Vic war noch nie ein Kind von Traurigkeit, aber – oh boy – 14 Typen hintereinander?
Schuld daran ist Fabian, ihr bester Freund. Wieso drückt er eigentlich immer die richtigen Knöpfe? Mistkerl.
Hübscher, liebevoller Mistkerl.
Aber geil ist der Gedanke an eine Sex-Wette schon.
Und ganz vielleicht ist bei den 14 Typen einer dabei, der Vic diese so gar nicht freundschaftlichen Gefühle für Fabian aus dem Hirn vögeln kann …
Taschenbuch-exklusiv: Diese Ausgabe enthält ein Bonuskapitel aus Fabians Sicht.
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Spicy, witzig, einfühlsam: eine sexpositive RomCom darüber, wie wichtig ehrliche Kommunikation ist
Antje aus Stuttgart am 16.01.2025
Bewertungsnummer: 2388319
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Vic erzählt. Um Fabian - dem Sandkasten-Freund, in den sie heimlich verliebt ist - zu beweisen, wie attraktiv sie ist, wettet sie, in 14 Tagen 14 Männer zu verführen.
Durch die Kürze des Romans und das Thema ergibt sich eine sehr hohe Dichte an spicy Szenen. Was mir dabei sehr gut gefallen hat, ist die Unterschiedlichkeit der Begegnungen, die Vic macht. Vom arroganten A*** bis zum anhänglichen Welpenblick-Typen ist einiges vertreten.
Wie Vic als Erzählerin ihre Erlebnisse einordnet und reflektiert fand ich (bis auf ein Date) sehr gut umgesetzt. So wurden schwierige Themen angesprochen und direkt benannt. Auch Themen, die meistens mit Scham behaftet sind oder abwertend betrachtet werden, werden im Buch mit erfrischender Selbstverständlichkeit angesprochen.
Die Rahmenhandlung und die Nebenfiguren schaffen sowohl ein angenehmes Gleichgewicht zwischen ernsten und witzigen Szenen als auch zwischen Spice und Plot.
Die Auflösung am Ende war mir einerseits fast ein wenig zu knapp, andererseits aber auch genau das, was ich gehofft habe.
Insgesamt ein super witziges, kurzweiliges und absolut empfehlenswertes Buch für alle, die Liebesgeschichten mit viel Spice mögen.
Aktuell und authentisch. Sowas fehlte dem Buchmarkt.
Franci aus Ilmenau am 26.11.2023
Bewertungsnummer: 2076784
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Fanny Remus packt in „That f*cking Bet“ Dinge und Gedanken aus, die wohl in vielen Köpfen stetig umherschwirren, ohne – ob im Alltag, in Unterhaltungen mit FreundInnen, dem/der PartnerIn – gesagt zu werden, kreiert Situationen und Probleme, die zwar fast jedeR kennt, doch stillschweigend verdrängt werden. Die Autorin schreibt vollkommen ungezwungen über Stellungen, Gedanken und Neigungen (…), lässt den LeserInnen Vibes à la „Hey, das ist vollkommen natürlich und normal, Du bist damit nicht alleine!“ zukommen.
Mit Vic bietet Fanny eine stabile, echte Basis, eine Figur, mit der es sich identifizieren lässt (mir erging es jedenfalls so), zeigt an dieser u. A. deutlich, dass die Art (und Häufigkeit) der s*xuellen Auslebung keine Rückschlüsse auf den Charakter gibt.
Funfact: Trotz eines aktiven und (augenscheinlich) ausgelassenen S*xlebens können Scham, Selbstzweifel und Unsicherheiten jeglicher Art in einer Person schwelen.
Die Protagonistin bleibt, trotz des Drucks, den die Wette unweigerlich auslöst, ihren Prinzipien treu, kommuniziert klar, was sie wie will und braucht — zumindest im »Bett mit dem Fremden«. (Sind wir ehrlich, das machen wir doch alle viel zu selten.)
Neben Verhütung, diversen S**praktiken, Selbstbefri*digung und dem gegenseitigen Einverständnis – hervorzuheben ist, dass hier alles, trotz des sexuellen Fokus, auf „safe“ und „freiwillig“ ausgelegt ist – werden bspw. auch (weibliche) Probleme, die mit viel/häufigem „Verkehr“ einhergehen, zur Sprache gebracht.
Wir finden verschiedene S*xualitäten wie auch unterschiedliche Arten von Intimitäten, denn der Akt selbst ist nicht unbedingt ausschlaggebend.
Schubladen werden aufgezogen, um mit (mir) bekannten Vorurteilen zu spielen, solche, mit denen sich insbesondere Frauen und nicht heteros*xuelle Menschen, die ihre S*xualität/Bedürfnisse offen ausleben, öfter konfrontiert sehen.
Auch sehr gut umgesetzt: die Geschichten anderer Charaktere/ Paare, die in der Story auftauchen, werden fortgeführt, was der Handlung mehr Griffigkeit schenkt.
Der (Buch-)Markt braucht definitiv mehr s*xpositivity!
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