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Produktbild: Papierschiffe auf rauer See

Papierschiffe auf rauer See Ein queerer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Verkaufsrang

54400

Erscheinungsdatum

21.08.2023

Verlag

Zeilenfluss

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

720 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783967143096

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ePUB

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Barrierefreiheit

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Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Verkaufsrang

54400

Erscheinungsdatum

21.08.2023

Verlag

Zeilenfluss

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

720 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783967143096

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Ein beeindruckendes Debüt gelungen, das vielfältig, tiefgründig und unkonventionell ist

SoBeJe am 10.03.2026

Bewertungsnummer: 3071939

Bewertet: eBook (ePUB)

Zwei beste Freunde, die aus der Kurve geschleudert werden (bei dem einen sprichwörtlich, bei dem anderen wortwörtlich) und die Heilung ineinander finden, aber sich auch gegenseitig im Weg stehen. Finn Beck wurde 1996 geboren und ist noch am Anfang der schriftstellerischen Tätigkeit. Finn konnte 2023 den WSQ-Award in der Kategorie Newcomer gewinnen. Laut Eigenbeschreibung ist fae queerfeministischer Autor mit Hang zu Absurdität und Wahnsinn. Mit Papierschiffe auf rauer See gelingt Finn ein beeindruckendes Debüt. Toni ist Frontmann einer erfolgreichen Rock-Band. Er lebt ein Leben auf der Überholspur. Drogen, wechselnde Sexpartner und durchtanzte Nächte gehören ganz normal zu seinem Leben. Mit einem anderen Bandmitglied lebt er im Tourbus. Obwohl er sich eine Wohnung leisten könnte, bevorzugt er das unabhängige Leben. Als er jedoch von Jack hört, seinem ehemals bester Freund, der bei einem schweren Autounfall so schwer verletzt wurde, dass er mit einem Leben mit bleibender Behinderung und in einem Rollstuhl konfrontiert wird, zögert Toni nicht lang und reist dorthin. Doch sucht Toni vielleicht bei Jack selbst die Hilfe, die er dem anderen Mann eigentlich anbieten will? Und was, wenn der schwule Rockstar sich in den heterosexuellen Freund verliebt? Kann das die Freundschaft überstehen? Papierschiffe auf rauer See ist das Debüt von Finn Beck. Zuvor hat fae einige Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht, die ich allerdings alle nicht kenne. Auch wenn man dem Roman hier und da anmerkt, dass der Stil noch ausbaufähig ist, ist es doch beeindruckend, wie mutig und unkonventionell Finn Becker das Trope Friends to Lovers mit verschiedenen Genre und einem inklusiven und vielfältigen Gespür für Figuren verknüpft. Veröffentlich wurde der Roman im Verlag Zeilenfluss, von dem ich bis dato noch nichts anderes gelesen habe. Das Genre ist schwer zu greifen. Beworben wird das Buch mit queerer Roman, aber ich fand das trotz queerer Repräsentation nicht ganz passend, bzw. ein wenig unspezifisch. Es handelt sich um zwei Männer, die auf der Suche sind, nach Heilung, Halt und Hilfe. Für mich gehört der Roman in die Kategorie Entwicklungsroman. Es ist in Teilen ein Liebesroman, zu weiten Teilen aber auch eine platonische Freundesgeschichte. Das Trope Friends to Lovers passt ganz gut, wobei die beiden Figuren zu großen Teilen des Buches damit beschäftigt sind, schlicht zu überleben und sich aneinander klammern, statt sich ihrer Gefühle füreinander bewusst zu werden. Die Figur Toni ist queer, aber seine Queerness ist nicht Hauptbestandteil des Romans, sondern wird natürlich und sehr selbstverständlich inkludiert (Casual Queerness). Andere Figuren akzeptieren seine Queerness, natürlich muss Queerfeindlichkeit in Romanen auch abgebildet werden, hier fand ich es jedoch sehr gut, dass wir hier einmal eine rundum positive Erfahrung einer queeren Figuren erleben dürfen. Jack ist nach einem Unfall querschnittgelähmt und hat deutliche Einschränkungen im Alltag. In der ersten Hälfte des Romans ist diese Behinderung Plottreiber, in der zweiten Hälfte versucht Finn eine Art Casual Disability zu implementieren. Der Hintergrund des Covers ist weiß, wir sehen oben links ein türkises Muster, unten rechts ein rosa Muster und in der Mitte, sowie in der linken unteren Ecke jeweils einen gelben Kreis. Insgesamt ist das Cover sehr hell gehalten und Pastellfarben dominieren. Vor dem Hintergrund sehen wir die Silhouette zweier Hände, die einander