Produktbild: Der Weltbürger aus Königsberg Immanuel Kant heute

Der Weltbürger aus Königsberg Immanuel Kant heute Person und Werk

1

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.09.2023

Verlag

Marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,2/14,9/4,2 cm

Gewicht

650 g

Farbe

Weiß / Marine

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7374-1221-6

Beschreibung

Rezension

Otfried Höffe bietet in seinem großen Kant-Buch einen profunden Überblick über Leben und Werk des Philosophen.
ZEIT Online

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 16 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.09.2023

Verlag

Marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,2/14,9/4,2 cm

Gewicht

650 g

Farbe

Weiß / Marine

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7374-1221-6

Herstelleradresse

Marix Verlag
Römerweg 10
65187 Wiesbaden
DE

Email: info@marixverlag.de

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(0)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(1)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Ein Weltbürger - aus Königsberg?

Bewertung am 26.11.2023

Bewertungsnummer: 2076866

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Unter den deutschen Kantinterpreten und -exegeten ist Otfried Höffe vermutlich derjenige, der am stärksten unbeirrbar an der überragenden und bis heute gültigen Bedeutung des „Weltbürgers aus Königsberg“ festhält. In seiner neuesten Arbeit zu „Person und Werk“ von „Immanuel Kant heute“ bekennt er sich schon im Vorwort als „Kant-Freund“ (S. 13) und hält ihn für ein „philosophisches Universalgenie“ (S. 15) nicht nur auf dieser Erde, sondern er glaubt, Kant müsse sogar „universumweit als einer der größten Denker anerkannt“ werden (S. 13). Umso schmerzhafter muss es für Höffe sein, dass sein Idol just im Vorfeld seines 300. Geburtstags so sehr in Bedrängnis gerät. Er nutzt daher seine Jubiläumsschrift als Plädoyer eines Verteidigers, der all das entkräften will, was Kant neuerdings vorgeworfen wird: War Kant ein, wenig weltmännischer, Provinzler, der in lebensweltlichen Fragen über den Königsberger Tellerrand nicht hinaussah? Nein, sagt Höffe, Kant las viele Reiseberichte und hatte in der großen Handelsstadt Königsberg Kontakt zu Kaufleuten aus vielen europäischen Ländern. Nun denn. War Kant ein Frauenverächter? Beileibe nicht, sagt Höffe in einer verunglückten Formulierung, er sei keineswegs „gegen eine Heirat abgeneigt“ (S. 33) gewesen, habe sich gar zweimal mit dem Gedanken getragen zu heiraten. Ach so. Hatte Kant eine eurozentrische Perspektive auf die Welt? Keinesfalls, so Höffe. Hielt er doch die Chinesen für das „kultivierteste Volk auf der ganzen Welt.“ (S. 49) Dass Kant im Folgenden die „Chineser“ für chronisch faul, verschlagen, rachgierig, verspielt und feige hält, (AA IX, 378) tut scheinbar nichts zur Sache. War Kant, der nichts von einem allgemeinen freien Wahlrecht hielt, nichts von einem Widerstandsrecht, der glaubte, es reiche, wenn ein Herrscher so agiere, „als ob“ er gewählt sei, kein Demokrat? Oh, nein, so Höffe: „Unser Philosoph ist ein zutiefst demokratischer Denker.“ (S. 52) Hat Kant die Sinnlichkeit des Menschen vernachlässigt? Keineswegs, so Höffe, schließlich habe Kant immer wieder gegen die cartesianischen Rationalisten die Bedeutung sinnlicher Wahrnehmung für das Urteilen betont. (S. 69 ff.) Allerdings verschweigt er hier, dass „Sinnlichkeit“ doppeldeutig ist und der Vorwurf nicht auf das Vernachlässigen sinnlicher Wahrnehmung zielt, vielmehr auf das Sinnliche im Sinne des Emotionalen, der „Neigungen“ – und die, so Kant, sollten uns „jederzeit lästig“ sein. (AA V, 118) Ein Fehlschluss der Äquivokation also. Hat Kant eine „schwarze Pädagogik“ befürwortet, wenn er den jungen Menschen zuerst durch Zwang und Disziplin alle tierischen Begierden austreiben will, ihn durch hartes Entsagen und Ertragen vor Verweichlichung bewahren, ihn soweit formen will, dass er bereit und fähig ist zur „Zivilisierung“, Kultivierung“ und „Moralisierung“? Keineswegs, so Höffe, vielmehr sei sein Erziehungsprogramm noch heute aktuell, da es letztlich darauf abziele, den Menschen zu Freiheit und Moralität zu erziehen. War Kant ein anthropozentrischer „Speziezist“, der Tiere für Sachen hält, mit denen man nach Belieben verfahren darf? Nun, so Höffe, diese Einschätzung sei für „Tierliebhaber“ gewiss „ein Ärgernis“ (S. 344). Aber es seien nun mal nur Menschen Personen und seit dem römischen Recht gäbe es nur die Alternative „Sache und Person“. Und weil eben, so Kant, nur der Mensch einen Endzweck darstelle, bleibe er auch für die Tierethik „ein für heute aktueller Gesprächspartner.