Gustav Heller, Kriminalrat der Königlichen Polizei in Dresden, reitet an einem Sommertag im Jahre 1879 die Elbe entlang, als ein plötzlicher Knall die Stille zerreißt. Auf dem Fluss ist der Kessel eines Frachtdampfers explodiert, Tote und Verletzte treiben im Wasser. Beherzt zieht Heller einen Schwerverletzten an Land. Wenig später führt ihn ein diffiziler Fall von Sabotage, Erpressung und Mord wieder an die Elbe: Zwei Dampfschiffreedereien kämpfen erbittert um die königliche Schifffahrtslizenz und schrecken auch nicht vor drastischen Mitteln zurück. Doch Hellers hartnäckige Nachforschungen erregen den Unwillen seines Vorgesetzten …
Ungekürzte Lesung mit Achim Buch 1 mp3-CD | ca. 11 h 23 min
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
angi_molly
aus Karlsruhe
5/5
15.04.2025
eBook (ePUB 3)
Bin positiv überrascht
Meinung: Da ich bereits einige Bücher von dem lieben Frank gelesen habe, stand für mich fest: Auch dieses Werk muss ich lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in die Geschichte eingetaucht. Die Spannung hat mich sofort gepackt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Obwohl historische Krimis normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre sind, hat mich diese Geschichte regelrecht in ihren Bann gezogen. Frank hat die Atmosphäre des späten 19. Jahrhunderts hervorragend eingefangen. Gustaf Heller reitet auf einem wilden Hengst zum Polizeirevier, als er Zeuge einer katastrophalen Explosion wird – ein Dampfschiff auf der Elbe geht in Flammen auf. Tote und Verletzte treiben im Wasser, Schreie gellen über den Fluss. Heller zögert keine Sekunde und rettet einen Mann. Man hat das Gefühl, direkt mit Gustaf Heller durch die Straßen der Stadt zu reiten, den Rauch der Explosion zu riechen und das Chaos auf der Elbe hautnah mitzuerleben. Zusammen mit seinem Assistenten vermutet Heller, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Zu viele Hinweise deuten auf Sabotage hin. Doch je tiefer sie graben, desto mehr verstricken sie sich in ein gefährliches Netz aus Geheimnissen. Überlebende verschwinden plötzlich spurlos, Zeugen schweigen – oder sterben. Was steckt wirklich hinter der Explosion? Geht es um Erpressung? Um Rache?
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, gut lesbar und gleichzeitig atmosphärisch dicht. Die Dialoge wirken authentisch, die Beschreibungen sind so bildhaft, dass man meint, selbst Teil des Geschehens zu sein. Besonders gut gefallen haben mir die detaillierten Schauplätze und die authentische Darstellung der damaligen Zeit.
Auch die Figuren sind überzeugend gestaltet. Ein rundum gelungener historischer Kriminalroman – ich freue mich riesig auf den zweiten Teil, der schon bereitliegt
hasirasi2
aus Dresden
5/5
25.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein hochexplosiver Fall
Gustav Johann Heller, Kriminalrat der Dresdner Staatspolizei, reitet morgens an der Elbe aus und regt sich über einen vorbeifahrenden Elbdampfer aus, als kurze Zeit später ein lauter Knall ertönt – der Kessel des Schiffs scheint explodiert zu sein. Ihm und den anderen Herbeigelaufenen bietet sich ein schreckliches Bild. In der starken Strömung treiben Tote und Ertrinkende. Unser Einsatz seine Lebens kann Gustav einen schwerverletzten Matrosen retten.
Da Gustav irritiert ist, denn „Kessel explodieren nicht einfach so.“ (S. 25), besichtigt er zusammen mit seinem Assistenten am nächsten Tag das Wrack. Der Maschineningenieur des Schiffs sagt ihnen, dass alle Ventile versagt und die Druckanzeigen nicht funktioniert haben, was unwahrscheinlich ist, er aber keine Hinweise auf Sabotage finden kann. Auf der Suche nach den Überlebenden und Augenzeugen stellt Gustav fest, dass die nach und nach verschwinden bzw. tot aufgefunden werden. Gegen den Willen seiner Vorgesetzen und ohne Befugnisse ermittelt er auf eigene Faust.
