Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann sichs versieht, sitzt er wieder im Flugzeug zurück nach Island. Im hohen Norden hat er aber auch keine Ruhe. Ein Mord ist geschehen, und die Spuren reichen zurück bis nach Amerika und in den Kalten Krieg. Und wer muss diesen explosiven Fall aufklären? Korrektomundo: Kalmann, der berühmte Sheriff von Raufarhöfn.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
29.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine kurzweilige, spannende und witzige Lektüre
Inhalt: Eigentlich sollte es eine schöne Familienzusammenführung werden: Kalmanns Vater, der in den USA lebt, hat sich bei ihm gemeldet und möchte ihn besser kennenlernen, sodass Kalmann den Atlantischen Ozean überquert. Dort lebt Kalmann sich gut ein; die Familie macht sogar einen Ausflug zum Präsidenten – der allerdings schiefläuft. Ehe Kalmann es sich versieht, findet er sich im FBI-Hauptquartier in Washington wieder und muss die USA gen Island verlassen. Dort ist ein Todesfall geschehen, der Kalmann nicht lockerlässt: Er ist sich sicher, dass es sich um Mord handelt, sodass er beginnt, eigenständig zu ermitteln…
Persönliche Meinung: „Kalmann und der schlafende Berg“ ist ein Roman von Joachim B. Schmidt. Nach „Kalmann“ ist es der zweite Roman, der von dem eigenwilligen, selbsternannten Scheriff des kleinen isländischen Fischerdorfes Raufarhöfn handelt. Da die Fälle, in denen Kalmann ermittelt, voneinander getrennt sind, lassen sich beide Romane unabhängig voneinander lesen. Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive Kalmanns, einem Außenseiter, der manchmal naiv, manchmal aber auch messerscharf denkt, und das Herz am rechten Fleck trägt. Wie im vorherigen Band hat es Kalmann auch hier nicht leicht, muss aufgrund seiner verschrobenen, eigenwilligen Art mit Vorurteilen und abschätzigen Blicken zurechtkommen, was Joachim B. Schmidt erneut einfühlsam erzählt. Die Handlung von „Kalmann und der schlafende Berg“ setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen: Der eine Strang thematisiert Kalmanns Besuch in den USA (hierbei werden auch aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen angesprochen, die ich allerdings nicht spoilern möchte), der zweite Handlungsstrang dreht sich um die Ermittlungen Kalmanns in Island (wodurch der (Gesellschafts-)Roman eine schöne Portion Krimi erhält). Dabei ist der Fall durchaus vertrackt und besitzt ein überraschendes Ende mit filmreifem Showdown. Durch Kalmanns eigenwillige Art, die sich auch in den Ermittlungen widerspiegelt, kommt zudem eine stimmige Prise Humor in die Handlung. Der Schreibstil von Joachim B. Schmidt ist anschaulich und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Kalmann und der schlafende Berg“ eine kurzweilige, spannende wie witzige Lektüre mit gesellschaftskritischem Ton und überraschendem Ende.
Ste
5/5
29.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine kurzweilige, spannende…
Eine kurzweilige, spannende und witzige Lektüre Inhalt: Eigentlich sollte es eine schöne Familienzusammenführung werden: Kalmanns Vater, der in den USA lebt, hat sich bei ihm gemeldet und möchte ihn besser kennenlernen, sodass Kalmann den Atlantischen Ozean überquert. Dort lebt Kalmann sich gut ein; die Familie macht sogar einen Ausflug zum Präsidenten – der allerdings schiefläuft. Ehe Kalmann es sich versieht, findet er sich im FBI-Hauptquartier in Washington wieder und muss die USA gen Island verlassen. Dort ist ein Todesfall geschehen, der Kalmann nicht lockerlässt: Er ist sich sicher, dass es sich um Mord handelt, sodass er beginnt, eigenständig zu ermitteln… Persönliche Meinung: „Kalmann und der schlafende Berg“ ist ein Roman von Joachim B. Schmidt. Nach „Kalmann“ ist es der zweite Roman, der von dem eigenwilligen, selbsternannten Scheriff des kleinen isländischen Fischerdorfes Raufarhöfn handelt. Da die Fälle, in denen Kalmann ermittelt, voneinander getrennt sind, lassen sich beide Romane unabhängig voneinander lesen. Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive Kalmanns, einem Außenseiter, der manchmal naiv, manchmal aber auch messerscharf denkt, und das Herz am rechten Fleck trägt. Wie im vorherigen Band hat es Kalmann auch hier nicht leicht, muss aufgrund seiner verschrobenen, eigenwilligen Art mit Vorurteilen und abschätzigen Blicken zurechtkommen, was Joachim B. Schmidt erneut einfühlsam erzählt. Die Handlung von „Kalmann und der schlafende Berg“ setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen: Der eine Strang thematisiert Kalmanns Besuch in den USA (hierbei werden auch aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen angesprochen, die ich allerdings nicht spoilern möchte), der zweite Handlungsstrang dreht sich um die Ermittlungen Kalmanns in Island (wodurch der (Gesellschafts-)Roman eine schöne Portion Krimi erhält). Dabei ist der Fall durchaus vertrackt und besitzt ein überraschendes Ende mit filmreifem Showdown. Durch Kalmanns eigenwillige Art, die sich auch in den Ermittlungen widerspiegelt, kommt zudem eine stimmige Prise Humor in die Handlung. Der Schreibstil von Joachim B. Schmidt ist anschaulich und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Kalmann und der schlafende Berg“ eine kurzweilige, spannende wie witzige Lektüre mit gesellschaftskritischem Ton und überraschendem Ende.
bookloving
5/5
14.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Rundum gelungene Fortsetzung
Nach seinem erfolgreichen Roman „Kalmann“ hat der in Island lebende Schweizer Autor Joachim B. Schmidt mit "Kalmann und der schlafende Berg" eine fesselnde und zugleich herzerwärmende Fortsetzung vorgelegt, die uns erneut in die faszinierende Welt seines einzigartigen Protagonisten und legendären Sheriff von Raufarhöfn Kalmann Óðinsson eintauchen lässt.
Wie schon beim Auftakt handelt es sich trotz einiger typischer Elemente aus Krimis und Thrillern wie einem Mord und allerlei packende Entwicklungen nicht um einen Kriminalroman im eigentlichen Sinne, sondern ein interessanter Genre-Mix, der mich mit faszinierenden Charakterstudien, der einfühlsamen Beleuchtung aktueller brisanter Themen sowie einem wundervollen Humor sehr begeistern konnte.
Gekonnt hat Schmidt vertraute Elemente aus dem ersten Roman mit einigen neuen Charakteren und Schauplätzen verwoben, wodurch wir einen tiefgründigen Blick auf Kalmanns Welt und seine persönlichen Beziehungen erhalten.
Neben Gesellschaftskritik macht der Autor in dieser tiefgründigen Geschichte vor allem auch auf aktuelle ökologische und politische Themen insbesondere die Problematik der skrupellosen Umweltverschmutzung aufmerksam.
Vor allem lebt der Roman aber von seinem wundervollen Protagonisten Kalmann, der als Ich-Erzähler im Mittelpunkt der Geschehnisse steht und eher unabsichtlich in abenteuerliche und fatale Verwicklungen hineingezogen wird.
Inspiriert wurde die Fortsetzung von Kalmanns Geschichte von realen zeitgeschichtlichen Ereignissen, insbesondere den Unruhen am Washingtoner Kapitol am 6. Januar 2021, wodurch wir uns in recht unerwartete Gefilde begeben. Aber auch dunkle Familiengeheimnisse lassen uns schließlich tief in die Ära des Kalten Kriegs und geheimdienstlichen Machenschaften im Hintergrund abtauchen.
Angesiedelt ist die Geschichte diesmal nicht nur in dem kleinen, schon etwas heruntergekommenen Fischerdorf Raufarhövn im Nordosten Islands, sondern führt uns weit über die bekannten Grenzen in die weite Welt hinaus. So konnte mich der überraschende Einstieg, bei dem wir Kalmann bei einem Verhör im FBI-Hauptquartier in Washington D.C. begegnen, auf Anhieb fesseln.
Mit der ungewöhnlichen Erzählstimme seines liebenswerten Ich-Erzählers, dem abwechslungsreichen Schreibstil und wundervoll poetischen Passagen wurde ich schnell in die Geschichte hineingezogen. Äußerst faszinierend und oftmals auch sehr amüsant ist es, die Welt mit all ihren komplexen Problemen aus Kalmanns einzigartiger Perspektive zu betrachten.
