Produktbild: Kornblumenzeit

Kornblumenzeit Eine ostpreußische Familiengeschichte

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.07.2023

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21/13,9/4,2 cm

Gewicht

616 g

Farbe

Kaffee / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0488-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.07.2023

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21/13,9/4,2 cm

Gewicht

616 g

Farbe

Kaffee / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0488-7

Herstelleradresse

Gmeiner Verlag
Im Ehnried 5
88605 Meßkirch
DE

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  • Bifi

    aus Berlin

    5/5

    18.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Bewegend und erkenntnisreich

    Ist nicht über das einst von Deutschen bewohnte Ostpreußen und die Masuren schon alles gesagt, geschrieben, verfilmt worden? Und jetzt noch eine Familiengeschichte aus dieser Zeit? Ja! Genau zur richtigen Zeit! Was inzwischen drohte in der Versenkung der Erinnerung zu verschwinden, hat Simona Wernicke auf eine zauberhafte Weise wiederbelebt und zwar so, dass man hineingezogen wird in die Zeit, in die Landschaft und ihre Menschen und speziell in die sehr sympathische, arbeitsame Familie eines Bäckermeisters. Wir ahnten, wie es sein muss, morgens um 3 Uhr in der Backstube zu stehen. Aber damit war es nicht genug. Hier wurde außerdem das Korn noch selbst gesät und geerntet. Hier wurden Gemüse angebaut und Tiere gehalten, um die Familie zu ernähren, um einige der Produkte auch im hauseigenen Laden anzubieten. Dass so viel Fleiß und klaglose Selbstausbeutung zu einem gewissen Wohlstand führte, ist eine Genugtuung, die man selbst als Leser empfindet. Man gönnt es ihnen. War man doch mit dem jungen Carl in Gedanken im Berlin der ausklingenden goldenen 20er Jahre unterwegs. Seine Meisterjahre bei Bäcker Telschow krönte er mit einer Spezialität aus seiner Heimat, die ein Heimfahrtverbot zu Weihnachten zur Folge hatte: "Janz Berlin is nach deinem Königsberger Marzipan verrückt", bekam er zu hören und bescherte der Bäckerei satte Einnahmen.  Und ging man nicht mit der bescheidenen Käthe durch den langen Tag, streichelte die Kinder, fütterte das Vieh, hackte Unkraut und breitete die Wäsche zum Bleichen auf der Wiese aus? Man war bei den Höhepunkten dieses Familienlebens dabei, ob Taufe oder Beerdigung, Ferien bei den Gastwirts-Großeltern oder Besuche bei der Tante im fernen und feinen Königsberg. Soweit, so gut, so innig. Doch es ist ja eine Ostpreußen-Geschichte. Man weiß ja als Leser, was kommt. Aber hier, bei Simona Wernicke, kommt es zunächst wie ein Hauch, der durch die Räume streift und nicht bleiben will. Man höre da so einiges aus dem Reich, aber es wird schon nicht so schlimm werden und man ist ja weit weg von diesem Berlin. Und als aus dem Hauch schon eine steife Brise geworden war, hinter vorgehaltener Hand Angst vor einem Krieg geäußert wurde, denn offen zu reden war schon eine Existenzfrage geworden, da gab es auch einige, die es gar nicht mal so schlecht fanden, dass da jemand war, der durchgreifen wollte, aufräumen, Ordnung schaffen. Aber auch die meinten, so schlimm wird es schon nicht werden. Wie schlimm es wurde, lässt uns die Autorin genauso intensiv und authentisch miterleben. Zurück bleibt eine große Trauer und die Erkenntnis, dass wir vieles heute besser verstehen könnten, wenn uns Geschichte so lebendig in Hirne und Herzen geschrieben wird. Bannung von Kriegsgefahr, Umgang mit Hilfesuchenden, polnische Forderungen nach weiterer Wiedergutmachung - dieses Buch führt uns direkt in die Gegenwart. Auch gut für Leute, die glauben, eigentlich schon alles zu wissen.

  • Bewertung

    5/5

    14.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Wahres Meisterwerk

    Mit diesem Buch nimmt die Autorin uns in ihre eigene Familiengeschichte mit. Im Jahre 1928 lernt Käthe den Bäckerssohn Carl kennen und lieben. Bis zu Beginn des 2. Weltkrieges führen die beiden ein schönes Leben zusammen, sie sind sehr glücklich und die Bäckerei läuft gut. Doch das ändert sich plötzlich, als sie aus Ostpreußen fliehen müssen. Werden sie es schaffen, vor den Russen zu entkommen? Und was hat das Leben mit ihnen noch vor? Von Anfang an hat mich diese Geschichte wahnsinnig gefesselt. Ich liebe diesen Schreibstil, der mich mittendrin und dabei sein lässt. Ich habe mit den Protagonisten mitgefühlt, gebangt und gehofft. Die damaligen Verhältnisse wurden sehr detailliert beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Das Buch hinterlässt bei mir Nachdenklichkeit über die damalige Zeit. Es hat mich sehr berührt und wird mir lange in Erinnerung bleiben.