„Tod auf der Elbe“ ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Bestseller-Autor Frank Goldammer und dreht sich um den Großvater von Kommissar Max Heller, der schon einen Gastauftritt in „In Zeiten des Verbrechens“ hatte. Gustav kommt einem erbitterten Kampf um die Schifffahrtskonzession des Königs auf die Spur. Aber würde einer der Konkurrenten auch dafür töten?
Gustav hat im Deutsch-Französischen Krieg als Rittmeister gedient, ist Kriminalrat und bewirtschaftet einen großen Hof in Oberpoyritz, auf dem er Pferde für das Militär und die Armee züchtet. Er ist unangepasst und lässt sich von anderen nichts sagen oder verbieten, davon können sowohl seine Vorgesetzten als auch Untergebenen ein Lied singen. Im Laufe der Ermittlungen macht er sich einige einflussreiche Feinde, aber er lässt sich nicht bremsen, wenn er sich erstmal festgebissen hat: „Ich tue nur, was sonst keiner tut. Ich gehe auch gegen jene vor, die sich sonst mit Geld und Stand aus allem frei kaufen können.“ (S. 179)
Zudem wird er sich ihrer beschränkten Mittel bewusst: Er bräuchte Spezialisten (Chemiker, Mediziner, Physiker, Fotografen), die nur für die Polizei arbeiten, und Befugnisse, sämtliche staatliche Unterlagen einsehen zu dürfen. Damit ist er seiner Zeit voraus, auch wenn er sich mit der Schnelligkeit der Dampfschiffe noch nicht anfreunden kann. Zum Glück hat er gute Verbindungen und kennt Spezialisten, die ihn bei seine Nachforschungen unterstützen. Außerdem scheut er sich nicht, beim König vorstellig zu werden, als sein Hof überfallen und seine Familie bedroht wird.
Frank Goldammer kann auch mit seiner neuen Reihe überzeugen. Er erzählt sehr tempo- und wendungsreich, und hält die Spannung bis zum Schluss. Denn Gustav hat zwar viele Indizien, aber keine Beweise, um den Täter zu überführen. Zudem gerät er in Verdacht, ein Sozialdemokrat zu sein, was ihn alle Ämter, Aufträge und Privilegien kosten könnte. Ich mag diesen kantigen Ermittler, der trotz aller Härte und Verbissenheit ein Herz für Schwächere hat.
5 Sterne und meine Leseempfehlung.
hasirasi2
aus Dresden
5/5
25.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein hochexplosiver Fall…
Ein hochexplosiver Fall Gustav Johann Heller, Kriminalrat der Dresdner Staatspolizei, reitet morgens an der Elbe aus und regt sich über einen vorbeifahrenden Elbdampfer aus, als kurze Zeit später ein lauter Knall ertönt – der Kessel des Schiffs scheint explodiert zu sein. Ihm und den anderen Herbeigelaufenen bietet sich ein schreckliches Bild. In der starken Strömung treiben Tote und Ertrinkende. Unser Einsatz seine Lebens kann Gustav einen schwerverletzten Matrosen retten. Da Gustav irritiert ist, denn „Kessel explodieren nicht einfach so.“ (S. 25), besichtigt er zusammen mit seinem Assistenten am nächsten Tag das Wrack. Der Maschineningenieur des Schiffs sagt ihnen, dass alle Ventile versagt und die Druckanzeigen nicht funktioniert haben, was unwahrscheinlich ist, er aber keine Hinweise auf Sabotage finden kann. Auf der Suche nach den Überlebenden und Augenzeugen stellt Gustav fest, dass die nach und nach verschwinden bzw. tot aufgefunden werden. Gegen den Willen seiner Vorgesetzen und ohne Befugnisse ermittelt er auf eigene Faust. „Tod auf der Elbe“ ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Bestseller-Autor Frank Goldammer und dreht sich um den Großvater von Kommissar Max Heller, der schon einen Gastauftritt in „In Zeiten des Verbrechens“ hatte. Gustav kommt einem erbitterten