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Wünschen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21290

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,1 cm

Gewicht

401 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Blessings

Übersetzt von

Cornelius Reiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397598-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

›Wünschen‹ ist ein Roman, der uns ganz nah an die Wirklichkeit Afrikas heranführt. ("Vormagazin")
[...] empathische Prosa [...] ("Die Presse (Spectrum)")
Dass mit Chukwuebuka Ibeh [...] nicht nur ein wagemutiger, sondern ein zugleich hochbegabter junger Schriftsteller die literarische Bühne betreten hat, ist sicher. ("Deutschlandfunk – Büchermarkt")
Mich hat das Buch wirklich teilweise zu Tränen gerührt [...] ein bisschen wütend gemacht [...]. ("eat.read.sleep-Podcast")
[...] dieser handwerklich hervorragend drapierten, atmosphärisch runden, schmerzhaften Geschichte [...]. ("Buchkultur")
Chukwuebuka Ibeh stattet den Protagonisten von „Wünschen“ mit einer Sprache aus, die inmitten der Gewalt immer wieder Räume von ergreifender Zartheit öffnet. ("Kulturnews")
Ein gefühlvolles Debüt, das Einblicke in die gesellschaftliche und politische Lage Nigerias der 2010er Jahre gewährt und dabei tief berührt. ("Westdeutscher Rundfunk, WDR 5 (Bücher)")
Als Schriftsteller gießt er Intimität und Zärtlichkeit inmitten einer harten Welt gekonnt in literarische Formen. ("Missy Magazine")

Produktdetails

Verkaufsrang

21290

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,1 cm

Gewicht

401 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Blessings

Übersetzt von

Cornelius Reiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397598-7

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    02.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ich habe mein ganzes Leben lang in einem Gefängnis gelebt..."

    “Wünschen” von Chukwuebuka Ibeh ist ein sehr beeindruckendes und bewegendes Romandebüt. Erzählt wird die Geschichte von Obiefuna, der in den 2000er-/2010er Jahren in Nigeria aufwächst. Er ist kein “typischer” Junge, ist klug, schüchtern und tanzbegeistert. Als sein Vater in einer intimen Situation mit einem anderen Jungen, Aboy, erwischt, schickt er ihn auf ein strenges christliches Internat. Fern von seiner Mutter, die es sehr vermisst, gewöhnt er sich dennoch an die strengen Regeln und Hierarchien des Internatslebens, aber es ist auch ein Überlebenskampf. Nach seinen Abschlussprüfungen beginnt Obiefuna ein Studium und verliebt sich. Mit Miebi und dessen lieberalem Freundeskreis fühlt er sich sehr wohl und glücklich. Doch die glückliche Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt - mit den politischen Entwicklungen im erzkonservativen Nigeria und dem 2014 verabschiedeten Gesetz über die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher Beziehungen ist sein Wunsch nach Liebe und einem selbstbestimmten Leben in Gefahr.  Das Buch zeigt auf sehr eindrücklich Weise, was es bedeutet, schwul in Nigeria aufzuwachsen und zu leben.  Mir hat der Schreibstil und die Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn das Ende dann etwas zu abrupt kam für meinen Geschmack. Dennoch vergebe ich aufgrund der Wichtigkeit des Themas und der Emotionalität des Buchs mit guten Gewissen 5 Sterne.   “Wie lächerlich, wie gefühllos und absurd diese Erwartungen an ein Kind waren. Er war erst acht und wusste nicht, was »angemessenes« Verhalten bedeutete. Doch als sie das Licht in seinem Zimmer ausmachte, nachdem es ihr gelungen war, seine Tränen zu trocknen, und er eingeschlafen war, wünschte sie sich, dass er nur ein ganz kleines bisschen gewöhnlicher wäre.”   “Wir können nicht alle in denselben Dingen gut sein. Das Leben besteht aus Vielfalt. Es ist ein Grundprinzip”, setzte Uzoamaka nach.   “Es ist eine Sache, ein Kind zu lieben, aber eine ganz andere ist es, ob sich dieses Kind auch geliebt fühlt. Unser Sohn ist noch jung. Er wird in seinem Leben noch vielen Widerständen begegnen. Ein Zuhause ist der letzte Ort, an dem sich ein Kind nur bedingt geliebt fühlen sollte.”   “Ich muss oft daran denken, wie viel Liebe verloren geht, während schwule Kinder groß werden. Man beraubt uns der Möglichkeit, die Unschuld jugendlicher Verliebtheit zu erleben, weil man die ganze Zeit Angst hat und mit dem Stress beschäftigt ist, die Fassade aufrechtzuerhalten.”   “Wie konnte er Miebi begreiflich machen, dass es schwierig war, die Nachrichten zu ignorieren, wenn der Hass wie ein riesiger, unverrückbarer Felsen direkt vor einem lag?”   “Wie kann man etwas Schönes beginnen, wenn man schon vorher um seine Endlichkeit weiß? Man gab sich der Liebe hin und wusste, dass man keine Chance haben würde…”   “Ich habe das alles nur zu deinem Besten getan ”, sagte Anozie. “Es ist nicht normal, so zu leben. Es gibt mittlerweile sogar ein Gesetz dagegen. Du kannst ins Gefängnis kommen, wenn du so was tust.” - “Ich habe mein ganzes Leben lang in einem Gefängnis gelebt, Papa.”