halten. In grün steht der Titel des Romans: Papierschiffe auf rauer See. Das Wort Papierschiffe ist dabei verschnörkelt und größer als der Rest des Titels abgebildet. Das Logo des Verlags Zeilenfluss ist in der unteren rechten Ecke, der Name Finn Beck ist in schwarz ganz unten aufgedruckt. Der Roman ist in der dritten Perspektive geschrieben (was mir unheimlich gut gefallen hat und was man neuerdings leider nur sehr selten zu lesen bekommt!), allerdings nicht streng aus Tonis Sicht, sondern wird von einem auktorialer Erzähler geschildert. Das heißt, wir erfahren auch die Gefühle von Jack oder den Nebenfiguren. Das war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Was ich eher als unglücklich empfunden habe, waren die Synonyme für Toni. Statt Toni wird ganz oft "Der Rockstar" oder "Der Sänger" geschrieben. Auch Nebenfiguren werden auf die Art beschrieben. Das ist erstens formal falsch, weil Toni eben die meiste Zeit des Romans nicht auf der Bühne steht, sondern bei Jack in dessen Wohnung ist, zweitens schafft es eine unnötige Distanz. Auch der Umgang mit der Behinderung von Jack hat mir nicht ganz so gut gefallen. Ich verstehe, was Finn Beck erzielen wollte. Er wollte die Casual Queerness von Toni bei Jack spiegeln und eine Casual Disability darstellen, was ich sehr lobenswert finde, da aber die Behinderung von Jack der Plottreiber ist, funktioniert das nicht. In der ersten Hälfte des Romans ist Jack frisch verletzt und seine Behinderung ist verständlicherweise ein riesiger Einschnitt in Jacks Leben. In der zweiten Hälfte spielt seine Behinderung jedoch gar keine Rolle mehr und sein Rollstuhl wird kaum noch erwähnt. Das ging mir etwas zu abrupt. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Casual Disability so gut funktionieren kann wie Casual Queerness. Für ersteres bräuchte es eine Welt ohne Treppenstufen und Barrieren, für zweiteres eine menschenfreundliche Umgebung. Auch wenn ich mir beides sehr wünschen würde, wird ersteres so schnell nicht erreicht werden. Zweiteres aber doch hoffentlich (!) in naher Zukunft! Von diesen beiden Punkten abgesehen bin ich jedoch sehr beeindruckt von Finns Debüt. Mit Jack und Toni sind zwei Figuren gelungen, die Charaktertiefe haben und die mit Ecken und Kanten ausgestattet sind. Doch auch die Nebenfiguren verfügen über Charakter, Persönlichkeit und agieren nicht nur als leblose Figuren, sondern man hat das Gefühl, dass sie selbst ein Leben haben. Hervorzuheben sind hier die Bandmitglieder von Tonis Band. Ich habe die Dynamik der Band geliebt und hätte gerne mehr über die vier Musiker*innen gelesen. Mit Mona tritt eine weitere komplexe Figur auf, die auf den ersten Blick unsympathisch wirkt, aber eine innere Stärke besitzt, die mich überzeugt hat. Was ich gut fand, war Finns Mut seinen Figuren auch unsympathische Züge zu verleihen. Toni ist kein einfacher Protagonist. Er agiert nicht immer richtig, ganz häufig scheitert er an sich selbst und steht sich und Jack im Weg. Das fand ich mutig und spannend zu lesen. Was mir außerdem gefallen hat, war das Ende, weil es ebenfalls unkonventionell ist, und der Hauptfokus auf die Freundschaft der beiden Männer. Manchmal wird aus Freundschaft Liebe, aber in viel zu vielen Friends to Lovers ist der Fokus dann doch auf "Lovers". Hier jedoch sehen wir eine Freundschaft, die ihren Ursprung in der Schulzeit hat, durch die Umstände des Lebens loser wird und schließlich wieder enger wird. Auf den ersten Blick ist Jack derjenige, der Tonis Hilfe benötigt. Aber es wird ziemlich am Anfang klar, dass es Toni ist, der die Hilfe sucht. Er eilt an Jacks Krankenbett, weil er buchstäblich kurz davor ist, den Halt zu verlieren. Das ist eine sehr inklusive, mutmachende Botschaft, die ich in noch nicht so vielen Büchern gelesen habe, weil behinderte Menschen oft auf ihre Behinderung reduziert werden. Jack ist aber eine Figur, die zwar unter ihrer Behinderung leidet, aber sich selbst findet und für Toni ein Halt ist - selbst in seiner eigenen Krise. Das hat mir sehr sehr gut gefallen! Ich bin wahnsinnig gespannt, was wir von Finn Beck noch erwarten dürfen. Mit Papierschiffe auf rauer See ist jedenfalls ein beeindruckendes Debüt gelungen, das vielfältig, tiefgründig und unkonventionell ist. Ich würde eine zweite Veröffentlichung lesen und wäre gespannt, was fae noch zu Papier bringt. Ich kann Papierschiffe auf rauer See sehr empfehlen, auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt aufgeführt habe. Rezension musste auf Grund der Länge abgebrochen werd

