Emmas Arbeit als Köchin in Davos ist hart. Wenig Freizeit bleibt der Kärntnerin, doch sie muss Schulden abbezahlen und spart Geld für ihre Kinder: Die Zwillinge Lotte und Fritz sind bei den Großeltern in Brünn untergebracht, Alfred geht in St. Paul auf die NAPOLA, die älteste Tochter Helga aber ist in der Steiermark in ein Kloster eingetreten. Während der erste Teil dieses vielstimmigen Romans den einzelnen Familienmitgliedern zwischen 1940 und 1945 folgt, wird Helga im zweiten Teil zur erzählenden Figur. Nach Kriegsende verlässt sie den Orden und wagt mit 27 ein neues Leben in Italien. Sie verlebt ungewöhnliche, prägende Jahre und erhebt sich gegen die Konventionen ihrer Zeit. Jahrzehnte später kommt sie in einem Haus am Meer zur Ruhe. Mit ihrem Partner Max bereitet Helga das jährliche Familienfest vor, alle haben ihr Kommen angekündigt, doch ein Platz an der Tafel soll frei bleiben. Ausgehend von dieser Leerstelle erzählt Helga in der Rückschau die Wege der Familienmitglieder, bewertet Geschehnisse völlig neu, urteilt, hinterfragt, zweifelt. "Malvenflug" ist ein großes Familienpanorama, getragen von starken Frauenfiguren.
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Bewertung
aus Eltmann
5/5
13.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Familiengeschichte spannend und emotional erzählt
Die Familiengeschichte startet im Jahr 1942. Emma hat ihre Familie in Brünn zurückgelassen, um in Davos zu arbeiten. Hier lebt sie ein karges Leben und spart alles für ihre Kinder. Ihre älteste Tochter ist ins Kloster gegangen, welches aber unter den Repressalien der Nazis leidet. Die Zwillinge Lotte und Fritz sind bei den Großeltern untergekommen. Lotte vermisst ihre Mutter sehr und muss mit ansehen, wie sie ihren Bruder an den Nationalsozialismus zu verlieren droht. Dann gibt es noch Alfred, den ältesten Sohn. Er soll auf eine Napola gehen, hat jedoch mit Asthma zu kämpfen. Und der Vater der Kinder, lebt mit seiner neuen Familie in Graz.
Jedes Familienmitglied hat seine eigenes Schicksal zu tragen und nach dem Krieg treffen sie sich jährlich zu Emmas Geburtstag in Italien.
Das Buch hat sehr kurze Kapitel und erzählt die Geschichte der einzelnen Mitglieder in kurzen, aber sehr emotionalen Szenen. Der Autorin ist es gelungen, trotz der kürze des Buches, einen an dem Schicksal der Familie teilhaben zu lassen. Die verschieden Landschaften sind sehr einprägsam beschrieben. Man merkt sofort, dass die Autorin hier eine Zeit lang verbracht hat.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Theresa Gruber
aus Bayern
5/5
13.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Familiengeschichte spannend…
Familiengeschichte spannend und emotional erzählt Die Familiengeschichte startet im Jahr 1942. Emma hat ihre Familie in Brünn zurückgelassen, um in Davos zu arbeiten. Hier lebt sie ein karges Leben und spart alles für ihre Kinder. Ihre älteste Tochter ist ins Kloster gegangen, welches aber unter den Repressalien der Nazis leidet. Die Zwillinge Lotte und Fritz sind bei den Großeltern untergekommen. Lotte vermisst ihre Mutter sehr und muss mit ansehen, wie sie ihren Bruder an den Nationalsozialismus zu verlieren droht. Dann gibt es noch Alfred, den ältesten Sohn. Er soll auf eine Napola gehen, hat jedoch mit Asthma zu kämpfen. Und der Vater der Kinder, lebt mit seiner neuen Familie in Graz. Jedes Familienmitglied hat seine eigenes Schicksal zu tragen und nach dem Krieg treffen sie sich jährlich zu Emmas Geburtstag in Italien. Das Buch hat sehr kurze Kapitel und erzählt die Geschichte der einzelnen Mitglieder in kurzen, aber sehr emotionalen Szenen. Der Autorin ist es gelungen, trotz der kürze des Buches, einen an dem Schicksal der Familie teilhaben zu lassen. Die verschieden Landschaften sind sehr einprägsam beschrieben. Man merkt sofort, dass die Autorin hier eine Zeit lang verbracht hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