Mit dem 35-jährigen Außenseiter Kalmann hat Schmidt einen wundervollen, sehr vielschichtig angelegten Charakter geschaffen, der einem rasch ans Herz wächst. Es ist sehr erfrischend, die Geschehnisse ungefiltert aus der ungewöhnlichen Sicht dieses grundehrlichen, gutmütigen, eigenbrötlerischen und geistig etwas beeinträchtigen Manns zu erleben, der allerdings manchmal zu Blackouts und unkontrollierbaren Wutausbrüchen mit meist selbstverletzendem Verhalten neigt. Kalmann sorgt so manches Mal mit seinem unkonventionellen, verschrobenen Verhalten für sehr humorvolle Episoden. Zugleich konnte er mich mit seiner kindlichen Naivität, seinem Gespür für Ungerechtigkeiten, guter Beobachtungsgabe und vor allem einer beeindruckend scharfsinnigen Sicht auf das Leben beeindrucken. Ein besonderes Augenmerk legt der Autor auf Kalmanns Beziehung zu seiner Mutter und arbeitet sehr anschaulich ihre Entbehrungen, den aufopferungsvollen Einsatz bei der Erziehung und ihre grenzenlose Liebe für ihren Sohn heraus. Mit viel Feingefühl behandelt Schmidt auch Kalmanns Verarbeitung von Einsamkeit, Verlust und Trauer und der Suche nach einer Vaterfigur in seinem Leben. Sehr authentisch beschreibt er die Auseinandersetzung mit seiner Gefühlswelt und den emotionalen Reifeprozess seines Protagonisten im Laufe der Handlung.
Das faszinierende Setting mit der einzigartigen, kargen isländischen Landschaft, dem unwirtlichen Wetter sowie die verschrobenen Bewohner von Raufarhöfn wird von Joachim B. Schmidt sehr stimmungsvoll und authentisch eingefangen und bildet eine faszinierende, atmosphärisch dichte Kulisse für diesen Roman.
Der Autor versteht es hervorragend, den Spannungsbogen in der anfangs recht ruhigen Geschichte immer mehr anzuziehen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse regelrecht und die fesselnde Handlung gipfelt in einem sehr packenden, actionreichen Showdown, bei dem Kalmann erneut zum Helden von Raufarhövn wird.
Ich bin sehr gespannt, ob Kalmanns Geschichte fortgeführt wird und würde mich sehr über einen dritten Kalmann-Band freuen.
FAZIT
Ein tiefgründiger Roman mit einer fesselnden Geschichte und einem wundervollen Protagonisten! Sehr lesenswert!
vielleser18
aus Hessen
5/5
02.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hat mich wieder mitgerissen
Schön war es, wieder auf Kalmanm zu treffen, mit ihm neue abenteuerliche Ereignisse zu erleben und wieder mehr über den Ort mit dem unaussprechlichen Namen in Island zu erfahren, insbesondere natürlich dessen Einwohner. Den ersten Band (den man nicht unbedingt vorab gelesen haben muss, aber es erleichtert schon ein bisschen Kalmann "einordnen" zu können, obwohl, er passt er sowieso in keine Schublade und man muss sich als Leser einfach auf ihn einlassen).
Weil meine Lektüre des ersten Bandes allerdings schon eine ganze Weile her war und ich nicht mehr alle Details parat hatte, war ich doch erleichtert, so schnell wieder drin zu sein im Geschehen rund um Kalmanns Erlebnisse. Diesmal bleibt es aber nicht nur bei der isländischen Kulisse, Kalmanm macht auch einen spektakulären Ausflug nach Amerika zu seinem Vater, den er endlich kennenlernt. Ausgerechnet mitten in der Pandemie. Als dann Kalmanm auch noch mitten in den Sturm auf das Kapitol am 06. Januar 2021 gerät und was das alles für ein Schlamassel hinter sich herzieht und warum Kalmanm nach seiner Rückkehr auch noch einen Mord in Island aufklären will, dass muss man natürlich selbst nachlesen, ich möchte ja nicht zu viel verraten.