Ein beeindruckendes Debüt gelungen, das vielfältig, tiefgründig und unkonventionell ist

SoBeJe am 10.03.2026
Bewertungsnummer: 3071939
Bewertet: eBook (ePUB)

Zwei beste Freunde, die aus der Kurve geschleudert werden (bei dem einen sprichwörtlich, bei dem anderen wortwörtlich) und die Heilung ineinander finden, aber sich auch gegenseitig im Weg stehen. Finn Beck wurde 1996 geboren und ist noch am Anfang der schriftstellerischen Tätigkeit. Finn konnte 2023 den WSQ-Award in der Kategorie Newcomer gewinnen. Laut Eigenbeschreibung ist fae queerfeministischer Autor mit Hang zu Absurdität und Wahnsinn. Mit Papierschiffe auf rauer See gelingt Finn ein beeindruckendes Debüt. Toni ist Frontmann einer erfolgreichen Rock-Band. Er lebt ein Leben auf der Überholspur. Drogen, wechselnde Sexpartner und durchtanzte Nächte gehören ganz normal zu seinem Leben. Mit einem anderen Bandmitglied lebt er im Tourbus. Obwohl er sich eine Wohnung leisten könnte, bevorzugt er das unabhängige Leben. Als er jedoch von Jack hört, seinem ehemals bester Freund, der bei einem schweren Autounfall so schwer verletzt wurde, dass er mit einem Leben mit bleibender Behinderung und in einem Rollstuhl konfrontiert wird, zögert Toni nicht lang und reist dorthin. Doch sucht Toni vielleicht bei Jack selbst die Hilfe, die er dem anderen Mann eigentlich anbieten will? Und was, wenn der schwule Rockstar sich in den heterosexuellen Freund verliebt? Kann das die Freundschaft überstehen? Papierschiffe auf rauer See ist das Debüt von Finn Beck. Zuvor hat fae einige Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht, die ich allerdings alle nicht kenne. Auch wenn man dem Roman hier und da anmerkt, dass der Stil noch ausbaufähig ist, ist es doch beeindruckend, wie mutig und unkonventionell Finn Becker das Trope Friends to Lovers mit verschiedenen Genre und einem inklusiven und vielfältigen Gespür für Figuren verknüpft. Veröffentlich wurde der Roman im Verlag Zeilenfluss, von dem ich bis dato noch nichts anderes gelesen habe. Das Genre ist schwer zu greifen. Beworben wird das Buch mit queerer Roman, aber ich fand das trotz queerer Repräsentation nicht ganz passend, bzw. ein wenig unspezifisch. Es handelt sich um zwei Männer, die auf der Suche sind, nach Heilung, Halt und Hilfe. Für mich gehört der Roman in die Kategorie Entwicklungsroman. Es ist in Teilen ein Liebesroman, zu weiten Teilen aber auch eine platonische Freundesgeschichte. Das Trope Friends to Lovers passt ganz gut, wobei die beiden Figuren zu großen Teilen des Buches damit beschäftigt sind, schlicht zu überleben und sich aneinander klammern, statt sich ihrer Gefühle füreinander bewusst zu werden. Die Figur Toni ist queer, aber seine Queerness ist nicht Hauptbestandteil des Romans, sondern wird natürlich und sehr selbstverständlich inkludiert (Casual Queerness). Andere Figuren akzeptieren seine Queerness, natürlich muss Queerfeindlichkeit in Romanen auch abgebildet werden, hier fand ich es jedoch sehr gut, dass wir hier einmal eine rundum positive Erfahrung einer queeren Figuren erleben dürfen. Jack ist nach einem Unfall querschnittgelähmt und hat deutliche Einschränkungen im Alltag. In der ersten Hälfte des Romans ist diese Behinderung Plottreiber, in der zweiten Hälfte versucht Finn eine Art Casual Disability zu implementieren. Der Hintergrund des Covers ist weiß, wir sehen oben links ein türkises Muster, unten rechts ein rosa Muster und in der Mitte, sowie in der linken unteren Ecke jeweils einen gelben Kreis. Insgesamt ist das Cover sehr hell gehalten und Pastellfarben dominieren. Vor dem Hintergrund sehen wir die Silhouette zweier Hände, die einander halten. In grün steht der Titel des Romans: Papierschiffe auf rauer See. Das Wort Papierschiffe ist dabei verschnörkelt und größer als der Rest des Titels abgebildet. Das Logo des Verlags Zeilenfluss ist in der unteren rechten Ecke, der Name Finn Beck ist in schwarz ganz unten aufgedruckt. Der Roman ist in der dritten Perspektive geschrieben (was mir unheimlich gut gefallen hat und was man neuerdings leider nur sehr selten zu lesen