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Anne Serre

1. Die Gouvernanten

Die Gouvernanten

Gesprochen von
8
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Therese Hämer

Spieldauer

2 Stunden und 18 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

45

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Übersetzt von

Patricia Klobusiczky

Sprache

Deutsch

EAN

4066004397177

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Therese Hämer

Spieldauer

2 Stunden und 18 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

15.09.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

45

Verlag

DerDiwan Hörbuchverlag

Übersetzt von

Patricia Klobusiczky

Sprache

Deutsch

EAN

4066004397177

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  • LiteraTüren

    5/5

    27.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Närrinnen und Königinnen

    In einem Mikrokosmos voller Narrheit und Königlichkeit führt uns Anne Serre mit „Die Gouvernanten“. Leben diese von der Unbeschwertheit der Jugend, beendet die Abwesenheit eines greisen Mannes die Situation. Närrinnen und Königinnen Es ist eine abgeschiedene Villa mit einem parkähnlichen Garten, einer Allee und einem großen Tor: Hierhin führt uns Anne Serre in ihrer Erzählungen „Die Gouvernanten“. Es sind Éléonore, Inés und Laura. Ihre Aufgabe besteht darin, auf die Jungen von Monsieur und Madame Austeur aufzupassen und ihnen gelegentlich etwas beizubringen. Die Welt der Gouvernanten dreht sich gleichwohl außerhalb dieser Mauern. Sie sind Närrinnen wie Königinnen zugleich und wissen um ihre Rolle in diesem Mikrokosmos. Fremde und der greise Alte Zu diesem Mikrokosmos gehören neben Monsieur und Madame Austeur, den Jungen, auch die Hausmädchen und jene Gouvernanten. Wenn man auch meinen kann, alles dreht sich um die jungen Mädchen. Madame Austeur versucht, sie zu verheiraten. Die drei Mädchen denken gar nicht daran. Sie leben in einer eigenen Welt. Und diese beschäftigt sich mit Männern. Manchmal verirrt sich ein Fremder in diese Welt und sie jagen ihn. Dass sie dabei von dem greisen Alten von Gegenüber beobachtet werden, wissen sie. Sie spielen mit diesem Wissen und mit dem Greisen. Zu beider Zufriedenheit. Doch eines Tages ist der greise Alte nicht mehr da. Und Laura bekommt ein Kind. Und die Unbeschwertheit, die Närrinnen und Königinnen zugleich auszeichnet, so ist sie geblieben? Spiel So wie die drei Gouvernanten mit sich und den anderen spielen, so spielt Anne Serre mit der Sprache in dieser Erzählung. Sie schreibt in Präsens. Bringt uns über den Zaun direkt in das abgeschiedene Anwesen, macht uns zu Voyeuren. Ein kurzweiliger Band mit hohem literarischem Anspruch. Anne Serre: Die Gouvernanten Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky Berenberg Verlag 2023

  • Nicole Kleber

    aus Eisenberg

    5/5

    20.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leser.innen Traum

    Kaum begonnen wähnt man sich bereits in einem üppigen Waterhouse Gemälde: Ein Park mit herrschaftlichem Anwesen, Madame und Monsieur stehen auf der Freitreppe und beobachten das bunte Treiben einer Horde entzückender kleiner Jungen und ihrer drei Gouvernanten ... Éléonore, Laura und Inès sind schön und lieben das üppige Leben. Um die kleinen Jungen, die sie im Auftrag von Madame und Monsieur Austeur beaufsichtigen sollen, kümmern sie sich allerdings eher wenig. Umso mehr lieben sie aber das Feiern, das ausgiebige Flanieren und lustvolle Sonnenbaden – oft in die Richtung des anderen Hauses am Rand des Parks gewendet, in dem der Greis mit seinem Fernrohr die drei Grazien beinahe pausenlos beobachtet. Am goldenen Tor verzehren sich die Männer nach den Schönen, doch erhört wird keiner. Nur der, der sich in den Park verirrt, über den fallen sie voller Verlangen her … „Die Gouvernanten“ ist ein einziges großes Vergnügen! Ein Text voller Leichtigkeit und Melancholie, subtil und surreal. Wer mit wem spielt ist nie so ganz klar, alles Gekannte wird wunderbar auf den Kopf gestellt. Kaum hält man Monsieur Austeur für den Mittelpunkt - voila: "Er äußerste seinen Unmut und forderte ein wenig mehr Ordnung, er benutzte sogar das Wort Anstand. Aber sie hörten ihn nicht. Sie gingen weiter blind und emsig ihren Beschäftigungen nach, wichen ihm aus, wenn sie ihn kreuzten, ließen ihn somit spüren, dass er im Weg stand, keinen Nutzen hatte, eine Art Hinkelstein – dessen ursprüngliche Bestimmung längst vergessen war." Die drei scheinen unkontrollierbar, vernachlässigen die ihnen anvertrauten Kinder, tun und lassen, was ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf irgendjemand verschlingen sie Männer, schwingen Peitschen, klettern nackt auf Bäume. Doch dann fühlen Éléonore, Laura und Inès sich vom goldenen Tor gefangen, träumen vom Leben draußen, brechen aber nicht aus. Denn: "Warum sollten sie auseinander gehen? Um zu leben? Und wo? In einem Haus, in dem mehr Trubel herrscht als hier? Auch dort würde jemand die Züge von M. Austere annehmen, jemand anderes die des greisen Herren, der Fremden, der Heiratskandidaten. Überall das selbe Gartentor, der selbe Park, überall die selbe Welt." Anne Serre entführt in einen Raum, der weiblichen Lust und Selbstermächtigung, der von einer ungeheuren literarischen Sprachmacht lebt und dabei so wahrhaftig wie poetisch ist. Ein Leser:innen Traum! Schenkt euch das unbedingt spätestens zu Weihnachten, am Besten aber sofort! #lieblingsbuchfürimmer, Buch wie Buch muss und allerallergrößte #Leseempfehlung überhaupt!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    19.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein modernes Märchen

