Trügerische Idylle: Ein toter Investor vor traumhafter Bergkulisse.
Jähes Ende einer Wanderung: Anstatt sich nach dem anstrengenden Aufstieg zur Wiesneralm entspannt zu erholen, macht Carolin Halbach eine grausige Entdeckung. In einem Bottich mit Erfrischungsgetränken schwimmt eine Leiche zwischen den Almdudlerflaschen. Bei dem Toten handelt es sich um einen russischen Investor mit großen Plänen für die idyllische Alm. Natürlich lässt sich die "Miss Marple von Bad Gastein" auch diesmal nicht davon abhalten, den örtlichen Behörden bei den Ermittlungen unter die Arme zu greifen.
Der zweite Teil der Regionalkrimi-Reihe rund um die Leiterin der Bad Gasteiner Stadtbibliothek schließt nahtlos an den Vorgänger "Bitterwasser" an. Auch diesmal glaubt Krimifan Carolin Halbach nicht an eine einfache Lösung und wittert Verstrickungen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Mundolibris
aus Frankfurt am Main
5/5
28.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Beste Unterhaltung
„Sturzwasser“ ist der zweite Band einer bislang zweiteiligen Reihe um die Bibliothekarin und Hobbyermittlerin Carolin Halbach.
Das Buch lässt sich ohne Probleme auch ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen, die Story ist in sich abgeschlossen.
Dank des schönen Schreibstils lässt es sich sehr flüssig lesen und auch Schnellleser kommen auf ihre Kosten.
Besonders schön finde ich auch im zweiten Band die Beschreibung der Schauplätze. Teilweise so detailliert, dass man als Leser sich jederzeit dort zurechtfinden würde. Daran erkennt man auch ihre Liebe zu ihrer österreichischen Heimat.
Eher gemächlich beginnt die Story, aber das bleibt nicht so, denn mit jedem Kapitel steigert sich die Spannung bis hin zum hochspannenden Finale.
Leser die gerne mitermitteln haben es hier nicht leicht, denn durch sehr geschickt eingestreute Wendungen, weiß man nicht wen man verdächtigen sollte. Das ist großartig und so sollte ein moderner Krimi geschrieben sein.
Wie schon für Band 1 (Bitterwasser) kann ich für diesen tollen Krimi die volle Punktzahl vergeben, also 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
19.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Bibliothekarin mit Spürsinn
„Sturzwasser“ ist nach „Bitterwasser“ der zweite Bad Gastein-Krimi von Karina Ewald. Carolin Halbach, die Bibliothekarin des örtlichen Kulturzentrums, wandert gemeinsam mit einem Freund zur malerischen Wiesneralm. Statt des erfrischenden Almdudlers finden sie im Jausenbrunnen die Leiche eines reichen Russen, der die Wieneralm kaufen und ein kitschiges Feriendorf für reiche Leute draufsetzen wollte. Carolin findet sich nicht nur zwischen zwei bis drei interessanten Männern wieder, sondern stolpert auch ständig über neue Indizien und Spuren, die den Mordverdacht in immer neue Richtungen lenken. Wie gut, dass neben Carolin weitere vertraute Figuren aus „Bitterwasser“ auch in „Sturzwasser“ auftauchen. Rosi, Carolins Zimmerwirtin, die alles weiß und jeden kennt, Paul, Carolins Bruder, und der Revierinspektor Herzinger, der Carolin zunehmend respektvoll und nicht mehr spöttisch als Miss Marple betitelt.
Mir hat dieser Cosie-Krimi wegen seiner angenehmen Erzählart, Lebendigkeit und Spannung sehr gut gefallen. Es wird viel geredet, die Dialoge sind oft im für uns Deutsche gemütlichen österreichischen Dialekt. Einige Klischees werden bedient, andere gebrochen. Insgesamt bekam ich wie beim ersten Teil schon, große Lust, selbst nach Bad Gastein zu reisen, wo ich bisher noch nicht war. Karina Ewalds Bücher sind der beste Beweis dafür, dass ein Krimi unterhaltsam und spannend sein kann, ohne immer neue und grausamere Mordmethoden ist ins letzte Detail zu beschreiben. Dadurch bleibt der Focus des Lesers bei den Figuren, der wunderschönen Gebirgslandschaft und den Geschichten, die sich dort abspielen – kriminell, romantisch, hoffnungsvoll und zunehmend ehrlich. Denn am Ende kommt die Wahrheit ans Licht.
Vielen Dank für die gute und spannende Unterhaltung. Ich vergebe gern 5***** und hoffe, es wird bald einen nächsten Bad Gasteiner „...Wasser“-Krimi geben.
