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Aus ihrer Sicht Roman | Endlich wiederentdeckt: das Hauptwerk der italienischen Ikone

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

Strong FMC + weitere

Erscheinungsdatum

12.03.2024

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

637

Maße (L/B/H)

18,9/11,9/3,5 cm

Gewicht

442 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

2

Originaltitel

Dalla parte di lei

Übersetzt von

Karin Krieger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68331-5

Beschreibung

Rezension

»Zeitlos gut.« ("Für Sie")
»Der feministische Roman, wie er im großartigen Nachwort genannt wird, kann auch in Deutschland, trotz seiner über 600 Seiten und Längen ein Meilenstein zur Gleichberechtigung werden.« ("Der Evangelische Buchberater")
»Alba de Céspedes verfasste ein flammendes Plädoyer für die Selbstbestimmung der Frauen und die Freiheit der Liebe.« ("Abendzeitung München")
»Endlich übersetzt: Das Hauptwerk der italienischen Ikone.« ("Les Inrockuptibles")
»[Céspedes] Romane wie Das verbotene Notizbuch und Aus ihrer Sicht sind feministische Klassiker des 20. Jahrhunderts. Sie bieten einen Einblick in die Sozialgeschichte dieser Zeit aus weiblicher Perspektive, als Frauen nicht nur um Bildung kämpften, sondern vor allem darum, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.« ("Literatur aktuell")
»Ein durch und durch feministischer Roman!« ("Mathilde")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

  • Strong FMC
  • Forbidden Love/Romance
  • Victim Gets Revenge

Erscheinungsdatum

12.03.2024

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

637

Maße (L/B/H)

18,9/11,9/3,5 cm

Gewicht

442 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

2

Originaltitel

Dalla parte di lei

Übersetzt von

Karin Krieger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-68331-5

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Pedi

    3/5

    18.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Mit Längen

    Alba de Céspedes hatte 2021 ein sehr erfolgreiches Comeback mit ihrem 1953 verfassten verbotenen Notizbuch. Sehr naheliegend, dass ihr Verlag nun ein früheres Werk von ihr nachschob. Auch hier geht es um eine mehr oder weniger geglückte Emanzipation einer Frau im Italien. 1939 wächst Alessandra in Rom auf und erlebt in ihrer eigenen Familie, wie das Patriarchat Frauen niederdrückt. Ihre Mutter, begabte Pianistin, muss das erfahren und scheidet freiwillig aus dem Leben. Zunächst zu ihrer Großmutter aufs Land geschickt, später als Ersatz der Hausfrau in Rom erscheint ihr, wie so vielen Frauen damals die Ehe als Flucht aus diesem unterdückten Dasein. Ganz sicher, wie angekündigt, ein Meilenstein der feministischen Literatur, merkt man dem Buch aber doch sehr an, dass es bereits 1949 verfasst wurde. Einige Längen und Redundanzen, ein gewisses Pathos schmälern das Lesevergnügen ein wenig. Dennoch, gerade historisch gesehen, ein interessantes Buch.

  • Rentier

    aus WIen

    5/5

    28.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitreißend und zerreißend

    Die kleine Alexandra wächst in Rom in der Vorkriegszeit auf und bekommt ständig ihren Bruder vorgesetzt: Dieser ist zwar schon lange tot, ertrunken und doch scheint er in den Herzen der Eltern präsenter zu sein als das kleine Mädchen selbst. Ihre große Hürde: Alexandra schafft es nicht ihm ebenbürtig zu werden, den alles hätte der tote Bruder besser gekonnt. Alexandra ist nur das Abbild dieses Alessandro, genauso wie jede Frau Italiens zu jener Zeit nur der Schatten eines Mannes ist. Eine Frau hat sich zu fügen und soll keine eigenen Wünsche ans Leben richten … Bei der Großmutter erlebt Alexandra zum ersten Mal das Gefühl, Beachtung zu finden und verstanden zu sein. Diese Zeit währt viel zu kurz. Der Sprachstil ist beklemmend, mitreißend; als Leserin kommt die Wut hoch, die Verzweiflung, die Hoffnung und dann doch die Resignation … Die Geschichte einer starken Frau, die nicht in ihre Zeit passen will. Absolute Kaufempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    23.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beschreibung eines weiblichen Kosmos' mit Männern als disruptiven Störenfriede

    Alba de Céspedes wirft einen mit kurzen klaren Sätzen direkt in das Leben der noch kleinen Alessandra, deren Dasein von dem Nichtmehrsein ihres Bruders Alessandro überschattet ist. Die schöne Mutter ist liebevoll und zärtlich, aber alles andere in der Umgebung der Protagonistin düster und beklemmend, der Vater ein grober und geistloser Charakter aus bäuerlichen Verhältnissen. Die Mutter, eine feinsinnige, gescheiterte Pianistin, hält die Familie zusammen. Wie Alessandras Famillie ergeht es auch den anderen Familien des Mietshauses. Männer und Jungen sind in dem von weiblicher Hand beherrschtem Kosmos wie der „hinterhältiger Eindringling in unserer friedlichen Frauenwelt“. Dennoch dreht sich nur um ihre Existenz alles Leben des weiblichen Kosmoses. Sofort wird man von Alba de Céspedes Geschichte aufgesogen und in mitten in den Alltag süditalienischer Frauen gezogen und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, zumindest als Frau. Aber auch für die Herren der Schöpfung ist diese Lektüre durchaus empfehlenswert!