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    5/5

    02.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Wünschen" von Chukwuebuka…

    "Wünschen" von Chukwuebuka Ibeh ist ein sehr beeindruckendes und bewegendes Romandebüt. Erzählt wird die Geschichte von Obiefuna, der in den 2000er-/2010er Jahren in Nigeria aufwächst. Er ist kein "typischer" Junge, ist klug, schüchtern und tanzbegeistert. Als sein Vater in einer intimen Situation mit einem anderen Jungen, Aboy, erwischt, schickt er ihn auf ein strenges christliches Internat. Fern von seiner Mutter, die es sehr vermisst, gewöhnt er sich dennoch an die strengen Regeln und Hierarchien des Internatslebens, aber es ist auch ein Überlebenskampf. Nach seinen Abschlussprüfungen beginnt Obiefuna ein Studium und verliebt sich. Mit Miebi und dessen lieberalem Freundeskreis fühlt er sich sehr wohl und glücklich. Doch die glückliche Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt - mit den politischen Entwicklungen im erzkonservativen Nigeria und dem 2014 verabschiedeten Gesetz über die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher Beziehungen ist sein Wunsch nach Liebe und einem selbstbestimmten Leben in Gefahr. Das Buch zeigt auf sehr eindrücklich Weise, was es bedeutet, schwul in Nigeria aufzuwachsen und zu leben. Mir hat der Schreibstil und die Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn das Ende dann etwas zu abrupt kam für meinen Geschmack. Dennoch vergebe ich aufgrund der Wichtigkeit des Themas und der Emotionalität des Buchs mit guten Gewissen 5 Sterne. "Wie lächerlich, wie gefühllos und absurd diese Erwartungen an ein Kind waren. Er war erst acht und wusste nicht, was »angemessenes« Verhalten bedeutete. Doch als sie das Licht in seinem Zimmer ausmachte, nachdem es ihr gelungen war, seine Tränen zu trocknen, und er eingeschlafen war, wünschte sie sich, dass er nur ein ganz kleines bisschen gewöhnlicher wäre." "Wir können nicht alle in denselben Dingen gut sein. Das Leben besteht aus Vielfalt. Es ist ein Grundprinzip", setzte Uzoamaka nach. "Es ist eine Sache, ein Kind zu lieben, aber eine ganz andere ist es, ob sich dieses Kind auch geliebt fühlt. Unser Sohn ist noch jung. Er wird in seinem Leben noch vielen Widerständen begegnen. Ein Zuhause ist der letzte Ort, an dem sich ein Kind nur bedingt geliebt fühlen sollte." "Ich muss oft daran denken, wie viel Liebe verloren geht, während schwule Kinder groß werden. Man beraubt uns der Möglichkeit, die Unschuld jugendlicher Verliebtheit zu erleben, weil man die ganze Zeit Angst hat und mit dem Stress beschäftigt ist, die Fassade aufrechtzuerhalten." "Wie konnte er Miebi begreiflich machen, dass es schwierig war, die Nachrichten zu ignorieren, wenn der Hass wie ein riesiger, unverrückbarer Felsen direkt vor einem lag?" "Wie kann man etwas Schönes beginnen, wenn man schon vorher um seine Endlichkeit weiß? Man gab sich der Liebe hin und wusste, dass man keine Chance haben würde..." "Ich habe das alles nur zu deinem Besten getan ", sagte Anozie. "Es ist nicht normal, so zu leben. Es gibt mittlerweile sogar ein Gesetz dagegen. Du kannst ins Gefängnis kommen, wenn du so was tust." - "Ich habe mein ganzes Leben lang in einem Gefängnis gelebt, Papa."

  • madamebiscuit15

    5/5

    29.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Geschichte, die betroffen macht