  • Bewertung

    aus Troisdorf

    5/5

    09.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine herzergreifende Familiengeschichte nach wahrer Begebenheit

    Ostpreußen 1928: Käthe, die Tochter einer Gastwirtsfamilie lernt den angehenden Bäckermeister Carl kennen. Sie heiraten kurze Zeit später und bekommen mehrere Kinder. Die Familie verbringt viele glückliche Jahre in ihrem Haus mit Bäckerei und vielen Tieren auf dem Hof in Locken. Doch dann folgt der Nationalsozialismus und im Januar 1945 folgt eine schicksalshafte Wendung für die Familie. Sie müssen ihre Heimat verlassen. Käthe ist gesundheitlich sehr angeschlagen und Carl gerät in Gefangenschaft. Was wird aus den fünf Kindern? Mir hat das Buch „ Kornblumenzeit- eine ostpreußische Familiengeschichte“ von Simona Wernicke sehr gut gefallen. Die Seiten flogen nur so dahin und mir fiel es schwer das Buch beiseite zu legen. Es ist ein Familienroman nach wahrer Begebenheit. Simona Wernicke konnte mich mit ihrem flüssigen, spannenden und emotionalen Schreibstil sehr begeistern und ich hatte beim Lesen die Bilder vor meinen Augen. Die Familie Kühnapfel hat mein Herz im Sturm erobert. Besonders gerne mochte ich die Hauptfiguren Käthe und Carl. Sie waren stark, haben immer zusammengehalten und waren für ihre Kinder tolle und fürsorgliche Eltern. Es wurden viele ostpreußische Traditionen beschrieben. Im ersten Teil des Buches standen glückliche und arbeitsame Jahre im Vordergrund während im zweiten Teil dramatische und schlimme Situationen während der Flucht und des Krieges beschrieben wurden. Simona Wernicke hat die Geschichte von ihrer Familie mit großen Einfühlungsvermögen erzählt und ich hatte an vielen Stellen Tränen in den Augen. Sie hat mit ihrem Roman zum Ausdruck gebracht, wie schlimm es ist, seine Heimat zu verlieren. Für mich war es wichtig zu wissen, wie es im Epilog mit den Personen weiter ging. Fazit: Wer gerne historische Familiengeschichten nach wahren Begebenheiten liest, für den ist der Roman genau richtig. Der Autorin ist mit ihrem Buch ein Meisterwerk gelungen. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe mehr wie 5 Lesesterne.

  • Bewertung

    aus Igensdorf

    5/5

    07.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Es muss weitergehen, immer weitergehen

    Es sind gut 500 Seiten, in denen mich Simona Wernicke auf eine lange Reise mitnimmt. Auf eine Reise ins alte Ostpreußen 1928. In einem sehr angenehmen, leichten und flüssigen Schreibstil beschreibt sie liebevoll und oft detailgenau das alte Leben in der masurischen Heimat von Carl, dem angehenden Bäckermeister und seiner großen Liebe Käthe. Es ist ein beschwerliches, arbeitsreiches aber auch beschauliches Leben, das sie dort mit ihren Kindern führen. Aber die Geschichte meint es nicht gut und das Schicksal nimmt ab 1945 seinen Lauf. Hier ändert sich der Schreibstil - es ist von grausamen Taten und schrecklichen Strapazen die Rede. Es beginnt ein Kampf zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Die Autorin versteht es mich in ihrem Roman, der nach wahren Begebenheiten und den Erlebnissen der eigenen Familie erzählt wird, von der ersten Seite an mitzunehmen. Besonders gelungen und wichtig finde ich den Epilog: Wie es weiterging ... Fazit: Unbedingt lesenswert weil: Geschichte nie vergessen werden darf und Heimat immer Heimat bleiben wird - egal wo sie sich befindet.

  • Bewertung

    aus Wertingen

    5/5

    07.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Kornblumenzeit

    Ein Buch, das einfach wunderschön zu lesen war und man in Gedanken in Masuren weilt. Es handelt sich um einen authentischen Roman, da die Protagonisten Käthe und Carl die Großeltern der Autorin waren. Es beginnt im Jahr 1928. Käthe und Carl sind ein wunderbares Paar und Besitzer einer Bäckerei und eine Kolonialwarengeschäftes. Es werden ihnen sechs Kinder geboren und die Familie gehört zu den bessergestellten im Ort. Es muß zwar viel gearbeitet werden, aber die Familie ist glücklich, hält zusammen und es geht ihnen gut, wenn auch hin und wieder Tiefschläge kommen. Es werden die alten Sitten und Gebräuche zelebriert und die Feiertage werden eingehalten mit gutem Essen und Musik. Lange spürt man vom Krieg nichts in Masuren, das Leben geht wie immer weiter. Doch dann 1945 müssen die Deutschen aus den Ostgebieten flüchten, Käthe ist inzwischen auch gesundheitlich angeschlagen. In Teil zwei des Buches erleben wir die Flucht, den Hunger, Tote liegen auf den Wegen, die Russen vergewaltigen die Frauen und Mädchen, Typhus, Ruhr und Läuse sind Alltag. Die Familie wird getrennt. Doch am Ende des Buches bauen sich die Kühnapfels in der neuen Heimat wieder eine Existenz auf. Das Buch ist mit einer wunderbaren blumigen Sprache geschrieben und dann wird uns im zweiten Teil das Elend und der Schmerz nähergebracht. Man leidet regelrecht mit den Menschen, die aus lauter Hunger sich von Gräser und Moosen ernähren. Wirklich gut wird uns das Leben in Masuren beschrieben, der masurische Dialekt und die Ausdrucksweise lassen das ganze Buch lebendiger wirken. Die 500 Seiten lesen sich flott, zumal man immer als Zaungast bei der Familie und deren Leben und Schicksal dabeisein will. Das Cover zeigt eine masurische Landschaft mit einem Mohnblumenfeld im Vordergrund. Und ich kann verstehen, dass die Heimatvertriebenen ein Leben lang von ihrer alten Heimat träumte und Heimweh danach hatten, was sie stets in ihren sehnsuchtsvollen Liedern zum Ausdruck brachten. Im Epilog ist das weitere Leben bis in die Neuzeit der Kühnapfels erklärt, was dem Ganzen einen runden Abschluß bietet.

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