Produktbild: Der Kaninchenstall

Der Kaninchenstall Roman | Gewinnerin des National Book Award 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

25393

Erscheinungsdatum

06.07.2023

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

9824 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783462304473

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

25393

Erscheinungsdatum

06.07.2023

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

9824 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sophie Zeitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783462304473

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Zeitweise fand ich’s mega!…

ins_lebenlesen aus Schleswig-Holstein am 13.10.2023

Bewertungsnummer: 2891421

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Zeitweise fand ich’s mega! Zeitweise auch nervig. Oft ein bisschen drüber, als wenn alles, was Tess Gunty in den 5 Jahren Arbeit an DER KANINCHENSTALL an irrwitzigen Ideen hatte, mit rein musste. ABER auf jeden Fall neu, überraschend, aufregend, psychedelisch, tiefgründig, philosophisch, psychologisch, so vieles auf einmal. LESENSWERT! Der Kaninchenstall ist ein Sozialbau in der fiktiven Kleinstadt Vacca Vale, Indiana, im sogenannten „rust belt“ Amerikas, Symbol für eine der vielen heruntergekommenen sterbenden Städte, die dort von der Autoindustrie ausgelutscht, verlassen und mit nichts als verbrannter Erde, verseuchten Flüssen und wütenden, desillusionierten Menschen zurückgelassen wurden. Die dünnen Wände des nagetierverseuchten Kaninchenstalls bieten kaum Privatsphäre und so bekommen auch wir Einblick in die Absurditäten des Alltags seiner Bewohner. Da ist eine Mutter, die ihrem neugeborenen Baby nicht ohne Angst in die tiefen dunklen Augen schauen kann. Da ist eine schüchterne alleinlebende Frau, die bei einer Agentur für Online-Nachrufe die Kommentarspalten betreut. Da ist eine WG mit Teenagern, ehemaligen Pflegekindern, die ihre Tage mit Aushilfsjobs, Drogen und der Darbringung von Tieropfern verbringen. Blandine ist eine von ihnen und die Hauptperson des Romans, die sich in die katholische Mystik der Hildegard von Bingen verbissen hat und den Tag vorbereitet, an dem sie ihren Körper verlässt. Und noch einige mehr ... Reizüberflutung pur? Ja, aber gebt den ersten Seiten die Chance das zu sein und lest weiter, bis sich das Universum komplett vor Euch ausgebreitet hat und Ihr Euch an das Maß der Zuspitzung und die aufgekratzte Sprache gewöhnt habt. Es wird sanfter und ruhiger. Und dann lasst Euch fallen und genießt die Ideen, die Vielfalt der literarischen Formen (Perspektivwechsel durch Wechsel der Erzähler, durch Einschub von Briefen, Anzeigen und sogar grafisch erzählten Elementen), die Sprache, den Witz, den Tiefgang und die Aussicht, die Tess Gunty uns hier auf die (amerikanische) Gesellschaft eröffnet. Sie sagt selbst, dass sie den Scheinwerfer auf Menschen richten wolle, die im Dunkelns stehen und es wert seien gesehen zu werden. Manche Einfälle erschienen mir etwas zu abstrus, zu gewollt oder zu offensichtlich noch mit untergebracht. Aber insgesamt bin ich beeindruckt, überrascht, bewegt von dem jungen Talent und sehr gut unterhalten worden. Es ist Tess Gunty’s Debütroman, für den die heute 30jährige als jüngste Preisträgerin seit Philip Roth mit dem National Book Award for Fiction ausgezeichnet wurde. Die Übersetzung von Sophie Zeitz erschien im Juli 2023 bei Kiepenheuer & Witsch. Die Zeichnungen stammen vom Bruder der Autorin, dem Indie-Folk-Musiker Nicholas Gunty.

