Berlin, 1945. In der Mission am Schlesischen Bahnhof suchen Flüchtlinge, Traumatisierte, Überlebende Zuflucht. Sie werden von Alice in Empfang genommen, der selbst der Krieg mit seinem Elend nichts von ihrem Idealismus hat nehmen können. Und auch Natalie taucht aus dem Exil wieder auf, zusammen mit ihrer Tochter. Als ein Arzt zu den Helfenden stößt, sind sie zunächst dankbar für sein Engagement. Doch nach und nach wird immer deutlicher, dass den angeblich so Selbstlosen ein dunkles Geheimnis umgibt. Natalies Tochter lässt nicht locker, und schließlich stehen die drei Frauen vor einer schweren Entscheidung ...
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Ein neuer Anfang.
Leser aus Berlin am 16.06.2024
Bewertungsnummer: 2224344
Bewertet: eBook (ePUB)
Der Krieg ist vorbei. Deutschland liegt in Schutt und Asche. Berlin ist eine zerstörte Stadt, die in vier Sektoren geteilt ist.
Mittendrin treffen wir Alice wieder...
Was ist aus Alice geworden? Hat sie geheiratet, eine Familie gegründet? Wo hat Natalie die vielen Jahre verbracht und was ist mit all den anderen Frauen der ehemaligen Bahnhofsmission geschehen? Gerda, Constanze, Leo Hirschfeld, haben sie die Kriege überlebt?
Viele Fragen, die mich beschäftigen.
Die Autorin nimmt ihre Leser auch hier wieder mit auf eine aufregende Zeitreise. Ihre Schilderungen über die Stadt, die schwierige Situation und die Menschen, denen wir hier begegnen, sind wieder sehr authentisch und spiegeln das Zeitgeschehen eindrucksvoll wider.
Es kommen ein paar neue Charaktere hinzu, die mich überrascht haben. Oberst Wolkow ist eine der überragenden Figuren, der mich mit seiner Art sehr beeindruckt hat.
Der zweite Teil ist sehr unterhaltsam, aber etwas schwächer als der erste. Nichtdestotrotz gefällt er mir sehr gut und ich fand es spannend mitzuerleben, wie sich alles entwickelt hat.
Sehr gelungene und begeisternd…
niniste aus Kiel am 13.06.2024
Bewertungsnummer: 2865159
Bewertet: eBook (ePUB)
Sehr gelungene und begeisternde Fortsetzung Mit ,, Eines Menschen Leben -Die Bahnhofsmission" hat die Autorin Veronika Rusch nun den 2. Teil ihrer Dilogie veröffentlicht. Nachdem ich schon den ersten Teil mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich ganz gespannt, wie es nach dem dramatischen Ende des ersten Bandes ,, Aller Tage Hoffnung " weiter geht. Inzwischen sind 37 Jahre vergangen, Deutschland befindet sich gerade in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. Alice Hardtleben erlebt diese letzten Tage des Beschusses mit ihren Nachbarn und ihrer Freundin Trude im Berliner Schutzkeller. Die Angst vor den heranrückenden Russen ist spürbar, besonders als heftige Schläge an der Tür zu vernehmen sind. Man macht sich auf alles gefasst. Als sie dort einen schwer verletzen jungen russischen Soldaten finden, kann Alice nicht anders und versorgt seine Wunden. So wie sie es schon als junge Frau in der Bahnhofsmission am Schlesischen Bahnhof und auch während der Kriegsjahre gemacht hat. Endlich ist der Krieg zuende. Nach diesen furchtbaren Jahren des Schreckens erwacht die Stadt , die Menschen können wieder ohne Angst vor Angriffen auf die Straßen gehen,. Obwohl die Stadt so sehr zerstört ist, viele Menschen ihr Zuhause verloren haben , ist die Hoffnung auf ein friedliches Leben und die Lebensfreude überall zu spüren und zu sehen. Als Alice am Schlesischen Bahnhof die große Menge an Flüchtlinge,n