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Intimleben Roman | Der Bestseller aus Italien – "Ein tragisch-komisches Porträt der italienischen Gesellschaft." Berliner Morgenpost

8

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/3,5 cm

Gewicht

494 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La vita intima

Übersetzt von

Verena Koskull

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-169-0

Beschreibung

Rezension

Gerade auch die Nebenfiguren wie der Social-Media-Spindoktor sind so absurd gezeichnet, dass man sich mit Maria Christina in einem Fiebertraum wähnt. Das ist typisch Ammaniti. Dieses fast schon Comicartige, schnell wechselnde Szenen, Handgreiflichkeiten und direkt zur nächsten Eskalation. ("Radio Bremen")
Herrliches Sittengemälde aus Italien. ("Focus")
Ammanitis bitterböser Ironie und bildstarker Charaktere ist es zu verdanken, dass man beim Lesen dieser feministischen Sozialkritik immer wieder laut auflachen muss. ("Berliner Morgenpost")
Ein tragisch-komisches Porträt der italienischen Gesellschaft. […] [Eine] göttliche[…] Komödie über Rom, la grande bellezza und die waschechte Vita. ("Berliner Morgenpost")
Ammaniti besitzt die wertvollste Gabe: Originalität. Sein Schreiben packt dich und trägt dich fort. Es bringt dich zum Lachen, und auf der nächsten Seite bricht es dir das Herz – und darin steckt die ganze komische, dramatische, herzerwärmende Komplexität unserer Existenz. ("Corriere della Sera")
"Intimleben" erzählt von unserer aller innersten verborgenen Wahrheit, die wir hinter einer Mauer des Scheins zu verstecken suchen. ("Corriere della Sera")
Die Aufrichtigkeit des Menschen, der nichts zu verlieren hat, ist auch seine: denn das gigantische Talent, das Ammaniti besitzt, kann ihm niemals genommen werden. Große Schriftsteller sind so: frei und wahrhaftig wie ihre Romane. Es gibt einige wenige von ihnen auf der Erde; mit Leichtigkeit und ohne Furcht erreichen sie das Herz der Menschen. Deshalb bleiben sie. Und sie können prophetisch sein. Nachdem Ammaniti schon unsere Pandemie vorhergesehen hat, denke ich gerne, dass er mit diesem neuen, außergewöhnlichen Roman diesmal nicht eine Katastrophe, sondern eine Befreiung vorweggenommen hat: die vom Schein. ("Corriere della Sera")
Die schonungslose Erkundung einer weiblichen Seele. ("La Repubblica")
Ammaniti erweist sich immer aufs Neue als wunderbarer Wortjongleur. Er bedient sich der Sprache der Comics und der Videospiele ebenso wie die der Großen des 19. Jahrhunderts – Stevenson, Dickens, Kipling – und erschafft Geschichten, die gleichzeitig urkomisch und ergreifend sind, unvergessliche Charaktere, die von Einsamkeit und Wut beseelt sind, voller Lebenssehnsucht und einer unerschöpflichen Suche nach Liebe. Und das immer mit einem Ideenreichtum, das meines Erachtens in Italien seinesgleichen sucht. ("Mattia Insolia")
Ein großartiger Roman. ("Mattia Insolia")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/3,5 cm

Gewicht

494 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La vita intima

Übersetzt von

Verena Koskull

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-169-0

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

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  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Scheinbare Idylle

