Der zweite Teil der »Somerset«-Reihe: noch mehr verbotene Liebe, Sehnsucht und Intrigen
Die junge Witwe Rebecca Seagrave hat einen ehrgeizigen Plan: Sie will in die Politik gehen. Das ist als Frau im England des 18. Jahrhunderts natürlich nicht leicht. Besonders nicht, wenn man einen gewissen Duke of Somerville als seinen Gegner hat und ihm auf den eleganten Bällen und Dinnerpartys der High Society auch noch ständig über den Weg läuft. Dabei fliegen die Fetzen – und doch fängt Rebeccas Herz bald an, gefährlich für den attraktiven Duke zu schlagen. Zu allem Überfluss macht er ihr auch noch ein unmoralisches Angebot: Er verspricht, ihre politische Karriere zu unterstützen, wenn sie eine Nacht mit ihm verbringt. Das kommt für Rebecca natürlich nicht in Frage, obwohl sie sich immer stärker zu ihm hingezogen fühlt.
Ungekürzte Lesung mit Dagmar Bittner, Julian Mehne
16h 38min
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
15 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Tolles Buch!
Bewertung am 11.05.2023
Bewertungsnummer: 1939683
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Rebecca ist eine unabhängige, selbstständige Frau, welche hohe Ziele und Ansprüche an sich selbst hat. Schon im 1. Teil der Somerset-Saga fand ich sie total faszinierend. Sie geht ihren eigenen Weg, versucht für ihre Freunde da zu sein und ist davon überzeugt, alles irgendwie zu schaffen, selbst wenn es ihr über den Kopf wächst. Und dennoch ist sie tief in ihrem innern verunsichert. Das macht sie nur noch sympathischer und menschlicher, da sie sich dennoch ihren Problemen stellt. Henry hat ebenfalls ein paar Päckchen zu tragen. Allerdings überspielt er diese mit Skandalen um seinen Vater eins auszuwischen obwohl dieser gar nicht mehr lebt. Dennoch ist er ein starker Charakter, dem seine Familie alles bedeutet. Er liebt seine Mutter und seine Geschwister und würde für seine älteste Schwester Dinge tun, welche er nicht machen möchte, nur damit sie es nicht machen muss. Zumden ist er aufgeschlossen und gar nicht so schnöselig, wie man es von einem Duke erwarten würde.
Beide Charaktere wirken so echt mit ihren Gedanken und Sorgen, sodass ich fast jede Entscheidung verstehen konnte. Wie in auch in Band 1 hatte die Freundschaft wieder einen großen Anteil des Buches ausgemacht. Besonders Betty war in diesem Buch die beste Freundin, welche man sich je wünschen könnte. Daher bin ich besonders auf ihre eigene Geschichte gespannt, da sie wirklich alles gute auf der Welt verdient hätte.
Große Gefühle und Intrigen in der englischen Adelswelt, sehr unterhaltsam und emotional
Bewertung am 12.01.2023
Bewertungsnummer: 1858709
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Einordnung:
In dem Roman „Verführung und Verrat“ geht es um eine willensstarke Frau und romantische Verwicklungen in der englischen Adelswelt in den 1790ern. Die deutsche Autorin Emma Hunter hat letztes Frühjahr mit „Sehnsucht und Skandal“ den Auftakt ihrer dreiteiligen Somerset-Saga vorgelegt (habe ich gelesen und gemocht). Die primäre Zielgruppe sind New Adult Leserinnen, die hier eine romantische Geschichte im historischen Kostüm (inklusive der genre-typischen ausführlichen Erotik-Szenen) erleben dürfen. Emma Hunter erfüllt die Erwartungen ihrer Leserinnen.
Als Pluspunkt ist zu nennen, dass bei Emma Hunter die englische Regency Zeit mehr als bloß Kulisse und Kostüm ist: Sie hat viele interessante historische Details aus der damalige Lebenswelt recherchiert (Politik, Benimmregel, Mode, Gesundheit, Kosmetik, Essen) und schön in die Handlung eingeflochten, so dass ein schillerndes Sittengemälde entsteht.
Nur manche Denkweisen und Dialoge der Figuren klingen zu modern, da merkt man, dass halt nicht Jane Austen schreibt, sondern eine Autorin des 21. Jahrhunderts, die für ihre Leserinnen Anknüpfungspunkte zur heutigen New Adult Welt schaffen möchte, so dass Identifikation leicht möglich ist.
Story und Figuren:
Die Handlung spielt 1795 in Bath und London. Die Protagonistin Rebecca Seagrave (junge Witwe von Mitte 20) ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, sie leitet eine Gastwirtschaft in Bath. Nun möchte sie in die Politik gehen. Ihr Gegenspieler ist der charmante Duke of Somerville (Henry), zu dem sie sich – ohne es zu wollen – immer mehr hingezogen fühlt. Es ist amüsant zu lesen, wie zwischen den beiden die Fetzen fliegen. Er macht ihr ein unmoralisches Angebot: Er verspricht, ihre politische Karriere zu unterstützen, wenn sie eine Nacht mit ihm verbringt. Mehr sei nicht verraten… Jedenfalls hat die Autorin mit dem Duke einen verführerischen Romantic Lead erschaffen, der trotz seiner teils kritikwürdigen Handlungen sympathisch war und auch mein Leserin-Herz erobern konnte.
Erzählweise:
Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Rebecca und aus der Sicht von Henry (Duke) erzählt.
Pluspunkte:
(+) Willensstarke Frau als Protagonistin, sympathisch, auch verletzlich. Es ist ein rundes Charakterporträt, auch mit Tiefgang (Stichwort: Umgehen mit seelischen und körperlichen Narben, Body Positivity).
(+) Wichtiges Thema: Gleichberechtigung für Frauen (z. B. Wahlrecht). Ich fand es im Vergleich zu den sonstigen Regency Romanen erfrischend, dass in hier nicht um das Finden eine passenden Ehemanns ging.
(+) Es ist ein gut erzählte „enemies to lovers“ Geschichte: bekanntes Schema, prickelnd umgesetzt.
(+) Sprache und Stil finde ich angenehm zu lesen und auf einem ansprechenden Niveau. Schöne Wortgefechte.
(+) Der Zeitgeist ist gut recherchiert und das Lebensgefühl des englischen Adels wird lebendig.
Kritikpunkte:
Einige Probleme und Verwicklungen wirkten zu konstruiert auf mich (natürlich möchte die Autorin Drama schaffen) und teils nicht mehr realistisch. Aber okay, es geht hier ums Emotionale.
Für meinen Geschmack waren es zu viele Erotikszenen, aber dies ist typisch für New Adult Romane.
Fazit: Insgesamt hat mir Band 2 von Hunters Somerset-Saga sogar noch etwas besser gefallen, als Band 1. Ich mochte besonders das Feminismus-Thema und dass die Protagonistin hier mehr Lebensreife hat.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.