Im idyllischen Grünhain leben die von und zu Doldenstaubs, Herrscher über die Kleefeen, ein bequemes Leben. Doch als Finara, Prinzessin und einzige Tochter, an ihrem 17. Geburtstag erfährt, dass sie ausgerechnet mit dem Prinzen der Kaninchenritter verheiratet werden soll, hängt der Haussegen schief. Gleichzeitig machen beunruhigende Kriegsgerüchte die Runde. Die Familie bleibt jedoch unerbittlich und will die Hochzeit nicht platzen lassen. Als ihre einzige Freundin am Hof ihr die Unterstützung entzieht, sieht Finara keine andere Möglichkeit, als ihr Zuhause zu verlassen. Zusammen mit Primm, ihrer treuen Kampfhummel, macht sie sich auf eine abenteuerliche Reise durch Grünhain und enthüllt eine Wahrheit, die ihr Leben für immer verändern wird.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Claudia R.
aus Berlin
5/5
25.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Jugendfantasyroman
Klappentext / Inhalt:
Im idyllischen Grünhain leben die von und zu Doldenstaubs, Herrscher über die Kleefeen, ein bequemes Leben. Doch als Finara, Prinzessin und einzige Tochter, an ihrem 17. Geburtstag erfährt, dass sie ausgerechnet mit dem Prinzen der Kaninchenritter verheiratet werden soll, hängt der Haussegen schief. Gleichzeitig machen beunruhigende Kriegsgerüchte die Runde. Die Familie bleibt jedoch unerbittlich und will die Hochzeit nicht platzen lassen. Als ihre einzige Freundin am Hof ihr die Unterstützung entzieht, sieht Finara keine andere Möglichkeit, als ihr Zuhause zu verlassen. Zusammen mit Primm, ihrer treuen Kampfhummel, macht sie sich auf eine abenteuerliche Reise durch Grünhain und enthüllt eine Wahrheit, die ihr Leben für immer verändern wird.
Cover:
Das Cover ist sehr schön gestaltet und mitten im Klee erscheint bzw. erstrahlt ein Schwert daraus hervor. Die Neugier wird durch das Cover geweckt und es verbreitet eine Mischung aus Idylle und Abenteuer. Optisch und auch farblich ist das Cover toll umgesetzt.
Meinung:
Spannende Fantasygeschichte mit viel Charme und besonderer Atmosphäre. An ihrem 17. Geburtstag erfährt Prinzessin Finara, dass sie mit dem Kaninchenritter Weißfell verheiratet werden soll und schon hängt der Haussegen schief und zugleich machen auch Kriegsgerichte die Runde und schon steigt die Spannung ziemlich an.
Doch zu viel vom Inhalt sei hier noch nicht verraten. Wer liebevolle Fantasy mag ist hier genau richtig. Viel Liebe zum Detail und Kreativität spielen hier mit rein.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man kommt schnell ins Geschehen, die Handlungen und auch die Charaktere hinein. Durch die Ich-Perspektive von Finara kann man sich besonders gut in die Gedanken und Handlungen der Prinzessin hineinversetzen. Die Geschehnisse werden sehr gut beschrieben und auch bildlich erzählt, so dass man alles fast vor dem inneren Auge erblickt. Auch die Spannung wird gut aufgebaut und mehr und mehr wird man an die Geschehnisse und Geschichte gefesselt.
Die Gliederung und auch die Gestaltung hat mit sehr gut gefallen. Die Kapitel sind teils recht kurz und haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen angenehmen Lesefluss. Die Kapitelüberschriften sind durch eine verschnörkelte Schriftart besonders hervorgehoben und stechen heraus. Daher sind die Anfänge sehr gut erkennbar. Und auch die kleinen Kleeblattsymbole, zumeist am Ende, sind toll gewählt und passend. Die Überschriften verraten nicht zu viel und machen neugierig auf das folgende Kapitel.
Die Geschichte ist kreativ und spannend umgesetzt. Es liest sich sehr angenehm und eine wundervolle Fantasygeschichte erwartet hier den Leser. Die Charaktere sind sympathisch und auch sehr liebevoll umgesetzt. Besonders Finara steht dabei im Fokus und auch Werte, wie Selbstfindung und Mut spielen hier eine sehr große und wichtige Rolle. Ein wundervoller Jugendfantasyroman, der Stärke und Kraft ausstrahlt. Geeignet für junge Leser und Leserinnen ab 14 Jahren.
Fazit:
Spannende Fantasygeschichte mit viel Charme und besonderer Atmosphäre.
Bewertung
5/5
29.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Fantastisch phantastisch
Eigentlich mag ich keine Fantasyliteratur. Hexen, Feen und Zauberer lassen mich kalt, nein, nerven mich. Und dann sitze ich plötzlich da und jubele mit einer Wärmflasche an den Füßen ins Bett eingekuschelt ob einer nonverbal kommunizierenden Kampfhummel namens Primm, fiebere mit einer von Flugangst gequälten Kleefee und möchte mich angesichts der Zärtlichkeiten, die zwei schwule Falken austauschen, mit errötenden Bäckchen abwenden. Man will ja nicht stören.
Was diesen Ausnahmezustand bei mir ausgelöst hat, ist der Debutroman von Heike Pflüger, „Kleefee und Kaninchenritter“, an welchem sie fünf Jahre lang gearbeitet hat. Ich habe ihn gelesen, weil mich Pflügers Herangehensweise, harte Themen im fluffigen Gewand zu präsentieren, interessiert hat. Vorab: Es gelingt ihr meisterhaft.