    Maria Cristina Palma ist schön, reich und berühmt. Sie ist die Frau des italienischen Ministerpräsidenten Domenico Mascagni. Eine Frau an der Spitze Italiens. Italien bewundert sie, verehrt sie. Und Italien beobachtet sie. Nun ja. Die Vorstellung, dass man es geschafft hat, wenn man an der Spitze der Nahrungskette angekommen ist. Sie trügt. Denn natürlich hat die Macht auch Schattenseiten. Denn wer oben ist möchte auch oben bleiben. Und dies geschieht natürlich nicht ohne Folgen. Niccolò Ammaniti beobachtet hier scharfzüngig und humorvoll, was es bedeuten könnte mit der Macht zu klüngeln. Denn ist Maria Cristina glücklich? Nun mag das Glücklichsein nicht unbedingt und ausschließlich mit dem Thema Macht und Geld verbunden sein. Aber wenn man ehrlich ist, hilft es nun einmal wenn man finanziell sorgenbefreit ist. Doch das finanziell sorgenbefreite Leben garantiert nun mal nicht allein das Glück. Und dies weiß Maria Cristina. Denn ist sie glücklich mit ihrem Mann? Ist sie glücklich in ihrem außergewöhnlichen Leben. Denn dieses Leben beinhaltet keine Ungestörtheit, um sie herum ist immer ein Gefolge. Und ihre Ehe. Nun. Diese ist ebenso in die Jahre gekommen und durch die Politik erkaltet. Denn die Politik, der Machterhalt bestimmt das Leben von Domenico und damit auch das Leben von Maria Cristina. Und in diese schon allein recht brisante Gemengelage klopft nun die Vergangenheit an. In Gestalt von Nicola Sarti. Einem smarten Jugendfreund, mit dem Maria Cristina an ihr Leben vor dem Glamour und vor der Enge, die das Leben als Frau des Ministerpräsidenten so mit sich bringt, erinnert wird. Und damals war Maria Cristina eine Andere, lebenslustig, frech und recht unbedarft. Und dieses Unbedarfte zeigt sich in einem Video, welches Nicola ihr schickt. Ein sehr eindeutiges Video, in dem Maria Cristina und Nicola die lustvollen Hauptrollen spielen. Ein Schock für Maria Cristina. Denn was soll dieses Video für sie und ihren Mann bedeuten? Was will Nicola? Soll das eine Erpressung sein? Maria Cristina verfällt in eine Panik, hat Angst, aber andererseits führt ihr dies alles auch ihre jetzige Lage vor, ihre doch recht unglückliche Situation. Niccolò Ammaniti blickt mit seinem Buch „Intimleben“ in die italienische Gesellschaft, aber ebenso in unsere gesamte westliche Welt des Scheins. Man möchte der Umwelt ein Sein präsentieren, was der Umwelt zeigt, schaut her ich bin glücklich und mir geht es sehr gut. Doch wenn man dann die Masken fallen lässt, die Verkleidungen enthüllt, was bleibt dann? Und was ist letztendlich wichtig im Leben. Nun ja, dies ist jetzt nicht die allerneuste These. Aber Niccolò Ammaniti erzählt diese These leicht und mitreißend, und auch recht humorvoll. „Intimleben“ ist ein sehr schönes, mit bösem Humor durchsetztes kluges Buch über unsere Scheinwelten, die ja nicht nur in der Haute Volée bestehen, sondern überall zu finden sind.  Lesen!

