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Produktbild: Ein Mädchen mit Prokura
Band 1

Ein Mädchen mit Prokura rororo Entdeckungen

Aus der Reihe rororo Entdeckungen
4

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Herausgeber

Magda Birkmann + weitere

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2013 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644017955

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Herausgeber

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

2013 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644017955

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Die Angestellten

JoBerlin aus Berlin am 11.09.2023

Bewertungsnummer: 2019927

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Reihe „ rororo Entdeckungen“ des Rowohlt Verlags will interessante, doch fast vergessene Autorinnen neu vorstellen und ihre Werke einer breiteren Leserschaft wieder zugänglich machen. Der Titel „Ein Mädchen mit Prokura“ und das Cover sprechen mich sofort an. Die Autorin Christa Anita Brück arbeitete nach kaufmännischer Ausbildung selbst als Sekretärin und begann dann, Romane über die Situation weiblicher Angestellter in der Weimarer Republik zu schreiben. Sie war erfolgreich, denn Themen wie „neue Sachlichkeit/neue Frau“ (Abkehr von bis dahin herkömmlichen, romantisierenden Frauenbildern, Schilderung der realen Lebens- /Arbeitssituation) war zu diesem Zeitpunkt das moderne Romanthema. Berlin 1931, brodelnde Geschäftigkeit – Christa Anita Brück fesselt mich mit ihrem temporeichen, geradezu atemlosen Romanbeginn: Thea Inken mag keine perfekte Stenotypistin sein, doch mit ihrer selbstbewusst-intelligenten Art könnte sie genau die richtige Verhandlungspartnerin für Geschäftskunden sein – Bankdirektor Brüggemann erkenntdas, stellt sie ein und ihr Aufstieg beginnt. Schnell erhält sie Handlungsvollmacht, das weckt Neid und Argwohn der männlichen Kollegen. Christa Anita Brück zeichnet mit ihrer Protagonistin ein neues Frauenbild, das auch heute noch gefällt und interessiert: Zielorientiert, zäh, kühl-rational arbeitet Thea Inken und ist bald Brüggemanns wichtigste Angestellte. Sehr gut, wie die Autorin anhand der Arbeitswelt der Bankangestellten die soziale Situation, die Stimmung dieser Menschen im Berlin um 1930 darstellen kann. Angst vor Arbeitslosigkeit und die bedrohliche Finanzmisere der vielen, kleinen Privatbanken bestimmen den Alltag. Auch das Bankhaus Brüggemann gerät ins Wanken. Es kommt zu ersten Entlassungen. Immer bedrohlicher schildert die Autorin das Verhältnis der Angestellten untereinander, sehr gut gelingt ihr das mit einfachen, schnellen Sätzen, doch man fühlt eine Art schicksalhaftes Grauen, fühlt auch das drohende Unheil, das über allem zu schweben scheint. Zwar kommt Thea Inken in ihrem ruhigen, überlegten Handeln sehr viel besser mit diesen Gegebenheiten zurecht als die in Untergangspanik verharrenden männlichen Kollegen, doch als Direktor Brüggemann tot aufgefunden wird, kommt auch sie in Bedrängnis. Mord, Raubmord, Selbstmord? Hat Thea, seine Prokuristin, womöglich etwas damit zu tun? Interessant, spannend, gut geschrieben ist dieser Roman, dem ich eine große Leserschaft wünsche und den ich zur bereichernden Lektüre empfehlen kann.

