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Der Friedhofswärter Roman

18

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2024

Abbildungen

Hardcover

Herausgeber

Sigrun Arenz

Verlag

Ars Vivendi

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

21,2/14,1/2,6 cm

Gewicht

434 g

Farbe

Camel

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Caretaker

Übersetzt von

Sigrun Arenz

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-7472-0607-2

Beschreibung

Rezension

»Ein fabelhafter, schonungsloser Autor.«

----------

»Einer der besten lebenden amerikanischen Autoren«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.04.2024

Abbildungen

Hardcover

Herausgeber

Sigrun Arenz

Verlag

Ars Vivendi

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

21,2/14,1/2,6 cm

Gewicht

434 g

Farbe

Camel

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Caretaker

Übersetzt von

Sigrun Arenz

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-7472-0607-2

Herstelleradresse

Ars Vivendi
Bauhof 1
90556 Cadolzburg
DE

Email: info@arsvivendiverlag.de

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  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    23.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr großes, fesselndes Lesevergnügen

    Es sind die 50er Jahre in Blowing Rock, North Carolina. Blackburn Gant, der junge Friedhofswärter ist gezeichnet von seiner Polioerkrankung. Er ist zufrieden mit der, für ihn vermutlich einzigen Möglichkeit des Broterwerbs. Zu verdanken hat er diese Chance den wohlhabenden Eltern seines besten Freundes Jacob. Der kämpft gerade im Koreakrieg. Von ihm hat er auch den Auftrag und die Bitte, sich um dessen schwangere Frau Naomi zu kümmern. Nach der heimlichen Hochzeit ihres Sohnes haben es Jacobs Eltern rundheraus abgelehnt, ihre schwangere Schwiegertochter in ihr Haus aufzunehmen. In Ruhe lässt sie diese Situation allerdings auch nicht. Der Zorn und die Wut über das Verhalten und die Undankbarkeit ihres Sohnes lässt sie einen entsetzlichen Plan schmieden.

  • Helga Pamminger

    aus Wiener Neustadt

    5/5

    02.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freundschaft, Liebe, Verrat

    Ein großartiges, unglaublich berührendes Buch über eine Liebe, die den Eltern des jungen Mannes überhaupt nicht passt und die alles tun, um das Paar zu trennen. Dabei macht das schon der Koreakrieg. Zurück bleibt eine junge Frau, schwanger, die in ihrer Not auf die Farm ihres Vaters zurückkehren muss. Der beste Freund ihres Manne, der Friedhofswärter, Blackburn Gant, kümmert sich auch um sie. Ich konnte dieses Buch gar nicht in einem Stück lesen, so sehr hat es mich berührt. Kann ich nur jedem empfehlen, der ein tolles Leseerlebnis sucht.