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Scheinbare Idylle Maria…

    Scheinbare Idylle Maria Cristina Palma ist schön, reich und berühmt. Sie ist die Frau des italienischen Ministerpräsidenten Domenico Mascagni. Eine Frau an der Spitze Italiens. Italien bewundert sie, verehrt sie. Und Italien beobachtet sie. Nun ja. Die Vorstellung, dass man es geschafft hat, wenn man an der Spitze der Nahrungskette angekommen ist. Sie trügt. Denn natürlich hat die Macht auch Schattenseiten. Denn wer oben ist möchte auch oben bleiben. Und dies geschieht natürlich nicht ohne Folgen. Niccolò Ammaniti beobachtet hier scharfzüngig und humorvoll, was es bedeuten könnte mit der Macht zu klüngeln. Denn ist Maria Cristina glücklich? Nun mag das Glücklichsein nicht unbedingt und ausschließlich mit dem Thema Macht und Geld verbunden sein. Aber wenn man ehrlich ist, hilft es nun einmal wenn man finanziell sorgenbefreit ist. Doch das finanziell sorgenbefreite Leben garantiert nun mal nicht allein das Glück. Und dies weiß Maria Cristina. Denn ist sie glücklich mit ihrem Mann? Ist sie glücklich in ihrem außergewöhnlichen Leben. Denn dieses Leben beinhaltet keine Ungestörtheit, um sie herum ist immer ein Gefolge. Und ihre Ehe. Nun. Diese ist ebenso in die Jahre gekommen und durch die Politik erkaltet. Denn die Politik, der Machterhalt bestimmt das Leben von Domenico und damit auch das Leben von Maria Cristina. Und in diese schon allein recht brisante Gemengelage klopft nun die Vergangenheit an. In Gestalt von Nicola Sarti. Einem smarten Jugendfreund, mit dem Maria Cristina an ihr Leben vor dem Glamour und vor der Enge, die das Leben als Frau des Ministerpräsidenten so mit sich bringt, erinnert wird. Und damals war Maria Cristina eine Andere, lebenslustig, frech und recht unbedarft. Und dieses Unbedarfte zeigt sich in einem Video, welches Nicola ihr schickt. Ein sehr eindeutiges Video, in dem Maria Cristina und Nicola die lustvollen Hauptrollen spielen. Ein Schock für Maria Cristina. Denn was soll dieses Video für sie und ihren Mann bedeuten? Was will Nicola? Soll das eine Erpressung sein? Maria Cristina verfällt in eine Panik, hat Angst, aber andererseits führt ihr dies alles auch ihre jetzige Lage vor, ihre doch recht unglückliche Situation. Niccolò Ammaniti blickt mit seinem Buch „Intimleben“ in die italienische Gesellschaft, aber ebenso in unsere gesamte westliche Welt des Scheins. Man möchte der Umwelt ein Sein präsentieren, was der Umwelt zeigt, schaut her ich bin glücklich und mir geht es sehr gut. Doch wenn man dann die Masken fallen lässt, die Verkleidungen enthüllt, was bleibt dann? Und was ist letztendlich wichtig im Leben. Nun ja, dies ist jetzt nicht die allerneuste These. Aber Niccolò Ammaniti erzählt diese These leicht und mitreißend, und auch recht humorvoll. „Intimleben“ ist ein sehr schönes, mit bösem Humor durchsetztes kluges Buch über unsere Scheinwelten, die ja nicht nur in der Haute Volée bestehen, sondern überall zu finden sind. Lesen!

  • SimoneF

    5/5

    20.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ​Kürzlich habe ich eher…

    ​Kürzlich habe ich eher zufällig "Ich habe keine Angst" von Niccolò Ammaniti gelesen und war begeistert von diesem mir bis dato unbekannten Autor.  Nun war ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk "Intimleben". Auch hier zog mich Ammanitis Schreibstil sofort in seinen Bann. Er schreibt lebendig, klar, direkt und in bisweilen drastischer Sprache, mit immer wieder herrlich spitzer Zunge, messerscharf beobachtend und teils ironisch überhöht. Es macht einfach Spaß, seiner virtuosen Erzählweise zu folgen, in der er  zuweilen den Leser direkt anspricht, und mit Nähe und Distanz zu seinen Figuren spielt. An manchen Stellen fragte ich mich, wie diese wohl im italienischen Original lauteten und welchen Anteil an der bemerkenswerten Wortwahl Verena von Koskulls Übersetzung hat. Da ich bereits einige von ihr übersetzte Bücher gelesen habe, meinte ich, gelegentlich ihre besondere Handschrift zu erkennen. Durch die Protagonistin Maria Cristina, Gattin des italienischen Ministerpräsidenten, zeigt Ammaniti, welchen teils wahnwitzigen Einfluss soziale Medien heutzutage haben, und welche PR-Maschinerie hinter Personen von öffentlichem Interesse steckt. Dieser enorme Druck, unter ständiger Beobachtung zu stehen und die Gefahr, bloßgestellt oder in einem Shitstorm gegrillt zu werden, verändert Maria Cristina. Sie entwickelt einen Hang zur Paranoia, fühlt sich hilf- und haltlos. Hier spielen auch frühe Traumata eine Rolle, die  im Laufe der Geschichte thematisiert werden, und die ihre Unfähigkeit, tiefe Bindungen einzugehen, und ihr Gefühl der Fremdheit in der Welt erklären. Ihre Entwicklung gegen Ende des Romans, die durch eine schicksalhafte Zufallsbegegnung in Gang kommt, macht Mut, und zeigt nicht nur Maria Cristina, sondern auch dem Leser einen Weg zur Selbstbefreiung. Ich hätte gerne noch mehr gelesen und war beinahe traurig, als das Buch zuende war. Fazit: Ich liebe Ammanitis Stil, und habe es richtig genossen, diesen meisterhaft und sehr modern erzählten Roman zu lesen. Ich kann ihn nur rundum weiterempfehlen!

