Produktbild: Wild Herbeigesehntes

Wild Herbeigesehntes »Ganz ohne ein eigenes Glück lässt sich nicht vom Glück sprechen.« — Frühe Erzählungen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,7/12,3/2,7 cm

Gewicht

348 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07301-0

Beschreibung

Rezension

»Die Welt des Schweizer Schriftstellers Urs Widmer war voller absurder Komik und bizarrer Weltuntergänge.« Michael Krüger / Die Zeit, Hamburg
»Er war ein Zauberer, der alles konnte und dem alles gelang. Eine einfache Erzählsituation, ein Satz, ein Wort wurde für ihn zum Sprungbrett in die unendlichen Welten der Phantasie.«
»Urs Widmer hat das Normale ins Surreale übersetzt und die Sehnsucht beim Wort genommen - so wurde er zu einem der großen Erzähler seines Landes.«
»›Wild Herbeigesehntes‹ zeigt den anarchischen Witz des Schweizer Autors, für den es keine Grenze zwischen Hoch- und Trivialliteratur gab und dessen Texte noch heute die Lesegewohnheiten herausfordern.
»Widmer begann als wilder Surrealist. Was in seinen stärker autobiografisch geprägten Romanen noch nachklingt, war hier lustvoll Hauptsache: die welterzeugende Macht der Sprache.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2024

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,7/12,3/2,7 cm

Gewicht

348 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07301-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    20.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Schriftsteller Urs Widmer…

    Der Schriftsteller Urs Widmer (1938-2014) war seit seinem avantgardistischen Erstling, der Erzählung „Alois“ (1968), nicht mehr aus der Schweizer Literaturszene wegzudenken. Mit seinen beiden Romanen „Der Geliebte der Mutter“ (2000) und „Das Buch des Vaters“ (2004) gewann er auch internationale Anerkennung, die sich in zahlreichen Auszeichnungen und Preisen ausdrückte. Zu seinem 10. Todestag hat der Diogenes Verlag, wo Widmers Werke vorrangig erschienen, nun einen Band mit frühen Erzählungen vorgelegt, die zumeist in den 1970er Jahren entstanden. In „Alois“ hatte sich Widmer den trivialen Sprach- und Denkklischees des Fernsehzeitalters gewidmet. Auch in seiner späteren Prosa, vor allem in seinen Erzählungen, schlug er immer wieder burleske Töne an. So in der Detektivgeschichte „Die Abenteuer Jim Strongs in Arizona“, in der er das Genre karikiert. Surrealistisch auch das „Gespräch mit einem Kind über das Treiben der Nazis im Wald“ oder die Geschichte „Die schreckliche Verwirrung des Giuseppe Verdi“, in der Widmer von einem zeitgenössischen Komponisten erzählt, der aufgrund seiner fortschreitenden Schizophrenie, zunehmend mit geistlicher Entfremdung seiner Umwelt begegnet. In der letzten und längsten Geschichte der Auswahl „Liebesnacht“ bekommt der Ich-Erzähler einen seltenen, aber durchaus willkommenen Besuch aus dem südamerikanischen Urwald. In einer durchzechten Nacht werden diverse Liebesabenteuer erzählt, was irgendwie an Boccaccios Decamerone erinnert. In der Auftaktgeschichte „Das Normale und die Sehnsucht“ dagegen kann man Widmer gewissermaßen bei der Suche nach dem Skurrilen und Utopischen über die Schulter schauen. Fazit: Eine humorvolle, aber auch nachdenkliche Lektüre.

  • yellowdog

    4/5

    21.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frühe Erzählungen

    Der 2014 gestorbene Schweizer Schriftsteller Urs Widmer ist unvergessen. Dennoch ist es natürlich gut, dass der Diogenes-Verlag weiterhin seine Bücher veröffentlicht. Hier sind es frühe Erzählungen. Enthalten ist z.B. die aus 10 Kapiteln bestehende Erzählung Alois, von 1969. Das war Widmers Debüt. Es ist eine sprachlich faszinierende Geschichte, überwiegend wirkt das erzählte zusammenhanglos, fast schon surreal. Ich glauibe, so eine Geschichte konnte man nur zu dieser Zeit schreiben. Sie erinnert mich an die Anfänge von Wolf Wondratschek. Auch Widmers zweite große Erzählung „Die Amsel im Regen im Garten“ ist sprachlich bemerkenswert. Manchmal bleibt mir auch unklar, was Widmer dem Leser eigentlich sagen will. Manche Geschichten sind Teil ihrer Zeit und enthalten Sätze, die man heute nicht mehr schreiben könnte. Bei mir bleibt beim Leser der Geschichten also ein zwiespältiges Gefühl.

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