Wie wir unsere Kinder in Krisen stärken Leonhard Thun-Hohenstein macht die verschiedenen Krisen, an denen unsere Kinder leiden, anschaulich. Vor allem aber gibt er Anleitung, wie Eltern in schwierigen Zeiten ihre Zuversicht bewahren und Mut fassen, um die Krise aktiv zu bewältigen. Nicht nur durch die gegenwärtigen Ereignisse wie Corona-Pandemie oder Ukrainekrieg, auch im Alltag sind unsere Kinder verstärkt Krisen ausgesetzt - mit teils verheerenden Folgen. Leonhard Thun-Hohenstein, langjähriger Leiter einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik, beschreibt die Kindersorgen anschaulich anhand von Fallgeschichten und persönlicher Erfahrung. Vor allem aber zeigt er, wie wir unsere Kinder schützen und widerstandsfähig machen können, und warum unsere Gesellschaft ihre Belange endlich wieder stärker in den Blick nehmen muss.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
geheimerEichkater
aus Essen
5/5
08.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
leicht verständliche Wissensvermittlung
Leonard Thun-Hohenstein, unter anderem Gründer der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg, erläutert in diesem Buch den Umgang mit Krisen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen und den Umgang damit.
Zunächst wird die normal Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, einschließlich dem Modell Eriksons erklärt, danach was eine Krise ausmacht, wie sie ensteht; Fallbeispiele und andere Texte ergänzen die sehr gut verständliche Wissensvermittlung, beispielsweise durch Kurzanalyse eines Märchens und auch Resilienz un weiters werden genau errläutert. Man bemerkt stets wieviel Berufserfahrung bei den Darstellungen miteinfließt; angesprochen werden sollen all jene, die beruflich oder privat mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, denn es geht nicht nur um die Krisensituation selber, sondern auch um eine gute Vorbereitung durch Erziehung und auch Begleitung während und nach der Krise. Die Sicht, dass Krisen normal sind, zum Leben einfach dazugehören , durch die man sich weiterentwickelt, sie als Lernchance nutzt und als schöpferischen Prozess akzeptiert, bieten gute Strategien der Begleitung während der Krise und überstehen dieser.
Die Informationen wurden sehr gut verständlich weitergegeben und erklärt, so dass jeder, auch ohne bereits Fachwissen aufzuweisen, versteht, wei er Kinder und Jugendliche stärken, bewahren und in schwierigen Zeiten gut durch die Krise begleiten kann.
Bewertung
aus Ahrensburg
4/5
13.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr informativ und anregend
Die Resilienz früh genug zu fördern, ist sehr hilfreich sein, denn sie hilft der Psyche Belastungen stand zu halten und eine innere positive Haltung zu bewahren. Daher ist es gut sich mit Kindern mit dem Thema auseinanderzusetzen, denn sie leiden bei Krisen am meisten. Die zusätzlichen Fähigkeiten helfen demnach die Psyche zu schützen.
Mich hat das Thema Resilienz auf Anhieb angesprochen und ich hatte mich schon auf die Suche nach einem geeigneten Buch gemacht, als ich dieses hier entdeckt habe. Hier erfährt man zunächst etwas über die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wie such was es mit einer Eltern-Kind-Bindung auf sich hat. Im Weiteren stehen Krisen und Konflikte im Fokus. Vor allem was Krisen sind und was sie mit der Psyche machen. Im Anschluss werden einige Fallbeispiele aufgeführt, die zeigen in welchen unterschiedlichen Arten sich Krisen auswirken können. Die nächsten zwei Kapitel zeigen wie die Resilienz bei Krisen ins Spiel kommt.
Da ich mich vorher noch gar nicht mit diesem Thema auseinander gesetzt hatte, war ich sehr gespannt was mich hier erwarten würde. Der Schreibstil des Autors und Psychologen liest sich sehr gut. Er bringt das Thema Resilienz sehr gut rüber und zeigt Schritt für Schritt wie sich Krisen auf die Psyche auswirken können und wie Resilienz diese schützen kann und Konflikte gestärkt angehen kann. Gerade wer sich zum ersten Mal den Themen Kinderpsychologie und Resilienz widmet, wird hier ein gelungenes Sachbuch vorfinden. Ich hätte mir nur etwas Praxisnähe gewünscht. Mehr Fallbeispiele und ihre Lösungsansätze hätte ich sehr gut gefunden. Auf jeden Fall ist "kinder und resilienz" eine gute Lektüre, um sich mit Resilienz und deren Bedeutung für die Psyche auseinander zu setzen.
