Eine warmherzige, märchenhafte und unvergessliche Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft von Anja Portin. Die Stadt der kleinen Wunder wurde mit dem Finlandia Junior – dem wichtigsten Literaturpreis Finnlands – als bestes finnisches Kinderbuch des Jahres 2020 ausgezeichnet. Mit stimmungsvollen Illustrationen von Jade van der Zalm.
Ein herzerwärmendes Abenteuer mit ganz besonderen Held:innen und kleinen Wundern
Der neunjährige Alfred fühlt sich oft allein. Seine Mutter ist seit langem verschwunden, sein Vater ständig auf Geschäftsreise. Eines Nachts steht jemand vor seiner Tür. Es ist Amanda, eine exzentrische, aber gutherzige Frau, die »vergessenen Kindern« wie Alfred hilft. Alfred darf mit ihr gehen, und zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich irgendwo zu Hause. In Amandas Haus findet er ein altes Radio und beginnt, Funksprüche für andere einsame Kinder zu machen. Aber wie könnten er und Amanda den Kindern helfen? Und was passiert, wenn Alfreds Vater von seiner Reise zurückkehrt und feststellt, dass sein Sohn verschwunden ist? So beginnt ein unvergessliches Abenteuer, das alles für immer verändern wird.
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Wunderbar warmherzige Geschichte, die Hoffnung schenkt
lesenmitausblick am 20.01.2024
Bewertungsnummer: 2113205
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Alfred gehört zu den vollkommen Vergessenen, mittelschwere Kategorie, aber noch handlungsfähig. Es besteht also noch Hoffnung…„Die Stadt der kleinen Wunder“ der finnischen Autorin Anja Portin erzählt eine ganz besondere, warmherzige Geschichte, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Das Buch mit Illustrationen von Jade von der Zalm, übersetzt von Stefan Moster, ist bei arsEdition erschienen. Ich möchte euch jedoch das zauberhafte Hörbuch vorstellen, das bei Sauerländer Audio erschienen ist.
Die ungekürzte Lesung wird von Timo Weisschnur mit viel Feingefühl zum Leben erweckt. Wir mögen den Sprecher sehr gern. Nach den Woodwalkers und Seawalkers war ich sehr gespannt, wie er den neunjährigen Alfred zum Leben erwecken würde. So viel sei schon verraten: es ist Timo Weisschnur wirklich großartig gelungen, der Geschichte trotz ihrer Traurigkeit und ihres Tiefgangs immer einen Funken Hoffnung beizufügen und sogar den ein oder anderen witzigen Dialog passend einzusprechen.
Doch das Hörbuch hält noch ein weiteres Highlight bereit. Denn die Geschichte wird von wunderschöner Klaviermusik aus der Feder des Musikers Rainer Bielfeldt begleitet. Und ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage: wunderschön!
Alfred gehört zu den vergessenen Kindern. Seine Mutter verschwand nach der Geburt, sein Vater ist ständig auf Dienstreise und wenn er mal da ist, liegt er gleichgültig auf der Couch. Dieses Mal hat er nur leider vergessen, für Alfred einzukaufen. Alfred ist schon über einen Monat auf sich allein gestellt, die Vorräte neigen sich gefährlich dem Ende zu und mit knurrendem Magen und schlaflos liegt er im Flur der Wohnung, als er draußen jemanden an der Tür hört. Dieser Jemand wirft eine Zeitung in den Briefschlitz, aus der ein Apfel purzelt. Kurzerhand reißt Alfred die Tür auf und wenig später steht er bei Amanda als die sich der Schleicher vor der Tür entpuppt im himbeerroten Haus, umgeben von einem Apfelgarten, mit Katze und Vogel am Rande der Welt. Bald schon findet Alfred heraus, dass Amanda zu den „Feinohrigen“ gehört und die vergessene Kinder in der Stadt anhand ihrer Seufzer entdeckt und mit Äpfeln und Socken versorgt.
Für Alfred ist es ein völlig neues Gefühl, dass Amanda von einem „wir“ spricht. Während sein Vater ihn nicht mal bei seinem Namen nannte und immer nur im Passiv mit ihm redete, ist es für ihn eine völlig neue Erfahrung ein „Wir“ zu sein.
Ihr ahnt es vielleicht. „Die Stadt der kleinen Wunder“ geht zu Herzen. Die Geschichte erzählt von vergessenen Kindern, wie wir vielleicht auch einige in unserer Umgebung kennen. Kinder, die eben nicht wohlbehütet aufwachsen. Doch, keine Angst, zum Glück erzählt Anja Portin hier ein Märchen. Und Märchen gehen ja bekanntlich gut aus.
Was das Ganze mit dem Erfinder des Radios, A.S. Popow, zu tun hat, wie es dazu kommt, dass die vergessenen Kinder zusammen Weihnachten feiern und ob Alfreds Vater Schwierigkeiten macht, das findet ihr am besten selbst heraus.