Die Geschichte selbst ist schnell erzählt: Prinzessin Finara von und zu Doldenstaub hat keinen Bock auf die Zwangsheirat mit dem Kaninchenritter Prinz Weißfell. Noch weniger Bock hat sie hingegen auf den sich anbahnenden Krieg, der ihre Heimat, Grünhain, zu zerstören droht. Also macht die wütende Kleefee sich gemeinsam mit ihrer Kampfhummel Primm auf den Weg, um diesen Krieg auf diplomatische Weise zu verhindern. Das Vorhaben gelingt, alle tanzen, Ende.
Was in der Kürze nun schlicht klingen mag, ist tatsächlich ein fantastisch phantastisches Werk, sprühend vor Leben, Kreativität und Detailverliebtheit, positiv und optimistisch, ohne naiv zu sein, dem Umfang von 530 Seiten zum Trotz ohne jegliche Längen, variabel in der Erzählgeschwindigkeit, wechselnd in den Perspektiven, stimmig bis zur letzten Zeile, ein Werk voller Hoffnung, unterhaltsam, aber nicht platt, putzig, entzückend und phänomenal niedlich, ohne am kindischen Kitsch zu kratzen, klug und mit Weitblick konzipiert, mitreißend erzählt und mit sensationell ausgearbeiten Spielorten.
Auch wenn die Geschichte, da es sich um ein Jugendbuch handelt, linear und überschaubar konstruiert ist, habe ich mich als 42 Jahre alter Mensch zu keinem Zeitpunkt der Lektüre gelangweilt. Dem mir eigenen Impuls, querlesend über die Seiten zu fliegen, weil ohnehin klar ist, was passiert, fiel ich keine Zeile weit zum Opfer. Im Gegenteil: Einige Passagen las ich mehrfach, weil sie so schön sind.
Aus voller Überzeugung vergebe ich deshalb die Höchstpunktzahl und spreche auch all jenen Erwachsenen eine Kaufempfehlung aus, die ihrem inneren Kind eine Freude machen wollen.
Caine @drachenbuecherhort
5/5
10.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Märchenhaft
Wenn du Märchen und Fantasy magst, dann ist „Kleefee und Kaninchenritter“ von Heike Pflüger vielleicht genau das richtige Buch für dich. Es ist eine Geschichte aus einem Land nach unserer Zeit, in dem die Kleefeen und die Kaninchenritter in Frieden leben. Doch dieser Frieden wird bedroht, als die Prinzessin der Kleefeen, Finara, erfährt, dass sie mit dem Prinzen der Kaninchenritter verheiratet werden soll. Sie verlässt ihr Elternhaus und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, auf der sie einer Wahrheit auf die Spur kommt, die sie bis dahin nicht einmal erahnen konnte.
Der Autorin Heike Pflüger ist es gelungen, den Leser mit ihrer lebendigen und bildhaften Schreibweise in eine zauberhafte Welt zu entführen. Sie verwendet eine einfache und klare Sprache, die leicht zu verstehen ist und dazu beiträgt, dass man es gerne liest. Detailverliebt beschreibt sie die magische Welt von Grünhain und ihre Charaktere.
Die Welt des Romans ist eine magische Welt, die nach unserer Zeit entstanden ist. Es ist ein Ort namens Grünhain, der von verschiedenen Völkern bewohnt wird, die nicht immer in Frieden miteinander leben und alle ihre eigenen Probleme haben. Da es sich um eine Miniaturwelt handelt, könnte man sich auch vorstellen, dass sich die ganze Geschichte in einem Garten abspielt.
Zu Beginn ist die Handlung noch etwas schleppend. Man wird Stück für Stück in die Geschichte eingeführt und lernt zunächst Finaras Situation als Tochter der Kleefeenherrscher kennen. Hier gefällt mir sehr gut, dass man im Gleichschritt mit Finara immer mehr über die Welt erfährt, in der die Geschichte spielt. Später gibt es dann viele unerwartete Wendungen und Überraschungen, die die Spannung aufrechterhalten und mich total umgehauen haben!
Was mich total überrascht hat, waren einige Themen, die im Buch angesprochen wurden. Zum Beispiel spielt die Umwelt eine sehr große Rolle, aber auch psychologische Themen wie etwa Narzissmus. Im Fokus steht jedoch Finaras Selbstfindung.
Die Charaktere sind alle sehr authentisch und liebevoll ausgearbeitet. Mir gefiel vor allem die Dynamik untereinander, bei der auch die kulturellen Unterschiede sehr wichtig sind.
Auch die Protagonistin Finara hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Es ist toll zu sehen, wie sie im Laufe der Geschichte an sich und ihren Erfahrungen wächst und von der naiven Prinzessin zu einer starken Frau wird.
„Kleefee und Kaninchenritter“ ist ein wirklich schönes Buch, das zum Träumen einlädt. Es ist eine Geschichte, in der es um Freundschaft, Liebe, Mut und Selbstfindung geht, aber auch um Themen, die uns als Lesende betreffen. Sie lehrt uns, dass wir alle einzigartig sind und dass wir alle etwas bewirken können. Ich habe das Buch sehr genossen und war fast etwas traurig, dass es zu Ende ging. Wenn du ein Fan von märchenhafter Fantasy bist, dann gib diesem Buch auf jeden Fall eine Chance!
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