Ihre Mutter hat Snapdragon, genannt Snap, nach ihrer Lieblingsblume benannt, das ist eine Familientradition. So weit, so normal. In der Stadt, in der sie lebt, gibt es eine Hexe. Zumindest geht das Gerücht um. Aber auf den ersten Blick scheint Jacks nur eine Kutte tragende, internetaffine alte Dame zu sein, die Skelette von überfahrenen Tieren online verkauft. Nachdem sie ein kleines Ritual durchgeführt hat, um die Geister der Tiere zur Ruhe zu bringen, sieht das auf einmal ganz anders aus, aber Snap findet es auch irgendwie cool. Die beiden machen einen Deal: Jacks wird Snap beibringen, wie man sich um die Baby-Opossums kümmert, die Snap gerettet hat, und Snap wird Jacks bei ihrer Arbeit helfen. Aber als Snap beginnt, Jacks besser kennenzulernen, merkt sie, dass sie vielleicht doch über echte Magie verfügt – und eine Verbindung zur Vergangenheit von Snapdragons Familie hat. SNAPDRAGON ist ein magisch-realistischer Comic, der von wahrer Freundschaft, magischen Kräften und dem Anderssein erzählt.
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Die Schönheit des Andersseins
EvieSk am 20.09.2025
Bewertungsnummer: 2601575
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Snapdragon lebt in einer Stadt, in der angeblich eine Hexe lebt. Jacks scheint aber nur eine Frau mit außergewöhnlichem Hobby zu sein. Snap und Jacks helfen einander bei kleinen Arbeiten und freunden sich immer mehr an. Dabei findet Snap heraus, dass Jacks vielleicht doch etwas Magie besitzt.
Snap und Louis, ein Freund von ihr, sind spannende Personen. Die beiden sind eher Außenseiter, weil sie sich nicht geschlechtstypisch verhalten. Im Verlauf der Geschichte finden sie immer mehr zu sich selbst, was schön mitzuverfolgen ist. Jacks ist natürlich auch eine interessante Person, die einem trotz ihrer Eigenheiten sympathisch ist.
Die Handlung hat mir gut gefallen und mich bestens unterhalten. Es geht ums Anderssein, um Freundschaft, um den Respekt zu Tieren und um Magie. Darum, dass man man selbst sein kann und es immer Menschen gibt, die einen Lieben und an einen glauben. Es werden noch weitere Themen angesprochen, dabei wirkt aber nichts erzwungen.
Die Zeichnungen sind sehr ansprechend und passen gut zu der Geschichte. Insbesondere die Mimik der Personen finde ich gelungen und die Farbgebung spiegelt die Atmosphäre gut wider.
Ich kann diesen Comic jedem empfehlen, der eine faszinierende Geschichte lesen möchte, die wichtige Themen behandelt und originelle Charaktere hat. Dieser Comic ist nicht nur für junge Leserinnen und Leser interessant, sondern auch für ältere.
Ein perfekter Mix aus einfach allem!
SophieSyndrom am 03.11.2024
Bewertungsnummer: 2332872
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Habe ich hiermit einen neuen Lieblingscomic gefunden? Ja, zu hundert Prozent. Für mich hat hier einfach alles gestimmt: eine energiegeladene Protagonistin mit einer ordentlichen Portion Neugier und Eigensinn, eine spannende sowie herzerwärmende Handlung und ein Illustrationsstil, der so einzigartig mit Lichtelementen und Farben spielt.
Snap, von ihrer Mutter nach alter Familientradition nach der Blume Snapdragon benannt, begegnet zum ersten Mal der vermeintlichen Hexe der Stadt. Aufgebauscht durch all die Gerüchte verlief das erste Aufeinandertreffen alles andere als geschmeidig. Doch schon bald stellt Snap fest, dass hinter den Hexenerzählungen eigentlich nur eine ältere Frau namens Jacks steckt, die online von ihr selbst aufbereitete Tierskelette verkauft. Aber steckt dahinter wirklich so gar keine Magie? Und gibt es da vielleicht noch mehr, was es in Jacks Lebensgeschichte zu entdecken gibt?
Die Figuren - hach, wo fange ich da bloß an! Kath Leyh hat es eindrucksvoll geschafft, vielschichtige Figuren, die alle mit ihren ganz persönlichen Anliegen umgegangen sind, mit eine Handlung zu verknüpfen, die abseits davon lief, aber genügend Raum hatte, um sich zu entfalten. Natürlich spielte alles ein bisschen zusammen und es wurden viele Verbindungspunkte gezogen, aber allein wie viele wichtige Punkte nebenher thematisiert wurden, ohne diesen an Relevanz zu nehmen, war schlicht so schön. Unaufgeregt und ganz beiläufig kann der Leser verfolgen, wie Lulu - Snaps neue beste Freundin - mit ihrer Transsexualität umgeht, und die Mutter steckt in den letzten Zügen ihres Studiums, während sie zusätzlich arbeitet. Dieser Comic ist voll von kleinen Lebenswelten, wie sie sich oft in der wirklichen Welt entfalten, aber selten den Weg auf Buchseiten finden.
Der Illustrationsstil war eine weitere riesige Stärke des Comics. Nicht nur setzte Leyh gekonnt Licht- und Schattenelemente, nutzte satte und tiefe Farben, um die passende Atmosphäre zu vermitteln, sondern schaffte es ausnahmslos ausdrucksstarke Gesichter aufs Papier zu bringen, denen die Emotionen in jedem Strich lagen. Insgesamt hatte die Panelgestaltung so etwas faszinierend Szenisches an sich, jeder Winkel war bewusst und entsprechend der Darstellung und dem Tempo gewählt - es war wir ein Film, der sich vor den Augen ausbreitete.
Es war für mich der perfekte Mix von einfach allem! Ich kann nichts außer ausnahmslos begeistert zu sein.
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