Die Angestellten

JoBerlin aus Berlin am 11.09.2023
Bewertungsnummer: 2019927
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Reihe „ rororo Entdeckungen“ des Rowohlt Verlags will interessante, doch fast vergessene Autorinnen neu vorstellen und ihre Werke einer breiteren Leserschaft wieder zugänglich machen. Der Titel „Ein Mädchen mit Prokura“ und das Cover sprechen mich sofort an. Die Autorin Christa Anita Brück arbeitete nach kaufmännischer Ausbildung selbst als Sekretärin und begann dann, Romane über die Situation weiblicher Angestellter in der Weimarer Republik zu schreiben. Sie war erfolgreich, denn Themen wie „neue Sachlichkeit/neue Frau“ (Abkehr von bis dahin herkömmlichen, romantisierenden Frauenbildern, Schilderung der realen Lebens- /Arbeitssituation) war zu diesem Zeitpunkt das moderne Romanthema. Berlin 1931, brodelnde Geschäftigkeit – Christa Anita Brück fesselt mich mit ihrem temporeichen, geradezu atemlosen Romanbeginn: Thea Inken mag keine perfekte Stenotypistin sein, doch mit ihrer selbstbewusst-intelligenten Art könnte sie genau die richtige Verhandlungspartnerin für Geschäftskunden sein – Bankdirektor Brüggemann erkenntdas, stellt sie ein und ihr Aufstieg beginnt. Schnell erhält sie Handlungsvollmacht, das weckt Neid und Argwohn der männlichen Kollegen. Christa Anita Brück zeichnet mit ihrer Protagonistin ein neues Frauenbild, das auch heute noch gefällt und interessiert: Zielorientiert, zäh, kühl-rational arbeitet Thea Inken und ist bald Brüggemanns wichtigste Angestellte. Sehr gut, wie die Autorin anhand der Arbeitswelt der Bankangestellten die soziale Situation, die Stimmung dieser Menschen im Berlin um 1930 darstellen kann. Angst vor Arbeitslosigkeit und die bedrohliche Finanzmisere der vielen, kleinen Privatbanken bestimmen den Alltag. Auch das Bankhaus Brüggemann gerät ins Wanken. Es kommt zu ersten Entlassungen. Immer bedrohlicher schildert die Autorin das Verhältnis der Angestellten untereinander, sehr gut gelingt ihr das mit einfachen, schnellen Sätzen, doch man fühlt eine Art schicksalhaftes Grauen, fühlt auch das drohende Unheil, das über allem zu schweben scheint. Zwar kommt Thea Inken in ihrem ruhigen, überlegten Handeln sehr viel besser mit diesen Gegebenheiten zurecht als die in Untergangspanik verharrenden männlichen Kollegen, doch als Direktor Brüggemann tot aufgefunden wird, kommt auch sie in Bedrängnis. Mord, Raubmord, Selbstmord? Hat Thea, seine Prokuristin, womöglich etwas damit zu tun? Interessant, spannend, gut geschrieben ist dieser Roman, dem ich eine große Leserschaft wünsche und den ich zur bereichernden Lektüre empfehlen kann.

Macht, Akten, Abhängigkeit

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 26.01.2026

Bewertungsnummer: 3025805

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zuerst einmal: Es ist schön, dass solche Bücher wieder zugänglich gemacht werden. Vielen Dank an Rowohlt dafür. „Ein Mädchen mit Prokura„ ist für mich vor allem eine historische Entdeckung – weniger eine literarische Offenbarung, aber eine gesellschaftlich sehr aufschlussreiche. Berlin, 1931. Bankenkrise, wirtschaftliche Unsicherheit, Millionen Menschen ohne Arbeit. In diesem Klima arbeitet Thea Iken als Prokuristin in einem privaten Bankhaus. Allein diese Konstellation ist stark: eine Frau in einer Position, die formale Macht und Verantwortung bedeutet, und zugleich in einer Welt, in der wirtschaftliche Willkür über ganze Existenzen entscheiden kann. Was mich am meisten überzeugt hat, ist der Blick in die damalige Bankenwelt. Die persönliche Haftung der Bankiers, die Bedeutung von Vertrauen, von Devisen und internationalen Verbindungen, die ständige Angst vor dem sozialen Absturz – das wirkt heute fast fremd. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, mitten in dieser Zeit zu stehen, in einer Ordnung, die äußerlich noch funktioniert, aber innerlich schon brüchig ist. Sprachlich bleibt der Roman bewusst nüchtern. Der Ton erinnert an ein Protokoll oder einen Bericht und steht klar in der Tradition der Neuen Sachlichkeit der späten 1920er-Jahre: Präzision, Zurückhaltung, soziale Realität statt poetischer Ausschmückung. Brück schreibt fast so, als wäre die Welt selbst ein Ordner. Menschen erscheinen oft wie Funktionen im System: Bankier, Prokuristin, Angestellte, Kund*innen. Gefühle werden selten ausformuliert, sie schleichen sich eher zwischen die Sätze. Ambivalent bleibe ich beim häufig genannten „feministischen“ Aspekt des Romans. Ja, eine Frau mit Prokura ist für die Zeit ein starkes Bild. Aber für mich erzählt das Buch weniger von Emanzipation als von den Grenzen weiblicher Handlungsmacht in einer männlich strukturierten Wirtschafts- und Machtwelt. Am Ende bleibt für mich ein Roman, der vor allem durch seine historische Schärfe wirkt. Wer die nüchterne, sachliche Sprache der Neuen Sachlichkeit schätzt, wird hier viel finden. Mich hat weniger die literarische Form getragen als der klare, kühle Blick auf eine Zeit, in der wirtschaftliche Macht und soziale Abhängigkeit untrennbar miteinander verbunden waren. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Macht, Akten, Abhängigkeit