MoneP
aus Haltern am See
4/5
11.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Thema Resilienz ist so wichtig für unsere Gesellschaft und zwar gerade (,aber nicht nur) für unsere Kinder. Dieses Buch gibt uns hilfreiche Tipps, die uns helfen ihnen und uns zu helfen, resilienter zu werden.
Vorweg ist wichtig zu sagen, dass wir unsere Kinder natürlich nicht vor einer Krise schützen können, da wir auch nicht alles beeinflussen können. Aber wir können unseren Kindern helfen, besser damit umgehen zu lernen.
Dieses Thema Resilienz ist so wichtig für unsere Gesellschaft und zwar gerade (,aber nicht nur) für unsere Kinder, denn sie sind unsere Zukunft. Ich erlebe so oft bei vielen Erwachsenen wie wenig resilient sie sind und auch, wie wenig resilient ich bin. Ich arbeite jeden Tag an mir. Manches fällt mir leichter, bei anderem muss ich immer wieder acht geben. Dieses Buch hier ist für jeden ein Gewinn. Als staatlich geprüfte Kinderpflegerin habe ich natürlich auch einiges in meiner Ausbildung gelernt und kenne mich deshalb ein wenig aus, bin aber auch schon lange raus und brauch immer wieder eine Auffrischung.
Der erste Teil des Buches geht weitestgehend um die Entwicklung eines Individuums und was darauf Einfluss hat. Dies ist natürlich sehr wichtig und ist der Grundstein für die Resilienz eines Menschen. Hier bekommt man ein umfassendes Wissen über diese und auch über die Entwicklung verschiedener Krisen und wie man sie bewältigen kann. Wichtig ist hier – es zählt die subjektive Meinung, was eine Krise ist. Für jeden ist etwas anderes eine Krise. Ist sie für den einen vielleicht erst präsent, wenn das Haus eingestürzt ist, so ist es für jemand anderen vielleicht der Fingernagel, der vor einem wichtigen Termin eingerissen ist. Viele unserer Eigenschaften sind angeboren, doch wir können sie trotzdem beeinflussen mit Erfahrungen und positivem Feedback. So können wir die Resilienz unserer Kinder stärken. Aber wir können nicht nur ihnen helfen resilienter zu werden, sondern wir können auch an uns arbeiten, wie wir resilienter werden. Hier bekommen wir viele Tipps, wie dies gelingen kann.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der erste Teil etwas verkompliziert wurde. Hier hätte man auch mit kurzen Beispielen für manche Fachbegriffe oder einfacheren Wörtern arbeiten können, wie es dann im weiteren Verlauf vorkam. Teilweise wurde es mir persönlich einfach zu sehr ausgedehnt und wiederholt. Des weiteren bin ich kein Fan von Fremdwörtern, die ich erst nachschlagen muss. Manche sind zwar bekannt, aber das muss nicht sein. Der Autor möchte es seinen Lesern ja sicher so leicht, wie möglich machen, Weshalb man auch direkt die Übersetzungen für „Peergroup“ und „Delinquenz“ hätte schreiben können. Dies wäre jetzt kein großer Aufwand gewesen, denke ich. Allerdings muss ich gestehen, ich meckere hier auf einem sehr hohen Niveau, denn hier ist vieles, was ich als sehr gut empfinde. Am besten haben mir die Tabellen gefallen, wie z.B. „Die acht Stufen der Identitätsentwicklung nach Erik Erikson“ und „Die Dimension des Temperaments“. Sie sind verständlich und nachvollziehbar.
Es muss viel mehr in der Gesellschaft, den Schulen und den Berufen z.B umgedacht werden. Es müssen Menschen entlastet werden und nicht mit noch mehr Arbeitsstunden belastet. Die Kinder sollten in den Schulen das lernen, was sie für ihr Leben brauchen. Schön wäre autogenes Training, Ernährung, Bewegung in der Natur, besuche im Altenheim oder Ehrenamtliche Stunden in einer Essensausgabe. Sie sollten etwas über ihre eigene Psyche lernen, was passiert mit ihnen in der Pubertät etc. Die Eltern sollten mehr entlastet werden. Mehr Jobs mit Kinderbetreuung müssten her. Offeneres Arbeiten etc. Wie sollen die Menschen resilienter werden, wenn sie nur noch für die Arbeit leben oder die Zufriedenstellung anderer?!
Aber das wäre hier ein Thema, dafür könnten wir gleich eine neue Partei Gründen. Lebenswert oder so wäre ein klasse Name dafür.
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