  • Sascha Malz

    aus Niedersachsen

    5/5

    20.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    LIEBE, VERRAT, TRAUER - DICHT UND POETISCH GESCHRIEBEN

    Es gibt Bücher, die ich einfach sofort wegen ihrer starken Sprache liebe. Der Friedhofswächter ist eines davon. Die Story ist simpel, die Umsetzung stark! Jacob Hampton hat gegen den Willen seiner Eltern ein Zimmermädchen geheiratet - Naomi, wunderschön, 16 Jahre alt, zu ihrem eigenen Kummer ohne nennenswerte Schulbildung. Von seinen Eltern enterbt und verstoßen schafft Jacob es trotzdem, für Naomi und sich ein Heim zu errichten - und zur Verwunderung der gesamten Kleinstadt bleibt Naomi bei Jacob, auch ohne dass er vom Geld seiner reichen und in der Stadt angesehenen Eltern profitiert. Dann wird Jacob eingezogen und muss in den Korea-Krieg. „Diese Kälte kroch nicht nur unter die Haut. Sie schloss Finger und Füße wie in Eisen ein, brachte Zähne zum Klappern wie Glas kurz vor dem Zerspringen.“ Seine mittlerweile schwangerer junge Frau muss er zurücklassen und bittet seinen besten Freund Blackburn Gant, sich um sie zu kümmern. Dieser ist der örtliche Friedhofswärter und Totengräber; von einer Polioerkrankung durch eine einseitige Gesichtslähmung gezeichnet, als Kind von den Mitschülern verspottet und gequält, ist er ein starker und herzensguter Mensch, der zudem mehr Verstand aufweist, als alle ihm zutrauen. „Die Toten konnten nichts tun, was die Lebenden ihm nicht bereits angetan hatten.“ Blackburn steht Naomi in Jacobs Abwesenheit zur Seite, er behauptet sich auch gegen Jacobs Vater, als dieser Naomi auf offener Straße beschimpft und beleidigt; er kümmert sich darum, dass Naomi zum Ende ihrer Schwangerschaft zu ihrem Vater und ihrer Schwester kommt, die sie - zunächst zähneknirschend - wieder bei sich auf der Farm aufnehmen, die sie wegen Jacob verlassen hatte. „»Wenn wir dann genauso aussehen wie im Leben«, hatte Blackburn erwidert, »würde ich lieber im Dunkeln bleiben.« »Vielleicht werden wir in diesem Licht nur das Gute in den Herzen der anderen sehen können, sonst nichts«, antwortete Naomi.“ Insgesamt muss man sich in die nicht leichten Verhältnisse im ländlichen Südosten der USA Anfang der 1950er Jahre hineinversetzen - ähnlich, wie in den Geschichten von Steinbeck, auch wenn seine Geschichten in der Zeit der Großen Depression zwischen 1929 und 1941 spielen. Doch erhält man hier noch den Beigeschmack dieser Zeit und eine Idee von der Einstellung und der Lebensweise der Menschen, die häufig nur von einem Jahr zum nächsten Leben können. Nach der Depression (Steinbeck) erfolgte der zweite Weltkrieg und nur wenige Jahre später wurden die Söhne Amerikas in den nächsten Krieg geschickt - nach Korea. Und in dieses Lebensgefühl wirft der Autor den Leser; auf der einen Seite die Farmer, die mit all ihrer Kraft und ihrem Schweiß ihre Familie und ihre Farmen über Wasser zu halten versuchten - und alle Familienmitglieder mussten einen Beitrag leisten. Schulbildung und persönliches Glück bleiben da auf der Strecke. Auf der anderen Seite die Familien, die es geschafft haben. Ein Geschäft aufgebaut, eine gewisse Bedeutung im Ort; ihr Wort, ihre Lebensweise hat Gewicht. Und genau zwischen diesen Leben kommen Jacob und Naomi zusammen - nicht gebilligt, von beiden Seiten; hinzu kommt dann Blackburn, der ausgestossene Gutmensch, für den Freundschaft und Gerechtigkeit alles bedeutet. Jacob wird in Korea schwer verletzt, überlebt jedoch. Seine Eltern erhalten diese Nachricht vor Naomi und allen anderen - und sie sehen ihre Chance, die beiden doch noch zu trennen. Sie schmieden einen perfiden Plan und setzen ihn um. Dabei haben sie jedoch nicht mit der Klugheit Blackburns gerechnet und nicht mit der wahren Liebe zwischen Naomi und ihrem Sohn. „Erniedrigung, Verlegenheit, Schuld – all das hatte er in seinem Leben schon gefühlt. Aber das hier war mehr. In diesem einen Moment, in dem in Clarkes Augen das Mitgefühl aufgeschimmert war, hatte Daniel sich geschämt.“ Der Autor hat hier - wie erwähnt - eine simple Story in große Worte gekleidet, wobei er strikt und nüchtern eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, von Trauer und Hass erzählt. Für mich ein weiteres Highlight in diesem Jahr. 5/5 Sterne Ich empfehle dieses Buch jedem, der die Geschichten von Steinbeck oder auch (moderner) Woodrell u.ä. mag - aber auch jedem, der einfach gute Geschichten mag, die tiefe Charaktere beinhalten, ohne sich zu sehr zu verlieren.

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    07.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein Lese-Eindruck: Der Autor…

