, von seinen Eltern dazu aufgefordert, dass es nun doch mal Zeit sei, den Nachlass von Arne, mit dem er in letzter Zeit sein Zimmer teilte, zusammenzupacken. Diese Aufgabe fällt ihm nicht leicht, ganz im Gegenteil. Immer wieder verharrt er bei bestimmten Gegenständen, welche Auslöser sind, um in Erinnerung zu schwelgen – an eine Zeit der Gemeinsamkeit. Dies zum Anlass nehmend erzählt Hans rückblickend und etappenweise dessen Geschichte: Ein trauriges Schicksal umgibt den zwölfjährigen Arne Hellmer, welcher als Einziger gerettet werden konnte. So kam es, dass Hans‘ Vater Harald den Sohn seines Jugendfreundes aufnahm. In einer etwas altmodischen, vom Autor gewohnten und von dessen Lesern geliebten, wunderschönen Sprache wird Arnes Geschichte – eine Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit – erzählt. Um sich den Roman besser erschließen zu können, wird dieser vierzehnte Band der Hamburger Ausgabe um einen umfangreichen Kommentar von Maren Ermisch ergänzt. Im Zuge dessen werden nicht nur unbekannte Wörter im Stellenkommentar erschlossen, sondern neben unterschiedlichen Formen der Rezeption auch Referenzen zu weiteren Werken von Lenz und darüberhinaus anderen Autoren analysiert. Dadurch zeigen sich bspw. Ähnlichkeiten zu Thomas Manns „Tonio Kröger“, schließlich werden beide Protagonisten vom Bedürfnis nach Anerkennung geleitet. Besonders interessant ist die von Ermisch chronologisch geschilderte Entstehung von „Arnes Nachlaß“, anhand der ersten zwei Fassungen, welche, neben drei gestrichenen Kapiteln, ebenfalls im Buch abgedruckt sind. Manche Bücher von Lenz – dieser Roman zählt dazu – müssen langsam gelesen werden, um deren melancholische, emotionale und leise daherkommende Atmosphäre entfalten zu können. Zuletzt bleibt mir nicht mehr, als den Worten des Lektors Helmut Wiemken beizupflichten: „Ein Werk, das Zustimmung verdient; meine hat es.“

„Ein Werk, das Zustimmung verdient; meine hat es.“

Bewertung aus Bamberg am 06.10.2024
Bewertungsnummer: 2309928
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Nehmt ihn wie einen Bruder auf und stellt ihm keine Fragen, irgendwann wird er schon von selbst sprechen wollen.« Eines Abends – ein langer Monat des Wartens war verstrichen –, beginnt Hans, von seinen Eltern dazu aufgefordert, dass es nun doch mal Zeit sei, den Nachlass von Arne, mit dem er in letzter Zeit sein Zimmer teilte, zusammenzupacken. Diese Aufgabe fällt ihm nicht leicht, ganz im Gegenteil. Immer wieder verharrt er bei bestimmten Gegenständen, welche Auslöser sind, um in Erinnerung zu schwelgen – an eine Zeit der Gemeinsamkeit. Dies zum Anlass nehmend erzählt Hans rückblickend und etappenweise dessen Geschichte: Ein trauriges Schicksal umgibt den zwölfjährigen Arne Hellmer, welcher als Einziger gerettet werden konnte. So kam es, dass Hans‘ Vater Harald den Sohn seines Jugendfreundes aufnahm. In einer etwas altmodischen, vom Autor gewohnten und von dessen Lesern geliebten, wunderschönen Sprache wird Arnes Geschichte – eine Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit – erzählt. Um sich den Roman besser erschließen zu können, wird dieser vierzehnte Band der Hamburger Ausgabe um einen umfangreichen Kommentar von Maren Ermisch ergänzt. Im Zuge dessen werden nicht nur unbekannte Wörter im Stellenkommentar erschlossen, sondern neben unterschiedlichen Formen der Rezeption auch Referenzen zu weiteren Werken von Lenz und darüberhinaus anderen Autoren analysiert. Dadurch zeigen sich bspw. Ähnlichkeiten zu Thomas Manns „Tonio Kröger“, schließlich werden beide Protagonisten vom Bedürfnis nach Anerkennung geleitet. Besonders interessant ist die von Ermisch chronologisch geschilderte Entstehung von „Arnes Nachlaß“, anhand der ersten zwei Fassungen, welche, neben drei gestrichenen Kapiteln, ebenfalls im Buch abgedruckt sind. Manche Bücher von Lenz – dieser Roman zählt dazu – müssen langsam gelesen werden, um deren melancholische, emotionale und leise daherkommende Atmosphäre entfalten zu können. Zuletzt bleibt mir nicht mehr, als den Worten des Lektors Helmut Wiemken beizupflichten: „Ein Werk, das Zustimmung verdient; meine hat es.“

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Arnes Nachlaß

von Siegfried Lenz

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