Im Sommer 1910 lernen sich Alma Mahler und Walter Gropius bei einer Kur kennen: Es ist der Anfang einer Liaison, die als leidenschaftliche Affäre beginnt und zu einer komplexen Beziehung mit Höhen und Tiefen wird. Rund 400 Briefe erzählen das Leben der jungen Frau und des Architekten. Bis zum Tod ihres Mannes Gustav im Mai 1911 war Alma Mahler zerrissen zwischen ihrer Auseinandersetzung mit seiner Musik, ihrer eigenen Kompositionstätigkeit und ihrem Freiheitsdrang. Walter Gropius hatte damals noch kaum mehr vorzuweisen als seine idealistischen Visionen. Das Buch, kenntnisreich kommentiert, macht erstmals die gesamte Korrespondenz der Jahre 1910-1914 zugänglich und gewährt völlig neue Einblicke in das dramatische Leben und das Werk dreier zentraler Protagonist*innen der Moderne.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
08.05.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hochspannend und interessant
Ein sehr spannendes Buch! Es bedingt jedoch Vorkenntnisse über Gustav und Alma Mahler und deren Umfeld. Über Alma habe ich ein neues (und nicht nur positives) Bild erhalten. Was sie sich mit ihren (vielen) Männern geleistet hat, ist egoistisch und unanständig. Auch ihre primitiven Aussagen über Juden zeigen, dass sie eben doch keine «Dame» war. Der arme Gustav wäre vielleicht länger gesund geblieben, hätte er eine wirklich liebende Frau an seiner Seite gehabt.
Walter Gropius tut mir auch leid; wie kann man so liebeskrank sein! Er musste seine Lehre schmerzhaft aus dieser Verbindung ziehen. Alma hatte natürlich viele Talente, doch sie hat noch mehr Leid hinterlassen.
Insgesamt ist es ein Buch, das man verschlingt, das neugierig macht – und Abgründe aufzeigt...
Ursula Heim
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