"Der Nachtzirkus“ meets „The Greatest Showman“. J. R. Dawsons funkelndes Debüt um einen magischen Zirkus verzaubert die Leser*innen weltweit.
Wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg zieht eine Truppe von Zirkusartisten durch den Mittleren Westen der USA. Ihre Manege ist nicht groß, doch ihre Talente sind mehr als außergewöhnlich: Odette, eine Trapezkünstlerin, kann Krankheiten und Verletzungen heilen. Mauve sagt die Zukunft voraus. Und Rin vermag durch die Zeit zu reisen. Zu dritt versuchen sie mit dem Zirkus, anderen übernatürlich Begabten ein Zuhause zu bieten, Sicherheit und eine Familie.
Denn das Leben ist für diese “Sparks” alles andere als einfach. Die Regierung versucht, sie zu instrumentalisieren oder wegzusperren. Und dann gibt es da noch den grausamen Mitternachtszirkus des mächtigen Circus King, der mit Rin noch eine Rechnung offen hat. Doch die größte Gefahr lauert in der Zukunft: Als Mauve, Odette und Rin auf einer ihrer Zeitreisen erfahren, dass ein weiterer Krieg die Welt in den Abgrund reißen wird, wollen sie alles dafür tun, ihn aufzuhalten …
Für Leserinnen von Erin Morgenstern, Susanna Clarke, R.F. Kuang und V.E. Schwab.
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Hat mich gefesselt und berührt
PMelittaM aus Köln am 22.05.2024
Bewertungsnummer: 2206820
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Während des ersten Weltkrieges erhält eine Reihe Menschen einen magischen Funken, einen Spark, weswegen sie Sparks genannt werden. Die Fähigkeiten, die die Sparks erhalten, sind sehr unterschiedlich. Eine von ihnen ist Rin, die mit zwei Freundinnen, Mauve und Odette, einen Zirkus gründet, in dem vorwiegend Sparks aufgenommen werden, auch zu deren Schutz. Wie sich herausstellt, sind allerdings die größten Gefahren, die auf sie warten, der Circus King und der nächste große Krieg, den Mauve in der Zukunft sehen kann.
Edward trifft 1916 in den Schützengräben in Frankreich auf eine junge Frau, die die Fähigkeit bekommen hat, sich an andere Orte zu versetzen. Sie nimmt ihn mit in die USA. Erst später erkennt er, dass auch er einen Spark hat, einen sehr gefährlichen sogar.
Ich muss sagen, ich bin ohne große Erwartungen an den Roman gegangen, der Klappentext machte mich neugierig, aber sonst ließ ich mich überraschen. Die Geschichte zog mich sehr schnell in ihren Bann, der Erzählstil nahm mich gefangen, die Charaktere taten ein übriges. Ich mag auch das historische Setting, es gibt einige Zeitsprünge, aber der Hauptteil spielt im Jahr 1926. Über die Vergangenheit der einzelnen Sparks in Rins Zirkus erfährt man wenig, eine ganze Reihe werden aber in der aktuellen Situation vorgestellt. Im Laufe der Zeit kommt ein Geschwisterpaar dazu, das wichtig werden wird. Inwiefern Edwards Geschichte dazupasst, kann man nach und nach erahnen, J. R. Dawson streut immer einmal wieder Anhaltspunkte ein. Erst gegen Ende treffen die beiden Erzählstränge aufeinander. Gut gefallen hat mir, dass Rins Zirkus auf mehrfache Weise divers ist, immerhin gibt es Diversität schon immer.
Neben vielen schönen Momenten gibt es leider auch viele schlimme in diesem Roman, und eine Zeit lang ist nicht klar, wie es ausgehen wird. Mich hat das alles sehr berührt, ich habe mitgelitten, mich gefreut, geärgert und gehofft, und mir immer wieder gewünscht, diesen Zirkus besuchen zu können. Gut gefallen hat mir auch, dass man einiges an Zirkus-Background erfährt, spezielle Worte zum Beispiel. Auch die Idee rund um die Sparks finde ich gelungen, es gibt so viele verschiedene Ausprägungen. Eine Storyline allerdings hat mich an eine Comicreihe bzw. deren Verfilmung erinnert, die ich hier aus Spoilergründen nicht nennen möchte. Schlimm finde ich das aber tatsächlich nicht, vielleicht ist es nur Zufall, und der Rest der Geschichte hat genug eigenes zu bieten.
Mir hat der Debütroman J. R. Dawsons sehr gut gefallen, die Verknüpfung zwischen Historie und Fantasy ist gelungen, die Charaktere haben mich berührt, und ich wurde von Anfang bis Ende gefesselt. Ich bin gespannt auf J. R. Dawsons nächsten Roman.
Besonders & einnehmend
Jill von Letterheart aus Berlin am 27.04.2024
Bewertungsnummer: 2188428
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Angepriesen mit "Der Mitternachtszirkus" meets "The Greatest Showman" wusste ich persönlich so gar nicht, was mich erwarten würde, war aber definitiv neugierig.
Und um es gleich vorwegzunehmen: mit diesem eingehenden Antikriegsroman, der aufklärt, sensibilisiert und tief unter die Haut geht, hätte ich niemals gerechnet.
Die Geschichte wird in zwei unterschiedlichen Zeitlinien erzählt. Die eine knüpft mitten im 1. Weltkrieg an, als ein Mädchen mit einem starken Spark* mitten auf dem Schlachtfeld auftaucht und einen jungen Soldaten rettet und wie sich ihre Leben immer mehr verknüpfen.
Die andere setzt einige Jahre nach dem Krieg an, in denen es die Menschen mit einem Spark, einer unerklärlichen und starken Gabe, die ganz unterschiedlich ausfällt, alles andere als leicht haben.
Mit zu ihnen zählen Rin, Odette und Mauve, die einem Zirkus leiten und Menschen retten wollen.
Ich selbst kann gar nicht in Worte fassen, wie düster, tragisch und doch auch magisch und hoffnungsvoll diese Geschichte geschrieben ist.
Es werden Missstände, Antisemitismus und Kriegstraumata thematisiert und eindringlich in die Geschichte mit eingeflossen, sodass mit manchmal echt das Herz stehen und auch die eine oder andere Träne geflossen ist. Vielleicht auch gerade deshalb, weil ich so gar keine bestimmten Erwartungen an dieses Buch hatte.
Ich kann nur hoffen, dass diese Geschichte von J.R. Dawson noch so einige Menschen erreichen wird und genauso bewegen kann wie mich.
Definitiv keine leichte Kost, aber eine ganz große Leseempfehlung von mir!
Meinung aus der Buchhandlung
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Die Grundidee ist spannend, die Umsetzung leider nicht optimal. Die verschiedenen Handlungsstränge verbinden sich nicht wirklich, die doch sehr ernste Thematik um den Krieg wird irgendwann einfach fallen gelassen und nicht weiter ausgeführt. Auch die Haupthandlung findet ein abruptes, eher unspektakuläres Ende.
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