    Mein Lese-Eindruck: Der Autor versetzt uns in die 50er Jahre, in eine ländliche Kleinstadt in den Appalachen. Das Leben dort ist geprägt von bürgerlich-konservativen Vorstellungen. Dazu gehören auch die sozialen Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen den Kaufleuten im Ort und den Farmern im Umland. Aus dieser Diskrepanz bezieht der Roman einen seiner Impulse. Jacob Hampton, der Sohn reicher und dominanter Eltern, überschreitet die Grenzen in zweierlei Hinsicht. Einmal dadurch, dass er an seiner Kinderfreundschaft mit Blackburn Gant festhält, einem Jungen, der durch Polio entstellt wurde und der daher mit Hingabe und Sorgsamkeit der eher einsamen Tätigkeit eines Friedhofwärters nachgeht. Zum anderen widersetzt er sich den konkreten Zukunftsplanungen seiner Eltern und brennt mit Naomi durch, Tochter eines armen Kleinbauern. Und da Jacobs Eltern diese Aufsässigkeit nicht tatenlos hinnehmen wollen, entwickeln sie eine abenteuerliche und nicht recht glaubwürdige Intrige, die langfristig nicht funktionieren kann und auch nicht wird. Dank Blackburn Gant. So bündeln sich in diesem Roman mehrere Konflikte: ein Generationen-Konflikt, die positiven und negativen Auswirkungen von wirtschaftlich-finanzieller Überlegenheit, soziale Kontrolle, soziale Ausgrenzung von benachteiligten Menschen, das Schicksal von Veteranen des Korea-Kriegs, die ambivalente Liebe von Eltern und vor allem die Frage der Belastbarkeit einer Freundschaft. Wie Ron Rash das alles erzählt, ist ein Erlebnis. Ron Rash kann einfach wunderbar erzählen, und es ist eine Freude, dass der Verlag ars vivendi endlich eine deutsche Übersetzung herausbringt. Schon die erste Szene zeigt Rashs Erzählkunst, wenn er Jacobs Angst schildert, wie er als Soldat im Korea-Krieg Wache steht, nachts in der Kälte, nur durch einen Fluss vom Feind getrennt und sich dem plötzlichen Angriff eines Partisanen ausgesetzt sieht. Rash scheut auch nicht davor zurück, die Traumatisierung der heimgekehrten Soldaten zu erzählen. Seine Figuren sind lebendig, mit Ecken und Kanten. Z. B. die Eltern Jacobs: sie wollen ihrem Sohn mit Enterbung und Betrug ihre eigenen Vorstellungen aufzwingen und bedrohen dazu auch andere Menschen; andererseits aber pflegen sie aufopfernd ihren traumatisierten und schwer verletzten Sohn und helfen anderen Menschen aus finanziellen Engpässen. Auch Naomi ist nicht nur die selbstlos Liebende; sie sieht in der Verbindung mit dem reichen Erben auch die Möglichkeit, endlich ihre Eitelkeit ausleben zu können. Nur Blackburn ist eindeutig gezeichnet, der einzig Aufrechte, der sich nicht auf Dauer korrumpieren lässt. Er ist und bleibt der treue Freund, der sich schließlich auch über Drohungen hinwegsetzt und die Wahrheit buchstäblich ans Licht bringt. Ihm hätten einige Ecken und Kanten auch gutgetan. Rash erzählt langsam und eindringlich. Jedes Wort ist mit Bedacht gewählt, jeder Satz sitzt. Der reduzierte Stil bringt es mit sich, dass der Leser seine Einschätzung der Figuren ausschließlich aus deren Handeln gewinnt. Dazu verwebt der Autor immer wieder sehr kunstvoll und ohne jeden Bruch die Gegenwart mit der Vergangenheit. Dieses konzentrierte und trotzdem anschauliche Erzählen zieht den Leser so sehr in die Geschichte hinein, dass er manche Unglaubwürdigkeiten und Trivialitäten der Handlung verschmerzen kann. Es ist mir unbegreiflich, dass ein so begnadeter Erzähler am deutschen Publikum bisher vorbeiging! 4,5/5*

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    06.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wundervoll

    Seit es Netgalley gibt kann ich meiner Suche nach neuen Autoren in vollen Zügen nachgehen. Und immer wieder finde ich Perlen, die ich sonst nie entdeckt hätte. "Der Friedhofswärter" von Ron Rash ist so einer. Das Cover des Buches hat mich sofort angezogen. Ich liebe Romane, die in den abgelegenden Gegenden Nordamerikas spielen. Ich mag diese Menschen, die so ein ganz anderes Lebensumfeld haben und die deshalb rauer, wortkarger, spröder sind, als die glatten Juppies einer Großstadt es oft sind. Die Probleme und Sorgen sind anders. Irgendwie extenzieller, direkter. Irgendwo in North Carolina lebt Jacob. Seine Eltern haben ihm seinen Lebensweg bereits vorgezeichnet, aber er will sein eigenes Ding machen. Er liebt ein Mädchen, die 16järige Naomi. Und als die Eltern das mißbilligen, reißen die zwei aus und heiraten heimlich. Dann wird er in den Korea Krieg eingezogen und kann erst zurückkehren, als eine schwere Verwundung ihn kriegsuntauglich macht. Was hat Naomi in der Zwischenzeit zuhause erlebt, wie sollen die Beiden durchkommen, wie ihr kleines Glück finden? Die Eltern von Jacob und die Gemeinde machen es den jungen Leuten schwer. Das Buch hat einen ruhigen, melancholischen, warmen Ton. Ron Rash versteht es wunderbar sowohl die Gefühle seiner Figuren, als auch die Geschehnisse um sie herum so plastisch und klug zu beschreiben, dass man in der Geschichte richtigen schwelgen kann. Ich hoffe sehr auf weitere Übersetzungen dieses tollen Autors.

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