“ (S. 347). Hat Kant ein modernes Einwanderungsrecht abgelehnt, wenn er fremden Staatsbürgern, die vor Armut oder Überbevölkerung fliehen, nur ein „Besuchsrecht, aber kein Gastrecht“ (S. 249) – man müsste ergänzen: erst recht kein Niederlassungsrecht - zubilligen will? Nun ja, so Höffe, „für die Armut oder die Überbevölkerung trägt das Heimatland die Verantwortung“. Kant biete für die aktuelle Migration immerhin „ziemlich klare als auch ziemlich enge und strenge Argumente.“ (S. 249). Mit Kant lasse sich eine Willkommenskultur jedenfalls nicht begründen. Na, dann. War Kant ein Rassist? Nein, sagt Höffe, es sei ganz „abwegig“, Kant einen „Rassisten zu nennen.“ (S. 308) Zum einen sei der Begriff „Rasse“ zu Kants Zeit weitgehend wertneutral verwendet worden, er sei auch mit dem Begriff „ratio“ verwandt, der „alles andere als anstößig“ sei (S. 305). Zudem erscheinen seine Einlassungen zur Rassenlehre in ganz unwichtigen Texten und es sei ganz selten, dass er „bedenkliche Passagen“ äußert, wie: „die Menschheit in ihrer größten Vollkommenheit ist in der Rasse der Weißen.“ (S. 306) Auch sei dies immerhin kein Zeichen für Eurozentrismus, da es Weiße nicht nur in Europa gäbe. Und schließlich habe er sich hier nur an David Hume orientiert, der Ähnliches behauptete. Nun, wer in der „Physischen Geographie“ blättert, findet zahllose „bedenkliche Passagen“, die doch ein deutlich anderes Bild vermitteln. (vgl. AA IX, 311 ff.) Nun wäre es sehr unfair, die Arbeit Höffes auf diese eher kläglichen Rechtfertigungsversuche für eine bleibende Bedeutung Kants reduzieren zu wollen. Sie bietet vielmehr überwiegend eine profunde, anschaulich und auch für Nicht-Kantianer verständlich verfasste Einführung in Kants Gesamtwerk, wobei nicht nur die zentralen drei Kritiken ausgiebig gewürdigt und gedeutet werden, sondern auch wichtige kleinere Schriften, wie die „Grundlegung“ und der Aufsatz „Zum ewigen Frieden“. Und es finden sich sogar Zugeständnisse einer gewissen Überholtheit der Ansichten Kants, etwa bei dessen Forderung nach der Todesstrafe oder der Zwangskastration von Triebtätern. Und unfair gegenüber Kant wäre es tatsächlich, seine misogynen, rassistischen und z.T. reaktionären Positionen für eine Verdammnis der gesamten Philosophie zu nutzen, die doch in der Erkenntnistheorie, der Moraltheorie, der Religionskritik, dem Völkerrecht und selbst in der Anthropologie Bleibendes und zum Teil noch Uneingelöstes geleistet hat. Dennoch wirken die in Höffes Buch bei jeder Gelegenheit eingeflochtenen Hinweise auf die unbedingte Aktualität der Positionen Kants eher befremdlich. Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt. Wäre es nicht klüger gewesen, die großen Verdienste Kants herauszustreichen und im Übrigen zuzugestehen, dass viele seiner Ansichten zu lebensweltlichen und zwischenmenschlichen Fragen heute schlicht nicht mehr haltbar sind? Im Grunde eine Selbstverständlichkeit 300 Jahre nach der Geburt Kants. Vielleicht hätte Höffe dem verehrten Philosophen damit einen größeren Dienst erwiesen. Ein wirkliches Ärgernis ist das äußerst nachlässige Lektorat der Schrift. Es finden sich zahlreiche Rechtschreib-, Zeichen- und Ausdrucksfehler und auf einer Doppelseite ist gar ein falsches Schaubild abgedruckt: Statt der angekündigten und anschließend erläuterten Abbildung der Tafeln der Urteilsformen und Kategorien, (die natürlich gegen Einwände verteidigt werden), findet sich ein Diagramm des Gesamtaufbaus der „Kritik der reinen Vernunft“. (S. 76 f.) So etwas darf weder einem Autor, noch einem Verlag passieren. Auch deswegen: nur bedingt empfehlenswert.