bekommt!), allerdings nicht streng aus Tonis Sicht, sondern wird von einem auktorialer Erzähler geschildert. Das heißt, wir erfahren auch die Gefühle von Jack oder den Nebenfiguren. Das war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Was ich eher als unglücklich empfunden habe, waren die Synonyme für Toni. Statt Toni wird ganz oft "Der Rockstar" oder "Der Sänger" geschrieben. Auch Nebenfiguren werden auf die Art beschrieben. Das ist erstens formal falsch, weil Toni eben die meiste Zeit des Romans nicht auf der Bühne steht, sondern bei Jack in dessen Wohnung ist, zweitens schafft es eine unnötige Distanz. Auch der Umgang mit der Behinderung von Jack hat mir nicht ganz so gut gefallen. Ich verstehe, was Finn Beck erzielen wollte. Er wollte die Casual Queerness von Toni bei Jack spiegeln und eine Casual Disability darstellen, was ich sehr lobenswert finde, da aber die Behinderung von Jack der Plottreiber ist, funktioniert das nicht. In der ersten Hälfte des Romans ist Jack frisch verletzt und seine Behinderung ist verständlicherweise ein riesiger Einschnitt in Jacks Leben. In der zweiten Hälfte spielt seine Behinderung jedoch gar keine Rolle mehr und sein Rollstuhl wird kaum noch erwähnt. Das ging mir etwas zu abrupt. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Casual Disability so gut funktionieren kann wie Casual Queerness. Für ersteres bräuchte es eine Welt ohne Treppenstufen und Barrieren, für zweiteres eine menschenfreundliche Umgebung. Auch wenn ich mir beides sehr wünschen würde, wird ersteres so schnell nicht erreicht werden. Zweiteres aber doch hoffentlich (!) in naher Zukunft! Von diesen beiden Punkten abgesehen bin ich jedoch sehr beeindruckt von Finns Debüt. Mit Jack und Toni sind zwei Figuren gelungen, die Charaktertiefe haben und die mit Ecken und Kanten ausgestattet sind. Doch auch die Nebenfiguren verfügen über Charakter, Persönlichkeit und agieren nicht nur als leblose Figuren, sondern man hat das Gefühl, dass sie selbst ein Leben haben. Hervorzuheben sind hier die Bandmitglieder von Tonis Band. Ich habe die Dynamik der Band geliebt und hätte gerne mehr über die vier Musiker*innen gelesen. Mit Mona tritt eine weitere komplexe Figur auf, die auf den ersten Blick unsympathisch wirkt, aber eine innere Stärke besitzt, die mich überzeugt hat. Was ich gut fand, war Finns Mut seinen Figuren auch unsympathische Züge zu verleihen. Toni ist kein einfacher Protagonist. Er agiert nicht immer richtig, ganz häufig scheitert er an sich selbst und steht sich und Jack im Weg. Das fand ich mutig und spannend zu lesen. Was mir außerdem gefallen hat, war das Ende, weil es ebenfalls unkonventionell ist, und der Hauptfokus auf die Freundschaft der beiden Männer. Manchmal wird aus Freundschaft Liebe, aber in viel zu vielen Friends to Lovers ist der Fokus dann doch auf "Lovers". Hier jedoch sehen wir eine Freundschaft, die ihren Ursprung in der Schulzeit hat, durch die Umstände des Lebens loser wird und schließlich wieder enger wird. Auf den ersten Blick ist Jack derjenige, der Tonis Hilfe benötigt. Aber es wird ziemlich am Anfang klar, dass es Toni ist, der die Hilfe sucht. Er eilt an Jacks Krankenbett, weil er buchstäblich kurz davor ist, den Halt zu verlieren. Das ist eine sehr inklusive, mutmachende Botschaft, die ich in noch nicht so vielen Büchern gelesen habe, weil behinderte Menschen oft auf ihre Behinderung reduziert werden. Jack ist aber eine Figur, die zwar unter ihrer Behinderung leidet, aber sich selbst findet und für Toni ein Halt ist - selbst in seiner eigenen Krise. Das hat mir sehr sehr gut gefallen! Ich bin wahnsinnig gespannt, was wir von Finn Beck noch erwarten dürfen. Mit Papierschiffe auf rauer See ist jedenfalls ein beeindruckendes Debüt gelungen, das vielfältig, tiefgründig und unkonventionell ist. Ich würde eine zweite Veröffentlichung lesen und wäre gespannt, was fae noch zu Papier bringt. Ich kann Papierschiffe auf rauer See sehr empfehlen, auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt aufgeführt habe. Rezension musste auf Grund der Länge abgebrochen werd

