Das Schicksal einer mutigen Frau, die sich gegen das Rollenverständnis der 1950er Jahre zur Wehr setzt
1. Mai 1953, Konstanz am Bodensee: Renina ist vierundzwanzig, Martin Heideggers jüngste Assistentin und wagt den Sprung in die Selbstständigkeit. Sie gründet die erste Frauenzeitschrift Deutschlands. In Zeiten beängstigender politischer Restauration will sie sich mit ihrer 'Lady' für ein neues Rollenverständnis der Frau einsetzen. Die Zeichen stehen gut, wäre da nicht Fred, den sie aus einer Laune heraus geheiratet hat. Der Doktor der Atomphysik, Neffe von Marlene Dietrich, hat sie in gefährliche sexuelle Abhängigkeiten verstrickt. Und vor der malerischen Kulisse des Bodensees verändert sich an einem einzigen Tag Reninas Leben ...
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Eine mutige Frau geht ihren…
Magnolia aus Bayern am 15.08.2023
Bewertungsnummer: 2822813
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Eine mutige Frau geht ihren Weg Sie war jung, zu jung und mit ihren 24 Jahren zu naiv. Eine Kombination, die Fred Dietrich magisch anzog. Sie heiraten überstürzt. Der Herr Doktor der Atomphysik sieht es als selbstverständlich an, dass seine Frau ihm stets zu Willen ist. Immer und überall und unter allen Umständen. Er nimmt sich, was immer er will. Und wieder einmal wacht sie benommen auf, kann sich an nichts mehr erinnern und wieder einmal hat Fred sie in eine prekäre Situation gebracht. Genug ist genug, sie will sich scheiden lassen. Was in diesen Jahren gar nicht so einfach ist, die Schuldfrage wird meist zugunsten des Mannes geklärt, für eine Frau bedeutet eine Scheidung eine gesellschaftliche Ächtung. Reninas großer Traum ist es, mit der „Lady“ die erste deutsche Frauenzeitschrift zu gründen. Über die vier Jahreszeiten will sie pro Jahr vier Hefte herausbringen, jedes davon sollte unter anderem ein tiefgehendes Lebensporträt enthalten wie etwa das von Konrad Adenauer. Auch politisch will sie sich positionieren. Literatur, Musik, Theater, Technik, Handwerk, Forschung und noch mehr zeitaktuelle Themen sollen aufgegriffen werden, ein fortschrittliches Konzept will sie als Chefredakteurin voranbringen, ihre allerersten sechs Worte des Leitartikels „Sie lieben Ja-Sagen? Ich auch nicht.“ klingen vielversprechend. Ihr Weg bis dahin ist jedoch ein sehr steiniger. „Steh auf beiden Fußsohlen“ hatte ihre Urgroßmutter sie ermahnt. Ein sehr guter Ratschlag, den die junge Renina so gar nicht umsetzen kann und die Zeit – wir sind in den 1950er Jahren – ist auch nicht gerade auf Seiten der Frauen. Nach dem zweiten Weltkrieg herrscht sowas wie Aufbruchstimmung, die Rolle der Frau beschränkt sich eher auf Kinder und Küche, Karriere ist für den Mann vorgesehen. Aus heutiger Sicht mutet vieles seltsam an, die Frauen mussten sich ihre Rechte erst erkämpfen. Schon die ersten Seiten zeigen dies nur zu deutlich auf. Es geht um Gewalt in jeglicher Hinsicht, daneben treffen wir viele namhafte Persönlichkeiten in diesen Jahren wie etwa den jungen Christian Dior. Für mich etwas zu kurz gekommen ist die Redaktionsarbeit rund um die „Lady“. Im Vordergrund steht das Zerwürfnis der Eheleute, das sich viel aus sexueller Gewalt und brutalen Übergriffen speist neben Reninas Liebe zu den Pferden, wobei sie nach ihrem Entschluss, Fred zu verlassen, immer mutiger wird und auch die Pferdestärken der Autos zu schätzen lernt. Ihre Familie weiß sie hinter sich, auch gute Freunde stärken sie, was ihrem Selbstbewusstsein zuträglich ist. In „Der Frühling ist in den Bäumen“ schreibt Jana Revedin über ihre Mutter, über das Rollenverständnis der Frau in den 1950er Jahren. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle, das sich vor der malerischen Kulisse des Bodensees zuweilen in etwas langatmigen Dialogen verliert, das jedoch den Zeitgeist dieser Jahre gut nachvollziehbar wiedergibt.