    „Ich glaube halt, Liebesgeschichten wie unsere haben grundsätzlich nicht die Tendenz zu Happy Ends“ S. 271 Allein dieser Satz geht einem bereits nahe. Wie furchtbar ist es wohl in eine Beziehung zu starten und gleichzeitig diese Überzeugung im Hinterkopf zu haben?! Allerdings ist es nicht die Aussage von Obiefuna, dem jungen Protagonisten dieses Romans, denn er ist ganz anders. Ich lerne ihn als unschuldigen, teilweise kindlich-naiven Jungen kennen, der mir sofort ans Herz wächst. Als sein Vater einen anderen Teenager als Mitarbeiter für seinen Laden mit nach Hause bringt, ist keinem klar, was für eine schicksalhafte Begegnung das darstellt. Denn die Familie lebt in den 2010er Jahren in Nigeria und amouröse Gefühle unter Gleichgeschlechtlichen sind untersagt und werden gesellschaftlich geächtet. Insofern bleibt seinem Vater keine Wahl und er steckt ihn ein autoritäres Jungeninternat. Hier wird Obiefuna erwachsen, lernt durch brutale Erfahrungen das „Prinzip des Stärkeren“ kennen und vor allem seine sexuelle Orientierung zu verstecken. Der Autor veranschaulicht in seinem Werk diese Machtstrukturen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Gesellschaften, ohne dabei zu explizit ins Detail gehen zu müssen. Die Beklemmung und Unterdrückung wird auch so spürbar. Gleichzeitig schreibt er sehr zart und empfindsam über Emotionen zwischen den Charakteren und macht so ein Mitfühlen mühelos möglich. Eine große Rolle in Obiefunas Leben spielt seine Mutter, der Chukwuebuka Ibeh den zweiten Handlungsstrang widmet. Auch sie veranschaulicht durch ihr Verhalten gesellschaftliche Normen des Landes und zeigt, wie schwer es ist sich dagegen aufzulehnen. Für mich war es eine sehr berührende Lektüre, die mich bezüglich der herrschenden Realität in Nigeria betroffen zurückgelassen hat. Die Figure Obiefuna kam mir dabei sehr nahe und ich bewundere sie für ihre Kraft und ihre unverwüstliche Stärke.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herausragender Debütroman von Chukuwuebuka Ibeh!

    Chukuwuebuka Ibeh hat einen unheimlich faszinierenden und frischen Schreibstil, sodass man sofort in die Geschichte des Jungen Obiefunas eintaucht und mitfühlt. Mich hat dieses Buch mit seiner tragischen und sehr aktuellen und wichtigen Message erreicht. Ich bin mit einem hoffnungsvollen Gefühl nach dem Lesen seines ersten Werkes zurückgeblieben und empfehle diesen Roman an jeden, der sich für dieses Meisterwerk über das Leben eines Jungen, der seine Sexualität und den Sinn des Glücklichssein für sich entdeckt, interessiert.

  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    05.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »"Sie meinen also, dass…

    »"Sie meinen also, dass Homosexuelle ins Gefängnis gehören?" "Ja", sagte der Mann. "Warum?" Der Mann wich ein Stück vom Mikrofon zurück und starrte die Korrespondentin an, als habe sie den Verstand verloren. "Weil wir hier Werte haben"« |283 Wenn Obiefuna glücklich ist, spürt er das Gewicht von Missbilligung und Sorge auf sich. Er passt nicht in das Bild eines nigerianischen Jungen und sucht eher leise seinen Platz. Doch sein Wesen blitzt durch und als der Lehrling Aboy seinen Blick erwidert, entsteht eine zarte intime Verbindung, die ein dramatisches Ende nehmen wird. Sein hilfloser Vater verjagt Aboy und verbannt Obiefuna in ein streng christliches Internat und seine schützende Mutter zieht sich in Liebe und Rücksicht zurück. Große Worte und Aussprachen sucht das beachtliche Debüt »Wünschen« nicht, auch wenn es zum Ende viel Kontext einfließen lässt zu der bedrohlichen Situation queerer Menschen in einer oppressiven nigerianischen Gesellschaft, die wenig Raum lässt für Menschen, deren Begehren und Wesen anders ist, als die strengen Ideale von durch Religionen und Traditionen begründeten Wertegrenzen. Wie Obiefuna nicht reden kann, manchmal auch noch nicht denken, spürt der Text auf und macht die Grenzen erfahrbar, auf die er in seiner schwulen Bewusstwerdung gestoßen wird. Doch es gibt auch unerwartete Öffnungen, Wärme und vertrauensvolle Nähe, unwiderstehliche Lust und Geborgenheit, die Obiefuna immer wieder finden. Durch die permanente Bedrohung baut »Wünschen« Spannung und Tempo auf, die Ibeh durch Zartheit und Stille der Figur ausbalanciert und mit der Zeichnung einer offen blickenden Liebe einer bemerkenswerten Mutterfigur komplettiert. »Wünschen« berührt emotional und schafft es, ohne platte Verurteilungen die Konfliktlinien des bevölkerungsreichsten Landes des afrikanischen Kontinents nachzuzeichnen, die postkoloniale Situation einzuweben und mit Themen zu verbinden wie Flucht und Migration nach innen und nach Europa oder der Universalität, was Menschen ausmacht, wie sie zu ihren Talenten, zu Erfüllung und Magie im Leben finden können. Überraschend und beeindruckend ist die Dichte und einnehmende Wärme dieses Textes. Es ist mir kaum vorstellbar, dass Obiefuna und seine Mutter Uzoamaka anderes als Zuneigung, Sorge, Verzweiflung und Hoffnung auslösen können. Große Freude macht dieser Roman, ich empfehle ihn sehr.

Kundinnen und Kunden meinen

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