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
01.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Bedrohte Alpenidylle
„Sturzwasser“ von Karina Ewald ist ein typischer Regionalkrimi, unblutig, mit Wohlfühlcharakter und sympathischen Protagonisten.
Worum geht es?
Bei einer Bergwanderung stoßen Bruno und Carolin auf eine Leiche. Es handelt sich um ein Mitglied eines russischen Konsortiums, das auf einer Alm ein Hotelprojet plant. Doch der Besitzer jener Alm will nicht verkaufen. Er gerät unter Mordverdacht, doch Carolin hält ihn für unschuldig und stellt eigene Nachforschungen an. Doch in Bad Gastein passieren noch andere merkwürdige Dinge …
Es ist bereits der zweite Band dieser Reihe. Das Cover mit dem Gebirgsbach, der Almlandschaft und den darüber hinausragenden felsigen Bergen stimmt hervorragend auf jene Landschaft ein, in der die Handlung spielt. Zudem passt die Aufmachung exakt zum ersten Band und hat somit guten Wiedererkennungswert. Auf der Innenseite des Umschlags befindet sich eine Skizze der wesentlichsten Örtlichkeiten von Bad Gastein sowie der unmittelbaren Umgebung, wodurch man Carolin bei ihren Touren gut begleiten kann.
Der Schreibstil ist nicht nur locker und flüssig, sondern besticht sprachlich durch die gekonnte Differenzierung – die Deutsche Carolin spricht bzw. denkt auf Hochdeutsch, die Gasteiner sprechen Salzburger Dialekt. Dadurch entsteht Lebendigkeit und es wirkt authentisch. Der Krimi ist in kurze Kapitel untergliedert, mit Überschriften, jedoch ohne Orts- oder Zeitangaben. Das Buch erschien 2023. Die Handlung spielt in der nicht genau festgelegten Gegenwart.
Die Atmosphäre von Bad Gastein wird so anschaulich beschrieben, dass man den Eindruck bekommt, anhand des Buches könnte man sich problemlos dort zurechtfinden. Nicht nur die teils unberührte Natur, die Weite der Almen und die imposante Gebirgslandschaft animieren zu einem Besuch dieser Örtlichkeiten, sondern auch die kulinarischen Köstlichkeiten klingen verlockend. So en passant lernt man auch noch, wie man ein Wiener Schnitzel richtig zubereitet.
Die Protagonisten sind durchwegs sympathisch dargestellt, lebendig und natürlich. Carolins deutsche Herkunft ist rein sprachlich offensichtlich, aber sie wird zusehends heimisch in Bad Gastein. Sie ist eine ausgezeichnete Beobachterin, verfügt über einen guten Spürsinn und kann so dem Polizisten Herzinger immer wieder hilfreiche Hinweise liefern, weswegen er sie stets scherzhaft „Miss Marple“ nennt. Noch ist sie Single und durchaus bereit für eine neue Beziehung. Mit Bruno, Lois oder Valentin vielleicht?
Nicht nur der Fall des auf der Alm erschossenen Russen beschäftigt die Polizei. An Verdächtigen mangelt es nicht, an in die Irre führende Spuren ebenfalls nicht, was zum Miträtseln anregt. Zudem beleben etliche merkwürdige Vorkommnisse die Handlung, gestalten sie abwechslungsreich, interessant, sorgen für Überraschungen und weitere Spannungsmomente. Unversehens kommt Carolin dem Mörder in die Quere und gerät in große Gefahr. Schließlich klärt sich nicht nur der Mordfall schlüssig auf, sondern auch all die anderen Vorfälle.
„Sturzwasser“ hat mir spannend-vergnügliche Lesestunden beschert, war für mich eine wunderbar stimmige Urlaubslektüre, als ich das Buch in Zell am See las, das sich relativ nahe bei Bad Gastein befindet. Ich freue mich schon auf weitere Fälle von Carolin und bin auch neugierig, wie ihr Leben weitergeht.
