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Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.09.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,6/13,3/2,9 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Schwarz / Altrosa

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397198-9

Beschreibung

Rezension

Stephan Anpalagans neues Buch ist der richtige Beitrag für die überhitzte Migrationsdebatte. ("Kölner Stadt-Anzeiger")
Anschaulich und bewegend analysiert Stephan Anpalagan Fremdheitserfahrungen. ("Berliner Zeitung")
Schonungslos und spöttisch entlarvt Anpalagan die Leitkulturdebatten als inhaltsleer und die Mitte der deutschen Gesellschaft als einen Ort, an dem Vorurteile zu Hause sind. ("Amnesty Journal")
Er spannt den großen Bogen von den vergangenen Kämpfen zu den heutigen. ("ARD (ttt – Titel, Thesen, Temperamente)")
mit kühlem Kopf und brennendem Herzen schreibt Anpalagan ("WDR Westart")
ein lesenswertes Buch ("Das Parlament")
Es ist ein aufklärendes, dabei durch aus schonungsloses, aber am Ende eben auch Mut machendes Buch. ("Heute ist der 7. Tag")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.09.2023

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,6/13,3/2,9 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Schwarz / Altrosa

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397198-9

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • sleepwalker

    5/5

    19.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eigentlich wollte ich Stephan…

    Eigentlich wollte ich Stephan Anpalagans Buch „Kampf und Sehnsucht in der Mitte der Gesellschaft“ schon vor zwei Jahren gelesen haben. Und je länger es auf meinem „Noch zu lesen“ Bücherstapel lag, desto schwerer wurde es. Angesichts der aktuellen politischen Lage bereitete mir das Buch fast körperliche Schmerzen – und wenn mir das Lesen schon so schwer fällt, wie mag es sich für die Menschen erst anfühlen, über die der Autor schreibt? Stephan Anpalagan schreibt schonungslos darüber, was es heißt, in Deutschland Migrant*in zu sein oder einen Migrationshintergrund zu haben. Ich selbst bin in den 1970er-Jahren aufgewachsen, zusammen mit den ersten Kindern „mit Migrationshintergrund“, die damals natürlich noch nicht so genannt wurden. Eigentlich hätte damit eine Gesellschaft entstehen können, in der das Miteinander gelebt wird, einfach, weil man zusammen aufgewachsen ist. Aber dass das nicht so ist, zeigt der Autor ganz deutlich. Er schreibt über die „Mitte der Gesellschaft“ oder die Verschiebung der Mitte der Gesellschaft. „Als Deutsche inmitten der Coronapandemie aufgefordert werden, Maske zu tragen, Abstand zu halten und Hände zu waschen, führen die Infektionsschutzmaßnahmen zu einer derart aufgeheizten Stimmung im Land, dass Menschen aus der Mitte der Gesellschaft den Schulterschluss mit Rechtsextremisten üben.“ Quo vadis, Mitte? – fragt man sich da bei der Lektüre. Gibt es bald nur noch Extreme in beiden Richtungen und keine Mitte mehr? Die Sprache von Stephan Anpalagan ist angenehm und des Themas angemessen. Er schreibt sehr sachlich und analytisch, was angesichts der Tatsache, dass er von dem Thema betroffen ist, bemerkenswert ist. Aber man erkennt, wie wichtig ihm das Thema ist und dass er tief aus seinem Herzen schreibt. Er ist Sohn tamilischer Eltern, Theologe und ist eine wichtige Stimme gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Buch ist aus dem Jahr 2023, entstand also lang vor der unseligen „Stadtbild“-Aussage von Friedrich Merz. Der Autor zeigt, dass die Probleme mehr in Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel liegen, denn im Stadtbild, und wie sehr alle möglichen „-ismen“ (Rassismus und Populismus, um nur zwei davon zu nennen) in der Gesellschaft fest verankert sind. Er schreibt darüber, dass Menschen sinngemäß in „nützlich“ und „weniger nützlich“ kategorisiert werden. Solange ein Fußballspieler Tore schießt, sind viele „farbenblind“, sollte er das nicht tun, dann ist er ein Problem. Es ist ein wichtiges Buch, eines das nachdenklich macht und nachhallt. Allerdings ist es angesichts des Wandels in der Weltpolitik für mich schwere Kost gewesen. Aber der letzte Abschnitt gibt Hoffnung, darauf, dass die „eigentliche Mitte der Gesellschaft“ nicht allein dasteht mit ihren Ansichten. „Es ist bei alledem ein gutes Land. Das einzige, was wir haben. Wir sollten es nicht verloren geben. Wir können es gemeinsam gestalten. Gemeinsam. Miteinander. Wir können einander Liebe und Zugehörigkeit zugestehen. Das wäre ein Lichtblick.“ Von mir fünf Sterne.

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