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 26.01.2026
Bewertungsnummer: 3025805
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zuerst einmal: Es ist schön, dass solche Bücher wieder zugänglich gemacht werden. Vielen Dank an Rowohlt dafür. „Ein Mädchen mit Prokura„ ist für mich vor allem eine historische Entdeckung – weniger eine literarische Offenbarung, aber eine gesellschaftlich sehr aufschlussreiche. Berlin, 1931. Bankenkrise, wirtschaftliche Unsicherheit, Millionen Menschen ohne Arbeit. In diesem Klima arbeitet Thea Iken als Prokuristin in einem privaten Bankhaus. Allein diese Konstellation ist stark: eine Frau in einer Position, die formale Macht und Verantwortung bedeutet, und zugleich in einer Welt, in der wirtschaftliche Willkür über ganze Existenzen entscheiden kann. Was mich am meisten überzeugt hat, ist der Blick in die damalige Bankenwelt. Die persönliche Haftung der Bankiers, die Bedeutung von Vertrauen, von Devisen und internationalen Verbindungen, die ständige Angst vor dem sozialen Absturz – das wirkt heute fast fremd. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, mitten in dieser Zeit zu stehen, in einer Ordnung, die äußerlich noch funktioniert, aber innerlich schon brüchig ist. Sprachlich bleibt der Roman bewusst nüchtern. Der Ton erinnert an ein Protokoll oder einen Bericht und steht klar in der Tradition der Neuen Sachlichkeit der späten 1920er-Jahre: Präzision, Zurückhaltung, soziale Realität statt poetischer Ausschmückung. Brück schreibt fast so, als wäre die Welt selbst ein Ordner. Menschen erscheinen oft wie Funktionen im System: Bankier, Prokuristin, Angestellte, Kund*innen. Gefühle werden selten ausformuliert, sie schleichen sich eher zwischen die Sätze. Ambivalent bleibe ich beim häufig genannten „feministischen“ Aspekt des Romans. Ja, eine Frau mit Prokura ist für die Zeit ein starkes Bild. Aber für mich erzählt das Buch weniger von Emanzipation als von den Grenzen weiblicher Handlungsmacht in einer männlich strukturierten Wirtschafts- und Machtwelt. Am Ende bleibt für mich ein Roman, der vor allem durch seine historische Schärfe wirkt. Wer die nüchterne, sachliche Sprache der Neuen Sachlichkeit schätzt, wird hier viel finden. Mich hat weniger die literarische Form getragen als der klare, kühle Blick auf eine Zeit, in der wirtschaftliche Macht und soziale Abhängigkeit untrennbar miteinander verbunden waren. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

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Ein Mädchen mit Prokura

von Christa Anita Brück

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