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K.O.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Verlag

Nonsolo Verlag

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2 cm

Gewicht

186 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Macello

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-947767-11-3

Beschreibung

Rezension

"„K.O.“ ist nicht der erste Roman, der die düstere Seite des italienischen Südens, seine Armut und Härte, zeigt. Doch indem Fiorino diesen etablierten, manchmal auch klischeebeladenen Topos um die Geschichte eines schwulen jungen Mannes ergänzt, fügt er ihm einen neuen Aspekt hinzu." Anna Vollmer, SWR2 Kultur lesenswert
„K.O. beweist: Fiorino ist ein Autor von Format, mit einer eleganten, genau dosierten Sprache – auch wenn er sich
in den schlimmsten Morast begibt.“
Piersandro Pallavicini, La Stampa
„Ein starker, aggressiver Roman, düster und nachvollziehbar. Er spielt in einem realistischen, aber auch metaphorischen, ebenso leidenschaftlichen wie ‚vergifteten’ Süden.“
Giorgio Ruozzi, Il Sole 24 Ore

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Verlag

Nonsolo Verlag

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2 cm

Gewicht

186 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Macello

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-947767-11-3

Herstelleradresse

nonsolo Verlag UG
Hildastraße 5
79102 Freiburg
DE

Email: info@nonsoloverlag.de

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  • Bewertung

    aus Rösrath

    5/5

    29.11.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wahnsinnig gutes Buch

    Ich konnte nicht anders - ich musste "K.O." von Maurizio Fiorino in einem Rutsch lesen... und das lag nicht an den eher kurz gehaltenen Kapiteln, das lag an der wunderbach klaren und eindringlichen Sprache, der (was ich nur als Laie beurteilen kann) hervorragenden Übersetzung, sondern vor allem auch an der Geschichte. Maurizio Fiorino macht uns zu Zuschauern der Geschichte seines Protagonisten Biagio, den wir - bei der Kindheit beginnend - über seine Jugend hinweg bis ins Erwachsenenleben begleiten dürfen. Sehr nüchtern berichtet der Autor über Einfachheit und Armut des Lebens in einem kleinen süditalienischen Dorf in den 80-ern; schon zum Einstieg deutet sich der Niedergang an - das am Hügel gelegene Dorf wird Schlammmassen nach Dauerregen hinweggeschwemmt und durch eine nur wenig entfernte, charakterlose Ansiedlung ersetzt. Alles ist irgendwie dreckig, verschwitzt und aussichtslos; in der Dorfgemeinschaft wird getratscht, der Aberglaube gedeiht - als Mittel der Verantwortungsdelegation, aber auch als Hoffnung auf eine bessere Zukunft -, die Chancenlosen erhöhen sich selbst durch Abwertung Schächerer, Unangepasste werden ausgegrenzt. Toxische Männlichkeit verhindert die (erfüllte sexuelle) Begegnung der Menschen. Biagio fühlt sich nicht zugehörig, folgt aber zunächst dem enormen Anpassunsdruck des Dorfes, nimmt sich ein Mädchen, heiratet, ohne aber wirklich etwas für seine Frau zu empfinden... probiert sich als Boxer aus... bis er am Ende den Mut fasst, einen eigenen Weg zu gehen, zu seiner eigenen Sexualität zu finden... kurz keimt Hoffnung auf... als letzte verbleibende Chance verbleibt Biagio die Flucht nach vorn - Amerika als Möglichkeit für ein neues Leben... doch lautet der letzte Satz: "Ich stieg ein und fuhr wieder nach Hause." "K.O." - welch passender Titel! Unbedingte Leseempfehlung!!!

  • Bewertung

    5/5

    17.11.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Aufwühlend

    Nachdem ich die Biographie Amurris "Bis ich wieder atmen konnte" vom Nonsolo Verlag gelesen habe, wollte ich unbedingt auch "K.O." lesen. Biagio, ein Junge in einem Dorf in Italien, der in den 80ern von seinem alleinerziehenden Vater erzogen wird, beginnt aus Langeweile und Frustration auf die Schweine im Hinterzimmer der Metzgerei seines Vaters zu boxen. Er sieht im Sport einen Weg raus aus seinem Schicksal ebenfalls ein trauriger Mann wie sein Vater zu werden, der mit jungen Jahren schon massiv abbaut. Sein Vater ist sehr distanziert und kalt, sie sprechen kaum miteinander, doch viele Freunde hat er ebenfalls nicht, da ihm das Lernen schwer fällt und er daher die Schule früh abbricht. Der Roman ist aufwühlend. Fiorino hat die Essenz der Ideologie von Dörfern in Italien auf den Punkt getroffen. Sie sind gegenüber der queeren Szene extrem intolerant. Als Leser leidet man mit Biagios Drama mit und ist auch nach Tagen nach dem Lesen noch schockiert und sprachlos. Lesenswert!

  • Bewertung

    4/5

    03.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Ein literarisches Meisterwerk

    Im Verlauf des Buches wird deutlich, wie schwer es Biagio fällt, authentische Liebe zu verspüren, diese anzunehmen und offen zu zeigen. Dieser emotionale Konflikt zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Es gibt z.B. keine sexuelle Erforschung der Körper und die Verbindung zum Vater erscheint erdrückend. Es erinnert mich an literarische Werke wie z.B. ,,Der Vorleser“ eine ganz eigene Welt, die auch so stattgefunden haben könnte. Und dies verspürte ich auch beim lesen dieser Handlung, die so authentisch erscheint, obwohl die Umgebung, der Umgang und die Figuren so anders erscheinen. Der Schreibstil lies sich flüssig lesen und ich wollte immer mehr erfahren, obwohl keine großen Wendungen passierten, aber Ereignisse den Lebenslauf von Biagio beeinflussten. Ich hätte gerne noch mehr über die Gefühlswelt von Biagio erfahren, um einfach noch mehr verstehen zu können, warum er in manchen Situationen so handelte. Ein wahnsinnig gutes literarisches Werk, welches ich nochmal Lesen würde!

  • Fanny

    4/5

    02.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Deprimierendes Zeugnis

    K.O. erzählt Biagios Geschichte. Er wächst als Sohn des Metzgers in einem kleinen Dorf in Süditalien auf. Biagio lässt uns in einige Episoden seines Lebens reinschauen. Ein kurzer Einblick, mehr erhalten wir nicht. Dennoch ist die Trostlosigkeit seines Lebens in jeder Zeile des Romans spürbar. Mir fiel es daher nicht immer leicht, das Buch zu lesen. Es ist deprimierend und schlägt auf das Gemüt. Dennoch ist es ein wichtiges Zeugnis einer Generation aus Süditalien. Die Lieblosigkeit der Erziehung wird in vielen Momenten deutlich. Und am Ende frage ich mich, was genau ich aus dem Buch mitnehme? Ich habe während des Lesens viel über meine eigene Kindheit und mein Aufwachsen nachgedacht und reflektiert. Was hätte ich an Biagios Stelle gemacht? Das Buch hallt nach und hinterlässt seine Spuren. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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