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Zweistromland Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.08.2023

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,6/14/2,5 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856808-5-6

Beschreibung

Rezension

»Beliban zu Stolberg erzählt mit Lust, Genauigkeit und Poesie eine Geschichte über die Verletzlichkeit dessen, was wir glauben zu sein.« Daniel Schulz
»Beliban zu Stolberg erzählt eindrücklich von der Suche nach einer verschütteten Vergangenheit und dem Schmerz der Gegenwart. Ein Roman, der einen immer tiefer und tiefer hineinzieht in den Strom.« Ronya Othmann
»Ein hochintensiver Debütroman.« tip Berlin
»Ein großartiger Debütroman.« Ingrid, Der Kultur-Blog
»Eine ambitionierte Autorin und ein geglücktes und lesenswertes Debüt!« Ingo Arend, Deutschlandfunk Kultur
»Zu Stolberg gelingt mit »Zweistromland« das Kunststück, die Geschichte der Verfolgung und persönliche Biografie in ihrer rhythmischen Prosa erlebbar zu machen – poetisch und politisch zugleich.« Kevin Junk, Buchkultur
»Was Beliban zu Stolberg findet eine Sprache, die das Schweigen einerseits umarmt und andererseits dagegenanarbeitet. – Sehr lesenswert!« Sarah Murrenhoff, rbb Kultur
»Was für eine feine Prosa, ganz subtil und klug und mit einer Stimmung, die sich wie im Nebelgenerator ganz und gar verteilt, überall ist und doch irgendwie ungreifbar.« Miryam Schellbach
»Beliban schafft es, politische und geschichtliche Zusammenhänge zu einer spannenden, traurigen und manchmal auch düsteren und hilflosen Geschichte zu verweben.« Burcu Arslan, Radio Bremen
»Eine ebenso poetische wie politische Suche nach der eigenen Geschichte.« FRIZZ das Magazin

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.08.2023

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,6/14/2,5 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856808-5-6

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Straße 35
10823 Berlin
DE

Email: info@kanon-verlag.de

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  • Kaffeeelse

    5/5

    03.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Suche nach der Wahrheit

    Dilan ist die Tochter von Kurden, die in Deutschland leben. In ihrer Familie gab und gibt es viel Ungesagtes über die Familiengeschichte, über die Vergangenheit. Und dieses Ungesagte hat natürlich Folgen. Dilan lebt mit ihrem schwedischen Mann in Istanbul, auch dies ist ja irgendwie ein Zeichen, sie hätte ja auch in Deutschland bleiben können. Als Wirtschaftsanwältin wird sie ja mit geschichtlichen Entwicklungen in der Türkei durchaus vertraut sein und auch einigen politischen Einblick haben. Dennoch lebt sie als Kurdin dort. Wirtschaftlich geht es den beiden gut, in ihre Beziehung hat sich nur eine gewisse Unlust zum Reden eingeschlichen, vielleicht ist auch etwas aus der Gefühlswelt verschwunden, manchmal kann man ja diese Veränderungen noch nicht so richtig benennen. Auch an diesem bisher sicheren Ort zeigen sich Risse. Der Tod der Mutter und das Geschehen auf der Beerdigung der Mutter reißen ebenso alte Wunden wieder auf, lassen alte Fragen wieder aufkommen und alte Gedanken. Gedanken, die nicht verschwinden, die sich nicht verdrängen lassen. Und so reist die schwangere Dilan vollkommen spontan und ohne Absprachen schließlich in die Heimat der Eltern, nach Diyarbakir in den Osten der Türkei, eine uralte Stadt am Tigris und ein Zentrum der Kurden. Und spürt der Vergangenheit der Eltern nach, spürt der Vergangenheit der Kurden nach. Ein eigenwilliger Schritt. Ein mutiger Schritt. Aber auch ein irgendwie vorschneller Schritt. Würde diesen Schritt jede Frau mit kurdischer Abstammung tun? Dies bezweifele ich etwas. Denn das politische System der Türkei hat seine Tücken. Andererseits zeigt diese Reise auch die Dringlichkeit des zugrunde liegenden Problems. Denn dieses Ungesagte in Dilans Familie scheint sich zu einem riesigen Berg aufgetürmt zu haben. Von daher verstehe ich diese Reise wieder. Trotzdem bewundere ich Dilan auch für ihren Mut und bin etwas irritiert. Beliban zu Stoltenberg hat mit „Zweistromland“ ein einfühlsames und berührendes Buch geschrieben, welches zeigt, was dieses Ungesagte mit den Beteiligten machen kann. „Zweistromland“ ist ebenso ein Buch, welches zeigt, was passieren kann, wenn man zwischen zwei Stühlen sitzt. Den Schreibstil von Beliban zu Stoltenberg fand ich ungemein poetisch und wunderschön, der Roman „Zweistromland“ ist ungemein intensiv, man mag sich diesem Buch nicht entziehen wollen. Was natürlich neugierig macht auf Weiteres aus der Feder dieser Schriftstellerin. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und empfehle es gern.

