Produktbild: Zwischen Mauern

Zwischen Mauern Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

2080 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984079

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

2080 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984079

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  • LiteraTüren

    5/5

    08.12.2023

    eBook (ePUB 3)

    Abends stehen die Baukräne still

    David Fuchs lädt uns mit „Zwischen Mauern“ für sechs Nächte ins Pflegeheim ein. Sechs Nächte, um ein Leben zu beenden und sechs Nächte, um ein Leben zu ändern. Abends stehen die Baukräne still Mit dem Wortlaut der Zwischenüberschrift startet der Roman von David Fuchs. Um es vorwegzunehmen: Es ist ein kluger, einfühlsamer Roman, mit Meta, eigentlich Margareta Blum, in der Hauptrolle. Meta arbeitet in einer Bank, möchte ehrenamtlich in einem Pflegeheim tätig sein, obgleich sie mit dieser Art Aufgabe wenig Erfahrung hat. Sie soll bei Herrn T. Sitzwache halten, nicht zuletzt, weil dieser in der Nacht häufig schreit. Moses und Pomp Die weiteren Nebenfiguren haben durchaus beredsame Namen, wenngleich die Ähnlichkeiten, die man vermuten könnten, durch die Gewohnheit und die Zeit verblasst sind. Moses ist der Nachtpfleger in diesem Heim, das eigentlich auf seine Auflösung wartet, denn nebenan hat ein neues Heim seine Türen geöffnet. Pomp ist der Arzt, der dieses Heim und seine Bewohnerinnen und Bewohner betreut, alten Zeiten nachtrauert. Abgestumpfte Gefühle, enttäusche Erwartungen, Ohnmächtigkeit – eine Reihe von Geschehnissen fokussiert ihre Gedanken auf sich selbst. Metas Unvoreingenommenheit rüttelt diese Welt auf. Meta mag ihre Gedanken schweigen lassen. Zum Beispiel zu den Baukränen in der Nähe oder zu Gesprächen mit Frau E., eine Bewohnerin des Heimes, die in der Nacht vor Metas Ankunft gestorben ist. Meta findet die Nähe zu diesen Menschen, aus Frau E. wird Else. Abstand Moses, Angelika und Pomp haben es sich notgedrungen einfach gemacht. Sie halten Abstand zu den Menschen, die sie pflegen und betreuen. Es ist einfacher, diese Menschen Frau E., Frau L. oder Herrn T. zu nennen. Die Beschäftigung mit der Biografie dieser Menschen, mit ihren Gefühlen und ihren Gedanken bleibt so außer vor. Außer die Gerüchte um Herrn T., die Meta beschäftigen. Hat er es aufgrund seiner Vergangenheit nicht verdient, menschenwürdig gepflegt zu werden? Ist es eine Art Gerechtigkeit, dass sein Lebensende unwürdig sein soll, quasi als Strafe für das, was er angeblich anderen Menschen angetan hat. Meta muss dafür eine Antwort finden. Vielleicht, wie wir alle. David Fuchs geht ein schwieriges Thema mit viel Fingerspitzengefühl an. Er lässt Redundanzen nicht in sein Buch, keine Sentimentalitäten und Mitleid, die hier auch Fehl am Platze wären. David Fuchs: Zwischen Mauern Haymon Verlag 2023

  • Ocean

    aus Weil am Rhein

    4/5

    16.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    In welcher Welt will ich leben?

    Zwischen Mauern von David Fuchs hat mich von der ersten Seite gefesselt. Die Geschichte lässt uns Mäuschen spielen, an einem Ort, an dem Menschen ihre letzten Wochen und Tage verbringen, oft einsam oder ohne dass sie noch aktiv Teil dieser Welt wären. Wir lernen einige der Menschen kennen, die dort arbeiten. Wir begleiten sie für wenige Tage. Zum Beispiel Meta, eine Ehrenamtliche, will Gutes tun. Ihr wird ein Sterbender zugeteilt, dem sie die letzten Tage seines Erdendaseins erleichtern möchte. Aber hat er das überhaupt verdient? Wer war er? War er ein Guter? Das Buch stellt und diese Frage und stellt damit die Frage danach, wer so etwas überhaupt entscheiden kann? Wer hat Freundlichkeit und respektvolle Pflege verdient? Ich habe mich von David Fuchs herausfordern lassen. Im Prinzip ist es die Frage danach, in welcher Welt wir leben wollen. Ein sehr lesenswertes Buch.

  • Brenda_wolf

    aus Bad Berneck

    4/5

    02.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Professionelle Pflege darf nicht werten