Eine mutige Frau geht ihren Weg
Magnolia am 15.08.2023
Bewertungsnummer: 2000922
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Sie war jung, zu jung und mit ihren 24 Jahren zu naiv. Eine Kombination, die Fred Dietrich magisch anzog. Sie heiraten überstürzt. Der Herr Doktor der Atomphysik sieht es als selbstverständlich an, dass seine Frau ihm stets zu Willen ist. Immer und überall und unter allen Umständen. Er nimmt sich, was immer er will. Und wieder einmal wacht sie benommen auf, kann sich an nichts mehr erinnern und wieder einmal hat Fred sie in eine prekäre Situation gebracht. Genug ist genug, sie will sich scheiden lassen. Was in diesen Jahren gar nicht so einfach ist, die Schuldfrage wird meist zugunsten des Mannes geklärt, für eine Frau bedeutet eine Scheidung eine gesellschaftliche Ächtung.
Reninas großer Traum ist es, mit der „Lady“ die erste deutsche Frauenzeitschrift zu gründen. Über die vier Jahreszeiten will sie pro Jahr vier Hefte herausbringen, jedes davon sollte unter anderem ein tiefgehendes Lebensporträt enthalten wie etwa das von Konrad Adenauer. Auch politisch will sie sich positionieren. Literatur, Musik, Theater, Technik, Handwerk, Forschung und noch mehr zeitaktuelle Themen sollen aufgegriffen werden, ein fortschrittliches Konzept will sie als Chefredakteurin voranbringen, ihre allerersten sechs Worte des Leitartikels „Sie lieben Ja-Sagen? Ich auch nicht.“ klingen vielversprechend. Ihr Weg bis dahin ist jedoch ein sehr steiniger.
„Steh auf beiden Fußsohlen“ hatte ihre Urgroßmutter sie ermahnt. Ein sehr guter Ratschlag, den die junge Renina so gar nicht umsetzen kann und die Zeit – wir sind in den 1950er Jahren – ist auch nicht gerade auf Seiten der Frauen. Nach dem zweiten Weltkrieg herrscht sowas wie Aufbruchstimmung, die Rolle der Frau beschränkt sich eher auf Kinder und Küche, Karriere ist für den Mann vorgesehen.
Aus heutiger Sicht mutet vieles seltsam an, die Frauen mussten sich ihre Rechte erst erkämpfen. Schon die ersten Seiten zeigen dies nur zu deutlich auf. Es geht um Gewalt in jeglicher Hinsicht, daneben treffen wir viele namhafte Persönlichkeiten in diesen Jahren wie etwa den jungen Christian Dior. Für mich etwas zu kurz gekommen ist die Redaktionsarbeit rund um die „Lady“. Im Vordergrund steht das Zerwürfnis der Eheleute, das sich viel aus sexueller Gewalt und brutalen Übergriffen speist neben Reninas Liebe zu den Pferden, wobei sie nach ihrem Entschluss, Fred zu verlassen, immer mutiger wird und auch die Pferdestärken der Autos zu schätzen lernt. Ihre Familie weiß sie hinter sich, auch gute Freunde stärken sie, was ihrem Selbstbewusstsein zuträglich ist.
In „Der Frühling ist in den Bäumen“ schreibt Jana Revedin über ihre Mutter, über das Rollenverständnis der Frau in den 1950er Jahren. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle, das sich vor der malerischen Kulisse des Bodensees zuweilen in etwas langatmigen Dialogen verliert, das jedoch den Zeitgeist dieser Jahre gut nachvollziehbar wiedergibt.
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