Ein Weltbürger - aus Königsberg?

Bewertung am 26.11.2023
Bewertungsnummer: 2076866
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Unter den deutschen Kantinterpreten und -exegeten ist Otfried Höffe vermutlich derjenige, der am stärksten unbeirrbar an der überragenden und bis heute gültigen Bedeutung des „Weltbürgers aus Königsberg“ festhält. In seiner neuesten Arbeit zu „Person und Werk“ von „Immanuel Kant heute“ bekennt er sich schon im Vorwort als „Kant-Freund“ (S. 13) und hält ihn für ein „philosophisches Universalgenie“ (S. 15) nicht nur auf dieser Erde, sondern er glaubt, Kant müsse sogar „universumweit als einer der größten Denker anerkannt“ werden (S. 13). Umso schmerzhafter muss es für Höffe sein, dass sein Idol just im Vorfeld seines 300. Geburtstags so sehr in Bedrängnis gerät. Er nutzt daher seine Jubiläumsschrift als Plädoyer eines Verteidigers, der all das entkräften will, was Kant neuerdings vorgeworfen wird: War Kant ein, wenig weltmännischer, Provinzler, der in lebensweltlichen Fragen über den Königsberger Tellerrand nicht hinaussah? Nein, sagt Höffe, Kant las viele Reiseberichte und hatte in der großen Handelsstadt Königsberg Kontakt zu Kaufleuten aus vielen europäischen Ländern. Nun denn. War Kant ein Frauenverächter? Beileibe nicht, sagt Höffe in einer verunglückten Formulierung, er sei keineswegs „gegen eine Heirat abgeneigt“ (S. 33) gewesen, habe sich gar zweimal mit dem Gedanken getragen zu heiraten. Ach so. Hatte Kant eine eurozentrische Perspektive auf die Welt? Keinesfalls, so Höffe. Hielt er doch die Chinesen für das „kultivierteste Volk auf der ganzen Welt.“ (S. 49) Dass Kant im Folgenden die „Chineser“ für chronisch faul, verschlagen, rachgierig, verspielt und feige hält, (AA IX, 378) tut scheinbar nichts zur Sache. War Kant, der nichts von einem allgemeinen freien Wahlrecht hielt, nichts von einem Widerstandsrecht, der glaubte, es reiche, wenn ein Herrscher so agiere, „als ob“ er gewählt sei, kein Demokrat? Oh, nein, so Höffe: „Unser Philosoph ist ein zutiefst demokratischer Denker.“ (S. 52) Hat Kant die Sinnlichkeit des Menschen vernachlässigt? Keineswegs, so Höffe, schließlich habe Kant immer wieder gegen die cartesianischen Rationalisten die Bedeutung sinnlicher Wahrnehmung für das Urteilen betont. (S. 69 ff.) Allerdings verschweigt er hier, dass „Sinnlichkeit“ doppeldeutig ist und der Vorwurf nicht auf das Vernachlässigen sinnlicher Wahrnehmung zielt, vielmehr auf das Sinnliche im Sinne des Emotionalen, der „Neigungen“ – und die, so Kant, sollten uns „jederzeit lästig“ sein. (AA V, 118) Ein Fehlschluss der Äquivokation also. Hat Kant eine „schwarze Pädagogik“ befürwortet, wenn er den jungen Menschen zuerst durch Zwang und Disziplin alle tierischen Begierden austreiben will, ihn durch hartes Entsagen und Ertragen vor Verweichlichung bewahren, ihn soweit formen will, dass er bereit und fähig ist zur „Zivilisierung“, Kultivierung“ und „Moralisierung“? Keineswegs, so Höffe, vielmehr sei sein Erziehungsprogramm noch heute aktuell, da es letztlich darauf abziele, den Menschen zu Freiheit und Moralität zu erziehen. War Kant ein anthropozentrischer „Speziezist“, der Tiere für Sachen hält, mit denen man nach Belieben verfahren darf? Nun, so Höffe, diese Einschätzung sei für „Tierliebhaber“ gewiss „ein Ärgernis“ (S. 344). Aber es seien nun mal nur Menschen Personen und seit dem römischen Recht gäbe es nur die Alternative „Sache und Person“. Und weil eben, so Kant, nur der Mensch einen Endzweck darstelle, bleibe er auch für die Tierethik „ein für heute aktueller Gesprächspartner.