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Alice Grünfelder

1. Jahrhundertsommer

Jahrhundertsommer Roman

11

22,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Carsten Wilhelm + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 17 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

42

Verlag

ABOD Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783987852787

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Spieldauer

9 Stunden und 17 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

42

Verlag

ABOD Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783987852787

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    14.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Besticht durch einen ungewöhnlichen Schreibstil

    Magdas Mann verlässt sie wegen einer Jüngeren, ein Skandal und eine gesellschaftliche Schande im Murrheim der 60er Jahre, wo die Welt noch in Ordnung ist. Allein im Elternhaus mit zwei Kindern, geschnitten und ausgegrenzt, lässt sich Magda überreden, zum Tanz zu gehen und lernt dort den amerikanischen Soldaten John kennen, mit dem sie einen Sommer lang ihre Zeit verbringt. Doch gerade, als sich alles zum Guten wendet, schlägt das Schicksal wieder zu und es passiert etwas, das sich auf die nachfolgenden Generationen überträgt. „Das kannte Magda gut, nein, kannte sie doch nicht, denn sie war immer anders hingefallen und jedes Mal anders wieder hochgekommen. Das Leben, immer wollte es was von ihr. Als reichte es nicht, dass da einfach jemand vor sich hinlebte, das passte dem Leben an Magda wohl nicht.“ (Seite 282) Dieses Zitat ist bezeichnend für das Leben von Magda, für das ihrer Kinder und Enkel trifft diese Aussage allerdings ebenfalls zu. Über vierzig Jahre lang durfte ich den Werdegang der Familie begleiten, alle Höhen und Tiefen, von letzteren gab es erschreckend viele, miterleben. Begonnen hatte alles an dem Tag, als Magdas Mann sie und ihre Kinder für eine Jüngere verließ, was in einem Dorf der 60er Jahre ein ausgemachter Skandal war, schließlich war Magda schuld daran, weil sie ihren Mann nicht halten konnte. Verkehrte Welt. Jedes Kapitel widmete sich einem anderen Familienmitglied und es war unglaublich spannend, verfolgen zu dürfen, wie sie ihr Leben meistern, scheitern und aufstehen, um dann festzustellen, dass das Glück sich einfach nicht festhalten lassen will. Das Auf und Ab, die Schicksalsschläge, die kleinen Wunder und das große Pech, trotzdem hätte ich die Wendung nicht erwartet, die das Buch letztendlich nimmt. Dies war fast skurril, wenn es nicht so tragisch wäre, selten wurde ich so gut unterhalten, wie es hier der Fall gewesen ist. Dazu noch der ungewöhnliche Schreibstil; Sätze, die unvollendet, aber deswegen nicht weniger aussagekräftig geblieben sind. Für mich ein weiteres Highlight dieses Jahr, das ich gerne weiterempfehlen möchte.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    18.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine Chance

    JAHRHUNDERTSOMMER Alice Grünfelder Murrheim, Schwabenländle in den 60-Jahren: Als Magda und ihre zwei Kinder vom „Alten“ verlassen werden, wird Magda vom Dorf als Aussätzige erklärt. Nicht nur hinter dem Rücken redet man über sie, nein, man ignoriert Magda, dreht den Kopf weg, anstatt zu grüßen, bedient sie im Laden als Letzte und Tochter Ursula wird in der Schule gehänselt. Ohne Geld schlägt sich Magda durch: Putzt, züchtet Gemüse, das sie auf dem Markt im Nachbarort verkauft und versucht sich nicht unterkriegen zu lassen. Als sie Jahre später mit dem amerikanischen stationierten Soldaten John eine Affäre beginnt, versucht sie, um das Gerede der Nachbarn nicht noch anzuheizen, dieses Verhältnis geheimzuhalten. Gemeinsam erleben sie einen traumhaften Sommer. Doch als John nach Vietnam versetzt wird und Murrheim, ohne sich zu verabschieden über Nacht verlässt, stellt sie kurze Zeit später fest, dass sie erneut schwanger ist. Es ist die Geschichte einer Familie, die nie wirklich eine Chance in der Gesellschaft bekommen hat. Ich musste mich zu Beginn an den etwas sperrigen Schreibstil, der hier perfekt passt, gewöhnen. Als ich dann ins Buch fand, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Eine tolle Geschichte, die in der Zeit spielt, als man(n und auf keinen Fall Frau) sich nicht scheiden ließ, egal was in der Ehe passierte und die Frau in die Küche gehörte. Über den Titel „Jahrhundertsommer" musste ich etwas nachdenken, um zu erkennen, dass Magda in ihrem Leben eben nur eine kurze, glückliche Zeit hatte - und das war der Sommer mit John, ihr Jahrhundertsommer. Ein wirklich gutes Buch und eine große Leseempfehlung von mir. 4½/ 5