    Laura, Éléonore und Inès sind Gouvernanten im Dienst von Monsieur und Madame Austeur. An der Erziehung der Jungen haben sie allerdings kein Interesse, denn das echte Leben liegt ihnen mehr. Verirrt sich ein Fremder in den Park, wird er gejagt, erlegt, mit Haut und Haaren gefressen. Unersättlich sind sie, stellen Regeln auf und folgen ihrem Begehren. „Nicht alle Fremden werden an einem Nachmittag verschlungen. Die Gouvernanten haben auch wahre Liebesbeziehungen, von längerer Dauer, mit Anfang, Höhepunkt und unabwendbarem Ende. Zuerst sprühen die Gouvernanten vor Freude. Zur Mitte hin spüren sie bereits die langen, feinen Nadeln des Leids. Wenn sie sich trennen, ist die Liebe längst vorbei.“ (Seite 37) Mit einem Augenzwinkern zu genießen, sinnlich, düster, lebensbejahend und wild. Dieser Mix aus Märchen, Fantasy und poetischer Prosa hat mich angenehm überrascht, eine solche Erzählung war für mich neu. Fantastisch und mystisch, dabei aber nicht abgedreht, wird die weibliche Lust gefeiert, nehmen sich die Frauen, was ihnen gefällt. Einem Experiment gleich ließ ich mich drauf ein und wurde belohnt mit einer Geschichte, die mich verzaubert hat. Da ist es toll, dass sie verfilmt wird mit der Tochter eines berühmten Filmstars. Volle Punktzahl gibt es dafür von mir.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    19.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Laura, Éléonore und Inès sind…

    Laura, Éléonore und Inès sind Gouvernanten im Dienst von Monsieur und Madame Austeur. An der Erziehung der Jungen haben sie allerdings kein Interesse, denn das echte Leben liegt ihnen mehr. Verirrt sich ein Fremder in den Park, wird er gejagt, erlegt, mit Haut und Haaren gefressen. Unersättlich sind sie, stellen Regeln auf und folgen ihrem Begehren. „Nicht alle Fremden werden an einem Nachmittag verschlungen. Die Gouvernanten haben auch wahre Liebesbeziehungen, von längerer Dauer, mit Anfang, Höhepunkt und unabwendbarem Ende. Zuerst sprühen die Gouvernanten vor Freude. Zur Mitte hin spüren sie bereits die langen, feinen Nadeln des Leids. Wenn sie sich trennen, ist die Liebe längst vorbei.“ (Seite 37) Mit einem Augenzwinkern zu genießen, sinnlich, düster, lebensbejahend und wild. Dieser Mix aus Märchen, Fantasy und poetischer Prosa hat mich angenehm überrascht, eine solche Erzählung war für mich neu. Fantastisch und mystisch, dabei aber nicht abgedreht, wird die weibliche Lust gefeiert, nehmen sich die Frauen, was ihnen gefällt. Einem Experiment gleich ließ ich mich drauf ein und wurde belohnt mit einer Geschichte, die mich verzaubert hat. Da ist es toll, dass sie verfilmt wird mit der Tochter eines berühmten Filmstars. Volle Punktzahl gibt es dafür von mir.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    04.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feministisches Märchen Der…