“ (S. 347). Hat Kant ein modernes Einwanderungsrecht abgelehnt, wenn er fremden Staatsbürgern, die vor Armut oder Überbevölkerung fliehen, nur ein „Besuchsrecht, aber kein Gastrecht“ (S. 249) – man müsste ergänzen: erst recht kein Niederlassungsrecht - zubilligen will? Nun ja, so Höffe, „für die Armut oder die Überbevölkerung trägt das Heimatland die Verantwortung“. Kant biete für die aktuelle Migration immerhin „ziemlich klare als auch ziemlich enge und strenge Argumente.“ (S. 249). Mit Kant lasse sich eine Willkommenskultur jedenfalls nicht begründen. Na, dann. War Kant ein Rassist? Nein, sagt Höffe, es sei ganz „abwegig“, Kant einen „Rassisten zu nennen.“ (S. 308) Zum einen sei der Begriff „Rasse“ zu Kants Zeit weitgehend wertneutral verwendet worden, er sei auch mit dem Begriff „ratio“ verwandt, der „alles andere als anstößig“ sei (S. 305). Zudem erscheinen seine Einlassungen zur Rassenlehre in ganz unwichtigen Texten und es sei ganz selten, dass er „bedenkliche Passagen“ äußert, wie: „die Menschheit in ihrer größten Vollkommenheit ist in der Rasse der Weißen.“ (S. 306) Auch sei dies immerhin kein Zeichen für Eurozentrismus, da es Weiße nicht nur in Europa gäbe. Und schließlich habe er sich hier nur an David Hume orientiert, der Ähnliches behauptete. Nun, wer in der „Physischen Geographie“ blättert, findet zahllose „bedenkliche Passagen“, die doch ein deutlich anderes Bild vermitteln. (vgl. AA IX, 311 ff.) Nun wäre es sehr unfair, die Arbeit Höffes auf diese eher kläglichen Rechtfertigungsversuche für eine bleibende Bedeutung Kants reduzieren zu wollen. Sie bietet vielmehr überwiegend eine profunde, anschaulich und auch für Nicht-Kantianer verständlich verfasste Einführung in Kants Gesamtwerk, wobei nicht nur die zentralen drei Kritiken ausgiebig gewürdigt und gedeutet werden, sondern auch wichtige kleinere Schriften, wie die „Grundlegung“ und der Aufsatz „Zum ewigen Frieden“. Und es finden sich sogar Zugeständnisse einer gewissen Überholtheit der Ansichten Kants, etwa bei dessen Forderung nach der Todesstrafe oder der Zwangskastration von Triebtätern. Und unfair gegenüber Kant wäre es tatsächlich, seine misogynen, rassistischen und z.T. reaktionären Positionen für eine Verdammnis der gesamten Philosophie zu nutzen, die doch in der Erkenntnistheorie, der Moraltheorie, der Religionskritik, dem Völkerrecht und selbst in der Anthropologie Bleibendes und zum Teil noch Uneingelöstes geleistet hat. Dennoch wirken die in Höffes Buch bei jeder Gelegenheit eingeflochtenen Hinweise auf die unbedingte Aktualität der Positionen Kants eher befremdlich. Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt. Wäre es nicht klüger gewesen, die großen Verdienste Kants herauszustreichen und im Übrigen zuzugestehen, dass viele seiner Ansichten zu lebensweltlichen und zwischenmenschlichen Fragen heute schlicht nicht mehr haltbar sind? Im Grunde eine Selbstverständlichkeit 300 Jahre nach der Geburt Kants. Vielleicht hätte Höffe dem verehrten Philosophen damit einen größeren Dienst erwiesen. Ein wirkliches Ärgernis ist das äußerst nachlässige Lektorat der Schrift. Es finden sich zahlreiche Rechtschreib-, Zeichen- und Ausdrucksfehler und auf einer Doppelseite ist gar ein falsches Schaubild abgedruckt: Statt der angekündigten und anschließend erläuterten Abbildung der Tafeln der Urteilsformen und Kategorien, (die natürlich gegen Einwände verteidigt werden), findet sich ein Diagramm des Gesamtaufbaus der „Kritik der reinen Vernunft“. (S. 76 f.) So etwas darf weder einem Autor, noch einem Verlag passieren. Auch deswegen: nur bedingt empfehlenswert.