Anja Portin hat nicht von ungefähr 2020 den wichtigsten finnischen Kinderbuchpreis für ihr Buch erhalten, den Finlandia Junior.
„Die Stadt der kleinen Wunder“ ist eine stille, traurige Geschichte, die sich in euer Herz schleichen wird und trotzdem auch Hoffnung schenkt und Wärme hinterlässt. Ich musste immer an „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ denken. Ein ebenso trauriges, wie schönes Märchen. Klare Empfehlung meinerseits.
Mich berührte diese Geschichte sehr tief
Nicole aus Nürnberg am 08.10.2023
Bewertungsnummer: 2039136
Bewertet: Hörbuch (Audio)
Meine Meinung zum Hörbuch:
Die Stadt der kleinen Wunder
Inhalt in meinen Worten:
Alfred ist einsam. Denn sein Vater ist so gut wie nie da und dann mitten in der Nacht, als der Strom ausgefallen war, steht jemand vor seiner Türe, und wirft eine Zeitung ein, diese war Amanda, sie sucht die Kinder auf, die einsam sind. Alfred passt Amanda ab und folgt ihr, und kann dadurch ein altes Radio entdecken, das er direkt nachts in Betrieb nimmt und damit anderen Kindern tatsächlich hilft und ihnen zeigt, was möglich ist, dabei erzählt er abends immer wieder Geschichten und hilft dabei anderen Kindern und dabei hilft sich Alfred tatsächlich selbst.
Wie diese Geschichte endet und wer das ersten Radio erfunden hat, das erfahrt ihr hier direkt auch.
Wie ich das Gehörte empfinde:
Die Geschichte wird richtig toll vom Sprecher des Hörbuches erzählt, weswegen ich gerne zugehört habe und ich war so neugierig auf Alfred, dank der Erzählstimme, das ich manchmal Zeit und Raum vergessen hatte um mich wirklich dieser Geschichte hinzugeben.
Der Erzähler und die Musik:
Ich finde der Erzähler hat eine warme, unaufgeregte Stimme, der ich gerne und gut lauschen konnte, zudem spricht er Alfred so lebendig und authentisch das ich mich so richtig mit Alfred verbinden durfte, zudem fand ich es toll, das immer wieder kleinere Pausen dank klassischer Musik ertönte, die es schaffte das ich dann auch gut mal Pause machen konnte und schnell wieder in die Geschichte fand.
Die Geschichte:
Die Geschichte ist richtig berührend. Es geht um Alfred, der einsam ist, und doch wiederum schnell Kontakte knüpfen konnte, wenn auch anders, als gedacht. Denn er geht Amanda nach, die eine Feinohrige ist und damit weiß welches Kind in der Stadt gerade etwas braucht oder einsam ist.
Alfred ist mutig und verfolgt Amanda, weswegen er direkt ein neues Spielgerät, nämlich ein Radio findet und anfängt nachts anderen Kindern, die wach sind, Geschichten und Inspirationen zu geben, sowie das er sie auffordert Briefe zu schreiben, und dabei entstehen richtig tolle Geschichten.
Ein Lehrer schafft das Unmögliche und hilft Alfred, doch das verrate ich euch hier nicht.
Charaktere:
Es ist Alfred, der die Hauptrolle übernimmt, und dabei erzählt, was er wahr nimmt, und welche Geschichten ihn umgeben, er ist es, dem das Hörbuch gewidmet ist und dabei treffe ich auch anderen Charakteren, die mich sehr berührten. Da sie einfach besondere Rollen einnahmen. Dabei fand ich es stark, wie Alfred in seiner Einsamkeit dennoch Gemeinschaft fand und dabei lernte schon sehr früh allein zurecht zu kommen.
Gesamt ist die Umgebung, und was Alfred erlebt sehr klar und hell gestaltet obwohl das Buch nachts vor allem spielt, und das finde ich stark.
Spannung:
Das Hörbuch finde ich sehr spannend, da ich einfach nicht wusste, was mir das Hörbuch bis zum Ende sagen möchte und dann noch aufdeckt, das es diesen Alfred wirklich gab, vielleicht anders als im Hörbuch aber gerade das ist der Clou an der Geschichte. Was ist Fiction und was ist Real. Hört am besten selbst in diese Geschichte hinein, es lohnt!
Empfehlung:
Ihr wollt ein ruhiges und doch ans Herz gehendes Hörbuch hören, dabei vielleicht staunen und selbst etwas neues entdecken? Dann hört in die Geschichte hinein! Zudem finde ich es schön, wie Alfred seine Geschichte erzählt und dabei so tolle Impulse gibt.
Es ist ab 9 Jahren wirklich empfehlenswert.
Bewertung:
Ich gebe der Geschichte fünf Sterne! Da ich wirklich von Anfang bis Ende an den Lippen des Erzählers hing und die Geschichte mich so tief berührte. Einfach besonders.
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