Kriege und Naturkatastrophen haben dazu geführt, dass große Teile der Erde nicht mehr bewohnbar sind.
Der achtzehnjährige Paul ist einer der ersten Menschen, die auf den künstlichen Kontinent Lex im Pazifik umsiedeln - ein utopisches Paradies für all diejenigen, die es sich leisten können.
71 p. c.
Siebzig Jahre später hat sich auf Lex eine neue, friedliche Gesellschaftsform etabliert, in der die Menschen ohne Konflikte zusammenleben.
Um den Frieden und die innere Sicherheit zu wahren, wird in Kauf genommen, dass die Regierung stark in das Leben des Einzelnen eingreift. So werden den Bürgern sämtliche wichtige Entscheidungen abgenommen und bestimmte Rechte beschnitten.
Die sechzehnjährige Vinnie steht kurz vor ihrer Zwangsheirat mit einem von der Regierung ausgewählten Fremden.
Sie glaubt fest an das System - doch dann fällt ihr Pauls Tagebuch in die Hände und ihr Weltbild gerät ins Wanken.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
bibis.stuebchen
aus Berlin
5/5
10.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Lest dieses Buch!
Diese Dystopie hat mich völlig überrascht. Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt und ich war wütend und verzweifelt zugleich. Die Story wird quasi aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen ist da Vinnie, die in einer fiktiven Zukunft auf dem Kontinent Rex lebt. Zum anderen ist da Paul, der zu den ersten Siedelnden auf Rex gehörte und über seine Zeit Tagebuch führte. Dieses Tagebuch ist ein Zeugnis darüber wie schnell aus einem guten Willen eine Diktatur wird. Wie das System unter dem Deckmantel der Sicherheit immer weiter reguliert und die Rechte v.a. der Frauen immer mehr einschränkt. Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Einziges Manko: Die Geschichte war leider etwas zu schnell erzählt.
fairiesbookworld
5/5
20.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Einfach wow
Cover:
Das Cover finde ich richtig edel und gefällt mir super gut! Ich liebe einfach alles daran! Zum einen stellt es einen interessanten Kontrast zum Inhalt des Buches dar, da dieser eigentlich recht düster ist. Zum anderen wirkt es aber sehr edel und fast etwas altmodisch (auf die gute Art), was wiederum einen Aspektes des Buches wunderbar aufgreift. Für mich eines der schönsten Cover in meinem Regal!
meine Meinung:
Ich habe letztes Jahr ein anderes Buch von Keah gelesen und fand dieses wirklich gut, weshalb ich mir direkt auch ihr neues Buch kaufen musste, als es erschienen ist. Leider bin ich erst jetzt - über ein Jahr nach Erscheinungstermin - dazu gekommen es zu lesen und ich bereue es wirklich sehr so lange gewartet zu haben, weil es für mich eines der großartigsten Jugenddystopien ist, die ich je gelesen habe (und jeder,der mich kennt, weiß, dass ich ein richtig kritischer Leser bin, also wenn ich so etwas sage, dann meine ich es so!)
Ich muss sagen, bei diesem Buch, weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, weil ich nach über einer Woche des Lesens immer noch komplett überwältigt von dem Buch bin und kein einziges Wort beschreibt, wie ich mich während des Lesens gefühlt habe.
Keah schafft es mit einem bittersüßen, aber leicht zu lesenden Schreibstil, eine Geschichte zu erzählen, die in unserer heutigen Zeit so wichtig wie noch nie ist.
Wir verfolgen in dieser Dystopie Vinnie, die auf einer künstlich angelegten Kontinent names Lex lebt, wo es üblich ist, dass jede Frau mit 16 Jahren an den - laut Regierung - perfekten Partner zwangsverheiratet wird. Nur stellt Vinnie schnell fest, dass dies wohl nicht auf sie zu trifft. Und als sie dann das Tagebuch von Paul findet, der während der Enstehung von Lex auf den Kontinent eingewandert ist, hinterfragt sie ihre gesamte Lebensvorstellung.
Wie man aus der Beschreibung herauslesen kann, wird die Geschichte aus zwei Zeitebenen erzählt und ich fand beide auf ihre eigene Art bitter und berührend.
Pauls Geschichte zeigt für mich einige Problematiken der heutigen Welt auf und wo wir in den nächsten Jahren hinkommen, wenn sich die geopolitische Lage weiterhin so zuspitzt, wie es gerade scheint. Und gerade das finde ich interessant, da Keah in ihrer Danksagung meint, dass sie das Buch bereits 2016 geplottet hat.
Vinnies Geschichte wiederum hat für mich gerade als Frau eine besondere Bedeutung gehabt und finde sie sehr wichtig, ich möchte nicht zu viel verraten, weil ich finde, dass wirklich jeder dieses Buch lesen sollte!
Für mich ist auch das Ende perfekt für die Geschichte gewählt und hat mich mit einem bedrückten zurück gelassen, da ich schon geahnt habe, dass es so ausgehen könnte. Ich könnte es auf mehreren Ebenen interpretieren, aber zum einen würde das die Wesentliche Aussage des Romanes vorwegnehmen und zum anderen hier den Rahmen sprengen.
Ich appelliere aber an alle: Lest dieses Buch!
Fazit:
Für mich gehört dieses Buch in den Deutschunterricht integriert. Es zeigt wichtige Problematiken in unserer heutigen Zeit auf, ist aber gleichzeitig schnell zu lesen und vermittelt unsere Politische Lage in einer so tollen Art, dass ich hier am liebsten eine eigene Auszeihnung vergeben würde.
