Ein eingeschneites englisches Dorf, ein attraktiver Herrenhausbesitzer und eine junge Witwe, die nicht mehr an die Liebe glaubt ...
Zur Weihnachtszeit zieht sich die junge Witwe Holly Brown am liebsten zurück. So kommt es der begabten Köchin gerade recht, als sie gebeten wird, auf ein Herrenhaus in einem winzigen Dorf in Lancashire aufzupassen. Dort gilt es nicht nur das imposante Anwesen zu hüten, sondern auch noch ein in die Jahre gekommenes Pferd, eine Ziege und einen altersschwachen Hund. Doch dann kehrt der attraktive aber abweisende Hausherr Jude Martland überraschend nach Hause zurück. Als dann auch noch das Dorf durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wird, müssen Holly und Jude wohl oder übel Weihnachten miteinander verbringen ...
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Holly verzaubert alle - hinreißende Weihnachtsgeschichte ohne Kitsch aber reichlich Weihnachtszauber
Bewertung am 13.12.2023
Bewertungsnummer: 2087446
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Der Covertext vermittelt den Eindruck einer Liebesgeschichte der Protagonisten allein im einsamen Landhaus - das ist völlig falsch, s.u.
Am eher verhaltenen Anfang erfahren wir warum die Heldin, Holly es seit Jahren vermeidet Weihnachten zu feiern und möglichst allem Trubel aus dem Weg geht. Obwohl dieses Sujet immer wieder von Autoren verwendet wird, ist Holly erfreulicherweise nicht selbstmitleidig, sie erzählt eher ganz trocken warum sie ein ruhiges und eher einsames Weihnachten bevorzugt.
Nachdem ihre eigenen Planungen ausgefallen sind, ist sie bereit in einem Notfall einzuspringen und in einem einsamen Landhaus in Lancashire, dessen Eigentümer in Amerika weilt, einzuspringen. Das Problem ist, dass der Auftraggeber, Jude Martland, nicht erreicht werden kann und erst nach ihrem "Dienstantritt" davon erfährt, dass das ursprünglich gebuchte und ihm bekannte Ehepaar wegen familiärer Probleme abreisen musste und Holly übernommen hat. Er ist obersauer und beunruhigt und benimmt sich bei einem Telefonat ziemlich unhöflich, bis ihm Holly mit gleicher Münze zurückzahlt.
Damit sind die Fronten erstmal geklärt und die Geschichte nimmt langsam an Fahrt auf. Von Tag zu Tag wird Holly immer mehr in den Kosmos der Familie Martland gezogen, es tauchen immer neue Figuren auf, die sie brauchen ...
(VORSICHT SPOILER) bis sie schließlich eine ausgewachsene Hausgesellschaft über die kompletten Weihnachtsfeiertage bis nach Silvester auf dem Anwesen zu versorgen hat (inclusive des Hausherrn, der überraschend auch noch auftaucht). Die gesamte Gesellschaft wird sehr unterhaltsam beschrieben, ebenso wie Holly plant und was sie kocht - sie ist sowohl Gast, als auch diejenige die alles durch ihre Planungen und ihre Arbeit überhaupt ermöglicht. Mit dem Hausherrn, Jude Mortland, liefert sie sich Wortgefechte und kommt ihm gleichzeitig näher.
Parallel dazu wird die Geschichte von Hollys kürzlich verstorbener Großmutter erzählt, deren Tagebücher Holly mitgenommen hat und die sie in ihren wenigen freien Minuten liest. Dieser Part des Romans ist glücklicherweise sehr zurückhaltend gestaltet, wird aber noch wichtig.
FAZIT: Ein Weihnachtsroman, der zwar eher ruhig erzählt wird, mich aber überraschenderweise so gefesselt hat, dass ich nur schwer davon wegkam und in zwei Tagen durch hatte. Ein ausgesprochener Wohlfühlroman, der nichts künstlich dramatisiert hat, aber auch nicht oberflächlich war. Einzige Kritik von meiner Seite: das HE ist zwar sehr hübsch, war aber für meinen Geschmack etwas zu wenig, ein Epilog wäre schön gewesen.
Dank an den Verlag für ein Rezensionsexemplar.
Trisha Ashley – Hollys Weihnachtszauber
Um dem Troubel in der Weihnachtszeit zu entfliehen betreut die Köchin Holly in ihrem Urlaub Häuser und geht so, seit dem Tod ihres Ehemannes vor vielen Jahren, den Menschen und Familienfeiern aus dem weg. Auch dieses Jahr ist das so geplant, als sie kurzfristig einen Housesitterjob annimmt.
Allerdings rechnet sie nicht in dem kleinen Dorf Lancashire damit, dass die Bewohner stets im Herrenhaus ein und ausgehen oder das der unverschämt anstrengende Hausherr ständig Kontrollanrufe macht, oder dass sie neben dem Hund auch noch ein Pferd zu versorgen hat.
Oder das sie plötzlich doch ein Weihnachtsfest ausrichtet, der Hausherr nach hause kommt und das er so unverschämt gut aussieht. Allerdings hat Holly mit ganz viel in diesem Winter nicht gerechnet, schon gar nicht, dass sie sich verlieben wird.
Ich habe von der Autorin noch kein Buch gelesen. Der Erzählstil ist angenehm, leicht und locker. Die Geschichte ist eine typische Weihnachtsgeschichte mit Fokus auf eine romantische Lovestory und vielen Stolpersteinen bis zum Happy End.
Die Charaktere sind größtenteils gut ausgearbeitet und besitzen eine angenehme emotionale Tiefe. Auch wenn es hier um eine Liebesgeschichte geht, steht Holly die erste Zeit fast allein im Fokus: die Trauer, die Wut, der grinchige Anteil an Weihnachten und ihre Mühe niemanden an sich heranzulassen. Jude der Loveinterest taucht zwar immer mal wieder bei Telefonaten auf, blieb aber anfänglich blass und unscheinbar. Holly hat das Herz am rechten Fleck und wird auch von der Dorfgemeinschaft, der Schwester und den Nachbarn schnell ins Herz geschlossen.
Ich will gerne betonen, dass mir die fetzigen und humorvollen Dialoge sehr gut zwischen den beiden gefallen haben. Es knistert angenehm.
Jude ist eher grüblerisch, etwas distanziert aber mit Holly liefert er sich einen witzigen, wortgewaltigen verbalen Austausch, dass ich oft geschmunzelt habe.
Beide Charaktere haben die Chance sich zu entwickeln und das gefiel mir gut.
Die Schauplätze sind angenehm beschrieben. Sowohl die chaotische, überladene Stimmung um Holly herum (die eigentlich total durchgeplant und organisiert ist), aber auch das winterliche Flair kamen gut zur Geltung.
Ich habe die Geschichte gern gelesen. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, dass die Story aus der Masse heraussticht, aber ich mochte die beiden Hauptfiguren, hab mich gut unterhalten gefühlt und ich konnte mit den Figuren mitfühlen und mitlachen. Es war eine durchweg runde, kurzweilige Geschichte die mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat und deswegen gibt es auch gerne eine Leseempfehlung von mir.
Das Cover ist typisch für das Genre. Ich fand es ganz nett.
Fazit: schöne, kurzweilige, humorvolle Weihnachtslovestory. 4 Sterne.
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