Produktbild: Bournville
Band 178

Bournville

Aus der Reihe Transfer Bibliothek
12

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2023

Herausgeber

Cathrine Hornung + weitere

Verlag

Folio

Seitenzahl

409

Maße (L/B/H)

21,4/15/4,5 cm

Gewicht

630 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Juliane Gräbener-Müller + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-885-0

Beschreibung

Rezension

„So wärmend, gehaltvoll und tröstend wie eine Tasse heiße Schokolade.“ The Times
„Gespickt mit Coes unnachahmlichem Humor, liebevoll und zornig zugleich.” The Evening Standard
„Ein ungemein beeindruckender Roman über den Zustand der Nation und ein bittersüßes Stück Britishness.“ The Guardian

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2023

Herausgeber

Verlag

Folio

Seitenzahl

409

Maße (L/B/H)

21,4/15/4,5 cm

Gewicht

630 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Juliane Gräbener-Müller
  • Cathrine Hornung

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-885-0

Herstelleradresse

Folio Verlagsges. Mbh
Pfarrhofstraße 2d
39100 Bozen / Italien
IT

Email: office@folioverlag.com

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Ereignisse und Veränderungen…

Quilly aus Am Wattenmeer am 10.10.2023

Bewertungsnummer: 2874220

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ereignisse und Veränderungen Jonathan Coe erzählt in seinem Roman ‚Bournville‘ die Familiengeschichte der britischen Familie Lamb und zugleich ein Stück britische Nationalgeschichte. Das Buch umfasst die Zeit von 1945 bis 2020, wobei nicht jedes Jahr oder Jahrzehnt einzeln betrachtet werden, sondern es erfolgen unterschiedlich große Zeitsprünge zu sieben Großereignisse der Geschichte, die Coe jeweils als Ankerpunkt nimmt, um die Geschichte der Familie und der Gesellschaft unter dem Einfluss des jeweiligen Ereignisses weiter zu erzählen. Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut. Besonders spannend finde ich den etwas anderen Buchaufbau. Er gewährt nicht nur Einblicke in eine (vermutlich) relativ durchschnittliche britische Familie der Zeit, sondern erinnert auch an zeitgeschichtlich relevante Ereignisse. Diejenigen, die ich davon selbst erlebt habe, haben bei mir die Vorstellungskraft für die dargestellte Zeit enorm erhöht. Die Ereignisse, für die ich noch zu jung bin, oder kleinere geschichtliche Episoden, die in der Realität einfach an mir vorbeigegangen sind, sind so pointiert und informativ dargestellt, dass sie weder belehrend, noch langweilig, sondern interessant und zum Teil sehr bewegend sind. Gefallen hat mir auch, dass die einzelnen Familienmitglieder und ihre Handlungen nicht bis ins letzte Detail beschrieben werden (was der Einband, der von einem „Großen Familienepos“ spricht, eigentlich mutmaßen lässt). Dies fände ich auch angesichts des sprunghaften Einblicks in die Familiengeschichte und die große Anzahl an vorkommenden Personen etwas zu viel. Coe hat sich an einige, wie ich finde, interessante Eckpunkte gehalten und diese stellenweise mit viel Sprachwitz und britischem Humor aber auch, wenn angebracht, mit dem nötigen Ernst der Lage, ausformuliert. Coe zeigt, für meinen Geschmack, auf hervorragende Weise, wie Dinge und Ereignisse von öffentlichem Interesse, den Alltag von Menschen berühren, beeinflussen, verändern oder eben auch nicht. Es ist ein schönes, ein anderes Buch, auf welches man sich einlassen muss, dass dann aber auch Spaß macht zu lesen, zumal durch unterschiedliche Schreibstile (allgemeiner Erzähler, Ich-Erzähler, Tagebucheintragungen, Radiomitschnitte etc.), auch die Unterschiedlichkeit der einzelnen Akteure und Ereignisse widergespiegelt wird.