Zeitweise fand ich’s mega!…

ins_lebenlesen aus Schleswig-Holstein am 13.10.2023
Bewertungsnummer: 2891421
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Zeitweise fand ich’s mega! Zeitweise auch nervig. Oft ein bisschen drüber, als wenn alles, was Tess Gunty in den 5 Jahren Arbeit an DER KANINCHENSTALL an irrwitzigen Ideen hatte, mit rein musste. ABER auf jeden Fall neu, überraschend, aufregend, psychedelisch, tiefgründig, philosophisch, psychologisch, so vieles auf einmal. LESENSWERT! Der Kaninchenstall ist ein Sozialbau in der fiktiven Kleinstadt Vacca Vale, Indiana, im sogenannten „rust belt“ Amerikas, Symbol für eine der vielen heruntergekommenen sterbenden Städte, die dort von der Autoindustrie ausgelutscht, verlassen und mit nichts als verbrannter Erde, verseuchten Flüssen und wütenden, desillusionierten Menschen zurückgelassen wurden. Die dünnen Wände des nagetierverseuchten Kaninchenstalls bieten kaum Privatsphäre und so bekommen auch wir Einblick in die Absurditäten des Alltags seiner Bewohner. Da ist eine Mutter, die ihrem neugeborenen Baby nicht ohne Angst in die tiefen dunklen Augen schauen kann. Da ist eine schüchterne alleinlebende Frau, die bei einer Agentur für Online-Nachrufe die Kommentarspalten betreut. Da ist eine WG mit Teenagern, ehemaligen Pflegekindern, die ihre Tage mit Aushilfsjobs, Drogen und der Darbringung von Tieropfern verbringen. Blandine ist eine von ihnen und die Hauptperson des Romans, die sich in die katholische Mystik der Hildegard von Bingen verbissen hat und den Tag vorbereitet, an dem sie ihren Körper verlässt. Und noch einige mehr ... Reizüberflutung pur? Ja, aber gebt den ersten Seiten die Chance das zu sein und lest weiter, bis sich das Universum komplett vor Euch ausgebreitet hat und Ihr Euch an das Maß der Zuspitzung und die aufgekratzte Sprache gewöhnt habt. Es wird sanfter und ruhiger. Und dann lasst Euch fallen und genießt die Ideen, die Vielfalt der literarischen Formen (Perspektivwechsel durch Wechsel der Erzähler, durch Einschub von Briefen, Anzeigen und sogar grafisch erzählten Elementen), die Sprache, den Witz, den Tiefgang und die Aussicht, die Tess Gunty uns hier auf die (amerikanische) Gesellschaft eröffnet. Sie sagt selbst, dass sie den Scheinwerfer auf Menschen richten wolle, die im Dunkelns stehen und es wert seien gesehen zu werden. Manche Einfälle erschienen mir etwas zu abstrus, zu gewollt oder zu offensichtlich noch mit untergebracht. Aber insgesamt bin ich beeindruckt, überrascht, bewegt von dem jungen Talent und sehr gut unterhalten worden. Es ist Tess Gunty’s Debütroman, für den die heute 30jährige als jüngste Preisträgerin seit Philip Roth mit dem National Book Award for Fiction ausgezeichnet wurde. Die Übersetzung von Sophie Zeitz erschien im Juli 2023 bei Kiepenheuer & Witsch. Die Zeichnungen stammen vom Bruder der Autorin, dem Indie-Folk-Musiker Nicholas Gunty.

Auf der Suche nach Erlösung

Bewertung am 19.01.2025

Bewertungsnummer: 2390000

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vacca Vale ist eine amerikanische Industriestadt, eine heruntergekommene Industriestadt im Rust Belt der USA. Hier lebt Blandine Watkins, die in ihrer Verehrung für Mystikerinnen wie Hildegard von Bingen nichts sehnlicher herbei sehnt, als ihren Körper zu verlassen. Hier übernachtet Moses Robert Blitz, Sohn einer egozentrischen Fernsehikone, die just verstorben ist, und legt die Beichte ab, obwohl er nicht gläubig ist. Hier exerzieren die drei ehemaligen Füsorge-Fälle Todd, Malik und Jack Tieropfer, während die drei neunzehnjährigen Jungs schmachtend Blandine verehren. Diese und all die Geschichten, die Tess Gunty um ein gut gemeintes, freundliches aber wohl zu hellhöriges Mietshaus und die akkurat rechtwinklig verlaufende Gegend ìn der amerikanischen Kleinstadt spinnt, sind unschlagbar komisch, dramatisch und traurig. Keine Spur von Befreiung, von Erlösung sondern grandios geschildertes Scheitern erwartet uns als Leser*innen. Das Buch glänzt nicht nur mit schrägen Statisten, wer das liest, den erwartet Stakkato-Prosa, da wird so farbig, temporeich wie sprachgewaltig fabuliert, da werden ergreifende Momente in unerhörte Szenen eingebaut, das ist eine Überdosis an Sprachgewalt, die frisch, frech und frei erzählt. Es ist weniger die Handlung sondern wie es erzählt wird, was an diesem Buch fasziniert, unkonventionell und so total gegen den Strich gebürstet, dabei so präzise und bilderreich, schlicht ein Juwel.

Auf der Suche nach Erlösung

Bewertung am 19.01.2025
Bewertungsnummer: 2390000
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vacca Vale ist eine amerikanische Industriestadt, eine heruntergekommene Industriestadt im Rust Belt der USA. Hier lebt Blandine Watkins, die in ihrer Verehrung für Mystikerinnen wie Hildegard von Bingen nichts sehnlicher herbei sehnt, als ihren Körper zu verlassen. Hier übernachtet Moses Robert Blitz, Sohn einer egozentrischen Fernsehikone, die just verstorben ist, und legt die Beichte ab, obwohl er nicht gläubig ist. Hier exerzieren die drei ehemaligen Füsorge-Fälle Todd, Malik und Jack Tieropfer, während die drei neunzehnjährigen Jungs schmachtend Blandine verehren. Diese und all die Geschichten, die Tess Gunty um ein gut gemeintes, freundliches aber wohl zu hellhöriges Mietshaus und die akkurat rechtwinklig verlaufende Gegend ìn der amerikanischen Kleinstadt spinnt, sind unschlagbar komisch, dramatisch und traurig. Keine Spur von Befreiung, von Erlösung sondern grandios geschildertes Scheitern erwartet uns als Leser*innen. Das Buch glänzt nicht nur mit schrägen Statisten, wer das liest, den erwartet Stakkato-Prosa, da wird so farbig, temporeich wie sprachgewaltig fabuliert, da werden ergreifende Momente in unerhörte Szenen eingebaut, das ist eine Überdosis an Sprachgewalt, die frisch, frech und frei erzählt. Es ist weniger die Handlung sondern wie es erzählt wird, was an diesem Buch fasziniert, unkonventionell und so total gegen den Strich gebürstet, dabei so präzise und bilderreich, schlicht ein Juwel.

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Der Kaninchenstall

von Tess Gunty

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