Ein Glas Rotwein zum Abendessen, ein paar Süßigkeiten, um die Nerven zu beruhigen, oder eine Tablette, um in den Schlaf zu finden. Kein Problem? Oftmals leider doch. Risiken und Nebenwirkungen legaler und illegaler Suchtmittel werden häufig unterschätzt. Immer mehr Menschen geraten in eine Abhängigkeit oder werden durch die regelmäßige Einnahme krank. Höchste Zeit, Klartext zu reden, finden #DerApotheker und Dr. Carsten Schleh. Mit ihrem vereinten pharmazeutischen und toxikologischen Wissen nehmen sie die beliebtesten Drogen unserer Zeit unter die Lupe: Tabak, Alkohol, Zucker werden dabei ebenso durchleuchtet wie Cannabis, Kokain, Ecstasy und mehr.
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Die unterschätzte Gefahr
Bewertung am 17.12.2023
Bewertungsnummer: 2089999
Bewertet: eBook (ePUB)
Der Apotheker und der Doktor klären auf. Über Drogen, die wir alle kennen und die, die wir nicht wirklich dazuzählen.
Aber genau darin steckt die versteckte Suchtgefahr.
Diesen Ratgeber, wenn man ihn so nennen kann, finde ich sehr informativ.
Hier geht es nicht um die "alltäglichen" Drogen wie Alkohol, Cannabis oder Kokain.
Es geht auch um die scheinbar harmlosen Sachen, wie Kaffee, Zucker und Schmerztabletten.
Hier erfährt man sehr viel darüber, wie sie wirken und auf welche Art sie süchtig machen. Die beiden Autoren klären darüber auf, was in ihnen steckt, was die Sucht auslöst. Dazu gibt es kleine Geschichten aus dem Alltag und Tipps.
Ein wirkliche informatives Buch, dass auch für viel Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgt.
Substanzen-Check: Offen, ehrlich, fundiert
Bewertung am 22.12.2023
Bewertungsnummer: 2092555
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Alltagsdrogen wie Zucker, Koffein und vielleicht auch eine oder andere Schlückchen Alkohol sind nicht so wild? Mag man wahrscheinlich gerne glauben, wie sie und auch illegale Substanzen, wie LSD, Meth und Co wirken, was sie mit dem Körper und der Psyche anstellen können, wird hier in diesem Buch offen, ehrlich, neutral und fundiert erklärt – und zwar so, dass es auch der Laie versteht (sieht man vielleicht von dem einen oder anderen kleineren Exkurs in die Chemie mal ab).
Mein Sohn (19) und ich haben das Buch gelesen und sind überzeugt, dass es für Menschen, die sich noch wenig mit dem Thema beschäftigt haben ein sehr toller Einstieg in die Materie ist. Auch wer sich in der Richtung schon umgehört hat und weniger neue Erkenntnisse gewinnen kann, dem schadet die geballte und fundierte Präsentation nicht, die auch mit dem einen oder anderen Vorurteil aufräumt. So hat mich beim Cannabis nichts überraschen können, aber beim LSD war ich platt. Ich dachte, dass es viel gefährlicher sei, dass man es quasi nicht überdosieren kann war mir neu. Dass es auch bei Tee Koffein heißt, ging auch an mir bislang vorbei. Als Schutzbehauptung hatte ich bisher diese Mohngeschichte angesehen, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass Mohnbrötchen und Co tatsächlich zu einem positiven Drogentest führen können. Ich könnte noch zig Sachen aufzählen, verkürze aber darauf, dass es selbst, wenn man kaum Neues erfährt, eine informative und dabei unterhaltsame Lektüre ist und mir persönlich auch besonders die historischen Entwicklungen sehr gefallen haben.
Zur Einleitung in jede Droge wird eine Situation in Beratungsgesprächen dargestellt, die teilweise schon einen gewissen Eindruck vermitteln, wie die Drogen wirken. Gegen Ende fand ich die Gespräche zu gestellt, gelegentlich auch ganz schön klischeehaft, aber nicht so sehr, dass es meine anfängliche und langanhaltende Begeisterung dafür zunichtemachen könnte. Aber bei mir überwiegt, dass es dadurch alles andere als ein trockenes Sachbuch ist.
Mein Sohn war hingegen von den Gesprächen prinzipiell nicht so angetan – wollte nur ans Eingemachte, auch das geht, denn auch wenn das Layout als solches eher nicht so gelungen ist. Der Fließtext hätte mit der einen oder anderen Hervorhebung, mehr Absätzen und Co an strukturierter präsentiert werden können.
Unter dem Strich haben uns der Apotheker und Carsten Schleh aber überzeugt, denn das fundierte Wissen und die Fallbeispiele sind gut berichtet, der mahnende Zeigefinger blieb weitgehend weg. Es wurde natürlich gewarnt, aber auf eine gute Art, die Konsumenten nicht verurteilt, sondern einfach nur aufzeigt, was im Körper geschehen wird und welche Auswirkungen es gibt.
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