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Produktbild: Betrug

Betrug Roman | Ausgezeichnet mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis 2025

14

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

18140

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.11.2023

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

528 (Printausgabe)

Dateigröße

3653 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

EAN

9783462311839

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

18140

Erscheinungsdatum

02.11.2023

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

528 (Printausgabe)

Dateigröße

3653 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

EAN

9783462311839

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2 Sterne

1 Sterne

Eine Geduldsprobe

Sursulapitschi am 07.11.2023

Bewertungsnummer: 2063394

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Diesen Roman zu beurteilen, fällt mir sehr schwer. Er hat mich gleichzeitig tief beeindruckt und geärgert. Das Thema ist originell und beruht auf einer wahren Begebenheit. Es ist fast eine Künstlerbiografie und erzählt reizend ironisch vom Leben eines englischen Autors im 19.Jahrhundert. William Ainsworths Bücher waren beliebt und bekannt, nur waren die seines Kollegen Charles Dickens legendär. Seine Cousine, Muse und Haushälterin Eliza Touchet plaudert aus dem Nähkästchen, erzählt vom Leben mit einem Star, von Künstlertreffen, Starallüren, dem Ringen um Anerkennung und seinem skurrilen Privatleben. Erlaubt ist, was niemand mitbekommt in der englischen Gesellschaft. Gleichzeitig erregt die Tichborne-Affaire die Gemüter. Da behauptet ein Metzger aus Übersee ein verschollen geglaubter Erbe zu sein. Die Skandalpresse stürzt sich auf das Thema, zu dem jeder Engländer eine Meinung hat. Die Welt wird gespalten durch hitzigen Tichbornismus. Der Stil ist toll, klug, originell, sogar witzig, und macht das Lesen zum Vergnügen. Allerdings ist es auch furchtbar weitschweifig, macht lauter Schlenker, ungekennzeichnete Zeitsprünge, jeder Protagonist hat zwei Namen und dann noch Spitznamen, möglichst mehrere. Man muss höllisch aufpassen, neigt aber immer wieder zum Querlesen. Die Kapitel sind kurz. Dafür können wir aber durchaus dann mal 3 Kapitel lang auf einem Friedhof verweilen und es passiert da nichts. Das Buch ist eine Geduldsprobe. Theoretisch hat dieses Buch alles, was mich an Büchern begeistert, das geht nur unter in viel zu viel Drumherum.

Eine Geduldsprobe

Sursulapitschi am 07.11.2023
Bewertungsnummer: 2063394
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Diesen Roman zu beurteilen, fällt mir sehr schwer. Er hat mich gleichzeitig tief beeindruckt und geärgert. Das Thema ist originell und beruht auf einer wahren Begebenheit. Es ist fast eine Künstlerbiografie und erzählt reizend ironisch vom Leben eines englischen Autors im 19.Jahrhundert. William Ainsworths Bücher waren beliebt und bekannt, nur waren die seines Kollegen Charles Dickens legendär. Seine Cousine, Muse und Haushälterin Eliza Touchet plaudert aus dem Nähkästchen, erzählt vom Leben mit einem Star, von Künstlertreffen, Starallüren, dem Ringen um Anerkennung und seinem skurrilen Privatleben. Erlaubt ist, was niemand mitbekommt in der englischen Gesellschaft. Gleichzeitig erregt die Tichborne-Affaire die Gemüter. Da behauptet ein Metzger aus Übersee ein verschollen geglaubter Erbe zu sein. Die Skandalpresse stürzt sich auf das Thema, zu dem jeder Engländer eine Meinung hat. Die Welt wird gespalten durch hitzigen Tichbornismus. Der Stil ist toll, klug, originell, sogar witzig, und macht das Lesen zum Vergnügen. Allerdings ist es auch furchtbar weitschweifig, macht lauter Schlenker, ungekennzeichnete Zeitsprünge, jeder Protagonist hat zwei Namen und dann noch Spitznamen, möglichst mehrere. Man muss höllisch aufpassen, neigt aber immer wieder zum Querlesen. Die Kapitel sind kurz. Dafür können wir aber durchaus dann mal 3 Kapitel lang auf einem Friedhof verweilen und es passiert da nichts. Das Buch ist eine Geduldsprobe. Theoretisch hat dieses Buch alles, was mich an Büchern begeistert, das geht nur unter in viel zu viel Drumherum.