Kalmanm erinnet mich ja auch immerl wieder ein wenig an Forrest Gump, obwohl, wie der Autor auch selbst betont, Kalmanm stehen bleibt, wenn's brenzlig wird und nicht wegrennt. Ich habe Kalmanm auch im zweiten Band wieder richtig ins Herz geschlossen, er ist mutig und liebt die Gerechtigkeit, er weiß, was er will und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann ruht er nicht eher, bis er zu den Fragen, die er sich gestellt hat, Antworten gefunden hat. Eine Geschichte, die mal humorvoll, mal spannend und immer wieder auch nachdenklich stimmend macht und zeigt, dass man Menschen mit Behinderungen niemals unterschätzen sollte.
Danyboy
Book Circle Community
5/5
02.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kalmann ist zurück!
+ Das Zitat
“Niemand möchte der Dümmste sein. Aber jemand MUSS der Dümmste sein, und wenn man so ist wie ich, ist es das Klügste, es nicht abzustreiten.”
+ Die Thematik
Der “Sheriff” von Raufarhöfn ist zurück! Es ist die Zeit der Pandemie 2020-21. Kalmanns beschauliche Dorf-Welt gerät ins Wanken. Nach den Vorkommnissen mit dem Eisbär und Robert (Buch 1) fängt Kalli keine Haie mehr und hat seine Waffe entsorgt.
Nun stirbt auch noch sein Grossvater und mitten in diesen turbulenten Zeiten trifft eine Einladung seines amerikanischen Vaters ein. Kalmann reist in die USA zu Silvester/Neujahr 20/21. Lernt seinen Vater kennen, und der hat gewisse Ziele. Der 6. Januar rückt näher und Kalli reist mit nach Washington. Und was am 6.1.21 dort passiert, wissen wir alle…
Kalmann muss sich in Band 2 nicht nur vor dem FBI in den USA verantworten, sondern sich wieder ungewollt der eigenen Familien-Geschichte widmen und in Raufarhöfn und Umgebung für Ordnung sorgen.
+ Zum Mitnehmen
Kalmann mit seinen Einschränkungen mag man am Rand der Gesellschaft verorten, aber er bietet immer wieder einen scharfen Blick ins Zentrum derselben.
+ Kritik
Lieber Joachim: Beschere uns weitere Wiedersehen mit Kalli! Die Kalmann-Romane sind atmosphärisch dicht, haben ein wunderbares Tempo und sind schelmisch-gute Unterhaltung.
Die Komposition, der Schreibstil, der Humor und die Absurditäten (die arg konstruierten Zufälle passen komplett in den Grundton und tragen zum Witz des Romans bei) machen die Bücher zu einem herrlichen Lesevergnügen.
Kalmann mit seinen leichten geistigen Einschränkungen, ist einfach liebenswert und unvergesslich. Dabei schaffen es die Bücher, niemals herabschauend zu wirken gegenüber geistigen Beeinträchtigungen. Ob das nun immer lebensnah ist (wir können ja nicht mit Garantie authentisch aus einer solchen Perspektive schreiben), sei dahingestellt. Es ist unwichtig. Dieser Roman ist ein grosses Gaudi!
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4/5
19.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fortsetzungsroman - durchaus gelungen
Empfehlung!!! vorab bitten den Band 1 "Kalmann" lesen. Hier im zweiten Teil mit Kalmann erleben wir mit ihm sehr viel - er war in den USA - wurde vom FBI verhört und befragt und vieles aus der Vergangenheit vom Großvater kam an Licht - wurde der Opa vielleicht sogar ermordet in Island? So entwickelt sich auch ein kleiner Krimi - neben all den anderen Erlebnissen mit ihm wie zB die Corona-Pandemie, Quarantäne in Island nach seinem Aufenthalt in den USA, werden wir mit vielen Themen konfrontiert (vielleicht etwas zu viel? = Geschmackssache) wie zum Beispiel Spionage im Kalten Krieg, Umwelt, Corona, politische Themen, Dorfgeschichten usw - alles aus Sicht von Kalmann, der auf seine einfache, direkte Art und Weise über all das spricht und es uns erzählt.
Wenn man sich auf all seine Gedanken- und Gefühlswelt sowie Beobachtungen einlässt - kann man sich diesem Buch nicht entziehen.
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4/5
11.03.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Korrektomundo!!!
Explosionen, Verbrecher und das FBI. Mit viel Witz und doch auch ernsterem Ton begleitet man Kalmann bei seinem zweiten Abenteuer und wird bis zum letzten Satz vollends unterhalten.
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