„Cora empfiehlt dieses Buch jedem“ oder so ähnlich.
Es ist ein 5 + Sterne Buch für mich.
Carmela
aus Worms
5/5
11.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Liebs
Also dieses Buch hat mich einfach nur Umgehauen. Weil es einfach so viele Wahrheiten ausspricht und mir gut vorstellen kann das es genauso kommt! Und das würde mir dann das Herz berechen.
In dem Buch lernen wir Winnie und ihre Familie kennen die auf einen neu gebauten Kontinent Leben, ein kompletter Überwachungsstaat. Alles ist in ihren Leben vorbestimmt. Männer arbeiten, Frauen gehen bis zur 4 Klasse in die Schule, werden zum Heimchen und bekommen Kinder. Tragen nur die Farbe grau. Dürfen an einer Lotterie mitmachen, und da wird der perfekte Partner für sie ausgesucht. Soweit so gut, bis Winnie einen widerlichen Alten Mann zugeteilt wird. Und da beginnt sie alles in Frage zu stellen, eines Tages kommt ihr eine verbotene Lektüre in die Hand, das Tagebuch von Paul.
Paul war beim Aufbau des Kontinents dabei. Hat alles mitbekommen, wie die Welt untergegangen ist wie sich der Kontinent Lex so entwickelt.
Und was soll ich sagen? Am Anfang schien mir Winnie unscheinbar aber sie mausert sich. Sie tut mehr als einmal über sich hinaus gehen. Ich mochte sie sehr. Genauso Paul. Beide Perspektiven fand ich mega interessant. Wie sich alles entwickelt hat,wie es so gekommen ist.
Keah hat mich mit ihren Schreibstil gefesselt ihre Geschichte hat mir vor Augen geführt was alles auf uns zu kommen könnte.
Für mich war die Geschichte perfekt auch wenn das alles so passiert ist,wie es ist.
Ich hoffe sehr nochmal sowas von ihr lesen zu dürfen.
Kayla
aus Köln
5/5
16.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Wie sieht Freiheit aus?
Wir waren frei ist die neueste Dystopie aus der Feder von Keah Rieger, die aus zwei POVs erzählt wird. Zum einen haben wir da die Protagonistin Vinnie, die nach neuer Zeitrechnung 71 p. c. zusammen mit ihrer Familie auf einer künstlichen Insel namens Lex im Pazifik lebt und dort unter dem neuen Regime leidet. Zum anderen gibt es Paul, der 2023 in England lebt, als der Krieg und die Umweltkatastrophen ausbrechen und als Teil der ersten Kolonisten auf Lex kommt.
Es ist erstaunlich, was sich alles innerhalb dieser Zeitspanne ändern kann und wie ein totales Kontroll- und Überwachungssystem durch die Angst der Menschen befeuert wird, sodass eine Doktrin der Benachteiligung von Frauen und Randgruppen sowie Minderheiten etabliert werden kann.
Keah schafft es unfassbar gut, diese Welt zu skizzieren und erzählt durch die Stimme von Paul, wie dies ermöglicht wurde. Die Welt von Vinnie, die sich vor allem auf das weiße Patriarchat stützt, lässt es eigentlich nicht zu, sich aufzulehnen, aber genau das tut sie, je mehr sie in die Gedankenwelt von Paul eintaucht. Immer häufiger fragt Vinnie sich, was genau Freiheit bedeutet und was ist mehr wert, die individuelle Freiheit oder das vermeintliche Allgemeinwohl bzw. die Sicherheit der Gesellschaft.
Das Buch ist zwar eine Dystopie, aber trotzdem sehr realistisch erzählt, sodass es mir leicht gefallen ist, mir vorzustellen, dass dies genauso passieren könnte. Am besten hat mir die Charakterentwicklung von Vinnie gefallen. Durch die duale Erzählweise erfährt der Lesende genauso wie Vinnie immer mehr, wie es zu der dystopischen Welt von Lex gekommen ist, sodass es leicht fällt ihre Entwicklung sowie Gedanken und Gefühle nachzuempfinden. Außerdem bricht diese Art der Erzählung die Geschichte etwas auf und schafft so einen angenehmen Lesefluss.
Mein Fazit: Eine sehr spannende und packende Geschichte, die sowohl aktuelle Probleme anspricht, als auch beängstigende Zukunftsszenarien zeichnet und zeigt, warum Frieden, Bildung und Zugang zu Wissen so wichtig sind.
Bewertung
5/5
01.02.2024
Buch (Taschenbuch)
WOW - Tolles und spannendes Buch
Vinnie hat das System von Lex nie in Frage gestellt, bis sie ihren zukünftigen Ehemann kennenlernt. Dann fällt ihr auch noch Pauls Tagebuch in die Hände von der Zeit wo Lex gegründet wurde. Ihr Weltbild gerät ins Wanken und Sie weiß nur Lex belügt die Menschen und Sie will sich nicht mehr einfach fügen.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Obwohl nicht viel passiert, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte um Lex und das Tagebuch waren sehr spannend. Das Tagebuch wurde durch eine andere Schriftart und ausgedruckten E-Mails hervorgehoben. Es hat das ganze etwas aufgelockert und man wollte immer weiter lesen. Ich wollte genau so sehr wie Vinnie wissen, was diesem Paul wiederfahren ist.
Nur das Ende war überraschend anders als gedacht. Das Ende ist etwas traurig und doch hat es einen mit Hoffnung erfüllt.
Jetzt würde ich so gerne eine Fortsetzung davon lesen.
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