  • Bewertung

    5/5

    06.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiengeschichte mit Zündstoff

    Dilan arbeitet als Rechtsberaterin in der Türkei und ist mit dem ersten Kind schwanger. Ihr Mann ist Schwede und die Ehe ist ruhig und viele Worte gibt es nicht. Als ihre Mutter stirbt reist Dilan nach Deutschland wo sie aufgewachsen ist und erlebt mit ihrem Vater eine unschöne Szene auf der Beerdigung. Dies rüttelt sie aber wach und wühlt sie auf und sie will mehr über ihre Herkunft erfahren. Das sie Kurdin ist, dass verschweigt sie im Beruf lieber und dann gibt es da noch ein paar Geheimnisse in der Familie und Dilan macht sich dran alles zu erfahren, ihre Herkunft kennen zu lernen und das Land ihrer Väter zu entdecken. Es ist eine Familiengeschichte mit viel Zündstoff. Unaufgeregt und in einer klaren und tollen Sprache erzählt Beliban von Stolberg diesen Roman und lässt uns an etwas großem Teilhaben.

  • Adele

    aus Bremen

    5/5

    31.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Identitätssuche zwischen Deutschland und Diyarbakir, zwischen Trauma und Neuanfang…

    Wie leben beschwiegene Traumata in Familien fort, nehmen die Zwischenräume menschlicher Beziehungen ein und prägen so auch nachfolgende Generationen? Wie sehr beeinflusst was die Eltern waren und sind, die Identität ihrer Kinder? Wie findet man zu sich selbst durch Traumata und Schweigen der Kindheit? In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Gesichte um Dilan, Kind kurdischer Eltern, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Kurdisch, die Muttersprache ihrer Eltern, umgibt seit jeher ein Geheimnis, ihr selbst hat man es nie beigebracht. Doch Sprache ist Weltzugang. Welche Geschichte und Vergangenheit wird mit der Sprache und durch sie verborgen? Und was hat das alles mit Dilan zu tun? Dilans Geschichte wird in drei Teilen, als Erwachsene und werdende Mutter in der Türkei, als Kind und Jugendliche in Norddeutschland und wieder als Erwachsene auf Spurensuche in Diyarbakir, erzählt. Die Handlung setzt sich dabei bruchstückhaft zusammen, erschließt sich im Hintergrund allmählich und steht damit auch sinnbildlich für Dilans Geschichte und Identität selbst. Besonders begeistert hat mich wie die Autorin Worte für die Zwischentöne menschlicher Beziehungen und des Sich-Verhaltens und in Beziehung- Setzens zur Umwelt findet. Das Bedürfnis nach Ruhe und Mit-Sich-Selbst sein, sich über eine Konversation zu freuen, weil man den Moment des Alleinseins danach so genießt. Das politische Thema im Hintergrund ist das Schicksal Kurdistans und seines Volkes, der die Erzählung ein Gesicht gibt und so auch einlädt mehr darüber zu erfahren. Zweistromland ist eine leise Erzählung mit präzisen Beschreibungen der Zwischenmenschlichkeit und Identitätsfindung auf dem Weg in die Vergangenheit um sich selbst besser zu verstehen und für einen Neuanfang zu finden.

  • Bewertung

    5/5

    21.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman über die verschüttete Vergangenheit und dem Schmerz der Gegenwart.

    Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Der Titel ist gut gewählt und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Bild der jungen Frau, die sich abwendet finde ich passend für die Geschichte. Die Haptik des Hardcover Buches finde ich sehr ansprechend. In diesem eindrucksvollen Roman geht es um die Rechtsberaterin Dilan. Sie ist die Tochter kurdischer Aleviten, die von Verfolgung und Gewalt betroffen waren. Doch ihre Eltern schweigen und Dilan lebt mit der Unwissenheit. Ihre Mutter stirbt und sie selbst erwartet ein Kind. Dilan möchte endlich mehr über ihre Vergangenheit und die Vergangenheit ihre Eltern erfahren und so reißt sie nach Diyarbakir, im Osten der Türkei. Dort leben viele Kurden und auch ihre Eltern haben dort gelebt, geliebt und gekämpft. Dilan fährt immer mehr über ihre Eltern und über sich selbst. Dieser Roman spricht sehr viele Themen an, unter anderem politischen Mut, qualvolles Vergessen und eine gefährliche Reise einer jungen Frau. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand ihn sehr poetisch und emotional. Dilan wird sehr charakterstark und interessant beschrieben. Die verschiedenen Zeitebenen haben mir gut gefallen. Der Roman war bis zur letzten Seite spannend und ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter, der Interesse an politischen Themen hat.

  • Atomteil

    aus Berlin

    5/5

    21.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Cover finde ich sehr…

    Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Der Titel ist gut gewählt und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Bild der jungen Frau, die sich abwendet finde ich passend für die Geschichte. Die Haptik des Hardcover Buches finde ich sehr ansprechend. In diesem eindrucksvollen Roman geht es um die Rechtsberaterin Dilan. Sie ist die Tochter kurdischer Aleviten, die von Verfolgung und Gewalt betroffen waren. Doch ihre Eltern schweigen und Dilan lebt mit der Unwissenheit. Ihre Mutter stirbt und sie selbst erwartet ein Kind. Dilan möchte endlich mehr über ihre Vergangenheit und die Vergangenheit ihre Eltern erfahren und so reißt sie nach Diyarbakir, im Osten der Türkei. Dort leben viele Kurden und auch ihre Eltern haben dort gelebt, geliebt und gekämpft. Dilan fährt immer mehr über ihre Eltern und über sich selbst. Dieser Roman spricht sehr viele Themen an, unter anderem politischen Mut, qualvolles Vergessen und eine gefährliche Reise einer jungen Frau. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand ihn sehr poetisch und emotional. Dilan wird sehr charakterstark und interessant beschrieben. Die verschiedenen Zeitebenen haben mir gut gefallen. Der Roman war bis zur letzten Seite spannend und ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter, der Interesse an politischen Themen hat.

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