  • Bewertung

    5/5

    13.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine äusserst interessante Frauen- und Familiengeschichte im Deutschland der 1970er/80er Jahre

    Alice Grünfelder erzählt die Geschichte von Magda und ihren Nachkommen in einer schönen, unaufgeregten Sprache. Das macht sie so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören mag mit lesen. Man freut sich mit, man leidet mit, man kämpft mit. Gerne hätte ich noch viel weiter gelesen, aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung mit der nächsten Generation von Magda, Ursula, Ellen und Viktor? Ich wünschte es mir. "Jahrhundertsommer" ist definitiv viel mehr als nur ein Sommer-Leseerlebnis (was man aufgrund des Titels vielleicht meinen könnte).

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    18.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traurige Lebenswege

    Die Schriftstellerin Alice Grünfelder besticht in ihrem Roman Jahrhundertsommer mit gelungenen Dialogen. Nur der Titel ist mir etwas unpassend, denn es geht nicht nur um einen Sommer sondern um Jahrzehnte. Es geht um eine Familie, die wenig Perspektive hatte.Die Mutter Magda ist fleißig aber das Geld reichte nicht hin und her. Ihre Kinder Jürgen, Ursula und Ellen haben auch ihre Probleme, nur von Jürgen hört man nicht viel. Dann ist da noch der Enkel Viktor, der mehr Recht als Billig durchs Leben schlittert. Von den vier Personen werden abwechselnd immer Geschichten erzählt. Der Roman liest sich gut, aber etwas deprimierend. Die Autorin versteht es gut diese Geschichte zu schreiben.

  • MarieOn

    4/5

    16.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine solide Geschichte

    Als die dumme Kuh, Magda steckt, dass ihr Alter sich mit ner anderen trifft, ist er auch schon auf und davon. Das Geld von ihren Eltern hat sie ihm in den Rachen geworfen, für seine Weiterbildung. Sie selbst hat keine Ausbildung, wäre Zeitverschwendung gewesen. Ihr Weg war vorprogrammiert. Heiraten, Kinder, Haushalt. Jetzt geht sie Putzen, hat einen schlecht bezahlten Knochenjob gefunden. Die Leute im Dorf wechseln die Straßenseite, wenn sie sie sehen. Die Nachbarn tuscheln über sie. Den Johnny lernt sie auf einem Dorffest kennen, kommt aus Amerika, ist hier stationiert und fährt die Pershings durch die Gegend. Dann ist er auf einmal weg, Vietnam sagen sie ihr. Jetzt reden die Leute erst recht blöd, weil plötzlich ein kleines Mädchen bei ihr lebt. Die Ellen, die sie heimlich zur Welt gebracht hat. Jetzt traut Magda wirklich keiner glücklichen Fügung mehr. Die Enttäuschung wäre am Ende zu groß. Fazit: Jahrhundertsommer ist eine solide Geschichte über das Nachkriegsdeutschland. Die Gesellschaft, eine einzige Wunde, aus Wut, Scham und Neid. Die Männer bestimmen, dass Frauen wertlos sind, einzig gut, um zu putzen und den Nachwuchs zu zügeln. Die Autorin vermittelt gekonnt, wie das Pech an Magdas Nachkommen klebt, wie sich jeder von ihnen immer wieder durch harte Arbeit vor dem Untergang retten muss. Nichts gibt es umsonst, selbst das Unglück nicht. Sprachlich überzeugt die Autorin durch einfache kurze, teils abgebrochene Sätze und gibt damit ein exaktes Bild wieder, wie Menschen, mangels Bildung sprechen. Auf den letzten Seite läuft Alice Grünfelder zur Hochform auf, schildert die Unerträglichkeit eines schweren Verlustes, lässt mich mitfühlen, mittrauern. Und am Ende schließt sich der Kreis, nichts ist leicht und schon gar nicht umsonst. Jahrhundertsommer (schöner Titel) habe ich gerne gelesen.

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