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Lukas Bärfuss

1. Die Krume Brot

Die Krume Brot Der neue Roman des Büchnerpreisträgers

Gesprochen von
6
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3290

Gesprochen von

Sandra Hüller

Spieldauer

5 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.05.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

86

Verlag

Argon Digital

Sprache

Deutsch

EAN

9783732420421

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

3290

Gesprochen von

Sandra Hüller

Spieldauer

5 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.05.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

86

Verlag

Argon Digital

Sprache

Deutsch

EAN

9783732420421

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • SimoneF

    3/5

    21.05.2023

    Hörbuch-Download

    Leider sehr einseitig

    ​Ich war sehr gespannt auf den neuen Roman "Die Krume Brot" des Büchner-Preisträgers Lukas Bärfuss und ging mit entsprechend hohen Erwartungen an das Hörbuch heran. Die Protagonistin Adelina hat es schwer im Leben, sie wächst unter schwierigen Verhältnissen auf, geht im Schulsystem unter, bleibt Analphabetin, und hat eigentlich von Anfang an im Leben verloren, so der Grundtenor des Buches. Das Erbe der Großeltern und Eltern, im übertragenen Sinne sowie materiell, bestimmt ihr eigenes Schicksal, und die Traumata und Verletzungen ihrer Vorfahren setzen sich in ihr fort. Die Welt ist düster bei Bärfuss, der Mensch ist von sich selbst und seinen Möglichkeiten entfremdet, ist am falschen Platz, quält sich durch die Lohnsarbeit, um über die Runden zu kommen. Vermieter, Arbeitgeber, Geldeintreiber und Bekannte sind ohne Empathie und Moral, kalt, opportunistisch. Und hier liegt für mich der Schwachpunkt dieses Romans. Mir ist diese Sichtweise zu negativ. Ohne Frage ist es für jeden eine schwere und lebenslange Aufgabe, sich von seinen Eltern und deren Erbe zu lösen, doch sie ist nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt. Adelina bleibt passiv, wirkt unreif, wenig intelligent, zeigt keine Energie, an ihrer Situation grundlegend etwas zu ändern. Sie nimmt keine Hilfe von Behörden in Anspruch, Umschulungen und Maßnahmen zur Erwachsenenbildung hätte es auch damals schon gegeben. Stattdessen lässt sie sich auf die falschen Männer ein und tritt auf jene ein, die schwächer sind als sie. Die Weltsicht ist mir zu schwarz und zu einseitig, der Plot wirkt durchsichtig und konstruiert, und einige zeitliche Abläufe passen nicht zueinander (etwas als Adelina minderjährig das Schuldenerbe des Vaters annimmt, obwohl sie noch gar nicht rechtskräftig unterschreiben kann). Sprecherin: Dass ungekürzte Hörbuch mit einer Laufzeit von 5 h 39 min wurde von Sandra Hüller eingelesen. Ihrer angenehmen Stimme habe ich sehr gerne zugehört,  und der ruhige Vortrag passt sehr gut zum Roman.

  • Bewertung

    5/5

    05.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Fluch der Armut

    Adelina ist Kind italienischer Gastarbeiter. Sie wächst heran, in einem Haushalt, in der die Mutter knapp Genug zum Leben verdient, während der Vater sich in Büchern verliert, als Schriftsteller versteht, und die Augen vor der Realität verschließt. In der Schule wird klar, Adelina ist nett, fällt kaum negativ auf und steht mit den Zahlen wie mit dem Lesen auf Kriegsfuss. Als sie aus der Schule kommt, erhält sie die Chance, in einer Glätterei die Lehre zu machen, die sie aber abbricht, weil die Schulden des inzwischen verstorbenen Vaters abbezahlt werden müssen. Und dieses Erbe der Schulden klebt als Schatten an ihr, kommt dazu, ihre Schwächen im Lesen und Rechnen führen dazu, dass sie im Alltag vieles nicht versteht, welche Konsequenzen ein Kleinkredit haben kann zum Beispiel. Sie arbeitet in der Bar. Sie verliebt sich in einen Saisonier, einen jener Bauarbeiter, die gut genug sind, die Infrastrukturdefizite der rasant wachsenden Schweiz im Schweisse seines Angesichts mitzubauen, dann aber nach 8 Monaten das Land verlassen muss. Sie wird Mutter einer Tochter, Emma, und Toto kommt eines Tages nicht mehr zurück. Auch das Geld, das er ihr geschickt hat, bleibt aus. Die Miete wird ihr nur gestundet, wenn sie dem Vermieter zur Verfügung stehen würde. Ihr Stolz verbietet ihr das, sie unterschreibt einen Kreditvertrag eines Wucherers, die Situation erscheint ausweglos, da lernt sie Emil kennen, jenen beruflich erfolgreichen Grafiker, der immer an der Bar hockt. Er nimmt sie unter seine Fittiche, sie zieht bei ihm ein, doch schliesslich basiert diese Beziehung nur auf der einseitigen Liebe Emils, Adelina ist froh, wenn der tüchtige, korrekte Emil möglichst wenig anwesend ist. Er hat ihre Schulden bezahlt, sie ist dankbar, und er fordert nichts dafür, aber sie liebt ihn trotz seiner Grosszügigkeit nicht im Geringsten. Dieses Arrangement entgleitet und eskaliert, als Emil in Norditalien in einem Kaff ein Haus ersteht. Das Objekt präsentiert sich als Lotterhütte, Adelina packt die Chance, und bleibt in Italien, um aufzuräumen. Mit einem geheimnisvollen Fremden, der das Haus als Bleibe und Waffenlager nutzt, beginnt sie eine Affäre. Gibt es noch ein glückliches Ende für Adelina? Bärfuss bleibt seinem Stil treu, blumig und geschmückt mit sperrigen Wörtern zeichnet er mit seiner unverwechselbaren Sprachwucht ein Frauenschicksal, das durch Armut und Schulden geprägt ist. Das liest sich so spannend, so bewegend und ist hochpolitisch. Dieses Buch verdient höchsten Respekt, weil es Themen wie Illiterismus, Ausbeutung der Gastarbeiter*innen und die Kälte gegenüber den Fremden aus dem Süden so plastisch wie süffig erzählt. Chapeau, Herr Bärfuss, wir freuen uns auf die Fortsetzung.

  • Bewertung

    5/5

    13.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zürich in den 70er Jahren: Adelina,...

    Zürich in den 70er Jahren: Adelina, Tochter ital. Einwanderer, Fabrikarbeiterin, stellt sich dem Kampf ums Überleben - als ihre Tochter verschwindet, schließt sie sich Anhängern der ital. Revolution an, um sie wiederzufinden. Spannend, keine leichte Kost. Sprachlich exzellent.

  • Bewertung

    5/5

    23.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Wurf zur Tristesse

    „Die krume Brot“ ist keine leichte Kost. Der Plot ist düster und steigert sich in ein immer noch grösseres Unheil. Sprachlich finde ich das Buch sehr gelungen. Ich würde das Buch jedoch nicht an einem dunklen Tag lesen…

  • Bewertung

    5/5

    11.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine junge Frau mit italienischen...

    Eine junge Frau mit italienischen Wurzeln, in den 60er und 70er Jahre, deren Lebensweg in Armut in der Schweiz scheitert. Das Leben der jungen Frau wird aus materieller Not zur Hölle. Atemlos folgt man der Heldin. Mein Lesetipp

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