Historienroman alla Zadie Smith

Bewertung am 10.12.2023

Bewertungsnummer: 2085820

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Was können wir je über andere wissen? Wie viel vom Geheimnis eines anderen Menschen kann der eigene Scharfsinn ergründen?« |167 »Was für ein unergründliches etwas ein Mensch doch ist!« |396 »Doch kann man nicht auch aufrichtig falsch liegen? Mit anderen Worten: falsch liegen, ohne es zu wissen?« |445 »Menschen belügen sich selbst. Die ganze Zeit über belügen Menschen sich selbst.« |446 Die ingeniose Witwe Touchet, die im Haushalt des sich selbst für virtuos haltenden Schriftstellers Aintsworth untergekommen ist, bildet das Zentrum des historischen Romans von Zadie Smith, der in der viktorianischen Zeit angesiedelt ist. Ihre sich über Jahre erstreckende Suche nach gerechter Wahrheit und ihr Finden der vielen Schichten von »Betrug«, eingeschränkten Perspektiven und Selbsttäuschung umspannen den sich auf 500 Seiten erstreckenden Roman, dessen Figuren aus realhistorischen Vorbildern erschaffen wurden. Was umfasst den »Betrug«? Die Liebschaften der Hauptfigur Eliza Touchet? Das Geheimnis ihres verstorbenen Mannes? Die Leidenschaften ihres Cousins Aintworth? Ihr Begehren für seine erste Frau Frances? Das Suchen von Geschichten, das Klauen von Romanideen, das Romanschreiben selbst? Die Intrigen und Eitelkeiten der feinen Gesellschaft, die Freundschaft lobt und Loyalitäten löst? Der soziale Aufstieg von Sarah, der zweiten Frau Aintsworths? Die Behauptung eines nahezu offensichtlich aus der Unterschicht stammenden Mannes, der verschollene Sohn der wohlhabenden Lady Tichborne und damit ihr Erbe zu sein? Die leidenschaftliche Verfolgung des Tichborne-Prozesses der Massen, der Wunsch "den Oberen" eins auszuwischen? Der Glaube an die Wahrheit des klar und direkt auftretenden Mr. Bogle, der ein Sklave war und nun an "Tichbornes" Seite für eine Gerechtigkeit kämpft? Die Sehnsucht nach Verbundenheit mit Mr. Bogle? Der Profit von- und der Kampf gegen Sklaverei? Der Kolonialismus, der abseits der Insel stattfindet und alles durchdringt? Dass er den Reichtum der Oberen begründet, auch derjenigen, die für den Abolismus kämpfen, löst sich auch nicht auf, wenn geschwiegen oder eine Witwenrente nicht abgerufen wird. »Betrug« ist mit gewohntem Tempo und Witz geschrieben. Die Kapitel sind kurz, die vielen Figuren und Szenerien springen, auch in den Zeiten, was manchmal verwirrt, aber stets in souveränen Fäden wieder auf den Kern der Geschichte geführt wird. Aussparungen und das Einstreuen von Zusammenhängen reichern bis in die heutige Zeit erstreckende Diskurse über Reichtum, Erbschaften, Kolonialismus, Rassismus, Class, Gender, Allyship und Othering an, ohne platt, direkt anklagend oder diskutabel zu sein. Smith arbeitet mit wachsenden Erkenntnissen einer komplexen Weißen wohlhabenden Frauenfigur, ihrem fragenden Rütteln an Gewisstheiten und stellt ihr das gegenüber, was die Schwarze von Sklaverei geprägte Männerfigur Mr. Bogle preisgeben möchte. Smith mutet den Leser:innen eine Nichtlinearität von Geschichten, Lebensläufen, Perspektiven und Positionen zu, die eine romantisch-eindeutige Lesart unterwandert. Jede der vielen Figuren ist mit Bedacht gewählt, zeigt sich in vielschichtigen Facetten, wie die erst dumm und naiv erscheinende Sarah, der manchmal einfältig, manchmal klug erscheinende Ainthsworth, der Stolz und Klugheit ausstrahlende Mr. Bogle und sein ebenso stolzer und kluger Sohn, der das wohltätige Weiße Mitgefühl von sich weist, oder die zentrale Randfigur Charles Dickens, der stets sich selbst im Blick behält und aus einer vampirischen Beobachtungsgabe schöpfen kann. Auch stilistisch erinnerte mich »Betrug« an Dickens, besonders in der Beschreibung der armen Viertel von London, soweit das durch die Übersetzung hindurch beurteilbar ist. Aber ohne seine Moral von Gut und Böse. Ich revidiere mich, denn genauer betrachtet, ist »Betrug« voll von Moral, in einer Smithschen Provinienz, modern, sich niemals sicher seiend, vielschichtig und voller Fallstricke.

