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Deportiert »Immer mit einem Fuß im Grab« – Erfahrungen deutscher Juden | Eine kollektive Erzählung auf Basis Hunderter Zeugnisse

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2024

Abbildungen

20, Mit 21 S/W-Abbildungen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,9/13,1/3,3 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397542-0

Beschreibung

Rezension

Es ist eine souveräne Geschichtserzählung, wie sie selten in der Geschichtswissenschaft vorgelegt wird. Sie ist für den historischen Laien ebenso wertvoll wie für die Fachwissenschaftler. ("Jüdisches Leben in Bayern")
konzise, zugänglich und erfahrungsdicht […] An der Thematik Interessierte werden jedenfalls an diesem Buch nicht vorbeikommen. ("H-Soz-Kult")
Andrea Löw, Expertin für Holocaust-Studien am Münchner Institut für Zeitgeschichte, hat eine beeindruckende Zahl von Zeugnissen zusammengetragen ("Deutschlandfunk - Andruck")
Ein Buch aus der Wirklichkeit, keine distanzierte Betrachtung. ("Frankfurter Rundschau")
Andrea Löw verwebt die Geschichten der Juden, die von den Nazis verschleppt wurden, zu einer vielstimmigen, ungeheuerlichen Erzählung. ("Focus")
ein wichtiges Buch, beeindruckend und schonungslos. Wichtig, weil es die zahlreichen Zeugnisse der Deportierten verdichtet und zu einem Strang der Erinnerung formt. ("t-online")
nicht die Zeitzeugendokumente dienen hier der Geschichtsschreibung, sondern die Geschichtsschreibung den brutal zerrissenen Biographien der Opfer. ("Der Tagesspiegel")
Die Historikerin Andrea Löw hat eine eindrucksvolle historische Zusammenstellung vorgelegt ("taz - Literaturbeilage")

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Erscheinungsdatum

27.03.2024

Abbildungen

20, Mit 21 S/W-Abbildungen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,9/13,1/3,3 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397542-0

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Sarah Biehl

    aus Lebach

    5/5

    29.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtige Erinnerung

    Können wir darüber reden, dass dieses Buch eine Pflichtlektüre in der Schule sein sollte?! Eindrucksvoll und so emotional, dass mir die Worte fehlen! Niemand sollte mehr diese Angst haben, dass es wieder geschehen kann. Nur mit Aufklärung können wir auch nachkommende Generationen dazu sensibilisieren, es nie wieder so weit kommen zu lassen!

  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    14.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Worte von Toten und Überlebenden, die heute zu uns sprechen

    Andrea Löw hat akribisch Spuren von Menschen verfolgt, die im Holocaust ermordet wurden, die Suizid begangen haben in höchster seelischer Not oder die überlebt haben. Briefe, Postkarten oder kleine hinterlassene Nachrichten geben einen Einblick in das Dilemma, in das die Juden insbesondere mit Beginn der Deportationen kamen. Hoffen? Durchhalten? Aufgeben? Wir Nachgeborenen können diese Worte nur mit Entsetzen lesen, die ganze Tragik können wir niemals erfassen. Ich habe mich mit dem Holocaust und dessen Auswirkungen konkret auf meine Familie seit über 20 Jahren befasst, aber einer solchen Sammlung von Originaldokumenten bin ich nirgends begegnet. In meinem Buch über meine ermordete Großtante musste ich auf einen fiktiven, von meiner Phantasie erschaffenen Abschiedsbrief an ihren Ehemann zurückgreifen. Weder von ihr noch von anderen Familienmitgliedern ist ein einziges Stück beschriebenes Papier übriggeblieben, von den meisten nicht einmal ein Foto. So schätze ich dieses Buch von Andrea Löw noch höher ein, als es vielleicht der durchschnittliche Leser tun wird. Das Buch ist anschaulich gegliedert, das Inhaltsverzeichnis allein zeugt vom systematischen Ablauf der Vernichtung der Juden. Das Grauen bekommt in jedem einzelnen Kapitel einen ganz konkreten Namen. Wie ein Messer sticht der Abschiedsbrief von Ida Weissberger mir ins Herz, die glücklich ist, weil sie ausreichend Veronal bekommen hat, um der Reise in den Tod den selbstbestimmten Tod vorzuziehen. Die Geschichte der Edith Blau prägt sich mir für immer ein. Es ist kaum möglich, dieses Buch ohne Pausen, ohne längere Pausen zu lesen. Zu stark sind die Eindrücke, die danach auf mir lasten. Fazit: Andrea Löv und dem S. Fischer Verlag danke ich herzlich für diese umfangreiche Sammlung authentischer Vermächtnisse. Gern würde ich dieses Buch als Pflichtlektüre ab der 10. Klasse sehen. Es ist keine leichte Kost, aber ich empfehle es uneingeschränkt. #netgalley