  • Lust_auf_literatur

    4/5

    28.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige und gesellschaftskritische Unterhaltung

    Nein, dieses Ende habe ich nicht kommen sehen. Ich muss vor Überraschung laut lachen. Da hat mir Niccolò Ammaniti zum Schluß noch eine große Freude gemacht. But first things first: Niccolò Ammaniti ist einer der erfolgreichsten und international renommiertesten Autoren Italiens. Nachdem ich seinen dystopischen Roman „Anna“ gelesen hatte (mittlerweile als Serie verfilmt) war ich sehr auf weitere Romane des Schriftstellers gespannt. Mit „Intimleben“ hat Ammaniti einen gleichermaßen unterhaltsamen wie gesellschaftlich analytischen Roman geschrieben. Wie in „Anna“ hat Ammaniti wieder eine interessante weibliche Hautfigur geschaffen. Maria Cristina Palma ist die schönste Frau der Welt und die Ehefrau des amtierenden italienischen Ministerpräsidenten. Mit ihrem perfekten Aussehen, den operierten Brüsten und ihrem oberflächlichen Wesen ist sie zweifellos eine Männerfantasie und die Öffentlichkeit liegt ihr zu Füßen. Jeder ihrer Schritte wird genau beobachtet, mit den anstehenden Neuwahlen wird es immer schwieriger ihr Intimleben zu wahren. Dennoch passieren auch in ihrem Leben noch unvorhergesehene Ereignisse: Zufällig trifft sie einen Freund aus ihrer Jugend wieder, der mittlerweile ein sehr attraktiver, erfolgreicher Luxushotelier ist: Nicola Sarti. Nach einem eigentlich vom Beraterstab nicht erlaubten Austausch von privaten Handynummern schreiben sich die beiden. Nicola schickt Maria Cristina alte Bilder von einem lange zurückliegenden gemeinsamen Urlaub, denn die beiden verband mehr als nur eine platonische Freundschaft. Doch warum schickt Nicola plötzlich ein mehr als 20 Jahre altes, pornöses Video, das die beiden beim Geschlechtsverkehr zeigt. Ein vergessenes, selbst aufgenommenes Sextape… Die Kaskade an Handlungen, die Ammaniti jetzt beschreibt, wechselt und vermischt sich zwischen komisch, gesellschaftskritisch und dramatisch. Und im Zentrum dieses verworrenen und äußerst unterhaltsamen Reigens steht Maria Cristina, die sich erst einmal die Haare färben lässt. Mit ihren verzweifelten Versuchen die Kontrolle über die öffentliche Inszenierung ihres Leben zu behalten, zeigt Ammaniti die Menschlichkeit und Verletzlichkeit seiner Figur. Die Frau Maria Cristina bleibt mir letztendlich aber doch ein Rätsel, ihr wahres Intimleben, z.b. ihre Gefühle für ihren Ehemann, enthüllt mir Ammaniti nicht, sondern er lässt einen Rest Mysterium. Das ist großartige und gesellschaftskritische Unterhaltung, mit einem für mich nicht vorhersehbaren mega Plottwist am Ende, den ich sehr mochte.