Kampf um die Schifffahrtskonzession des Königs auf die Spur. Aber würde einer der Konkurrenten auch dafür töten? Gustav hat im Deutsch-Französischen Krieg als Rittmeister gedient, ist Kriminalrat und bewirtschaftet einen großen Hof in Oberpoyritz, auf dem er Pferde für das Militär und die Armee züchtet. Er ist unangepasst und lässt sich von anderen nichts sagen oder verbieten, davon können sowohl seine Vorgesetzten als auch Untergebenen ein Lied singen. Im Laufe der Ermittlungen macht er sich einige einflussreiche Feinde, aber er lässt sich nicht bremsen, wenn er sich erstmal festgebissen hat: „Ich tue nur, was sonst keiner tut. Ich gehe auch gegen jene vor, die sich sonst mit Geld und Stand aus allem frei kaufen können.“ (S. 179) Zudem wird er sich ihrer beschränkten Mittel bewusst: Er bräuchte Spezialisten (Chemiker, Mediziner, Physiker, Fotografen), die nur für die Polizei arbeiten, und Befugnisse, sämtliche staatliche Unterlagen einsehen zu dürfen. Damit ist er seiner Zeit voraus, auch wenn er sich mit der Schnelligkeit der Dampfschiffe noch nicht anfreunden kann. Zum Glück hat er gute Verbindungen und kennt Spezialisten, die ihn bei seine Nachforschungen unterstützen. Außerdem scheut er sich nicht, beim König vorstellig zu werden, als sein Hof überfallen und seine Familie bedroht wird. Frank Goldammer kann auch mit seiner neuen Reihe überzeugen. Er erzählt sehr tempo- und wendungsreich, und hält die Spannung bis zum Schluss. Denn Gustav hat zwar viele Indizien, aber keine Beweise, um den Täter zu überführen. Zudem gerät er in Verdacht, ein Sozialdemokrat zu sein, was ihn alle Ämter, Aufträge und Privilegien kosten könnte. Ich mag diesen kantigen Ermittler, der trotz aller Härte und Verbissenheit ein Herz für Schwächere hat. 5 Sterne und meine Leseempfehlung.
Marlen
aus Dresden
4/5
10.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Er kann auch 19. Jahrhundert!
Mit dem Beginn der neuen Krimi-Reihe um Kriminalrat Gustav Heller ist Frank Goldammer nicht mehr nur der Dresdner Krimiautor für die Zeit ab 1945. Er wagt sich nun zurück bis ins Jahr 1879 und lässt den Großvater seines bisherigen Protagonisten Max Heller ermitteln.
Die Zeit ist geprägt von ersten industriellen Fortschritten, die Gustav Heller fasziniert, aber auch teilweise recht skeptisch zur Kenntnis nimmt. Sein erster Fall hat auch gleich einen technischen Hintergrund: auf einem der neumodischen Dampfschiffe, die auf der Elbe fahren, ist ein Kessel explodiert und hat das Schiff zerstört und auch Menschenleben gefordert. Technisches oder menschliches Versagen? Oder steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter?
Die Zeit des späten 19. Jahrhunderts ist spannend, denn die technischen Fortschritte und auch die Fortschritte in der Kriminalistik lassen sich nicht mehr aufhalten. Diese Zeit des Umbruchs zu beschreiben ist allerdings auch eine ziemlich große Herausforderung, die der Autor aber mit Bravour gemeistert hat. An keiner Stelle hatte ich den Eindruck, etwas sei unlogisch oder der Zeit unangemessen geschildert worden. Ganz im Gegenteil, ich habe es genossen, Gustav Heller bei seinen Ermittlungen zu folgen – denn bei modernen Krimistoffen zwischen Smartphones und digitaler Forensik bleibt kaum noch Raum für die Spürnase oder den Scharfsinn eines Kriminalisten. Doch Gustav Heller hat diese Zeit – oder besser: er muss sie sich nehmen, denn schneller ging es damals eben nicht. Und das ist eigentlich auch mal ganz schön.