Ereignisse und Veränderungen…

Quilly aus Am Wattenmeer am 10.10.2023
Bewertungsnummer: 2874220
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ereignisse und Veränderungen Jonathan Coe erzählt in seinem Roman ‚Bournville‘ die Familiengeschichte der britischen Familie Lamb und zugleich ein Stück britische Nationalgeschichte. Das Buch umfasst die Zeit von 1945 bis 2020, wobei nicht jedes Jahr oder Jahrzehnt einzeln betrachtet werden, sondern es erfolgen unterschiedlich große Zeitsprünge zu sieben Großereignisse der Geschichte, die Coe jeweils als Ankerpunkt nimmt, um die Geschichte der Familie und der Gesellschaft unter dem Einfluss des jeweiligen Ereignisses weiter zu erzählen. Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut. Besonders spannend finde ich den etwas anderen Buchaufbau. Er gewährt nicht nur Einblicke in eine (vermutlich) relativ durchschnittliche britische Familie der Zeit, sondern erinnert auch an zeitgeschichtlich relevante Ereignisse. Diejenigen, die ich davon selbst erlebt habe, haben bei mir die Vorstellungskraft für die dargestellte Zeit enorm erhöht. Die Ereignisse, für die ich noch zu jung bin, oder kleinere geschichtliche Episoden, die in der Realität einfach an mir vorbeigegangen sind, sind so pointiert und informativ dargestellt, dass sie weder belehrend, noch langweilig, sondern interessant und zum Teil sehr bewegend sind. Gefallen hat mir auch, dass die einzelnen Familienmitglieder und ihre Handlungen nicht bis ins letzte Detail beschrieben werden (was der Einband, der von einem „Großen Familienepos“ spricht, eigentlich mutmaßen lässt). Dies fände ich auch angesichts des sprunghaften Einblicks in die Familiengeschichte und die große Anzahl an vorkommenden Personen etwas zu viel. Coe hat sich an einige, wie ich finde, interessante Eckpunkte gehalten und diese stellenweise mit viel Sprachwitz und britischem Humor aber auch, wenn angebracht, mit dem nötigen Ernst der Lage, ausformuliert. Coe zeigt, für meinen Geschmack, auf hervorragende Weise, wie Dinge und Ereignisse von öffentlichem Interesse, den Alltag von Menschen berühren, beeinflussen, verändern oder eben auch nicht. Es ist ein schönes, ein anderes Buch, auf welches man sich einlassen muss, dass dann aber auch Spaß macht zu lesen, zumal durch unterschiedliche Schreibstile (allgemeiner Erzähler, Ich-Erzähler, Tagebucheintragungen, Radiomitschnitte etc.), auch die Unterschiedlichkeit der einzelnen Akteure und Ereignisse widergespiegelt wird.

Voller Erinnerungen, sehr britisch

Lesebiene aus Berlin am 05.10.2023

Bewertungsnummer: 2037295

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es geht um Schokolade, um diese Kleinstadt Bournville, eine Reißbrett – Idylle. Aber vor allem geht es um Großbritannien. Der rote Faden ist die britische Geschichte. Den Rahmen bildet eine große Familie. Fiktion und Realität vermischen sich. Es wird aus Sicht der fiktiven Familie Lamb erzählt. Der große Stammbaum zu Beginn des Buches ist deshalb sehr hilfreich. Mary, die Hauptfigur, legt ihren drei Söhnen jeden Tag ein Stück Cadbury-Schokolade vor deren jeweiliges Foto am Kaminsims. Die Kapitel sind nach historischen Ereignissen seit dem Zweiten Weltkrieg aufgeteilt, von Churchills Rede nach dem Zweiten Weltkrieg, Krönung von Elizabeth der II, Wembley 1966, bis hin zur Pandemie. Sozialkritisch und humorvoll schafft es der Autor spielend Historisches mit dem Erdachten zu verbinden. Die Atmosphäre der jeweiligen Ereignisse, die Nöte, Sorgen und Lebensbedingungen der Menschen. Eine Geschichte in der Geschichte sehr gut umgesetzt. Alle Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah. Die Schreibweise ist eher sachlich, mal journalistisch, teilweise autobiografisch. Immer sind die Familienmitglieder in diesen Ereignissen mittendrin. Sie sind das Spiegelbild der Gesellschaft; werden durch die gesellschaftlichen Ereignisse geprägt. Immer auf der Suche nach ihrem Glück. Eine 7-tägige Reise der neueren britischen Geschichte in sieben Kapiteln erzählt. Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so lesenswert macht. Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft einfach nur wunderbar. .

Voller Erinnerungen, sehr britisch

Lesebiene aus Berlin am 05.10.2023
Bewertungsnummer: 2037295
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es geht um Schokolade, um diese Kleinstadt Bournville, eine Reißbrett – Idylle. Aber vor allem geht es um Großbritannien. Der rote Faden ist die britische Geschichte. Den Rahmen bildet eine große Familie. Fiktion und Realität vermischen sich. Es wird aus Sicht der fiktiven Familie Lamb erzählt. Der große Stammbaum zu Beginn des Buches ist deshalb sehr hilfreich. Mary, die Hauptfigur, legt ihren drei Söhnen jeden Tag ein Stück Cadbury-Schokolade vor deren jeweiliges Foto am Kaminsims. Die Kapitel sind nach historischen Ereignissen seit dem Zweiten Weltkrieg aufgeteilt, von Churchills Rede nach dem Zweiten Weltkrieg, Krönung von Elizabeth der II, Wembley 1966, bis hin zur Pandemie. Sozialkritisch und humorvoll schafft es der Autor spielend Historisches mit dem Erdachten zu verbinden. Die Atmosphäre der jeweiligen Ereignisse, die Nöte, Sorgen und Lebensbedingungen der Menschen. Eine Geschichte in der Geschichte sehr gut umgesetzt. Alle Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah. Die Schreibweise ist eher sachlich, mal journalistisch, teilweise autobiografisch. Immer sind die Familienmitglieder in diesen Ereignissen mittendrin. Sie sind das Spiegelbild der Gesellschaft; werden durch die gesellschaftlichen Ereignisse geprägt. Immer auf der Suche nach ihrem Glück. Eine 7-tägige Reise der neueren britischen Geschichte in sieben Kapiteln erzählt. Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so lesenswert macht. Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft einfach nur wunderbar. .

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Bournville

von Jonathan Coe

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