Eine Geschichte zum Wohl- und Mitfühlen

black_cat595 am 26.06.2025

Bewertungsnummer: 2524832

Bewertet: eBook (ePUB)

Vibes: berührend Er-Schreibstil lebensnah Freundschaft In dieser Geschichte begleiten wir die Charaktere über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte hinweg. Der Prolog ist recht lang und erzählt von der Jugend der beiden Hauptcharaktere. Es geht um beste Freunde, die sich bereits seit der frühsten Kindheit kennen. Die Geschichte erleben wir nur aus der Sicht von einem von beiden. In den Adern des Hauptcharakters fließt die Musik und so liegt es nahe, dass er seinen Werdegang als Musiker macht. Er und seine Band treten weltweit auf. Das bedeutet viel Stress und vor allem keinen festen Wohnsitz. Den einzigen Kontakt den er mit dieser unsteten Situation aufrechterhalten will, ist der zu seinem besten Freund. Doch ist er nur selten in seiner Heimatstadt und wenn dann auch immer mitten in der Arbeit an den nächsten Songs. Dann hat der beste Freund einen schlimmen Unfall. Alles in dem Leben des actionliebenden besten Freundes muss sich ändern. Für den Musiker ist es keine Frage, dass er ihm in dieser Situation beistehen wird. Doch wird das nicht das einzige bleiben, dass zwischen den beiden stehen wird. Kann diese Freundschaft bestehen bleiben zwischen lebensverändernden Unfällen, der Popularität eines weltweit bekannten Musikers und der Liebe? Die Geschichte ist wirklich zum Genießen. Sie wird zwar in der Er-Perspektive erzählt, was normalerweise eine gewisse Distanz schafft, aber diese Geschichte legt sich um den Leser wie eine warme Decke; heißt den Leser stehts willkommen. Auch die Zeitsprünge stören rein gar nicht, sondern ergeben insgesamt ein stimmiges Bild. Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet. Dadurch, dass man sie so lange begleitet und das auch durch harte Zeiten, lernt man sie sehr gut kennen. Man bekommt tatsächlich das Gefühl als würde man eine reale Erzählung mit realen Menschen begleiten. Sie lachen, sie leiden und sie entwickeln sich weiter. Besonders hervorzuheben ist die gelungene Darstellung der Psyche der Charaktere in den verschiedenen Lebenssituationen. Diese Geschichte hat mich wirklich berührt. Je weiter sie vorangeschritten ist, desto mehr wollte ich wissen wie es weitergeht. Aber nicht nur die Sogwirkung war enorm, auch die Emotionen, die die Charaktere und die Geschichte hervorgerufen haben waren wirklich intensiv. Der Schreibstil ist hier besonders interessant. Die Er-Sicht passt hervorragend zu der Geschichte. Es fühlt sich unglaublich angenehm an seine Zeit zwischen den Seiten zu verbringen und man hofft, dass die Geschichte nie enden mag. Dieses Buch werde ich sicher lange nicht vergessen. Die Geschichte ist spannend und hat eine unglaubliche Sogwirkung. Die Charaktere sind sympathisch und man hat wirklich das Gefühl sie kennenzulernen. Als Leser habe ich mit ihnen gefühlt und im Epilog sogar ein paar Tränen verdrücken müssen. Eine absolut gelungene Geschichte. ⭐⭐⭐⭐⭐/5