  • Bewertung

    5/5

    19.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Ehe zerstört die Liebe

    Alba de Cespedes ist eine italienisch-kubanische Autorin, die mit "Aus ihrer Sicht" ein echtes Zeitdokument erschaffen hat. Wir erfahren über die Lebensumstände in Rom vor und während des Zweiten Weltkrieges, über Hunger, die Unzufriedenheit der Bevölkerung, Widerstand, Verdunkelung und als stetige Begleitung "die arrogante Stimme aus dem Radio". Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte Alessandras, die in ärmlichen Verhältnisse in den 30er Jahren in Rom heranwächst. Ihr Vater ist ein kleiner Beamter, die Mutter gibt Klavierstunden, dies ist für sie die einzige Möglichkeit, ihr Talent auszuleben. Alessandra ist viel alleine, sie beobachtet die Hausfrauen in ihrem Wohnhaus, ihre Einsamkeit und vergleicht ihre Stellung mit der von unbezahlten Dienstmädchen. Alessandra wächst mit den romantischen Erzählungen der Mutter auf, den Vater, der seine Frau als verrückt abtut, hasst sie. Die Mutter versucht, aus dem Gefängnis ihrer Ehe auszubrechen, scheitert jedoch. Alessandra verliebt sich in den Antifaschisten Francesco und sie möchte mit ihm eine gleichberechtigte Beziehung führen, sie möchte ihre Liebe auch in ihrer Ehe absolut gleichberechtigt leben. Doch trotz aller Versuche holt sie die Realität ein - und um ihre Liebe zu Francesco zu retten, greift Alessandra zu einem furchtbaren Mittel. De Cespedes wollte nach eigenen Aussagen mit diesem Roman dagegen anschreiben, dass die Liebe nur eine Illusion sei. Ich fand den Roman trotz der vielen Details sehr spannend, die Frauenfiguren sehr gut gezeichnet . Das Leben in Rom konnte ich mir sehr gut vorstellen, obwohl diese Informationen eher nebenbei erzählt werden. Kurzum, mir hat dieser Roman ausgezeichnet gefallen, der einzige Wermutstropfen ist, dass sich in Wirklichkeit gar nicht so viel geändert hat an der gesellschaftlichen Stellung der Frau!

  • Biancaneve

    aus Salzburg

    5/5

    18.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Liebe als Illusion

    Alessandra wächst im Rom der 1920er Jahre in einer kleinbürgerlichen Familie auf. Der Vater, Beamter im Ministerium, bestimmt als Familienoberhaupt das Leben der Mutter, die leidenschaftlich Klavier spielt. Mit der Erziehung der Tochter ist er nach dem Tod seiner Frau überfordert und schickt Alessandra daher zu seinen Verwandten in ein Dorf in den Abruzzen. Dort soll sie lernen sich unterzuordnen, was nicht gelingt. Zurück in Rom lernt sie Francesco kennen, der im Widerstand gegen die Faschisten kämpft. Die beiden heiraten, doch Alessandra findet auch an Francescos Seite nicht die Zufriedenheit und Freiheit, die sie erhofft hatte. Der Roman beschreibt die Geschichte einer Liebe, und schließlich sogar eines Verbrechens. Das Cover zeigt das Portrait einer jungen Frau, die selbstbewusst in die Kamera blickt. Das Bild soll auf die Protagonistin Alessandra verweisen, deren Charakter allerdings nicht in nur einem Foto erfasst werden kann. Kapiteleinteilungen gibt es nicht, dafür eine grobe Unterteilung je nach Lebensabschnitt der jungen Frau. Der Roman ist mit seinen mehr als 600 Seiten sehr umfangreich; dennoch scheint kein einziges Wort der Ich-Erzählerin Alessandra überflüssig. Der Schreibstil, teils mit sehr bildhaften, dann wieder sehr direkten Aussagen, entwickelt eine Sogwirkung, die den Leser fesselt und immer tiefer ins Leben der Protagonistin eintauchen lässt. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt sie aus ihrem Leben. Ausführlich gibt sie ihre Gedanken wieder und in einer Rückschau auf die Kindheit gibt sie die Geheimnisse des Mietshauses preis, in dem sie aufwächst und zeichnet das zermürbende Leben der Frauen zwischen Haushalt und Kindererziehung. Ganz im Gegensatz dazu steht das ländliche Leben in den Abruzzen. Auch dort erfährt Alessandra, dass Frauen für Haushalt und Kinder zuständig sind, erkennt in ihrer Großmutter allerdings eine sehr starke Persönlichkeit, die sich ihrer Macht sicher ist. In der Ehe mit Francesco stellt Alessandra fest, dass die ursprüngliche Liebe einer oberflächlichen Aufmerksamkeit gewichen ist, die sie nicht länger hinnehmen will. Sie will erreichen, dass Liebe und Ehe nicht unvereinbar, sondern durchaus gleichzeitig bestehen können. Die Charaktere sind alle sehr glaubwürdig dargestellt. Die Autorin geht dabei nicht einseitig vor, denn sie beschreibt nicht nur die „Fehler“ der Männer, sondern geht auch recht offen mit jenen der Frauen um. Gäbe es nicht Anspielungen auf Faschismus, Besatzung und schließlich das Ende des Kriegs, könnte die Geschichte auch zu einer anderen Zeit spielen. Denn ganz verschwunden ist die untergeordnete Rolle der Frau, die die Gesellschaft ihr zuordnet, auch heute noch nicht. Interessant ist vor allem auch das Vorwort der Neuaufgabe von 1994, in dem die Autorin ihren speziellen Blick auf die italienische Innen- und Außenpolitik darlegt. Die Originalfassung ist von 1949. Einerseits ist es schade, dass die deutschsprachige Ausgabe erst 2023 erschienen ist, andererseits ist für ein wertvolles Werk wie diesen Roman nie zu spät.

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