  • Bewertung

    aus Neukieritzsch

    5/5

    05.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    starke Eindrücke

    Wenn es zwischen 1941 und 1944 hieß, dass man sich an einer Sammelstelle einzufinden hat um umgesiedelt zu werden, war direkt zu Beginn noch nicht genau klar, was genau damit gemeint ist. Nach und nach wurde dies allerdings stellenweise zur traurigen Gewissheit. Die Autorin zeigt in Briefen und Karten in diesem Buch auf, wie es den Menschen die dies am eigenen Leib erfahren haben erging. Die Schriftstücke beweisen, dass nicht immer klar war, wohin der Zug geht und die Menschen enden würden. Sie zeugen auch von den Verhältnissen vor Ort. Einige finden einen Weg zu fliehen, andere können sich verstecken. Dies sind aber die Wenigsten. Andere haben das Glück gerettet zu werden, als die Alliierten 1945 die Lager befreiten. Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet. Ich war davon ausgegangen, dass einzelnen Schicksalen mehr Zeit gewidmet wird. Stattdessen sind es viele verschiedene Briefe und Karten, so dass ich auch etwas den Überblick verloren hatte. Interessant und aufrüttelnd ist es aber alle mal. Fazit Ein interessanter und trauriger Einblick in die Gedanken und Gefühle derjenigen, welche deportiert wurden. Aber auch in die Zustände und Ungewissheiten mit denen sie umgehen mussten. Es macht traurig und wütend, dass man Menschen so ein Schicksal aufbürdet. Sehr starke Eindrücke die nachhaltig beschäftigen.

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    05.04.2024

    eBook (ePUB 3)

    Andrea Löw ist Historikerin…

    Andrea Löw ist Historikerin und mit „Deportiert“ schrieb sie ein Sachbuch, das so überaus wichtig ist. Viele Quellen in mündlicher und schriftlicher Form waren die Grundlage. Es ist der Lauf der Zeit, dass es immer weniger Überlebende der Shoa gibt. Dabei sind nur sie in der Lage, dass sie uns, den nachfolgenden Generationen, ihr Schicksal glaubhaft zu übermitteln. Es waren nicht die Fakten, die mich beim Lesen so sehr erschütterten. Vielmehr waren es die Worte der Betroffenen. Sobald man sie als Juden erkannte und im Pass kennzeichnete, kamen sie zu einer Gruppe, die in den Osten des „Reiches“ deportiert wurden. Viele starben unterwegs. Nicht wenige wurden von Nachbarn oder vermeintlichen Freunden in dieses Elend gebracht. Also verraten. Frau Löw schreibt sehr einfühlend und lebendig. Sie gibt den Überlebenden eine Stimme, die nie verstummen darf. Das Buch sollte in Schulen durchgesprochen und der Inhalt verbreitet werden. Nur so kann das, was die Autorin bezwecken wollte, auch erfolgreich sein. Obwohl es als Sachbuch benannt ist, es lässt sich ohne Schwierigkeiten lesen, da die Sprache ansprechend und gut verständlich ist.

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