  • Bewertung

    4/5

    27.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Sein hinter dem Schein

    »Die majestätische Haltung, die Proportion der Gliedmaßen, die schmalen Fesseln, die … Füße, die Haut, die so zart ist wie das Blütenblatt einer Hundsrose, sind die Inkarnation ewiger Schönheit, die Künstler sämtlicher Epochen, von Phidias bis Picasso, in den Bann geschlagen hat.« S.16 Alles an Maria Cristina Palma ist perfekt und das macht sie laut einer Studie an der Universität in Louisiana zur schönsten Frau der Welt. Und sie ist die Gattin des italienischen Ministerpräsidenten Mascagni, Mutter einer 10-jährigen Tochter und ehemaliges Model. Immer beobachtet von den Medien, kann sie keinen Schritt gehen, ohne die Reaktion darauf umgehend in der Presse zu lesen. Sie weiß nicht, wann sie zum letzten Mal shoppen war, verlässt das Haus nie ohne Bodyguards, und ihre Assistentin plant jeden Schritt voraus. Und ein ominöser Medienguru namens Raupe weiß genau, was in den sozialen Netzwerken am besten ankommt. Doch dann begegnet sie Nicola Sarti. Der smarte, braungebrannte, erfolgreiche Unternehmer, mit dem sie ein paar lustvolle, ausgelassene Tage auf der Jacht ihres Bruders vor vielen Jahren hatte. Maria Cristina kann sich kaum erinnern, so tief hat sie diese Zeit in ihrem Inneren vergraben. Doch Nicola schickt ihr Fotos, dummerweise auch ein eindeutiges Video, in dem beide eine Hauptrolle spielen. Dieser Film könnte wie ein Erdbeben ihre schillernde Fassade zum Einsturz bringen und die Karriere ihres Mannes beenden. Es ist aber auch die Chance für eine Veränderung. Ammaniti fungiert hier selbst als allwissender Erzähler, mischt sich immer wieder ein, sodass es fast aussieht, als halte er eine Lupe auf Maria Cristina. Er enthüllt uns Leser*innen das intime Leben der Protagonistin. Ja, er zeigt uns sogar, wie diese Grazie auf einer Toilette sitzt (ja, nicht mal hier hat sie ein Stück Privatsphäre), während ihre Assistentin sie vor der Kabine verhöhnt: Sie sei oberflächlich, kriege nichts mit, was um sie herum läuft, nicht mal die Fremdgeh-Gerüchte um ihren Mann. Er lässt uns an ihren intimsten Gedanken teilhaben, entblättert sie, entblößt sie, lässt sie kopfüber in einem verstopften Kamin hängen. Und während er Maria Cristina vom »Make-up« befreit, kommen schmerzhafte Erinnerungen aus ihrer Kindheit zutage. Ihre Depressionen, ihre Einsamkeit neben einem Mann, der nie da ist; niemanden zu haben, dem sie wirklich vertrauen kann. Wer ist sie wirklich hinter ihrer schönen Fassade? Das Video scheint sie endlich wachzurütteln und ihr jämmerliches Dasein überdenken zu lassen. »Nichts von all dem, das sie bis heute getan hat, erscheint ihr als freiwilliger Akt, als echtes Bedürfnis oder angestrebtes Ziel, Verwirklichung. Die Männer entscheiden sich für sie wie für einen preiswürdigen Rassewindhund. Sie schwängern sie, um einen Erben zu haben und zu sehen, ob der Chromosomenmix zu einem klugen und obendrein hübschen Wurf taugt.« S.128 Ein einsames Leben zwischen Schein und Sein für eine perfekte Selbstinszenierung. Es geht um Selbstbestimmung, Vertrauen, Wahrheit, Authentizität, Moral und Gewissen. Ammaniti hält uns den Spiegel vor. Was geben wir von uns Preis, was halten wir verborgen – ist das alle nur eine große Täuschung? Ammaniti schreibt unterhaltsam mit einem guten Humor, und er nimmt kein Blatt vor den Mund, legt den Finger in jede Wunde. Was bleibt, wenn man nackt vor einem Spiegel aus Angst und Lügen steht? Ich freue mich, dass der Eisele Verlag auch seine älteren Werke wieder als Taschenbuch aufgelegt hat und werde sicher noch etwas von ihm lesen.

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