Ich habe nichts davon vergessen. Ich habe dich nicht vergessen
Als Neffe der Geschäftsführerin von GOLD, BRIGHT & PARTNERS steht Jude unter ständigem Druck, sich zu beweisen. In einem Scheidungsfall sieht er die letzte Chance, mit seinen ehrgeizigen Kolleg:innen mithalten zu können. Doch dann trifft er unerwartet auf seine Ex-Freundin Nora, die als Anwältin für die Gegenseite arbeitet. Nora, die Einzige, die jemals seine Schutzmauern überwunden hat - und ihm damals das Herz brach. Obwohl sie sich auf entgegengesetzten Seiten befinden, kommen die alten Gefühle wieder hoch, und schnell wird klar, dass keiner von beiden diese besondere Verbindung zwischen ihnen je vergessen hat ...
'IN CASE WE FORGET ist eine so ehrliche, einfühlsame und echte Geschichte über Selbstfindung, Heilung und zwei Herzen, die einander nie vergessen haben.' CHARLIE_BOOKS
Abschlussband der GOLD, BRIGHT & PARTNERS-Reihe von Tess Tjagvad
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
11.06.2026
eBook (ePUB)
In Case We Forget
Insgesamt ist „In Case We Forget“ ein berührender und würdiger Abschluss der Reihe. Das Buch überzeugt durch starke Charaktere, eine gefühlvolle Liebesgeschichte und wichtige Themen wie Vertrauen, Vergangenheitsbewältigung und Neuanfänge. Für mich war es ein gelungener Abschluss der Gold, Bright & Partners-Reihe und ein Buch, das noch lange nach dem Lesen nachwirkt.
marcello
5/5
25.08.2025
eBook (ePUB)
Macht Lust auf eine nächste Reihe
Als die Trilogie von Tess Tjagvad in der Anwaltskanzlei Gold, Bright & Partners angekündigt wurde, da war mit einem Vergleich mit „Suits“ gearbeitet worden und da konnte ich echt schlecht nein sagen. Der erste Band hat es dann etwas schwierig gemacht, den Hype aufrechtzuerhalten, weil die Liebesgeschichte nicht richtig funkte und weil die juristischen Inhalte mir etwas zu zäh waren. Die Reihe hat sich danach aber gesteigert und jetzt haben wir mit „In Case We Forget“ den Abschlussband, der sich aber mit dem Paar beschäftigt, auf das schon alles hingearbeitet hat.
Auch wenn der dritte Band wie die anderen beiden eine Liebesgeschichte ist, so muss ich doch gleich am Anfang sagen, dass es deutlich mehr Judes Geschichte als die von Nora ist. Das sehe ich in anderen Bänden oft sehr kritisch, weil ich bei beiden Perspektiven auch gerne ein Gleichgewicht empfinden möchte. Hier war ich dann von mir selbst überrascht, dass ich unterm Strich sage, die Entscheidung der Autorin, den größeren Schwerpunkt bei Jude zu suchen, war durchaus richtig. Er war in den Bänden zuvor schon sehr präsent. Er war mysteriös inszeniert und man wollte ihn endlich kennenlernen und verstehen. Nora kennen wir natürlich auch nicht, aber es gab auch nicht viel Kontext, gespannt auf sie zu sein. Dementsprechend bin ich auch mit größeren Erwartungen an Jude an die Geschichte gegangen und das wurde alles sehr, sehr gut erfüllt. Zumal Nora ja keinesfalls austauschbar gestaltet wurde. Wir brauchen sie in ihrem Arbeitsumfeld nicht groß einzubetten, weil es dort einfach keine Probleme gibt, dafür haben wir ihre Familie und dann in der gemeinsamen Geschichte sowie der Freundschaft zu Lauren nehmen wir alles mit. Zumal es auch bei Noras Familie große Konfliktpunkte gibt, die am Ende für mich genau ideal angepackt wurde. Also weniger Erzählzeit für Solo-Nora, aber dafür alles rund. Wenn man als Autorin Entscheidungen trifft, dann muss man sie auch gut begründen und das wurde hier für mich erfüllt.
Der Anfang des Buchs ist voll auf Jude zugeschnitten. Wir bekommen Rückblenden, die uns direkt verraten, dass er süchtig ist und einen Entzug hinter sich hat. Das ist ein wichtiges Puzzleteil, das danach sehr die Handlung bestimmt und ihn natürlich auch sofort besser erklärt. Aber auch so helfen die anfänglichen Kapitel sehr, ganz langsam in seinen Kopf einzusteigen und ihn immer besser zu verstehen. Jude ist sicherlich kein Charakter, bei dem man sofort Feuer und Flamme ist. Es braucht Geduld, denn selbst inmitten seiner Gedanken ist da eine Wand, die uns alle etwas wegstößt. Aber ich mag komplexe Charaktere. Ich mag die, die voller Widersprüche sind, die aber dann immer mehr schmelzen und so viel offen legen, dass man sie einfach nur ins Herz schließen kann. Tjagvads Fokus auf Jude hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt, denn ich fand die ganze Charakterzeichnung berührend. Ich habe ihn gerne auf seiner Reise begleitet. Er ist für mich ohne Frage der am besten gestaltete Charakter der Reihe. Das sieht man auch an der Lesezeit. Das Buch ist für eine Liebesgeschichte schon sehr dick. Ja, es gab für mich auch Längen, aber wenn ich mir alles im Gesamten so anschaue, dann ist es doch ein Eindruck von zum Glück hier besser zu viel als zu wenig.