Vertriebenen und Kriegsheimkehrern sieht, beschließt sie , die zerstörte Bahnhofsmission wieder aufzubauen, damit den oft völlig entkräfteten , verletzten Menschen geholfen werden kann. Zusammen mit Trude und Martha, die sie schon von damals kennt, wird geplant. Sie erhält außerdem große Unterstützung vom russischen Oberst Wolkow. Als mit Gregor Kramm ein Arzt dazu stößt, kann es losgehen. Die Abkömmlinge sind überaus dankbar für heißen Tee, etwas Brot und ärztliche Hilfe. Doch warum reagieren einige so heftig , wenn sie den Arzt sehen? Hat er etwas zu verbergen? Auch Nathalie zieht es nach Kriegsende aus Amerika zurück nach Berlin, das sie damals so plötzlich verlassen hat. Ihre Tochter Claire begleitet sie. Sie weiß nichts über die Vergangenheit und das Leben ihrer Mutter in Deutschland, das soll auch so bleiben, denn die Wunden aus dieser Zeit sitzen tief. Werden sich die einstigen Freundinnen sich wiedersehen ? Können sie dann an die alte Vertrautheit wieder anknüpfen, oder ist die Enttäuschung, daß Nathalie ohne Abschied damals gegangen ist zu groß? Durch die bildgewaltigen Beschreibungen der Handlungsorte und der allgemeinen Situation in den verschiedenen Sektoren der Stadt, sind bei mir sofort Bilder vor meinen Augen entstanden. Zerstörte Häuser, Frauen , die Trümmer wegräumen müssen , die Präsenz von alliierten Soldaten, die Wohnungsnot, die alltäglichen Sorgen, aber auch die Freude am Leben , die bei Tanzveranstaltungen deutlich zu spüren ist, sind absolut realistisch und anschaulich dargestellt. Die Personen sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Ihre Gedanken, Sorgen und Nöte, Ängste , ausgelöst durch furchtbarste Erlebnisse während des Krieges sind so eindrucksvoll beschrieben, daß ich so manches Mal innehalten musste und Gänsehaut bekam. Gleichzeitig meine Achtung stieg, wie diese Menschen mit ihrem Schicksal ihr weiteres Leben gestalten mussten. In einigen beschriebenen Köpfen ist trotzdem das Gedankengut der Nazis immer noch präsent. Sie wollen das Unrecht nicht sehen , was zu,m Beispiel den Juden angetan wurde. Obwohl das Leben der Protagonisten nicht immer einfach war, Erlebnisse der Vergangenheit sie sehr geprägt haben, bleibt noch Raum für Gefühle und Hoffnung auf Liebe und Glück, wenn man es zulässt. Auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat , kommt man gut in die Geschichte hinein da Veronika Rusch die Geschehnisse aus dem ersten Teil äußerst geschickt in die Geschichte mit einfließen lässt. Aber es ist ein bedeutend größerer Genuss beide Teile zu lesen. Im Laufe der Geschichte trifft man auf alte Bekannte und erfährt was diese erlebt haben . Die verschiedenen Handlungsstränge finden hervorragend zu einem zusammen und die Spannung nimmt immer mehr zu. Ich konnte mich kaum von der Geschichte lösen , so sehr hat mich Veronika Rusch mit ihrem großartigen Schreibstil in den Bann gezogen. Die historische Entwicklung hin zu einem geteilten Berlin fließt wunderbar mit in das Geschehen ein. Ich bin auch vom zweiten Teil absolut begeistert und empfehle diesen großartigen, spannenden und berührenden Roman mit beeindruckenden Protagonisten von ganzem Herzen uneingeschränkt weiter. Ein wunderbares Leseerlebnis über die Anfänge und den Wiederaufbau der Bahnhofsmission, die auch heute noch so wichtige und großartige Arbeit leistet.
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