carmen
5/5
23.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
In Ursula Wiegeles neuem…
In Ursula Wiegeles neuem Roman geht es um eine Familie, die zerstreut lebt. Man begleitet die Familie hier durch den Krieg und die Jahrzehnte danach. Am Beginn des Buches findet man eine Liste mit den Protagonisten, was einen den Einstieg und das Orientieren in der Familie leichter macht. Im ersten Teil des Buches wird die Familiengeschichte aus den unterschiedlichen Sichten der Protagonisten erzählt und springt zwischen Davos, Brünn, Graz und Kirchbach hin und her. Im zweiten Teil, welcher nach Kriegsende spielt, wird aus Sicht der ältesten Tochter, Helga, in Form von Rückblicken, von der Familiengeschichte nach dem Krieg erzählt. Die Vertreibung der Großeltern und vom Schatten des Krieges, der langsam verschwindet. Helga lebt mit ihrem Sohn und ihrem Partner in Italien und richtet jährliche Familientreffen dort aus. Diese spielen im zweiten Teil eine große Rolle. Das Buch ist ruhig und doch spannend. Kein Mord, keine großen Dramen. Der Roman besticht durch eine leichte, poetische Sprache und leisen Tönen.
Bewertung
5/5
23.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
spannende Familiengeschichte
In Ursula Wiegeles neuem Roman geht es um eine Familie, die zerstreut lebt. Man begleitet die Familie hier durch den Krieg und die Jahrzehnte danach.
Am Beginn des Buches findet man eine Liste mit den Protagonisten, was einen den Einstieg und das Orientieren in der Familie leichter macht.
Im ersten Teil des Buches wird die Familiengeschichte aus den unterschiedlichen Sichten der Protagonisten erzählt und springt zwischen Davos, Brünn, Graz und Kirchbach hin und her.
Im zweiten Teil, welcher nach Kriegsende spielt, wird aus Sicht der ältesten Tochter, Helga, in Form von Rückblicken, von der Familiengeschichte nach dem Krieg erzählt. Die Vertreibung der Großeltern und vom Schatten des Krieges, der langsam verschwindet. Helga lebt mit ihrem Sohn und ihrem Partner in Italien und richtet jährliche Familientreffen dort aus. Diese spielen im zweiten Teil eine große Rolle.
Das Buch ist ruhig und doch spannend. Kein Mord, keine großen Dramen. Der Roman besticht durch eine leichte, poetische Sprache und leisen Tönen.
Bewertung
5/5
18.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wohin der Krieg eine Familie führt
„Malvenflug“ heißt dieser Roman, der eine sudetendeutsche Familie durch den Krieg und die folgenden Jahrzehnte begleitet. Während die Mutter zur Begleichung der Schulden ihres Exmannes nach Davos übersiedelt, wo sie sich für die Familie abrackert, werden die vier Kinder verteilt und zum Teil von den Großeltern aufgezogen. Die älteste Tochter kümmert sich ebenfalls um ihre jüngeren Geschwister, bis sie ins Kloster eintritt. Der älteste Sohn wird in einer NAPOLA-Schule unterrichtet und wohnt dort im Internat. Hier hat er es sehr schwer, beißt aber die Zähne zusammen. Die jüngste Tochter kümmert sich aufopferungsvoll um ihre jüngeren Halbgeschwister, die ihr helfen, die Sehnsucht nach der fernen Mutter zu ertragen. Der zweite Teil wird im Rückblick aus der Perspektive der ältesten Tochter erzählt, die inzwischen aus dem Kloster ausgetreten ist. Die Familiengeschichte ist sehr bewegend erzählt.
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