Extrem wichtig fand ich auch, dass wir relativ schnell Noras Beweggründe verstehen, warum sie Boston vor wenigen Jahren so überstürzt verlassen hat. Es macht sie eigentlich erstmal suspekt, aber als ich das erste Mal ihre Gefühle las, da war ich einfach froh, dass es verarbeitet wurde. Denn Angehörige oder Partner von Süchtigen, das ist ein so schwieriges Spannungsfeld, dass ich es einfach wichtig finde, dass es hier behandelt wird. Der, der geht, um sich selbst zu schützen, wird sich immer mit Schuldgefühlen quälen, das ist völlig normal, aber niemand anders darf ihn verurteilen. Denn Sucht hat so viele hässliche Gesichter, in der sich nicht alle zusammen verlieren dürfen. Auch wenn es Jude und Lauren als beste Freundin sehr verletzt hat, aber es gibt keine perfekte Art zu gehen. Aber es ist mutig, es überhaupt zu schaffen zu gehen. Die Geschichte hat die Facetten davon sehr gut beleuchtet.
Wir haben letztlich auch wieder die Kanzlei und den juristischen Fall. Im Bereich Familienanwalt sind wir an einem sehr lebensnahen Fachbereich und das war eine gute Entscheidung. Es war nicht trocken, es war durch die gemeinsame Geschichte von Jude und Nathan extrem persönlich. Man konnte alles gut nachvollziehen und ja, es hatte gute Vibes von Anwaltsserien. Es war am Ende etwas arg konzentriert, wie der Konflikt bei Fall und Liebesgeschichte nochmal forciert wurde, aber nur ein kleinerer Meckerpunkt. Denn auch wenn ich ein bisschen die Augen verdreht habe, aber es war spannend und am Ende auf jeden Fall sehr emotional.
Fazit: „In Case We Forget“ kann den guten Eindruck des zweiten Bandes noch einmal bestätigen. Tess Tjagvad musste in ihr Vorhaben erst richtig einfinden, aber mit den letzten beiden Bänden hat sie die Mischung aus Liebesgeschichte und juristische Fall sehr gut hinbekommen. Hier ist definitiv das Highlight die Charakterzeichnung von Jude. Die ist sehr beeindruckend. Aber auch die Liebesgeschichte berührt. Auch weil die Autorin einen echt schönen Stil hat. Ich bin gespannt, was von ihr als nächstes kommen wird.
BookLove
aus Karlsruhe
5/5
27.07.2025
eBook (ePUB)
Ein Anti-Hero mit Vergangenheit
Jude und Nora waren einst ein Liebespaar bis Nora beschloss, Jude von einem Tag auf den anderen ohne ein Wort zu verlassen und aus seinem Leben zu verschwinden. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen und beide Junioranwälte in konkurrierenden Anwaltskanzleien als sie sich plötzlich als Gegner gegenüberstehen, da sie die jeweils andere Seite in einem Scheidungsfall vertreten. Vergessen geglaubte Gefühle flammen erneut auf, aber sind sie wirklich bereit, sich wieder aufeinander einzulassen und zu riskieren, genauso verletzt zu werden wie vor drei Jahren?
Obwohl das Mandat für Jude eine große Herausforderung darstellt, da er noch keinerlei Erfahrungen auf diesem Gebiet hat, nimmt er es an und dieses Mandat macht etwas mit ihm: er beginnt sich zu verändern, er lässt Menschen an sich heran, er lernt dabei langsam, sich selbst zu lieben und zu sich selbst zu finden.
Man beginnt zu lesen und schon ist man mittendrin in eine herzzerreißende Geschichte, die den Leser auf eine Reise in Judes Gefühlswelt mit allen Höhen und Tiefen mitnimmt. Man leidet sowohl mit dem kleinen Jungen, der so viel hat durchmachen müssen als auch mit dem erwachsenen Mann, den die Vergangenheit immer noch nicht loslässt.
Durch die Rückblicke erfährt man, wie die Geschichte zwischen Jude und Nora begonnen hat und warum es vor drei Jahren zum Bruch kam. Und durch die Briefe, die immer wieder dazwischen eingefügt werden, bekommt man einen Einblick in Judes Seelenleben und was die Gründe für sein Verhalten sind.
Die Autorin schafft es durch ihren Schreibstil, dass man direkt in die Geschichte eintaucht und man aufpassen muss, nicht darin zu ertrinken aufgrund der vielen Emotionen, die sie dich fühlen lässt. Dass die Geschichte sowohl aus Sicht von Nora als auch von Jude geschrieben ist, trägt zusätzlich noch dazu bei, dass man mit ihnen leidet, mit ihnen weint und mit ihnen liebt.