    Feministisches Märchen Der Debütroman der vielseitig tätigen, französischen Schriftstellerin Anne Serre, der 1992 in Frankreich von den Feuilletons als schwer einzuordnen angesehen wurde, kam erst 31 Jahre später nun endlich auch in deutscher Übersetzung heraus. Er wurde in den Buchkritiken hier als ein Roman voller Sprachlust gefeiert und als hoch willkommene Abwechselung von der aktuellen Schwemme autofiktionaler Prosa. Als ein Märchen für Erwachsene hat es die weibliche Selbstermächtigung zum Thema, zu der insbesondere auch die Sexualität gehört. Die wird in einer extrem selten anzutreffenden Weise und in einer geradezu federleichten, poetischen Sprache feinfühlig behandelt und immer wieder auch gefühlvoll mit Naturromantik durchmischt. In dem hinter Bäumen versteckten, abgeschiedenen zweistöckigen Haus von Monsieur und Madame Austeur erfüllen die drei etwa gleichaltrigen Gouvernanten Eléonore, Laura und Inès ihre Erzieherinnen-Rolle mehr schlecht als recht. Sie betreuen eine zahlenmäßig nicht benannte Gruppe von «kleinen Jungen» in der stattlichen, von einem großen Park umgebenen und durch ein goldenes Tor von der Welt abgeschotteten Villa. Außerdem gibt es auch etliche Dienstmädchen im Figurenkabinett dieses feministischen Kurzromans, aber auch den greisen Nachbarn, der das Geschehen nebenan unermüdlich mit dem Fernrohr verfolgt, und außerdem einige Männer, die zufällig vorbeikommen. Die schönen Gouvernanten aber sind die wahren «Königinnen» in diesem Roman-Setting, sie genießen unangefochten alle Freiheiten. Man könne zu dem Schluss gelangen, heißt es an einer Stelle, «dass Monsieur und Madame Austeur sehr nachlässig waren, als sie so leichsinnige junge Damen einstellten». Die ziehen sich nämlich oft exhibitionistisch aus, streifen dann nackt durch den Park, präsentieren sich gern ungeniert bei offenen Fenstern dem voyeuristischen greisen Nachbarn. Und so wird denn auch gleich zu Beginn der Geschichte ein «sehr schöner Mann» ihr Opfer, den sie zufällig im Park aufgreifen. In einem wilden sexuellen Rausch stürzen sie sich auf ihn: «Sie werden es ihm besorgen und dabei auf ihre Kosten kommen», heißt es da, und so geschieht es denn auch. Zwischen den vier Figuren-Gruppen Ehepaar Austeur, Gouvernanten, Dienstmädchen und kleine Jungen herrscht eine seltsame Eigendynamik, die zu wechselnden Beziehungen untereinander führt. Der Roman lässt vieles im Dunkeln, wobei Plausibilität wirklich kein Kriterium ist, auf das man sich verlassen könnte als Leser. Von der eigentlichen Arbeit der Gouvernanten als Erzieherinnen ist nie die Rede, obwohl es doch «einige Dutzend kleine Jungen» sind, die helfend herbeieilen, als beispielsweise eine Vase kaputt geht. Über die Eltern dieser vielen Kinder wird ebenfalls kein Wort verloren, sie sind scheinbar elternlos glücklich. Als Laura schwanger wird, ohne eine Idee davon zu haben, was denn da wie geschehen ist, - eine unbefleckte Empfängnis quasi -, ändert sich plötzlich der Fokus. All die Frauen fangen an, wie verrückt Sachen für das Baby zu stricken, sogar Madame Austeur ist im Baby-Fieber. Es wird nicht wirklich eine Geschichte erzählt in diesem mystisch anmutenden Roman ohne Plot, er ist allenfalls als Coming-of-Age-Story anzusehen, die auf zauberhaft sinnliche Art das Aufblühen weiblicher Sexualität zum Thema hat. Das Ende besteht dann schließlich in einem märchenhaften Verschwinden der Gouvernanten. «Sie hatten beinahe das Gefühl, zu verschwinden», heißt es am Schluss, «Sie musterten sich gegenseitig, sahen sich in Spiegel prüfend an, wechselten fragende Blicke, ohne recht zu wissen, was sie eigentlich fragen wollten.» Das Geschehen endet mit der Feststellung von Eléonore «Wir gehen ein» und der Replik von Laura «Wir lösen uns auf». Es ist eine zutiefst romantische Stimmung, die einen beim Lesen sofort umfängt. Eine sprachmächtige, verführerische Poesie ersetzt hier konsequent alle Gewissheiten durch Ahnungen und öffnet als feministisches Märchen der Phantasie des Lesers sämtliche Grenzen!

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Bewertungen (8)

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