Bis in die „3. Reihe“ sind die Nebenfiguren gut gezeichnet und haben Ecken und Kanten. Allen voran Hellers Assistent Schrumm, der mitunter ungewollt für Schmunzler sorgt, aber eigentlich ein so helles Köpfchen ist, dass man Respekt vor ihm haben muss. Auch Hellers Frau Helene, die eine patente und selbstbewusste Frau ist, passt sowohl in die Zeit als auch in ein modernes Frauenbild. Nicht zuletzt spielt auch der sächsische König eine kleine Rolle und diese ist ebenfalls mit einem Augenzwinkern gestaltet.
Dieser erste Band der Reihe war für mich zwar kein atemberaubender Pageturner, aber doch ein wunderbar stimmiger historischer Roman, den ich gern gelesen habe und dem hoffentlich noch so einige Abenteuer für Gustav Heller folgen werden!
Blümchen
aus Dresden
4/5
10.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Er kann auch 19. Jahrhundert!…
Er kann auch 19. Jahrhundert! Mit dem Beginn der neuen Krimi-Reihe um Kriminalrat Gustav Heller ist Frank Goldammer nicht mehr nur der Dresdner Krimiautor für die Zeit ab 1945. Er wagt sich nun zurück bis ins Jahr 1879 und lässt den Großvater seines bisherigen Protagonisten Max Heller ermitteln. Die Zeit ist geprägt von ersten industriellen Fortschritten, die Gustav Heller fasziniert, aber auch teilweise recht skeptisch zur Kenntnis nimmt. Sein erster Fall hat auch gleich einen technischen Hintergrund: auf einem der neumodischen Dampfschiffe, die auf der Elbe fahren, ist ein Kessel explodiert und hat das Schiff zerstört und auch Menschenleben gefordert. Technisches oder menschliches Versagen? Oder steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter? Die Zeit des späten 19. Jahrhunderts ist spannend, denn die technischen Fortschritte und auch die Fortschritte in der Kriminalistik lassen sich nicht mehr aufhalten. Diese Zeit des Umbruchs zu beschreiben ist allerdings auch eine ziemlich große Herausforderung, die der Autor aber mit Bravour gemeistert hat. An keiner Stelle hatte ich den Eindruck, etwas sei unlogisch oder der Zeit unangemessen geschildert worden. Ganz im Gegenteil, ich habe es genossen, Gustav Heller bei seinen Ermittlungen zu folgen – denn bei modernen Krimistoffen zwischen Smartphones und digitaler Forensik bleibt kaum noch Raum für die Spürnase oder den Scharfsinn eines Kriminalisten. Doch Gustav Heller hat diese Zeit – oder besser: er muss sie sich nehmen, denn schneller ging es damals eben nicht. Und das ist eigentlich auch mal ganz schön. Bis in die „3. Reihe“ sind die Nebenfiguren gut gezeichnet und haben Ecken und Kanten. Allen voran Hellers Assistent Schrumm, der mitunter ungewollt für Schmunzler sorgt, aber eigentlich ein so helles Köpfchen ist, dass man Respekt vor ihm haben muss. Auch Hellers Frau Helene, die eine patente und selbstbewusste Frau ist, passt sowohl in die Zeit als auch in ein modernes Frauenbild. Nicht zuletzt spielt auch der sächsische König eine kleine Rolle und diese ist ebenfalls mit einem Augenzwinkern gestaltet. Dieser erste Band der Reihe war für mich zwar kein atemberaubender Pageturner, aber doch ein wunderbar stimmiger historischer Roman, den ich gern gelesen habe und dem hoffentlich noch so einige Abenteuer für Gustav Heller folgen werden!
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