Kundinnen und Kunden meinen

Der Weltbürger aus Königsberg Immanuel Kant heute

von Otfried Höffe

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Der Weltbürger aus Königsberg Immanuel Kant heute
  • Vorwort
    Die Person als Vorbild?
    1. Einfache Verhältnisse
    2. Enzyklopädische Wißbegier
    3. Bürgerliche Tugenden – mit Geselligkeit
    3.1 Sekundärtugenden – 3.2 Der „elegante Magister“
    4. Vier Antriebskräfte
    4.1 Aufklärung – 4.2 Richterliche Kritik – 4.3 Moral – 4.4 Ortsgebunden und doch Kosmopolit

    I. Was kann ich wissen? – Theoretische Philosophie
    1. Der Mensch rückt ins Zentrum
    2. Wider den „Eigendünkel der Spekulation“
    3. Mathematik: kein Vorbild für die Philosophie
    4. Aufwertung der Sinnlichkeit
    4.1 Kants Aktualität – 4.2 Neubewertung der Mathematik – 4.3 Individualität – 4.4 Apologie der Sinnlichkeit
    5. Fundamentalbegriffe: Kategorien
    6. Philosophische Naturgesetze
    6.1 Fundamentalphilosophie ist erfahrungsunabhängig – 6.2 Ein erstes Naturgesetz: Die Natur ist mathematisch verfaßt – 6.3 Zwei weitere Naturgesetze: ein Substanz- und ein Kausalitätsprinzip
    7. Zur Philosophie des Geistes
    7.1 Überwindung einer Metaphysik des Geistes – 7.2 Einsichten für die empirische Psychologie – 7.3 Das Themenfeld erweitern
    8. Astrophysik und Mikrophysik
    8.1 Über Newton hinaus säkular – 8.2 Biologie ist nicht Physik – 8.3 Logik der Forschung: „Abgrund der Unwissenheit“
    9. Revolution der philosophischen Theologie
    9.1 Ein überholtes Thema – 9.2 Ein Gottesbegriff für die Naturforschung – 9.3 Weder die Existenz Gottes noch seine Nichtexistenz sind beweisbar
    10. Zur Würde der Philosophie
    10.1 Aufklärung, demokratisch – 10.2 Ein epistemischer Kosmopolitismus – 10.3 Metaphysik in nachmetaphysischer Zeit – 10.4 Innerhalb der Theorie zur Praxis – 10.5 Der weltbürgerliche Begriff der Philosophie
    11. Ein Vorbild für wissenschaftliche Prosa?
    11.1 Für Fachkollegen: ein ciceronisches Deutsch – 11.2 „Wahre Popularität“ – 11.3