Historienroman alla Zadie Smith

Bewertung am 10.12.2023
Bewertungsnummer: 2085820
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Was können wir je über andere wissen? Wie viel vom Geheimnis eines anderen Menschen kann der eigene Scharfsinn ergründen?« |167 »Was für ein unergründliches etwas ein Mensch doch ist!« |396 »Doch kann man nicht auch aufrichtig falsch liegen? Mit anderen Worten: falsch liegen, ohne es zu wissen?« |445 »Menschen belügen sich selbst. Die ganze Zeit über belügen Menschen sich selbst.« |446 Die ingeniose Witwe Touchet, die im Haushalt des sich selbst für virtuos haltenden Schriftstellers Aintsworth untergekommen ist, bildet das Zentrum des historischen Romans von Zadie Smith, der in der viktorianischen Zeit angesiedelt ist. Ihre sich über Jahre erstreckende Suche nach gerechter Wahrheit und ihr Finden der vielen Schichten von »Betrug«, eingeschränkten Perspektiven und Selbsttäuschung umspannen den sich auf 500 Seiten erstreckenden Roman, dessen Figuren aus realhistorischen Vorbildern erschaffen wurden. Was umfasst den »Betrug«? Die Liebschaften der Hauptfigur Eliza Touchet? Das Geheimnis ihres verstorbenen Mannes? Die Leidenschaften ihres Cousins Aintworth? Ihr Begehren für seine erste Frau Frances? Das Suchen von Geschichten, das Klauen von Romanideen, das Romanschreiben selbst? Die Intrigen und Eitelkeiten der feinen Gesellschaft, die Freundschaft lobt und Loyalitäten löst? Der soziale Aufstieg von Sarah, der zweiten Frau Aintsworths? Die Behauptung eines nahezu offensichtlich aus der Unterschicht stammenden Mannes, der verschollene Sohn der wohlhabenden Lady Tichborne und damit ihr Erbe zu sein? Die leidenschaftliche Verfolgung des Tichborne-Prozesses der Massen, der Wunsch "den Oberen" eins auszuwischen? Der Glaube an die Wahrheit des klar und direkt auftretenden Mr. Bogle, der ein Sklave war und nun an "Tichbornes" Seite für eine Gerechtigkeit kämpft? Die Sehnsucht nach Verbundenheit mit Mr. Bogle? Der Profit von- und der Kampf gegen Sklaverei? Der Kolonialismus, der abseits der Insel stattfindet und alles durchdringt? Dass er den Reichtum der Oberen begründet, auch derjenigen, die für den Abolismus kämpfen, löst sich auch nicht auf, wenn geschwiegen oder eine Witwenrente nicht abgerufen wird. »Betrug« ist mit gewohntem Tempo und Witz geschrieben. Die Kapitel sind kurz, die vielen Figuren und Szenerien springen, auch in den Zeiten, was manchmal verwirrt, aber stets in souveränen Fäden wieder auf den Kern der Geschichte geführt wird. Aussparungen und das Einstreuen von Zusammenhängen reichern bis in die heutige Zeit erstreckende Diskurse über Reichtum, Erbschaften, Kolonialismus, Rassismus, Class, Gender, Allyship und Othering an, ohne platt, direkt anklagend oder diskutabel zu sein. Smith arbeitet mit wachsenden Erkenntnissen einer komplexen Weißen wohlhabenden Frauenfigur, ihrem fragenden Rütteln an Gewisstheiten und stellt ihr das gegenüber, was die Schwarze von Sklaverei geprägte Männerfigur Mr. Bogle preisgeben möchte. Smith mutet den Leser:innen eine Nichtlinearität von Geschichten, Lebensläufen, Perspektiven und Positionen zu, die eine romantisch-eindeutige Lesart unterwandert. Jede der vielen Figuren ist mit Bedacht gewählt, zeigt sich in vielschichtigen Facetten, wie die erst dumm und naiv erscheinende Sarah, der manchmal einfältig, manchmal klug erscheinende Ainthsworth, der Stolz und Klugheit ausstrahlende Mr. Bogle und sein ebenso stolzer und kluger Sohn, der das wohltätige Weiße Mitgefühl von sich weist, oder die zentrale Randfigur Charles Dickens, der stets sich selbst im Blick behält und aus einer vampirischen Beobachtungsgabe schöpfen kann. Auch stilistisch erinnerte mich »Betrug« an Dickens, besonders in der Beschreibung der armen Viertel von London, soweit das durch die Übersetzung hindurch beurteilbar ist. Aber ohne seine Moral von Gut und Böse. Ich revidiere mich, denn genauer betrachtet, ist »Betrug« voll von Moral, in einer Smithschen Provinienz, modern, sich niemals sicher seiend, vielschichtig und voller Fallstricke.

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Betrug

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