    „Zwischen Mauern“ erzählt von Meta, einer jungen Bankangestellten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in ihrer Freizeit ehrenamtlich in einem Pflegeheim Sitzwachen an den Betten von schwer pflegebedürftigen Menschen zu übernehmen. Ihr Patient ist Herr T. auf Zimmer Nummer 9, der nachts, sobald es dunkel wird zu schreien beginnt. Niemand weiß was dahinter steckt. Das Pflegeheim selbst ist in einem desolaten Zustand. Es ist in Auflösung begriffen, wird in absehbarer Zeit die Tore schließen. Das Pflegepersonal ist quasi nur noch eine Notbesetzung und für viel zu viele Patienten zuständig. Der Pfleger Moses liebt seinen Beruf, auch wenn ihm die Situation auf der Station psychisch und physisch überfordert, da sie das Erträgliche längst überschritten hat. Er ist in der Nachtwache alleine für zwei Stationen und 52 Patienten zuständig. Ein unhaltbarer Zustand. Die Heimatmosphäre ist sehr bedrückend. Sechs Nächte begleiten wir Meta, die sich liebevoll und engagiert dem todkranken Herrn T. in den Nächten zuwendet, ihn beruhigt und auf ihn einwirkt. Sie versucht ihrem Patienten die letzten Tage so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie liest ihm Märchen vor und singt Kinderlieder, die er zu mögen scheint. Doch dann erfährt Meta von dessen Vergangenheit. Das löst bei ihr einen inneren Konflikt aus. Die Frage ist: Muss man einem Menschen die Hand halten, wenn sich alles dem Ende zuneigt – einem Menschen, der es nicht verdient? Haben wir darüber zu entscheiden? Dürfen wir werten? Benötigt nicht auch er in seinen letzten Stunden Beistand? Wie bleibe ich trotz diesem Wissen professionell und kann ich meine Emotionen ausblenden? Ich bin der Meinung, professionelle Pflege darf nicht werten. Die hochsensible Meta unterhält sich mit der verstorbenen Else, die ihr immer wieder Mut zuspricht. Das Buch ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Es gliedert sich in 6 Kapitel mit kurzen Leseabschnitten. Leider konnte ich zur Protagonistin Meta keine reelle Verbindung aufbauen. Auch wenn sie sich liebevoll um Herrn T. kümmert, so hätte ich doch gerne mehr über ihren eigenen Hintergrund, ihre Beweggründe erfahren. Ich hatte mir da mehr erwartet. Die deprimierende Atmosphäre in dem Heim ist greifbar beschrieben. Nicht nur die Menschen sterben hier, auch das Heim geht seinem Ende zu. Der katastrophale Pflegenotstand wird deutlich thematisiert. Positiv, fand ich, dass sich Moses und der Arzt, trotz der trostlosen Situation, ihre Menschlichkeit erhalten haben. Fazit: „Zwischen Mauern“ regt zum Nachdenken an. Man fragt sich unwillkürlich: Wie würde ich mich in dieser Situation verhalten.

  • br62

    4/5

    20.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wann ist man ein guter Mensch?

    Meta arbeitet normalerweise in einer Bank, doch dann widmet sie sich ehrenamtlich in einem Pflegeheim als Sitzwache einem schwerkranken Mann, Herrn T.. 6 Nächte dürfen wir Meta, Moses, die Pflegekraft in der Nacht und Pomp, den Stationsarzt begleiten. Meta durchlebt ein Wechselbad der Gefühle für Herrn T., als sie mehr über seine Vergangenheit erfährt. In knappen kurzen Kapiteln lässt der Autor David Fuchs uns an dem Pflegealltag in einem Heim teilhaben. Nüchtern beschreibt er die Zustände im Heim, die Menschen, die dort arbeiten und die Heimbewohner. Es gibt auch nichts zu beschönigen, denn der Pflegenotstand ist überall zu merken. Doch die Menschen, die dort arbeiten, haben ihre Menschlichkeit nicht verloren , wenn auch alle anders mit ihrer Überlastung und ihren Ängsten umgehen. Ein kurzer Einblick, der uns alle zum Nachdenken bringt.

  • Monalisa13

    aus Braunschweig

    4/5

    06.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie Wissen unser Handeln beeinflusst

    Margareta, kurz Meta, nimmt sich eine Auszeit von Ihrer Anstellung bei einer Bank und sucht nach einer sinnvollen ehrenamtlichen Beschäftigung, wo sie für Menschen da sein kann. Sie wird für die Nachtwache in einem Pflegeheim eingeteilt, das schon bessere Tage erlebt hat und kurz vor der Schließung steht. Neben ihr lernen wir den etwas kauzigen Dr. Pomp kennen, der ständig sein altes Stethoskop sucht, das mit dem Zweischlauchsystem, ohne Schnickschnack, Moses, der sich nachts aufopfernd allein um 52 Bewohner kümmert und Angelika, die tagsüber für die Versorgung zuständig ist und immer für Moses die Tabletten richtet und Eistee zubereitet. Ein eingeschworenes Team voller Fürsorge und Menschlichkeit. Es ist keine Geschichte zum dahin gleiten, sondern der Leser verbringt 6 Nächte mit Meta in der Sterbebegleitung von Herrn T.. Sie ist völlig unerfahren auf diesem Gebiet, findet sich jedoch schnell gut zurecht und versucht Herrn T. die Nächte erträglicher zu machen, da zu sein und auszuhalten, bis sie seine Hintergrundgeschichte erfährt. Jetzt fängt sie an, mit sich zu hadern. Hier liegt der Fokus auf den Handlungen, wie wir ohne ein Vorwissen mit einem Menschen umgehen und wie sich das verändern kann, wenn wir mehr über diesen Menschen erfahren. Wie viel Wissen benötigen wir eigentlich über einen Menschen? Ist es denn nicht völlig nebensächlich, denn ein Jeder hat, meiner Meinung nach, ein Recht auf Respekt und Würde in der letzten Lebensphase. Die Charakterisierung der Protagonisten beschränkt sich nur auf diesen einen Lebensbereich, hier liegt das Hauptaugenmerk auf den Situationen und den Interaktionen. Sprachlich völlig in Ordnung, kurze Kapitel eingeteilt in Nächte, viel Dialog, sehr schnell zu lesen, aber durchaus auch lesenswert.

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