    II. Was soll ich tun? Moral und Recht Kants Doppelrolle
    1. Vorbild und Provokation
    2. Nur eine neue Formel: Der kategorische Imperativ
    2.1 Unbescheiden: Eine erfahrungsfreie Moralphilosophie – 2.2 Drei Imperative, drei Freiheitsstufen – 2.3 Bescheiden: Eine Entdeckung, keine Erfindung – 2.4 Fünf Vorteile von Kants Maximenethik – 2.5 Der Demokratiewert
    3. Ein berühmtes Beispiel: das Depositum
    4. Determinismus oder Freiheit
    4.1 Die Herausforderung – 4.2 Freiheit 1: Denkbar, nicht erkennbar – 4.3 Freiheit 2: objektiv real – 4.4 Die radikale Freiheit: Autonomie des Willens
    5. Ein Vernunftbegriff des Rechts
    5.1 Paradox: positiv-überpositiv – 5.2 Reine praktische Vernunft: Das Recht als Moral – 5.3 Der kategorische Rechtsimperativ – 5.4 Menschenwürde und Menschenrechte – 5.5 Warum Eigentum?
    6. Zwangsbefugnis, legitime Herrschaft, Kriminalstrafe
    6.1 Braucht es hier eine Hermeneutik des Wohlwollens? – 6.2 Ärgernis 1: Zwangsbefugnis – 6.3 Ärgernis 2: politische Herrschaft – 6.4 Ärgernis 3: Strafe als Vergeltung – 6.5 Der Rechtsstaat – 6.6 „Den Staat braucht selbst ein Volk von Teufeln“

    III. Was darf ich hoffen? – Geschichte, höchstes Gut, Religion
    1. Ein verlorenes Thema: Hat die Geschichte einen Sinn?
    1.1 Säkular – 1.2 Kosmopolitische – 1.3 Rechtsfortschritt – 1.4 Antrieb: Ungesellige Geselligkeit
    2. Eine Provokation: das höchste Gut
    2.1 Vom Sollen zum Hoffen – 2.2 Unsterbliche Seele und Existenz Gottes – 2.3 Ein moralischer Glaube
    3. Religionsphilosophie für eine säkulare Gesellschaft
    3.1 Eine Revolution der philosophischen Theologie – 3.2 EinChristentum ohne Offenbarung – 3.3 Ein verdrängtes Thema: das Böse – 3.4 Ein Philosoph liest die Bibel – 3.5 Eine unsichtbare Kirche

    IV. Was ist der Mensch?
    1. „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“
    1.1 Eine neue wissenschaftliche Disziplin – 1.2 Vom Erkenntnisvermögen – 1.3 Vom Gefühl der Lust und Unlust – 1.4 Vom Begehrungsvermögen – 1.5 Humanität – 1.6 Über Charakter
    2. Kultivieren, Zivilisieren, Moralisieren
    2.1 Eine weltbürgerliche Pädagogik – 2.2 Leitzweck: Aufklärung – 2.3 Drei Erziehungsziele und eine Voraufgabe – 2.4 Der dreifache Wert des Menschen – 2.5 Das Kind soll spielen, aber auch arbeiten lernen – 2.6 Bürger bilden?
    3. Nur der Mensch als Endzweck
    3.1 Ein fremdes Thema – 3.2 Nur der Mensch, keine Tierarten

    V. Zweckdenken
    1. Ein fremdgewordenes Thema rehabilitieren
    2. Das Schöne und das Erhabene
    2.1 Geschmacksurteile – 2.2 Eine ästhetische Revolution: Schöne Kunst ist Kunst des Genies – 2.3 Das Schöne – 2.4 Das Erhabene
    3. Zweckmäßigkeit in der Natur: Biologie
    3.1 Organische Zweckmäßigkeit – 3.2 Kausalität plus Teleologie
    4. Der Endzweck der Natur: der Mensch
    4.1 Eine Teleologie der Gesamtnatur – 4.2 Welcher Mensch als Endzweck – 4.3 Noch einmal: Ein moralischer Glaube
    Literatur
    Sachregister
    Personenregister