haberlei
aus Wien
5/5
01.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Bedrohte Alpenidylle „Sturzwas…
Bedrohte Alpenidylle „Sturzwasser“ von Karina Ewald ist ein typischer Regionalkrimi, unblutig, mit Wohlfühlcharakter und sympathischen Protagonisten. Worum geht es? Bei einer Bergwanderung stoßen Bruno und Carolin auf eine Leiche. Es handelt sich um ein Mitglied eines russischen Konsortiums, das auf einer Alm ein Hotelprojet plant. Doch der Besitzer jener Alm will nicht verkaufen. Er gerät unter Mordverdacht, doch Carolin hält ihn für unschuldig und stellt eigene Nachforschungen an. Doch in Bad Gastein passieren noch andere merkwürdige Dinge … Es ist bereits der zweite Band dieser Reihe. Das Cover mit dem Gebirgsbach, der Almlandschaft und den darüber hinausragenden felsigen Bergen stimmt hervorragend auf jene Landschaft ein, in der die Handlung spielt. Zudem passt die Aufmachung exakt zum ersten Band und hat somit guten Wiedererkennungswert. Auf der Innenseite des Umschlags befindet sich eine Skizze der wesentlichsten Örtlichkeiten von Bad Gastein sowie der unmittelbaren Umgebung, wodurch man Carolin bei ihren Touren gut begleiten kann. Der Schreibstil ist nicht nur locker und flüssig, sondern besticht sprachlich durch die gekonnte Differenzierung – die Deutsche Carolin spricht bzw. denkt auf Hochdeutsch, die Gasteiner sprechen Salzburger Dialekt. Dadurch entsteht Lebendigkeit und es wirkt authentisch. Der Krimi ist in kurze Kapitel untergliedert, mit Überschriften, jedoch ohne Orts- oder Zeitangaben. Das Buch erschien 2023. Die Handlung spielt in der nicht genau festgelegten Gegenwart. Die Atmosphäre von Bad Gastein wird so anschaulich beschrieben, dass man den Eindruck bekommt, anhand des Buches könnte man sich problemlos dort zurechtfinden. Nicht nur die teils unberührte Natur, die Weite der Almen und die imposante Gebirgslandschaft animieren zu einem Besuch dieser Örtlichkeiten, sondern auch die kulinarischen Köstlichkeiten klingen verlockend. So en passant lernt man auch noch, wie man ein Wiener Schnitzel richtig zubereitet. Die Protagonisten sind durchwegs sympathisch dargestellt, lebendig und natürlich. Carolins deutsche Herkunft ist rein sprachlich offensichtlich, aber sie wird zusehends heimisch in Bad Gastein. Sie ist eine ausgezeichnete Beobachterin, verfügt über einen guten Spürsinn und kann so dem Polizisten Herzinger immer wieder hilfreiche Hinweise liefern, weswegen er sie stets scherzhaft „Miss Marple“ nennt. Noch ist sie Single und durchaus bereit für eine neue Beziehung. Mit Bruno, Lois oder Valentin vielleicht? Nicht nur der Fall des auf der Alm erschossenen Russen beschäftigt die Polizei. An Verdächtigen mangelt es nicht, an in die Irre führende Spuren ebenfalls nicht, was zum Miträtseln anregt. Zudem beleben etliche merkwürdige Vorkommnisse die Handlung, gestalten sie abwechslungsreich, interessant, sorgen für Überraschungen und weitere Spannungsmomente. Unversehens kommt Carolin dem Mörder in die Quere und gerät in große Gefahr. Schließlich klärt sich nicht nur der Mordfall schlüssig auf, sondern auch all die anderen Vorfälle. „Sturzwasser“ hat mir spannend-vergnügliche Lesestunden beschert, war für mich eine wunderbar stimmige Urlaubslektüre, als ich das Buch in Zell am See las, das sich relativ nahe bei Bad Gastein befindet. Ich freue mich schon auf weitere Fälle von Carolin und bin auch neugierig, wie ihr Leben weitergeht.
Bewertung
5/5
18.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Miss Marple in den Bergen
Die Bibliotheksleiterin Caro ist zu einem Ausflug in die Berge eingeladen. Mit Bruno geht es bergauf, vorbei an grünen Wiesen und Wasserfällen, mitten rein in die Idylle. Bei einer Rast finden sie aber eine Leiche und vorbei ist die Erholung. Ein erschossener Russe auf einer Alm. Wer hat Interesse an seinem Tod. Die Bauern die nicht verkaufen wollen? Seine Geschäftsfreunde.
Caro ist wieder mitten im Geschehen und zieht ihre eigenen Schlüsse.
Karina Ewald nimmt mich von Beginn mit in die Berge und den Fall. Die Personen aus dem Ort und der Pension sind so liebevoll und authentisch beschrieben, dass auch ich mich wohl gefühlt habe. Die Ermittlungen der Polizei laufen im Hintergrund, wir sind aus Caros Sicht dabei. Einige verdächtige Personen kommen im Laufe des Buches zur Sprache. Aber sind es wirklich die richtigen Schlussfolgerungen die ich ziehe.
Auch das Privatleben der Protagonisten kommt nicht zu kurz. Gerade die Männer im Leben von Caro haben ihre Besonderheiten. Auch da wünsche ich ihr das beste.
Ein rundum gelungener Krimi in der Idylle der Berge. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin mit Caro!
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