Produktbild: Risse

Risse Autofiktion und romanhafter Lebensrückblick

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Corinna Harfouch

Spieldauer

3 Stunden und 33 Minuten

Erscheinungsdatum

31.08.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

3

Verlag

Osterwoldaudio

Sprache

Deutsch

EAN

9783869525907

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Corinna Harfouch

Spieldauer

3 Stunden und 33 Minuten

Erscheinungsdatum

31.08.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

3

Verlag

Osterwoldaudio

Sprache

Deutsch

EAN

9783869525907

Herstelleradresse

OSTERWOLDaudio
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Bewertung

    5/5

    30.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr eindringlich!

    Kurzkommentar: Die unverblümte Schilderung einer grausamen Kindheit bewegt zutiefst. Die Geschichte ist sehr eindringlich und wortgewaltig geschrieben. Sehr intensiv und absolut lesenswert!

  • Fee04

    5/5

    23.09.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ein gewaltiges Werk

    „Risse“ von Angelika Klüssendorf erzählt die Vorgeschichte zu dem Buch „Das Mädchen“, welches vor 20 Jahren erschienen ist. Es wird in verschiedenen Episoden die schwere Kindheit in der DDR erzählt. Man muss nicht den ersten Roman kennen, um in dieses Buch einsteigen zu können. Das namenlose Mädchen wächst in einer zerrütteten Familie auf, einziger halt ist die Großmutter und als diese stirbt, muss das Mädchen alle sadistischen Züge ihrer unzufriedenen Mutter und Exzesse ihres alkoholabhängigen, kriminellen und zu Ostern suizidgefährdeten Vaters über sich ergehen lassen. Das namenlose Kind versucht ihre Schwester vor den gnadenlosen Übergriffen der Mutter zu schützen. In den 60er/70er Jahren war die Kindheit des Mädchen geprägt von körperlicher und seelischer Gewalt, Es lernt mit Hunger, Schmerz und Verwahrlosung umzugehen. Es muss sich an die familiären Verhältnisse anpassen, es stiehlt, lügt und betrügt um zu überleben und gerät dadurch in ein Heim. Das Mädchen versucht im Heim, in welchem es weder Geborgenheit noch Fürsorge gibt, nach anfänglichen Schwierigkeiten die Gepflogenheiten zu verstehen und dem größten Ärger aus dem Weg zu gehen. Ihr Rückzugsort sind Bücher und in diese flüchtet sie sich, sooft es möglich ist. Immer wieder gibt es Verweise auf die Autobiografie und die Fikton. Sicher ist jedoch nichts und als Leser ist man hin-/hergerissen. Jedoch macht genau diese Schreibweise und dieses Lesegefühl der Unsicherheit dieses Genre aus. Der Roman ist keine leichte Lektüre, er ist überwältigend und berührend geschrieben. Die Autorin lässt den Leser eintauchen in die trostlose Kindheit und doch schimmert immer wieder Mut und Hoffnung durch die Zeilen. Schlicht und ergreifend erzählt die Autorin die Autobiografie des „namenlosen“ Mädchens. Ein starkes Werk und eine klare Leseempfehlung.

  • MarieOn

    4/5

    01.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die namenlose Ich-Erzählerin…