Eine Geschichte zum Wohl- und Mitfühlen

black_cat595 am 26.06.2025
Bewertungsnummer: 2524832
Bewertet: eBook (ePUB)

Vibes: berührend Er-Schreibstil lebensnah Freundschaft In dieser Geschichte begleiten wir die Charaktere über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte hinweg. Der Prolog ist recht lang und erzählt von der Jugend der beiden Hauptcharaktere. Es geht um beste Freunde, die sich bereits seit der frühsten Kindheit kennen. Die Geschichte erleben wir nur aus der Sicht von einem von beiden. In den Adern des Hauptcharakters fließt die Musik und so liegt es nahe, dass er seinen Werdegang als Musiker macht. Er und seine Band treten weltweit auf. Das bedeutet viel Stress und vor allem keinen festen Wohnsitz. Den einzigen Kontakt den er mit dieser unsteten Situation aufrechterhalten will, ist der zu seinem besten Freund. Doch ist er nur selten in seiner Heimatstadt und wenn dann auch immer mitten in der Arbeit an den nächsten Songs. Dann hat der beste Freund einen schlimmen Unfall. Alles in dem Leben des actionliebenden besten Freundes muss sich ändern. Für den Musiker ist es keine Frage, dass er ihm in dieser Situation beistehen wird. Doch wird das nicht das einzige bleiben, dass zwischen den beiden stehen wird. Kann diese Freundschaft bestehen bleiben zwischen lebensverändernden Unfällen, der Popularität eines weltweit bekannten Musikers und der Liebe? Die Geschichte ist wirklich zum Genießen. Sie wird zwar in der Er-Perspektive erzählt, was normalerweise eine gewisse Distanz schafft, aber diese Geschichte legt sich um den Leser wie eine warme Decke; heißt den Leser stehts willkommen. Auch die Zeitsprünge stören rein gar nicht, sondern ergeben insgesamt ein stimmiges Bild. Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet. Dadurch, dass man sie so lange begleitet und das auch durch harte Zeiten, lernt man sie sehr gut kennen. Man bekommt tatsächlich das Gefühl als würde man eine reale Erzählung mit realen Menschen begleiten. Sie lachen, sie leiden und sie entwickeln sich weiter. Besonders hervorzuheben ist die gelungene Darstellung der Psyche der Charaktere in den verschiedenen Lebenssituationen. Diese Geschichte hat mich wirklich berührt. Je weiter sie vorangeschritten ist, desto mehr wollte ich wissen wie es weitergeht. Aber nicht nur die Sogwirkung war enorm, auch die Emotionen, die die Charaktere und die Geschichte hervorgerufen haben waren wirklich intensiv. Der Schreibstil ist hier besonders interessant. Die Er-Sicht passt hervorragend zu der Geschichte. Es fühlt sich unglaublich angenehm an seine Zeit zwischen den Seiten zu verbringen und man hofft, dass die Geschichte nie enden mag. Dieses Buch werde ich sicher lange nicht vergessen. Die Geschichte ist spannend und hat eine unglaubliche Sogwirkung. Die Charaktere sind sympathisch und man hat wirklich das Gefühl sie kennenzulernen. Als Leser habe ich mit ihnen gefühlt und im Epilog sogar ein paar Tränen verdrücken müssen. Eine absolut gelungene Geschichte. ⭐⭐⭐⭐⭐/5

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Papierschiffe auf rauer See

von Finn Beck

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