Nora und Jude sind ganz starke Protagonisten, jeder auf seine Art, auch wenn sie das selbst ganz anders sehen, aber Jude ist nicht der Held in schimmernder Rüstung und Nora nicht die Schneekönigin.
Es war schön mitzuerleben, wie sich Jude im Laufe der Geschichte von einem Ohne-Menschen Mensch zu einem Mit-Mensch verändert hat.
Noras eigene Wortkreationen, die all das beschrieben haben, was uns bekannte Wörter nie könnten, von besondersam zu herzbewegend, fühlenswürdig, Melostalgie, Flatterherzen und noch viele mehr, habe ich geliebt.
Fazit: eine sehr bewegende Geschichte, die ernste Themen behandelt und unter die Haut geht.
tkmla
5/5
29.06.2025
eBook (ePUB)
Licht und Schatten
„In Case We Forget“ von Tess Tjagvad ist der dritte und finale Band ihrer gefühlvollen Gold, Bright & Partners Reihe.
Jude Darling steht als Neffe der Geschäftsführerin der großen Bostoner Anwaltskanzlei Gold, Bright & Partners unter besonders starkem Druck. Nach außen hin perlt das alles an seiner Arroganz und Emotionslosigkeit ab, aber innerlich sieht das ganz anders aus. Als Jude durch einen Zufall zu einem neuen Mandanten kommt, der ihn bittet, ihn bei seiner Scheidung zu vertreten, funktioniert seine abweisende Haltung nicht mehr. Denn die gegnerische Anwältin ist ausgerechnet seine Ex-Freundin Nora, die ihn vor drei Jahren ohne eine Erklärung verließ und sein Herz brach. Jude hat nie aufgehört, Nora zu lieben. Und als beide jetzt wieder aufeinandertreffen wird klar, dass es ihr ebenso geht. Aber die Fehler der Vergangenheit kann man nur für eine kurze Zeit lang ignorieren.
Mit diesem Teil müssen wir uns von den jungen und ehrgeizigen Anwälten verabschieden, die einem im Laufe der Bücher ganz klar ans Herz gewachsen sind. Der geheimnisvolle und verschlossen Jude bekommt seine persönliche Story in diesem Abschlussband und ich muss sagen, dass er mit seiner berührenden Geschichte zu meinem Highlight der Reihe geworden ist. Tess Tjagvad findet erneut ganz besondere und passende Worte für die komplizierte Lovestory von Jude und Nora und man darf sich in ihrem gefühlvollen Schreibstil verlieren.
Jude ist ein wirklich tiefgründiger Charakter und ich hätte nie gedacht, welches komplexe Schicksal und welche starken Gefühle sich hinter seiner unnahbaren Fassade verstecken. Er wurde schon so oft verletzt, dass er scheinbar abgestumpft ist, aber dies ist nur ein Trugschluss. Die Autorin schildert seine Probleme glaubhaft und sensibel, so dass es einem stellvertretend das Herz bricht.
Ich konnte Noras Entscheidung von damals nachvollziehen, denn manchmal muss man sich selbst an die erste Stelle setzen. Die schwierige Dynamik zwischen ihr und Jude scheiterte nie an fehlender Liebe, aber diese reicht eben nicht immer aus. Beide haben sich jedoch inzwischen weiterentwickelt, so dass sie vielleicht doch noch eine zweite Chance haben.
Die Handlung mit all ihren Höhen und Tiefen konnte mich von Anfang bis Ende catchen. Das Buch zeigt, dass man nie aufgeben sollte und dass Glück manchmal auch harte Arbeit an sich selbst bedeutet.
Mein Fazit:
Ein großartiger Abschluss, der von mir eine klare Leseempfehlung bekommt!
Lesemieze
aus Duisburg
4/5
24.08.2025
eBook (ePUB)
Toller Abschluß mit ernsten Themen
Auf diesen band habe ich schon was hin gefiebert, schließlich fand ich Jude von Anfang an interessant und war gespannt ob er einen Band bekommt.
Jude gehört mit nicht gerade zu den einfachen Charakteren, aber zu den komplexeren in den sich glaube ich auch einige wieder finden. Das Gefühl nie den Erwartungen gerecht zu werden und vieles was man erreicht hat einfach abgewertet wird.
Bei seiner Art könnte man oft meinen das er ein richtiger Arsch ist, dabei ist er sehr Aufmerksam, bekommt vieles mit und ist empathisch. Und das hinter seinen ganzen Verhalten hier viel mehr steckt erfährt man ziemlich schnell, so das einiges im anderen Licht zu sehen ist.
Nora fand ich nett, ich weiß das hört sich naja an, aber auch wenn die Geschichte mich im Großen und Ganzen überzeugen konnte. So hatte ich ich nicht so einen guten Draht zu ihr gehabt.
Es ist auf alle Fälle eine sehr schöne Geschichte, die viele Tiefen hat und mir auch ernster als die ersten beiden Bänder vor kam. Ich bin gespannt was noch so alles aus der Feder der Autorin geschrieben wird.
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