    Die namenlose Ich-Erzählerin hat einen Vater, den schönen Egon, der ist 27 Jahre alt, Gelegenheitsarbeiter und malt Ölbilder vom Meer. Die Mutter ist schwer alkoholabhängig und 17 Jahre alt, als sie das Mädchen bekommt. Indem Elternhaus des Mädchens herrscht die Gewalt vor. Der schöne Egon versäuft das Geld, das die Mutter beim Kellnern erwirtschaftet. Sie bunkert es im Küchenschrank, doch er findet es und haut ab, macht Urlaub auf Usedom und hält Frauen aus, bis das Geld aus ist. Die ersten Lebensjahre des Mädchens verbringen die Eltern im Gefängnis, weil sie sich angeblich der Spionage schuldig gemacht hatten. Irgendjemand vom Staatssicherheitsdienst im Osten Deutschlands hat sie angeschwärzt. Der Vater heiratet wieder und macht sich auf Usedom mit einem Tanzlokal selbständig. Er erhält das Sorgerecht für das Mädchen. Ihre neuen Eltern sind mit sich selbst beschäftigt, das Mädchen bleibt sich die meiste Zeit selbst überlassen und baut keine Beziehung zum schönen Egon auf. Sie findet eine Freundin, die 14 ist, drei Jahre älter als sie selbst, mit der will der Vater allein sein, deshalb wartet das Mädchen draußen. Fazit: Ich will über die Geschichte gar nicht mehr verraten. Eines ist sicher, sie zu lesen tut weh. Was die Protagonistin mit ansehen muss, wie abartig die Erwachsenen sich um sie herum benehmen, ist für mich, als Außenstehende schwer zu ertragen. Es geht um Co-Abhängigkeit, Narzissmus, Gewalt, Vernachlässigung und emotionalen Missbrauch. Wieder lese ich eine Geschichte, die vom Osten Deutschlands handelt und wieder stolpere ich über diese emotionale Kälte, die pathologisch ist. Erwachsene schaden minderjährigen Schutzbefohlenen (ihren eigenen Kindern) und es macht ihnen nicht das geringste aus, sie haben keinerlei Unrechtsbewusstsein. Zum Ende der Geschichte kann ich nicht mehr so recht folgen. Die Autorin lässt ihre Protagonistin etwas erzählen, das erfunden ist, ich verstehe nicht warum und bin raus. Mir wird dennoch klar, warum Risse auf die Longlist des deutschen Buchpreises kam. Die Geschichte hat es absolut verdient, sie sollte gelesen werden.

  • yellowdog

    4/5

    31.08.2023

    eBook (ePUB 3)

    Geschichten der Kindheit

    Angelika Klüssendorf, die Autorin von Das Mädchen und April hat ein Erzählungsband über die Kindheit vorgelegt. Der Titel Risse ist nicht ohne Grund gewählt. Manche Passagen sind ziemlich bitter, denn die Eltern sind exzentrisch und übergriffig. Wer die Autorin noch nicht kennt, sollte besser zu den berühmten Romanen greifen, denn Risse ist mehr komplementär. Davon abgesehen sind die einzelnen Episoden des Buches nicht schlecht gemacht. Wie gewohnt wird schnörkellose erzählt. Die Autorin schafft es mit ihren sprachlichen Mitteln, die Wirklichkeit nachvollziehbar abzubilden.

  • easymarkt3

    3/5

    28.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kindheitserinnerungen mal anders dokumentiert.

    Das Cover zeigt wohl eines der wenigen Fotos, die es von der Autorin gibt, aufgenommen kurz nach ihrer Ankunft in Usedom bei ihrem Vater und der Stiefmutter, mit einem sanften Lächelns voller sommerlicher Erwartungen. Der sicherlich bewusst gewählte Titel RISSE deutet auf eine alptraumhafte Kindheit in der DDR mit unverantwortlich handelnden Eltern hin, vernachlässigt in ihrer Kindheit durch Alkoholismus, Mangelernährung, Gewalt und Sadismus, Suizid-Versuchen des Vaters, gefolgt durch Diebstahl, Lügerei, Heimaufenthalten, Streunen und Verwahrlosung. In der Ich-Form erzählt die Autorin als misshandeltes Wesen von der üblen Macht der Eltern, der Heimmitarbeiter, der Polizei in einem kargen, emotionslosen Schreibstil, nicht anklagend, eher das soziale, kalte Umfeld schnörkellos beschreibend in 10 Geschichten. Kursiv gesetzte Zwischentexte korrigieren diesen autofiktionalen Text in Richtung Autobiografie oder kommentieren das eben Erzählte. Nur die kindliche Verbundenheit zu ihrer kleinen Schwester und die Liebe zu Büchern scheinen die Risse in ihrem traumatischen jungen Leben zu kitten. Insgesamt bruchstückhafte, berührende Kindheitserinnerungen in asketisch gewählter Schreibweise dokumentiert.

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